Great Barrier Reef bei Cairns: Wie das Riff Australien prägt
14.06.2026 - 07:49:18 | ad-hoc-news.deTürkise Lagunen, schillernde Korallen und Meeresschildkröten, die lautlos durchs Wasser gleiten: Das Great Barrier Reef (wörtlich „Großes Barrierriff“) vor Cairns in Australien ist einer der magischsten Orte unseres Planeten – und gleichzeitig ein empfindliches Ökosystem im Wandel. Für Reisende aus Deutschland ist es Sehnsuchtsziel, Naturwunder und Mahnung zugleich.
Great Barrier Reef: Das ikonische Wahrzeichen von Cairns
Wer nach Cairns im tropischen Norden von Queensland reist, kommt meist aus einem Grund: dem Great Barrier Reef. Die Küstenstadt fungiert als wichtiges Tor zum Riff, von hier starten täglich Boote zu schnorchel- und tauchgeeigneten Koralleninseln und Plattformen. Für viele Australien-Reisende ist der Moment, in dem sie vom Boot ins warme Wasser steigen und erstmals über einer leuchtenden Korallenwand schweben, der Höhepunkt der gesamten Reise.
Das Great Barrier Reef gilt als größtes zusammenhängendes Korallenriffsystem der Erde. Es erstreckt sich über Tausende Kilometer entlang der Nordostküste Australiens und umfasst zahllose einzelne Riffe und Inseln. Häufig wird es als einziges lebendes Gebilde beschrieben, das aus dem Weltraum erkennbar ist – ein Bild, das seine gigantischen Dimensionen illustriert, auch wenn es wissenschaftlich differenziert betrachtet werden muss.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist das Great Barrier Reef eines jener Reiseziele, die schon in Kindheitstagen durch Schulatlanten, Naturdokumentationen und Reportagen präsent sind. Wer schließlich in Cairns an Bord eines Ausflugsbootes geht, hat daher oft ein Leben lang von diesem Augenblick geträumt. Die Erwartung ist hoch – umso wichtiger ist es, die Realität des Riffs mit all seiner Schönheit und Verletzlichkeit zu kennen.
Geschichte und Bedeutung von Great Barrier Reef
Geologisch betrachtet ist das Great Barrier Reef ein vergleichsweise junges Naturphänomen. Es entstand im Wesentlichen nach dem Ende der letzten Eiszeit, als der Meeresspiegel anstieg und frühere Küstenebenen überflutete. Auf den neu entstandenen Flachwasserzonen konnten sich Korallen ansiedeln und über Jahrtausende hinweg Riffstrukturen bilden. Die laufende Entwicklung ist bis heute dynamisch: Korallen wachsen, sterben ab, werden überlagert – das Riff ist ein lebendiger, sich ständig verändernder Organismus.
Lange bevor europäische Seefahrer die Gewässer vor Queensland kartierten, hatten die indigenen Gemeinschaften der Region – darunter die Küstenvölker der Aboriginal Australians und die Torres-Strait-Insulaner – eine tiefe kulturelle und spirituelle Beziehung zum Riff. Für sie ist das Great Barrier Reef Teil ihres „Country“, eines umfassenden Konzepts von Land, Meer, Ahnenlinien und Verantwortung. Viele Inseln und Riffsysteme sind mit Geschichten der Traumzeit verbunden, die bis heute tradiert werden.
Für die europäische Seefahrtgeschichte wurde das Gebiet spätestens mit der Expedition von James Cook im 18. Jahrhundert bekannt, dessen Schiff an einem Riff vor der heutigen Ostküste schwer beschädigt wurde. Die komplexen Riffstrukturen, flachen Passagen und starken Gezeiten machten die Navigation lange Zeit gefährlich. Bis in die moderne Zeit hinein sind detaillierte Seekarten und lokale Lotsen eine Voraussetzung für sichere Durchfahrten.
Im 20. Jahrhundert rückte das Great Barrier Reef vor allem aus wissenschaftlichen und naturschutzfachlichen Gründen in den Fokus. Korallenriffe gelten als Hotspots der Biodiversität: Ein erstaunlich hoher Anteil der marinen Artenvielfalt ist auf sie angewiesen, obwohl sie nur einen kleinen Bruchteil der Ozeanfläche einnehmen. Die Erkenntnis, wie sensibel diese Ökosysteme auf Temperaturveränderungen, Verschmutzung und Überfischung reagieren, führte zu immer stärkeren Schutzbemühungen.
1981 wurde das Great Barrier Reef in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Damit erhielt es eine internationale Anerkennung als Naturerbe von außergewöhnlichem universellem Wert. Die Ernennung ist mit Auflagen verbunden: Australien verpflichtet sich, das Riff langfristig zu bewahren und negative Einflüsse – von Küstenentwicklung über Schifffahrt bis hin zu Umweltverschmutzung – zu begrenzen. In den vergangenen Jahren stand das Welterbe wiederholt auf der Agenda des Welterbekomitees, weil die Folgen des Klimawandels und mehrerer Korallenbleichen die Zukunft des Riffs bedrohen.
Heute ist das Great Barrier Reef ein Symbol in mindestens drei Dimensionen: als Naturwunder, als wichtiger wirtschaftlicher Faktor für den Tourismus und als Gradmesser dafür, wie die Weltgemeinschaft mit empfindlichen Ökosystemen in Zeiten des Klimawandels umgeht. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bedeutet das: Der eigene Urlaub am Riff ist immer auch Teil einer größeren globalen Geschichte.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Korallenriffe werden nicht gebaut, sie wachsen – und doch erinnert das Great Barrier Reef in seiner Vielfalt an ein riesiges architektonisches Meisterwerk. Die „Baumeister“ sind winzige Nesseltierchen, die Korallenpolypen. Sie scheiden Kalkskelette aus, die sich über lange Zeiträume zu massiven Strukturen verbinden. So entstehen Wände, Plateaus, Höhlen und Türme, die in ihrer Komplexität vielerorts an gotische Kathedralen oder ornamentreiche Paläste erinnern.
Ein charakteristisches Merkmal des Great Barrier Reef ist die Bandbreite der Rifftypen. Es gibt Küstenriffe, die relativ nah am Festland liegen, Plattformriffe in der offenen See und zahlreiche Koralleninseln, oft in Form von flachen Sandcays mit einem Kranz aus Palmen. Gerade vor Cairns sind viele der für Tagesausflüge erschlossenen Stellen sogenannte „Outer Reefs“, die weiter vor der Küste liegen und besonders klares Wasser bieten.
Die Farbpalette unter der Wasseroberfläche ist beeindruckend. Leuchtend blaue Steinkorallen, pastellfarbene Weichkorallen, lila Fächerkorallen und fluoreszierende Anemonen bilden den Rahmen für Schwärme bunter Rifffische. Bekannt sind unter anderem Clownfische, Papageifische, Doktorfische und Falterfische. Hinzu kommen Meeresschildkröten, Riffhaie, Rochen und je nach Saison pelagische Arten wie Mantas. In den Wintermonaten der Südhalbkugel ziehen Humpback-Wale (Buckelwale) durch die Gewässer nördlich von Queensland; Sichtungen sind keine Garantie, aber möglich.
Für Besucher, die weniger taucherfahren sind, spielt auch die „Architektur“ an der Oberfläche eine Rolle: schwimmende Pontons mit Unterwasser-Beobachtungsräumen, Glasbodenboote und halbsubmersible Fahrzeuge ermöglichen Blicke in das Riff, ohne dass man tief tauchen muss. Einige Plattformen wurden so konzipiert, dass sie bei Tageslicht schnorchelfreundliche Bereiche bieten und abends als Beobachtungsstation für Sternenhimmel und Biolumineszenz dienen. Die Betreiber werben zunehmend damit, ihre Anlagen möglichst ressourcenschonend zu betreiben und Auflagen zum Schutz der Korallen zu erfüllen.
Auch die künstlerische Rezeption des Great Barrier Reef ist vielfältig. In Australien entstanden und entstehen immer wieder Fotoausstellungen, Dokumentarfilme und Kunstprojekte, die das Riff sowohl in seiner Schönheit als auch in seiner Gefährdung zeigen. Für viele indigene Künstlerinnen und Künstler ist das Riff mehr als ein Motiv: Es ist Teil ihrer Identität und ihrer politischen Stimme, wenn es um Land- und Meeresrechte geht.
Aus naturwissenschaftlicher Perspektive gilt das Great Barrier Reef als eines der am besten erforschten Korallenriffsysteme der Welt. Meeresbiologinnen, Ozeanografen und Klimaforscher nutzen es als „Freilandlabor“, um Auswirkungen von Temperaturanstiegen, sauerstoffarmen Zonen und Versauerung der Ozeane zu studieren. Ihre Studien prägen internationale Klimaberichte und liefern einen wichtigen Hintergrund für politische Entscheidungen – weit über Australien hinaus.
Great Barrier Reef besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Das Great Barrier Reef zieht sich entlang der Nordostküste Australiens, doch Cairns in Queensland gilt als einer der bekanntesten Ausgangspunkte. Von Deutschland aus führen keine Direktflüge nach Cairns; in der Regel reisen Sie über internationale Drehkreuze wie Singapur, Doha, Dubai, Hongkong oder Sydney. Ab Frankfurt, München oder Berlin sollten Sie – je nach Verbindung und Umsteigezeiten – insgesamt mit deutlich mehr als 20 Stunden Reisezeit rechnen. Von Sydney, Brisbane oder anderen australischen Städten aus bestehen Inlandsflug-Verbindungen nach Cairns. Wer mehr Zeit mitbringt, kann Teile der Ostküste mit Mietwagen oder Bus bereisen und Cairns als Endpunkt einer Roadtrip-Etappe wählen. - Ausgangspunkt Cairns
Cairns ist eine kompakte Stadt mit tropischem Klima, einer Uferpromenade („Esplanade“) und einem breiten Angebot an Touranbietern. Die meisten Ausflugsboote zum Great Barrier Reef starten morgens vom Reef Fleet Terminal im Hafenbereich. Touren gibt es für unterschiedliche Bedürfnisse: reine Schnorchelausflüge, Tauchtage mit zwei oder drei Tauchgängen, Familienausflüge zu Inseln mit Strandaufenthalt oder ganztägige Pontontrips mit vielfältigen Aktivitäten. - Öffnungszeiten und Touren
Das Great Barrier Reef selbst kennt keine „Öffnungszeiten“, die Zugänglichkeit hängt von Wetter, Seegang und Buchungssituation bei den Touranbietern ab. Viele Tagestouren beginnen zwischen 8:00 und 10:00 Uhr und kehren am späten Nachmittag zurück. Genauere Abfahrtszeiten, Dauer und Leistungsumfang sollten Sie direkt bei den jeweiligen Veranstaltern prüfen. Da sich Angebote und Kapazitäten verändern können, ist eine frühzeitige Recherche und Reservierung empfehlenswert, insbesondere in australischen Ferienzeiten. - Eintritt und Kosten
Es gibt keinen zentralen Eintrittspreis „für das Great Barrier Reef“. Stattdessen zahlen Sie für organisierte Touren, die Fahrt, Ausrüstung und oft ein Mittagessen umfassen. Die Preisspanne reicht – je nach Anbieter, Komfortniveau und enthaltenen Leistungen – von eher einfachen Angeboten bis zu hochpreisigen Premiumtouren. Da sich Preise in Australien regelmäßig anpassen, sollten Sie aktuelle Kosten direkt bei etablierten Anbietern oder in offiziellen Informationsbroschüren prüfen. Rechnen Sie grob damit, dass ein ganztägiger Ausflug pro Person deutlich über dem Preis vieler europäischer Städtetouren liegen kann. Zu beachten ist, dass häufig zusätzlich eine Umwelt- oder Riffabgabe verlangt wird, die dem Schutz und Management des Riffs dienen soll. - Beste Reisezeit
Das Klima in Cairns ist tropisch mit ausgeprägter Regen- und Trockenzeit. Vereinfacht lässt sich sagen: Die Monate des australischen Winters und Frühlings – etwa von Mai bis Oktober – gelten vielen Reisenden als besonders angenehm, da die Luftfeuchtigkeit niedriger ist und weniger Niederschlag fällt. In der Regenzeit von etwa November bis April kann es sehr heiß und feucht werden, zudem sind in dieser Periode tropische Stürme möglich. Im Wasser ist es das ganze Jahr über vergleichsweise warm, doch Sichtweiten und Strömungen variieren mit Jahreszeit und Wetter. Wer empfindlich auf Hitze reagiert, ist in der Trockenzeit meist besser aufgehoben. Für konkrete Saisonempfehlungen lohnt ein Blick in aktuelle Reiseführer oder auf Seiten der Tourismusbehörden von Queensland. - Quallen und Sicherheit im Wasser
In den Sommermonaten der Südhalbkugel (ungefähr November bis April) können in den nördlichen Gewässern Australiens giftige Würfelquallen vorkommen. An vielen Stränden gibt es daher Schutznetze und Hinweise. Auf offenen Riffplattformen oder Booten werden oft Ganzkörperanzüge („Stinger Suits“) angeboten oder empfohlen, die zugleich vor Sonnenbrand schützen. Schnorcheln und Tauchen finden üblicherweise unter Aufsicht erfahrener Guides statt, die Sicherheitsbriefings geben und auf lokale Bedingungen eingehen. Es ist sinnvoll, Hinweisen und Anweisungen des Personals strikt zu folgen. - Sprache und Verständigung
Die Verkehrssprache in Cairns und bei den Riffanbietern ist Englisch. In touristisch geprägten Betrieben ist man an internationale Gäste gewöhnt, und viele Erklärungen sind klar und langsam verständlich. Deutschsprachige Guides werden teilweise angeboten, sind aber nicht überall verfügbar und häufig an bestimmte Touren oder Saisonzeiten gebunden. Grundkenntnisse in Englisch erleichtern Planung und Sicherheitseinweisungen. Bei Unsicherheiten lohnt es sich, gezielt nach deutschsprachigem Infomaterial zu fragen oder vorab Touren zu wählen, die deutsche Erläuterungen ausdrücklich ausweisen. - Zahlungsmittel und Trinkgeld
In Australien wird vor allem mit Karte bezahlt. Kreditkarten von internationalen Anbietern sind weit verbreitet, ebenso kontaktlose Zahlungen über Smartphone und Smartwatch. Bargeld (Australischer Dollar) wird weiterhin akzeptiert, ist aber im alltäglichen Stadt- und Tourismusverkehr weniger zentral als in vielen Teilen Deutschlands. Trinkgeld ist in Australien nicht so stark verankert wie etwa in Nordamerika, wird aber im Tourismusbereich zunehmend erwartet bzw. gern gesehen – etwa als kleine Anerkennung für gute Betreuung beim Tauchen oder Schnorcheln. Ein moderater Betrag am Ende eines Tagesausflugs für die Crew ist üblich, aber nicht verpflichtend. - Nachhaltigkeit und Schutz des Riffs
Wer das Great Barrier Reef besucht, sollte sich bewusst machen, dass jeder Besuch Auswirkungen haben kann. Seriöse Anbieter achten darauf, dass Korallen nicht berührt oder betreten werden, Boote an fest installierten Mooring-Bojen festmachen und keine Abfälle ins Meer gelangen. Reisende können selbst viel beitragen: durch Nutzung von korallenfreundlicher Sonnencreme, respektvollen Umgang mit Tieren, Vermeidung von Einwegplastik und die Wahl von Anbietern, die sich sichtbar an Umweltauflagen orientieren. Viele Touren beinhalten heute Informationsblöcke zu Riffschutz und Klimawandel, die helfen, das Erlebte einzuordnen. - Gesundheit und Reiseversicherung
Australien verfügt über ein leistungsfähiges Gesundheitssystem, doch für Reisende aus Deutschland können medizinische Behandlungen und insbesondere Rettungsflüge kostspielig sein. Eine sinnvolle Auslandskrankenversicherung, die auch Aktivitäten wie Schnorcheln und Tauchen abdeckt, ist daher empfehlenswert. Wer tauchen möchte, sollte sich vorab über medizinische Voraussetzungen informieren, etwa hinsichtlich Lungen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit. Viele Anbieter verlangen Gesundheitsfragebögen, teilweise auch ärztliche Atteste bei bestimmten Vorerkrankungen. - Einreisebestimmungen
Für Reisen nach Australien benötigen deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in der Regel ein Visum, das vor der Ankunft online beantragt werden muss. Die genauen Bedingungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu Sicherheitslage, Zollbestimmungen und gesundheitlichen Hinweisen. - Zeitverschiebung
Cairns liegt in der Zeitzone von Queensland. Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa variiert je nach Jahreszeit, da Queensland keine Sommerzeit kennt, Europa hingegen schon. Je nach Zeitraum kann der Unterschied mehrere Stunden betragen. Für die Planung von Flügen, Anrufen und Online-Buchungen ist es sinnvoll, den aktuellen Zeitversatz vor der Reise zu prüfen.
Warum Great Barrier Reef auf jede Cairns-Reise gehört
Die Faszination des Great Barrier Reef geht über klassische „Sehenswürdigkeit“ hinaus. Es ist ein Ort, an dem sich abstrakte Begriffe wie Artenvielfalt, Klimawandel und Naturschutz mit einer ganz konkreten Erfahrung verbinden: dem Blick in ein lebendiges Riff. Wer über einer Korallenwand schwebt und das leise Knacken der Korallen, das Scharren der Fische und die wechselnden Lichtspiele wahrnimmt, bekommt ein Gefühl für die Komplexität dieses Ökosystems, das sich kaum mit Bildern oder Filmen vermitteln lässt.
Für Reisende aus Deutschland ist der Kontrast besonders stark. Während viele heimische Landschaften durch Jahreszeiten, Wälder, Mittelgebirge und Nordsee geprägt sind, begegnet man am Great Barrier Reef einer tropischen Unterwasserwelt, wie sie in Europa nicht existiert. Das macht den Besuch zu einem Erlebnis, das oft langfristig im Gedächtnis bleibt – und nicht selten das eigene Verhältnis zur Natur verändert.
Zugleich gehört das Great Barrier Reef zu den am besten organisierten Riff-Destinationen der Welt. Die touristische Infrastruktur rund um Cairns bietet Unterkünfte in allen Preiskategorien, vom einfachen Hostel bis zum gehobenen Resort. Kompetente Touranbieter, Tauchschulen und Informationszentren erleichtern sowohl Einsteigerinnen im Schnorcheln als auch erfahrenen Taucherinnen den Zugang. Selbst wer nicht schwimmen kann oder aus gesundheitlichen Gründen nicht ins Wasser möchte, findet mit Glasbodenbooten, Unterwasserobservatorien oder Rundflügen Wege, das Riff aus sicherer Distanz zu erleben.
Ein weiterer Grund, warum das Great Barrier Reef auf viele Reiselisten gehört, ist die Kombination mit anderen Attraktionen im tropischen Norden Queenslands. In Tagesausflugsentfernung von Cairns liegen Regenwälder, die teilweise ebenfalls UNESCO-Schutz genießen, Wasserfälle, Hochlandregionen und indigene Kulturangebote. Das Riff ist damit Teil eines größeren Mosaiks aus Natur- und Kulturerlebnissen, das einen Reisemonat füllen kann. Wer sorgfältig plant, kann beispielsweise einige Tage am Riff mit Wanderungen im Regenwald und Besuchen in Orten wie Port Douglas oder Kuranda verbinden.
Gleichzeitig ist es wichtig, nicht nur die Schönheit, sondern auch die Verletzlichkeit des Riffs mitzudenken. In den vergangenen Jahren haben mehrere Episoden der Korallenbleiche und regionale Schäden durch Stürme deutlich gemacht, wie abhängig das Ökosystem von stabilen Umweltbedingungen ist. Viele Expertinnen und Experten betonen, dass die kommenden Jahrzehnte entscheidend dafür sein werden, wie viel Vielfalt des Great Barrier Reef erhalten bleiben kann. Ein respektvoll geplanter Besuch kann Teil einer bewussteren Auseinandersetzung mit diesen Fragen sein.
Für Kinder und Jugendliche kann ein Besuch des Great Barrier Reef zudem einen nachhaltigen Bildungseffekt haben. Zahlreiche Anbieter und Besucherzentren bereiten Informationen altersgerecht auf und zeigen, welche Rolle einzelne Arten im Ökosystem spielen. Wer mit der Familie reist, kann den Riffbesuch so zugleich als Abenteuer und Bildungsreise gestalten – ein Ansatz, der sich in vielen modernen Einrichtungen in Australien wiederfindet.
Great Barrier Reef in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist das Great Barrier Reef zu einem der bekanntesten Naturmotive der Welt geworden. Unterwasseraufnahmen von leuchtenden Korallen, Nahaufnahmen von Schildkröten und spektakuläre Drohnenbilder von Inseln und Atollen prägen das Bild des Riffs im Netz. Gleichzeitig haben Aktivistinnen, Wissenschaftler und indigene Stimmen die Plattformen genutzt, um auf Gefahren wie Korallenbleiche und Klimawandel hinzuweisen. Wer Reiseinspiration sucht, findet in sozialen Medien unzählige Eindrücke – sollte aber immer im Hinterkopf behalten, dass die Realität je nach Ort, Saison und Witterung anders aussehen kann als perfekt bearbeitete Bilder.
Great Barrier Reef — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Great Barrier Reef
Wo liegt das Great Barrier Reef genau?
Das Great Barrier Reef erstreckt sich vor der Nordostküste Australiens im Korallenmeer und verläuft im Wesentlichen entlang des Bundesstaats Queensland. Cairns ist einer der zentralen Ausgangspunkte, von dem aus viele touristische Touren zum Riff starten. Das Riff selbst besteht aus Tausenden von Einzelriffen und Inseln, die sich über eine enorme Distanz entlang der Küste verteilen.
Warum ist das Great Barrier Reef UNESCO-Welterbe?
Das Great Barrier Reef ist UNESCO-Welterbe, weil es als eines der artenreichsten und komplexesten marinen Ökosysteme der Welt gilt und geologische, ökologische sowie landschaftliche Besonderheiten vereint. Die Welterbe-Auszeichnung unterstreicht seinen außergewöhnlichen universellen Wert und verpflichtet Australien dazu, das Riff langfristig zu schützen und zu erhalten.
Wie kann man das Great Barrier Reef ab Cairns besuchen?
Ab Cairns werden täglich Boots- und Schifftouren zum Great Barrier Reef angeboten. Die Palette reicht von Schnorchel- und Tauchtagesausflügen über Familienausflüge mit Strandaufenthalt auf Inseln bis hin zu Touren mit schwimmenden Plattformen, auf denen sich auch Nichtschwimmer über Glasbodenboote und Unterwasserobservatorien einen Eindruck vom Riff verschaffen können. Die Buchung erfolgt vorab online, vor Ort in Reisebüros oder direkt bei den Anbietern in Cairns.
Was ist die beste Reisezeit für das Great Barrier Reef?
Als angenehm empfinden viele Reisende den Zeitraum des australischen Winters und Frühjahrs, grob von Mai bis Oktober, wenn es in Cairns weniger schwül ist und die Regenwahrscheinlichkeit geringer ausfällt. In der Regenzeit von etwa November bis April ist es heiß und feucht, zudem können tropische Stürme auftreten. Da sich Bedingungen und Vorlieben unterscheiden, lohnt ein Blick auf aktuelle Klimatabellen und Empfehlungen der Tourismusbehörden vor der Reiseplanung.
Ist das Great Barrier Reef durch den Klimawandel bedroht?
Das Great Barrier Reef reagiert sensibel auf steigende Wassertemperaturen, Meeresversauerung und andere Stressfaktoren. In den vergangenen Jahren kam es in verschiedenen Bereichen zu Episoden von Korallenbleiche, bei denen Korallen ihre symbiotischen Algen verlieren und ausbleichen. Fachleute betonen, dass das Riff weiterhin über beachtliche Widerstandskräfte verfügt, langfristig aber vom globalen Klimaschutz, vom Management vor Ort und von der Reduktion zusätzlicher Belastungen abhängt.
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