Grabeskirche Jerusalem, Church of the Holy Sepulchre

Grabeskirche Jerusalem: Zeitlose Magie im Herzen der Altstadt

05.06.2026 - 12:09:26 | ad-hoc-news.de

Die Grabeskirche Jerusalem, lokal Church of the Holy Sepulchre, ist einer der heiligsten Orte der Christenheit. Warum dieser Ort in Jerusalem, Israel, Reisende aus Deutschland bis heute tief bewegt.

Grabeskirche Jerusalem, Church of the Holy Sepulchre, Jerusalem
Grabeskirche Jerusalem, Church of the Holy Sepulchre, Jerusalem

Weihrauchduft liegt in der Luft, Kerzen flackern im Halbdunkel, Pilger stehen Schlange vor einer kleinen Kammer aus Marmor: Wer die Grabeskirche Jerusalem – die Church of the Holy Sepulchre (auf Deutsch sinngemäß „Kirche des Heiligen Grabes“) – betritt, taucht in eine andere Welt ein. Zwischen Gesängen in vielen Sprachen und jahrhundertealten Steinmauern verschmelzen Glaube, Geschichte und Gegenwart auf engstem Raum.

Grabeskirche Jerusalem: Das ikonische Wahrzeichen von Jerusalem

Die Grabeskirche Jerusalem in der Altstadt von Jerusalem ist für Millionen Christinnen und Christen weltweit einer der heiligsten Orte überhaupt. Sie markiert jene Stelle, an der der Überlieferung nach Jesus Christus gekreuzigt, begraben und von den Toten auferstanden sein soll. Für viele Gläubige ist sie damit Zentrum und Symbol ihres Glaubens – vergleichbar in ihrer Bedeutung mit dem Petersdom in Rom, aber atmosphärisch deutlich dichter und rauer.

Die Kirche liegt im christlichen Viertel der ummauerten Altstadt, nur wenige Schritte vom arabischen Basar und der Via Dolorosa entfernt. Schon vor der Fassade wird deutlich, dass es sich um ein außergewöhnliches Bauwerk handelt: Der Eingang ist verhältnismäßig klein, es gibt keinen großen Vorplatz, keine monumental inszenierte Perspektive. Stattdessen wirkt die Fassade fast zurückhaltend – und genau das verstärkt das Gefühl, hereinzutreten in einen gewachsenen, komplexen Sakralraum, der seit Jahrhunderten genutzt, umgebaut, zerstört und wieder aufgebaut wurde.

Für Reisende aus Deutschland ist die Grabeskirche Jerusalem nicht nur ein religiöser, sondern auch ein kulturhistorischer Schlüsselort des Nahen Ostens. Sie erzählt von römischer Antike, byzantinischer Pracht, den Kreuzzügen, osmanischer Herrschaft und der bis heute hochsensiblen religiösen Koexistenz verschiedener christlicher Konfessionen in Israel.

Geschichte und Bedeutung von Church of the Holy Sepulchre

Die Geschichte der Church of the Holy Sepulchre beginnt im 4. Jahrhundert nach Christus. Der römische Kaiser Konstantin der Große ließ an jener Stelle, die seine Mutter Helena als Ort von Kreuzigung und Grab Jesu identifiziert haben soll, eine monumentale Kirchenanlage errichten. Diese sogenannte Konstantinische Kirche wurde um das Jahr 335 eingeweiht – also rund 1.500 Jahre bevor etwa das Brandenburger Tor in Berlin entstand.

Die ursprüngliche Anlage bestand aus mehreren Teilen: einer Rotunde über dem Grab (dem Anastasis-Rotunda), einem großen Hof und einer Basilika. Über Jahrhunderte hinweg war der Komplex ein Magnet für Pilger aus dem gesamten christlichen Raum, darunter auch aus den deutschen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches. Viele mittelalterliche Pilgerberichte, die heute in europäischen Archiven liegen, erwähnen die Grabeskirche als Höhepunkt der Reise ins Heilige Land.

Im frühen 11. Jahrhundert erlitt das Heiligtum schwere Zerstörungen. Unter dem fatimidischen Kalifen al-Hakim wurde die Kirche weitgehend demoliert; nur Teile der Rotunde und einiger Mauern blieben bestehen. In den folgenden Jahrzehnten wurde sie schrittweise wieder aufgebaut. Im 12. Jahrhundert, zur Zeit der Kreuzfahrer, erlebte die Grabeskirche eine umfassende Neu- und Umgestaltung: Die Kreuzritter-Könige von Jerusalem schufen eine romanisch geprägte Kirche, deren Grundstruktur bis heute das Erscheinungsbild prägt. Viele der massiven Mauern, Bögen und Kapellen, die Besucher heute sehen, stammen aus dieser Epoche.

In den Jahrhunderten danach überstand die Kirche Brände, Erdbeben, politische Machtwechsel und interne Konflikte zwischen den christlichen Gemeinschaften. Immer wieder wurde renoviert, erweitert, verkleinert oder umgestaltet. Die heutige Kirche ist damit eine Art architektonische Palimpsest – ein vielschichtig überschriebener Text aus Stein, in dem sich Epochen wie byzantinische Zeit, Kreuzfahrerzeit, osmanische Ära und Moderne überlagern.

Besonders prägend für die Grabeskirche Jerusalem ist das sogenannte Status-quo-System. Seit dem 19. Jahrhundert regelt eine komplexe, völkerrechtlich anerkannte Vereinbarung die Rechte und Zuständigkeiten der verschiedenen Konfessionen innerhalb der Kirche. Beteiligt sind vor allem die Griechisch-Orthodoxe Kirche, die römisch-katholischen Franziskaner, die Armenisch-Apostolische Kirche sowie in kleineren Bereichen die Syrisch-Orthodoxe, die Koptische und die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche. Jede Gemeinschaft hat klar definierte Kapellen, Altäre und Zeiten für ihre Liturgien. Selbst scheinbar kleine Veränderungen – etwa das Versetzen einer Leiter – werden nur im Konsens vorgenommen. Für Besucher erklärt dieses System, warum an manchen Stellen seit Jahrzehnten nichts verändert wird und warum an einem einzigen Tag ganz unterschiedliche Gottesdienste stattfindenden, oft in parallelen Sprachen und Traditionen.

Die theologische Bedeutung des Ortes ist enorm. Für viele Gläubige ist die Grabeskirche der Endpunkt der Via Dolorosa, des Kreuzwegs Jesu. Der Golgota-Felsen, der Ort der Kreuzigung, und das Heilige Grab liegen innerhalb desselben Kirchenkomplexes, was architektonisch einzigartig ist. Historiker und Archäologen diskutieren seit Jahrzehnten, wie exakt die Überlieferung mit den archäologischen Befunden zusammenpasst. Unabhängig davon gilt die Grabeskirche als einer der frühesten kontinuierlich verehrten christlichen Kultorte überhaupt – älter als viele bekannte Kathedralen Europas.

Auch politisch und kulturell hat die Kirche große Symbolkraft. In Zeiten des Konflikts im Nahen Osten ist sie immer wieder Schauplatz von Appellen für Frieden und Versöhnung. Vertreter verschiedener christlicher Kirchen nutzen wichtige Feiertage wie Ostern und Weihnachten, um in der Grabeskirche gemeinsame Botschaften zu formulieren. Medien weltweit berichten regelmäßig über die liturgischen Zeremonien, die aus der Kirche übertragen werden, etwa die orthodoxe Feier des „Heiligen Feuers“ am Karsamstag.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Grabeskirche Jerusalem ein ungewöhnlicher Hybrid. Anders als klar strukturierte gotische Kathedralen in Europa wirkt sie auf den ersten Blick fast labyrinthisch. Gänge, Treppen, Kapellen und unterschiedliche Raumhöhen ergeben ein dichtes, verwinkeltes Gefüge. Dies ist das Ergebnis ihrer langen Geschichte, zahlloser Umbauten und der Tatsache, dass verschiedene Kirchengemeinschaften eigene, teilweise abgeschlossene Bereiche gestalten.

Das Herzstück ist die große Rotunde mit der Kuppel über dem Heiligen Grab. Unter dieser Kuppel steht der Aedicula, ein reich verzierter Bau aus Stein und Marmor, der das Grab Jesu markiert. Besucher stellen sich häufig lange an, um durch einen niedrigen Eingang in die winzige Grabkammer zu gelangen, in der wenige Menschen gleichzeitig Platz finden. Die Enge, die Stille und der Kontrast zur geschäftigen Atmosphäre in der Rotunde verstärken das Gefühl einer intensiven, sehr persönlichen spirituellen Erfahrung.

Ein weiteres zentrales Element ist die Kalvarienkapelle (Golgota), die über eine Treppe rechts vom Eingang erreichbar ist. Hier zeigt ein mit Silber eingefasstes Loch unter einem Altarkreuz die Stelle, an der der Kreuzesstamm gestanden haben soll. Pilger knien nieder, um die Stelle zu berühren, legen Rosenkränze und Fotos von Angehörigen auf den Stein. Direkt nebenan erinnern farbenprächtige Ikonen, Mosaike und Lampen an die Passion Christi.

Kunsthistorisch ist die Kirche ein Schatzhaus, in dem sich Einflüsse verschiedenster Epochen und Regionen spiegeln. Byzantinische Mosaike, Kreuzfahrer-Kapitelle, osmanische Holzarbeiten und moderne Ergänzungen stehen nebeneinander. Die orthodoxen Bereiche sind von Ikonostasen, Ikonen und Lampen geprägt, während die Franziskaner-Kapellen an katholische Kirchen im Mittelmeerraum erinnern. Für Besucher aus Deutschland, die etwa den Kölner Dom oder die Frauenkirche in Dresden kennen, wirkt die Grabeskirche deutlich dunkler, dichter und weniger hierarchisch gegliedert – aber zugleich atmosphärisch ausgesprochen intensiv.

Ein oft übersehener, aber symbolträchtiger Ort ist der Stein der Salbung nahe dem Eingang. Hier erinnert ein rötlicher Stein an die Stelle, an der der Leichnam Jesu vor der Bestattung gesalbt worden sein soll. Pilger legen dort Tücher, Kreuze und Souvenirs auf, um sie zu berühren und später als gesegnete Andenken mitzunehmen. Der Stein ist permanent von Lampen und Kerzen beleuchtet, was ihm eine fast leuchtende Präsenz verleiht.

In den letzten Jahren wurden größere Restaurierungsprojekte umgesetzt, um die Bausubstanz zu sichern und historische Schichten freizulegen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt die Restaurierung der Aedicula in der Rotunde, bei der Archäologen und Restauratoren unter internationaler Beteiligung arbeiteten. Auch die Kuppel und Teile der Innenausstattung wurden konserviert. Solche Maßnahmen dienen nicht nur dem Schutz des Weltkulturerbes, sondern verbessern langfristig auch die Sicherheit und das Besuchserlebnis.

Der Außenbereich der Grabeskirche ist vergleichsweise klein. Vor dem Eingang befinden sich der Hof und einige zur Kirche gehörende Gebäude, darunter Klöster und Verwaltungsräume verschiedener Konfessionen. Die schlichte Fassade mit ihren Rundbögen und dem kleinen Portal wirkt beinahe unscheinbar, besonders im Vergleich zu repräsentativen europäischen Kathedralfassaden. Doch gerade dieser Kontrast zwischen äußerer Bescheidenheit und innerer Fülle macht den Reiz des Bauwerks aus.

Grabeskirche Jerusalem besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Grabeskirche Jerusalem liegt im christlichen Viertel der Altstadt von Jerusalem. Von Deutschland aus führen keine Direktflüge nach Jerusalem selbst, die meisten Reisenden fliegen nach Tel Aviv (Flughafen Ben Gurion) und reisen von dort weiter. Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Tel Aviv liegt – je nach Verbindung – meist bei rund 4 bis 5 Stunden. Zwischen Tel Aviv und Jerusalem verkehren Schnellzüge und Busse; die Fahrt dauert in der Regel unter 1 Stunde. Innerhalb Jerusalems erreicht man die Altstadt per Straßenbahn (Light Rail) bis zur Haltestelle „Damaskustor“ oder mit dem Taxi. Die Kirche ist nur zu Fuß durch die engen Gassen der Altstadt zugänglich.
  • Öffnungszeiten: Die Grabeskirche ist üblicherweise täglich von früh morgens bis in den Abend geöffnet, wobei die ersten Liturgien häufig bereits in den sehr frühen Morgenstunden beginnen. Die genauen Öffnungszeiten können je nach Saison, religiösen Feiertagen und Vereinbarungen der Kirchen variieren. Es empfiehlt sich, kurz vor dem Besuch die jeweils aktuellen Informationen direkt bei der Grabeskirche oder über offizielle Tourismusinformationen Jerusalems zu prüfen. Besonders zu Ostern, Weihnachten und während wichtiger orthodoxer Feiertage können Zugangsregelungen kurzfristig angepasst werden.
  • Eintritt: Der Zugang zur Grabeskirche Jerusalem ist in der Regel kostenfrei. Spenden für die verschiedenen Kirchen oder für Restaurierungsprojekte sind üblich und werden an vielen Stellen diskret ermöglicht, sind jedoch freiwillig. Für spezielle Führungen – etwa von lizenzierten Guides, die die komplexe Geschichte und die verschiedenen Kapellen ausführlich erklären – können Gebühren anfallen. Diese werden meist in Schekel angegeben; ein Orientierungswert lässt sich leicht vor Ort oder über Reiseveranstalter erfragen.
  • Beste Reisezeit: Jerusalem liegt im östlichen Mittelmeerraum und hat heiße, trockene Sommer und milde, teils regnerische Winter. Für Besuche der Grabeskirche bieten sich insbesondere Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) an, wenn die Temperaturen meist angenehmer sind. Im Hochsommer kann es in der Altstadt sehr heiß werden, während es im Winter gelegentlich kühl und nass ist. Die Kirche selbst ist oft voll – unabhängig von der Jahreszeit. Wer die größten Menschenmengen vermeiden möchte, sollte möglichst früh am Morgen kommen, vor allem, wenn ein Besuch im Inneren der Grabkammer geplant ist. An hohen christlichen Feiertagen ist mit besonders großem Andrang zu rechnen.
  • Kleiderordnung und Verhalten: Als eine der heiligsten Stätten der Christenheit ist die Grabeskirche ein Ort, an dem respektvolle Kleidung und Verhalten selbstverständlich sein sollten. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, insbesondere bei Frauen, aber auch bei Männern. In manchen Kapellen wird darum gebeten, Kopfbedeckungen abzunehmen. Lautes Telefonieren, Blitzlichtfotografie bei Liturgien und das laute Kommentieren von Riten werden eher als störend empfunden. Viele Besucher empfinden es als angemessen, bestimmte Momente ohne die Linse des Smartphones zu erleben.
  • Fotografieren: Im Allgemeinen ist das Fotografieren in der Grabeskirche erlaubt, jedoch mit Einschränkungen. Während Gottesdiensten und Prozessionen bitten Priester und Ordensleute häufig darum, auf Blitzlicht zu verzichten oder gar nicht zu fotografieren. Einige Bereiche können mit Schildern als fotofrei gekennzeichnet sein. Rücksicht auf andere Pilger, die in stiller Andacht verweilen, ist hier wichtiger als das perfekte Foto.
  • Sprache vor Ort: In Jerusalem werden vor allem Hebräisch und Arabisch gesprochen. In der Altstadt und rund um die Grabeskirche kommunizieren viele Menschen im Tourismusumfeld auch gut auf Englisch. Deutsch wird gelegentlich von Pilgergruppen, kirchlichen Organisationen oder einzelnen Guides gesprochen, ist aber längst nicht so verbreitet wie Englisch. Für deutsche Reisende ist es hilfreich, grundlegende englische Begriffe zu kennen, um sich zu orientieren, Fragen zu stellen oder an Führungen teilzunehmen.
  • Zahlung und Währung: In Israel bezahlt man mit dem Neuen Israelischen Schekel (ILS). Viele Geschäfte, Cafés und Restaurants in Jerusalem akzeptieren internationale Kreditkarten; auch kontaktloses Bezahlen per Smartphone ist verbreitet. In den engen Gassen der Altstadt, bei kleinen Souvenirshops oder bei Spendensammlungen in der Kirche selbst ist Bargeld jedoch weiterhin wichtig. Reisende aus Deutschland sollten daher eine Kombination aus Bargeld und Karte einplanen. Euro können je nach Kurs in Wechselstuben getauscht werden, sinnvoller ist meist das Abheben in der Landeswährung an Geldautomaten.
  • Trinkgeldkultur: In Israel ist Trinkgeld im Dienstleistungssektor üblich. In Restaurants wird häufig ein Trinkgeld von etwa 10 bis 15 Prozent erwartet, sofern keine Servicepauschale enthalten ist. Bei Führungen – etwa durch die Altstadt und die Grabeskirche – sind Trinkgelder für Guides ebenfalls üblich und werden oft als wichtige Einnahmequelle betrachtet. In der Kirche selbst gibt es Sammelboxen, in die Pilger freiwillige Spenden geben können. Die Höhe bleibt dem eigenen Ermessen überlassen.
  • Einreise und Sicherheit: Für deutsche Staatsbürger gelten für die Einreise nach Israel jeweils aktuelle Bestimmungen, die sich ändern können. Es ist ratsam, vor Reiseantritt die offiziellen Hinweise und Einreisebedingungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de zu prüfen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Sicherheitslage, Visabestimmungen, Hinweise zu den palästinensischen Gebieten und mögliche Einschränkungen vor Ort. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichendem Schutz wird grundsätzlich empfohlen.
  • Zeitverschiebung: Israel liegt in der Regel eine Stunde vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ), in Phasen der Sommerzeit kann es zeitweise zu identischen oder unterschiedlichen Umstellungen kommen. Für die praktische Reiseplanung – etwa bei Flug- und Zugverbindungen – sollten Reisende immer die jeweils aktuellen Zeitangaben prüfen und berücksichtigen, dass sich die Umstellungstermine von Sommer- und Winterzeit zwischen Europa und Israel unterscheiden können.
  • Anreise mit Gruppen und Pilgerreisen: Viele Reisende aus Deutschland besuchen die Grabeskirche im Rahmen organisierter Rundreisen oder Pilgerfahrten. Diese werden oft von kirchlichen Trägern, spezialisierten Reiseveranstaltern oder Bildungswerken angeboten und beinhalten geführte Besuche, theologische Einordnungen und Begegnungen mit lokalen Gemeinden. Der Vorteil: Die komplexe Geschichte und religiöse Bedeutung der Kirche erschließt sich in Begleitung erfahrener Guides oft leichter.

Warum Church of the Holy Sepulchre auf jede Jerusalem-Reise gehört

Die Grabeskirche Jerusalem ist weit mehr als ein Fotomotiv oder ein historisches Monument. Sie ist ein lebendiger Ort, an dem sich täglich die Hoffnung und die Sorgen von Menschen aus aller Welt begegnen. In einem Moment steht eine Gruppe aus Lateinamerika mit Gitarren und Gesang vor dem Stein der Salbung, im nächsten beten orthodoxe Mönche in tiefem Bass vor goldenen Ikonen, während wenige Meter weiter eine stille katholische Messe gefeiert wird. Diese Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Traditionen macht die Kirche zu einem einzigartigen Mikrokosmos der globalen Christenheit.

Für Reisende aus Deutschland bietet der Besuch der Church of the Holy Sepulchre mehrere Ebenen der Erfahrung. Wer religiös geprägt ist, erlebt die Kirche als einen der zentralen Orte des eigenen Glaubens, verbunden mit biblischen Erzählungen und liturgischen Traditionen. Wer vor allem historisch interessiert ist, findet hier ein lebendiges Geschichtsbuch: Von römischer Baupolitik über byzantinische Theologie, die Kreuzzüge und den osmanischen Pluralismus bis zur heutigen politischen Situation im Nahen Osten.

Auch städtereisende Besucher, die Jerusalem in erster Linie als kulturelles Ziel entdecken, profitieren von einem Besuch. Die Grabeskirche liegt in unmittelbarer Nähe zu weiteren bedeutenden Stätten: die Klagemauer im jüdischen Viertel, der Tempelberg mit Felsendom und Al-Aqsa-Moschee sowie die engen Marktgassen der Altstadt sind innerhalb kurzer Fußwege erreichbar. Ein Rundgang durch diese Areale macht deutlich, wie dicht hier Religion, Politik, Geschichte und Alltag miteinander verwoben sind.

Viele Reisende berichten, dass gerade die Widersprüche der Grabeskirche sie nachhaltig beeindrucken: der Kontrast zwischen Enge und Weite, zwischen Stille und Gedränge, zwischen inniger Andacht und touristischer Neugier. Momente tiefer Sammlung wechseln sich mit körperlicher Anstrengung ab, wenn man sich durch die Menschenmengen bewegt. Wer offen dafür ist, erlebt hier einen Ort, an dem Fragen nach Leben, Tod, Hoffnung und Versöhnung unmittelbarer wirken als im gewohnten Alltag zu Hause.

Für Familien mit älteren Kindern oder Jugendlichen kann der Besuch der Grabeskirche ein eindrücklicher Anlass sein, über religiöse Vielfalt, Geschichte und Toleranz zu sprechen. Gerade für junge Menschen, die im Geschichtsunterricht von Kreuzzügen, religiösen Konflikten oder dem Nahostkonflikt hören, wird hier vieles räumlich und emotional nachvollziehbar. Wichtig ist, den Besuch gut vorzubereiten, die Grundzüge der Geschichte zu erklären und genügend Zeit für Eindrücke, Fragen und Pausen einzuplanen.

Reisende, die gerne fotografieren, finden in der Kirche besondere Lichtstimmungen: das diffuse Tageslicht, das durch die Kuppel einfällt, das warme Leuchten der Öl-Lampen, das Spiegeln der Kerzenflammen in vergoldeten Ikonen. Gleichzeitig fordert der Ort Respekt: Viele Menschen suchen hier Trost, beten für Angehörige oder tragen persönliche Sorgen in der Stille vor. Wer fotografiert, sollte sich bewusst machen, dass es sich vor allem um einen Gebetsraum handelt – und den Auslöser entsprechend behutsam bedienen.

Auch wer nur wenig Zeit in Jerusalem hat, sollte zumindest einen kurzen Besuch einplanen. Selbst ein einstündiger Rundgang vermittelt einen Eindruck von der Dichte dieses Ortes. Wer mehr Zeit hat, kann die Grabeskirche zu unterschiedlichen Tageszeiten erleben: Morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Kuppel erhellen; mittags, wenn Gruppen aus aller Welt den Raum füllen; abends, wenn die Kirche ruhiger wird und die Atmosphäre kontemplativer ist.

Grabeskirche Jerusalem in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist die Grabeskirche Jerusalem zu einem häufig geteilten Motiv geworden: Pilger dokumentieren ihre Ankunft, Reiseblogger teilen Eindrücke von den Gassen der Altstadt, und Kirchen sowie Reiseveranstalter veröffentlichen Videos von liturgischen Feiern. Diese digitalen Bilder können einen ersten Eindruck vermitteln – ersetzen aber nicht die körperliche Erfahrung, die Gerüche, die Geräusche und die besondere Stimmung in der Kirche selbst.

Häufige Fragen zu Grabeskirche Jerusalem

Wo genau liegt die Grabeskirche Jerusalem?

Die Grabeskirche Jerusalem befindet sich im christlichen Viertel der ummauerten Altstadt von Jerusalem, unweit der Via Dolorosa und des Suq Khan al-Zeit (eines der wichtigsten Basare). Sie ist von verschiedenen Stadttoren aus zu Fuß erreichbar, am häufigsten über das Jaffator oder das Damaskustor. Aufgrund der engen Gassen ist die Kirche nicht direkt mit dem Auto anfahrbar; Besucher gelangen in der Regel zu Fuß oder im Rahmen geführter Rundgänge dorthin.

Warum ist die Church of the Holy Sepulchre für Christen so wichtig?

Die Church of the Holy Sepulchre gilt traditionell als der Ort, an dem Jesus Christus gekreuzigt, begraben und wieder auferstanden ist. Damit konzentrieren sich zentrale Ereignisse des Neuen Testaments an einem einzigen Ort. Für viele Gläubige ist der Besuch der Grabeskirche eine Art Lebensziel und ein starkes geistliches Erlebnis. Die Kirche ist zudem eine der ältesten kontinuierlich verehrten christlichen Stätten und steht sinnbildlich für die Geschichte des Christentums im Nahen Osten.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Wer die wichtigsten Bereiche – darunter Golgota, Aedicula mit dem Heiligen Grab, Stein der Salbung und einige Kapellen – in Ruhe sehen möchte, sollte mindestens 1,5 bis 2 Stunden einplanen. In Zeiten großen Andrangs, insbesondere vormittags und an religiösen Feiertagen, können Wartezeiten hinzukommen, vor allem beim Zugang zur Grabkammer. Wer die Kirche intensiver erkunden, an einer Liturgie teilnehmen oder eine Führung mitmachen möchte, sollte eher einen halben Tag reservieren.

Ist ein Besuch auch für Nicht-Christen sinnvoll?

Ja. Auch für Menschen ohne christlichen Hintergrund ist die Grabeskirche ein kulturell und historisch herausragender Ort. Die Architektur, die Kunstwerke, die religiösen Riten und die internationale Pilgerschaft vermitteln ein eindrucksvolles Bild religiöser Praxis und kultureller Vielfalt. Voraussetzung ist ein respektvoller Umgang mit den religiösen Gefühlen der Pilger und Gläubigen, die die Kirche in erster Linie als Gebetsraum nutzen.

Welche weiteren Sehenswürdigkeiten lassen sich mit der Grabeskirche kombinieren?

In unmittelbarer Nähe der Grabeskirche liegen die Klagemauer, der Tempelberg mit Felsendom und Al-Aqsa-Moschee, die Via Dolorosa sowie zahlreiche Kirchen, Klöster und historische Gebäude in der Altstadt. Viele Besucher kombinieren den Besuch mit einem Rundgang durch die vier Viertel der Altstadt (christlich, muslimisch, jüdisch und armenisch) und nutzen dabei geführte Touren, um historische Hintergründe und aktuelle Zusammenhänge zu verstehen. Auch der Ölberg mit seinen Aussichtspunkten und Kirchen ist von der Altstadt aus gut erreichbar und bietet eindrucksvolle Blicke über Jerusalems Sk skyline.

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