Gosudarstvennyi Ermitazh zwischen Palast und Museum
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 04:59 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Gosudarstvennyi Ermitazh steht in Sankt Petersburg für ein Museum, dessen Räume selbst Teil des historischen Rundgangs sind. Der Winterpalast mit seinen barocken Fassaden bildet den sichtbarsten Mittelpunkt des Ensembles. Zwischen Palastplatz und Newa verbinden sich Kunstsammlungen, höfische Architektur und politische Geschichte.
Gosudarstvennyi Ermitazh und der Winterpalast
Der Winterpalast entstand von 1754 bis 1762 für Kaiserin Elisabeth. Francesco Bartolomeo Rastrelli prägte den Bau mit dem üppigen Barock der Elisabethanischen Zeit. Die Fassade zeigt eine rhythmische Ordnung aus Säulen, Pilastern, Fensterrahmungen und plastischem Schmuck. Der Winterpalast entstand 1754 bis 1762.
Zum äußeren Eindruck gehören die farbig gefassten Wandflächen, helle Gliederungen und die Figuren entlang der Dachkante. Innen folgen Prunksäle, Galerien und Treppenhäuser aufeinander. Der Brand von 1837 zerstörte große Teile der Innenausstattung; Vasily Stasov leitete den Wiederaufbau.
Die Räume bewahren dabei mehrere Zeitschichten. Barocke Formen stehen neben klassizistischen Interieurs und späteren musealen Präsentationen. Das Gebäude war kaiserliche Residenz und ist Teil der Ausstellungsarchitektur des Museums.
Von der Hofsammlung zum staatlichen Museum
Als Gründungsjahr des Gosudarstvennyi Ermitazh gilt 1764. Katharina die Große erwarb damals eine Gemäldesammlung des Berliner Kaufmanns Johann Ernst Gotzkowsky. Aus dieser Erwerbung entwickelte sich eine höfische Kunstsammlung, die zunächst im Umfeld des Winterpalasts untergebracht war.
Der Name verweist auf die private Sphäre der frühen Sammlung. Das französische Wort „Ermitage“ bezeichnet einen Rückzugsort. Die Sammlung blieb zunächst dem Hof und seinem Umfeld vorbehalten. Unter Nikolaus I. wurden die Museumsgebäude zwischen 1840 und 1852 neu geordnet; 1852 öffnete sich das Museum einem breiteren Publikum. Das Museum öffnete 1852.
Nach der Revolution von 1917 wurden die kaiserlichen Sammlungen Staatseigentum. Der Bestand wuchs durch weitere Zugänge und umfasst Kunst aus zahlreichen Epochen und Regionen. Europäische Malerei, Skulptur, Grafik, Kunsthandwerk und archäologische Objekte stehen innerhalb eines gemeinsamen Museumskomplexes.
Fünf Gebäude an der Newa
Der Gosudarstvennyi Ermitazh besteht nicht nur aus dem Winterpalast. Zum historischen Kern gehören außerdem die Kleine Eremitage, die Alte Eremitage, die Neue Eremitage und das Eremitage-Theater. Ihre Fassaden bilden am Ufer der Newa eine zusammenhängende Folge repräsentativer Bauten.
Die Kleine Eremitage entstand von 1764 bis 1769. An ihrer Planung waren Juri Velten und Jean-Baptiste Vallin de la Mothe beteiligt. Die Alte Eremitage wurde von 1771 bis 1787 errichtet. Diese Gebäude ergänzen den Palast um Säle, Sammlungsräume und Verbindungen innerhalb des Ensembles.
Die Neue Eremitage besitzt eine klassizistische Formensprache und wurde im 19. Jahrhundert als Museumsbau genutzt. Ihre Fassade trägt eine Reihe von Atlanten. Damit stehen am Gosudarstvennyi Ermitazh mehrere architektonische Sprachen unmittelbar nebeneinander. Der Museumskomplex umfasst fünf Gebäude.
Die Lage am Palastufer verbindet die Museumsgebäude mit dem Stadtraum von Sankt Petersburg. Auf der gegenüberliegenden Seite der Newa liegt die Wassiljewski-Insel. Der Palastplatz öffnet sich vor der südlichen Fassade des Winterpalasts.
Gosudarstvennyi Ermitazh besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Gosudarstvennyi Ermitazh liegt am Palastufer im Zentrum von Sankt Petersburg. Der Zugang zum Ensemble befindet sich im Umfeld des Palastplatzes und der Newa.
- Ein Besuch führt durch große Prunksäle, Treppenhäuser und Galerien. Zum Rundgang gehören Innenräume mit unterschiedlichen Bodenbelägen, Stufen und langen Wegen zwischen den Gebäuden.
- Amtssprache ist Russisch, gezahlt wird in Rubel.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Gosudarstvennyi Ermitazh auf Social-Media-Plattformen
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Gosudarstvennyi Ermitazh: häufige Fragen
Wo liegt der Gosudarstvennyi Ermitazh?
Das Museum liegt am Palastufer im Zentrum von Sankt Petersburg. Der Winterpalast steht am Palastplatz nahe der Newa.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind europäische Kunst, russische Sammlungen, historische Objekte und prunkvolle Innenräume der ehemaligen Hofgebäude.
Was kennzeichnet den Ort?
Der Gosudarstvennyi Ermitazh verbindet den Winterpalast von Francesco Bartolomeo Rastrelli mit mehreren angrenzenden Museumsgebäuden.
