Gosudarstvennyi Ermitazh, Sankt Petersburg

Gosudarstvennyi Ermitazh: Palastmuseum an der Newa

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 15:25 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Gosudarstvennyi Ermitazh in Sankt Petersburg verbindet den Winterpalast der Zaren mit einem weitläufigen Museumsensemble und einer der bedeutendsten Kunstsammlungen Russlands.

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Gosudarstvennyi Ermitazh in Sankt Petersburg ist das große Palastmuseum an der Newa, in dem der historische Winterpalast und mehrere angrenzende Bauten zu einem zusammenhängenden Museumsensemble verschmelzen. Die Wurzeln des Museums reichen in das 18. Jahrhundert zurück, als Kaiserin Katharina II. im Jahr 1764 eine umfangreiche Gemäldesammlung erwarb und damit den Grundstein für die spätere Eremitage legte, die seit 1852 als öffentlich zugängliches Museum besteht.

Gosudarstvennyi Ermitazh: Winterpalast und Museumsensemble

Der Kern von Gosudarstvennyi Ermitazh ist der Winterpalast an der Newa, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Residenz der russischen Zaren errichtet wurde und heute Teil des Museums ist.Der Winterpalast wurde zwischen 1754 und 1762 für Kaiserin Elisabeth gebaut und bildet den monumentalen Abschluss zur Palastquai und zur Schlossplatzseite. An den Palast schließen sich mehrere weitere Gebäude an, die den Namen Ermitage tragen und gemeinsam das Hauptmuseum bilden.

Zum historischen Ensemble gehören die Kleine Ermitage, die Große Ermitage, das Ermitage-Theater und die Neue Ermitage, die in mehreren Bauphasen vom späten 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurden.Die Kleine Ermitage entstand in den 1760er Jahren nach Entwürfen von Jean-Baptiste Vallin de la Mothe und Jurij Felten, die Große Ermitage folgte im späten 18. Jahrhundert, das Ermitage-Theater wurde in den 1780er Jahren nach Plänen von Giacomo Quarenghi gebaut, und die Neue Ermitage entstand zwischen 1842 und 1851 nach Entwürfen von Leo von Klenze. Die Gebäude sind mit Brücken und Galerien verbunden und umschließen Innenhöfe und Säle, in denen die Sammlungen präsentiert werden.

Sammlungen von Katharina der Großen bis in die Moderne

Der Ausbau von Gosudarstvennyi Ermitazh zur großen Kunstsammlung begann mit dem Ankauf von Gemälden durch Katharina II. im Jahr 1764, als sie Werke aus dem Besitz des Berliner Kaufmanns Johann Ernst Gotzkowsky erwarb.Das Museum führt seine Gründung auf dieses Jahr zurück, in dem die Zarin eine größere Zahl west­europäischer Gemälde für ihre Hofsammlung kaufte. Im Lauf der folgenden Jahrzehnte und Jahrhunderte wuchs die Sammlung durch weitere Ankäufe und Eingliederung königlicher und privater Bestände zu einer der umfassendsten Kunstsammlungen des Landes.

Die Bestände von Gosudarstvennyi Ermitazh decken heute einen langen Zeitraum von der Ur- und Frühgeschichte über die Kulturen des Alten Orients und Ägyptens bis zur europäischen und russischen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts ab.Die Sammlung umfasst mehrere Millionen Objekte und reicht von archäologischen Funden bis zu Gemälden der europäischen Moderne, wodurch das Museum als Überblick über viele Jahrhunderte Kunst- und Kulturgeschichte wirkt. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Eremitage ein öffentlich zugängliches Museum und wurde nach der Revolution von 1917 als staatliches Museum weitergeführt.

Architektur und Räume des Palastmuseums

Die Architektur von Gosudarstvennyi Ermitazh verbindet verschiedene Stilphasen, die an den Fassaden und Innenräumen der einzelnen Gebäude ablesbar sind. Der Winterpalast zeigt eine Ausprägung des spätbarocken Baustils mit reich gegliederten Fassaden, Pilastern und Skulpturen, die zur Newa und zur Schlossplatzseite orientiert sind.Die Räume des Palastes wurden im 19. Jahrhundert mehrfach umgestaltet, als der Hof und später das Museum die Innenausstattung erneuerten, sodass historische Dekoration und museale Präsentation sich überlagern.

Die Neue Ermitage ist als eigenes Museumsgebäude mit Eingang an der Palastquai konzipiert und zeigt an ihrer Straßenfassade eine Reihe monumentaler Figuren, die den Zugang markieren.Sie wurde von dem deutschen Architekten Leo von Klenze als Ausstellungsbau entworfen und Mitte des 19. Jahrhunderts eröffnet. Im Inneren finden sich Säle, Galerien und Treppenanlagen, die die verschiedenen Sammlungsbereiche erschließen und zugleich den Charakter eines historischen Palastmuseums bewahren.

Gosudarstvennyi Ermitazh besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Gosudarstvennyi Ermitazh liegt im historischen Zentrum von Sankt Petersburg am Newa-Ufer, mit dem Haupteingang in der Nähe des Schlossplatzes und der Palastquai.
  • Die Museumsgebäude sind groß und durch mehrere Treppen und lange Galerien verbunden, sodass ein Besuch längere Wege in Innenräumen mit zahlreichen Stufen einschließt.
  • In der Umgebung von Gosudarstvennyi Ermitazh liegen zentrale Orte wie die Admiralität, die Schlossplatzanlage und die Achse der Newa-Brücken, die das Museumsviertel mit anderen Stadtteilen verbinden.
  • Amtssprache ist Russisch, gezahlt wird in Rubel, und die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Gosudarstvennyi Ermitazh auf Social-Media-Plattformen

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Gosudarstvennyi Ermitazh: häufige Fragen

Wo liegt Gosudarstvennyi Ermitazh in Sankt Petersburg?

Gosudarstvennyi Ermitazh befindet sich im Zentrum von Sankt Petersburg am Ufer der Newa, mit dem Winterpalast an der Schlossplatzseite und weiteren Museumsgebäuden an der Palastquai.

Was bietet ein Besuch von Gosudarstvennyi Ermitazh?

Ein Besuch führt durch historische Palasträume und Ausstellungs­säle mit einer großen Spannweite an Kunst- und Kulturobjekten von der Frühgeschichte bis zur europäischen und russischen Malerei der Neuzeit.

Was kennzeichnet Gosudarstvennyi Ermitazh besonders?

Besonders kennzeichnend ist die Verbindung aus zarischer Residenzarchitektur des 18. Jahrhunderts und einem umfassenden Museumsensemble, das sich über mehrere miteinander verbundene Gebäude entlang der Newa erstreckt.

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