Göbekli Tepe, Göbeklitepe

Göbekli Tepe liefert neue Bestattungshinweise am 22. September

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 01:40 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Eine Studie zu Göbekli Tepe in Sanliurfa untersucht zwei frühe Gräber und erklärt, wie menschliche Knochen in monumentale Gebäude gelangten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine am 22. September 2026 veröffentlichte Studie untersucht zwei weitgehend erhaltene Bestattungen am Göbekli Tepe.
  • Die Gräber stammen aus dem 9. Jahrtausend vor Christus und liefern neue Hinweise zur Herkunft verstreuter menschlicher Knochen.
  • Forscher vermuten, dass Erosion und Hangbewegungen einen Teil der Knochen in monumentale Gebäude verlagerten.
  • Göbekli Tepe liegt nordöstlich von Sanliurfa und gehört seit 2018 zum UNESCO-Welterbe.
Architektur-Render von Göbekli Tepe in Sanliurfa, Türkei bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Göbekli Tepe in Sanliurfa Türkei, klare Linien und neutrales Tageslicht, Illustration mit AI erstellt.

Göbekli Tepe (Göbeklitepe) in Sanliurfa steht seit dem 22. September 2026 wegen einer neuen Studie zu zwei frühen Bestattungen im Mittelpunkt der Archäologie. Die Untersuchung liefert Hinweise darauf, wie verstreute menschliche Knochen in die monumentalen Gebäude der prähistorischen Siedlung gelangt sein könnten.

Neue Studie untersucht zwei Gräber am Göbekli Tepe

Die Fachzeitschrift PLOS One veröffentlichte am 22. September 2026 die Arbeit der Archäologen Julia Gresky und Lee Clare. Die Studie beschreibt die ersten zwei weitgehend erhaltenen Bestattungen, die am Fundort untersucht wurden, und vergleicht sie mit verstreuten Knochen aus den monumentalen Bauten. Die Studie zu den ersten Bestattungen ordnet die Gräber dem Präkeramischen Neolithikum B zwischen 8.700 und 8.000 vor Christus zu.

Eine Bestattung lag unter dem Estrich eines rechteckigen Gebäudes. In der nierenförmigen Grube fanden die Forschenden die Überreste von mindestens drei Menschen: einer Frau über 35 Jahren, eines Mannes zwischen 20 und 30 Jahren sowie eines Mädchens zwischen 11 und 14 Jahren. Die Knochen lagen teilweise geordnet in verschiedenen Bereichen der Grube.

Das zweite Grab befand sich westlich des sogenannten Sondergebäudes A. Dort wurde das Skelett einer jungen erwachsenen Frau in angewinkelter Körperhaltung entdeckt. Das Grab war bereits 2012 gefunden und 2022 vollständig ausgegraben worden.

Bestattungen verändern den Blick auf die Siedlung

Die Forschenden untersuchten, ob die verstreuten Knochen ursprünglich gezielt in den monumentalen Gebäuden abgelegt wurden. Ihre Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass ein Teil der Fragmente aus Bestattungen unter den Böden höher gelegener Gebäude stammen könnte. Erosion und Hangbewegungen hätten Erdreich, Steine und menschliche Überreste anschließend in tiefer liegende Bereiche verlagert.

Diese Deutung schließt weitere Bestattungspraktiken am Ort ausdrücklich nicht aus. Einige Schädel weisen weiterhin auf eine gezielte Bearbeitung hin. Die neue Untersuchung spricht daher für ein Nebeneinander verschiedener Umgangsweisen mit den Toten und nicht für eine einzige Erklärung aller Knochenfunde. Das Deutsche Archäologische Institut ordnet die Ergebnisse in die langjährige türkisch-deutsche Forschung am Fundort ein.

Monumentale Gebäude und Wohnspuren prägen den Fundort

Göbekli Tepe liegt in Südostanatolien, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Sanliurfa. Die künstliche Siedlungsschicht entstand über einen Zeitraum von etwa 1.600 Jahren und umfasst nach der Studie Abschnitte des Präkeramischen Neolithikums A und B.

Das Gelände ist für monumentale, runde und rechteckige Anlagen mit T-förmigen Kalksteinpfeilern bekannt. Einige dieser Pfeiler erreichen eine Höhe von bis zu 5,50 Metern und tragen Reliefs von Wildtieren. Der UNESCO-Eintrag nennt neben den monumentalen Bauten auch Reste nicht monumentaler Strukturen, die als Wohngebäude gedeutet werden. Damit passen die neuen Gräber zu einem Ortsbild, das rituelle Architektur und Siedlungsspuren verbindet. Der UNESCO-Eintrag zum Welterbe beschreibt die Eintragung des Fundorts aus dem Jahr 2018.

Göbekli Tepe besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die neue Studie wurde am 22. September 2026 veröffentlicht und betrifft zwei Bestattungen direkt am Göbekli Tepe.
  • Die Untersuchung beschreibt Forschungsbefunde aus dem Grabungsareal; eine Änderung des Besucherzugangs wird darin nicht angekündigt.
  • Der Fundort liegt in Südostanatolien etwa 15 Kilometer nordöstlich von Sanliurfa und ist Teil des UNESCO-Welterbes.
  • Auf dem Gelände stehen monumentale Gebäude mit T-förmigen Kalksteinpfeilern sowie Reste nicht monumentaler Bauten.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Göbekli Tepe auf Social-Media-Plattformen

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Göbekli Tepe: häufige Fragen

Was hat sich am Göbekli Tepe geändert?

Die am 22. September 2026 veröffentlichte Studie liefert neue Hinweise zur Herkunft verstreuter menschlicher Knochen. Ein Teil davon könnte durch Erosion aus höher gelegenen Bestattungen in die monumentalen Gebäude gelangt sein.

Wo liegt Göbekli Tepe und wie kommt man hin?

Der Fundort liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich von Sanliurfa in Südostanatolien. Die geprüften Angaben nennen keine konkrete Verkehrsverbindung.

Was ist Göbekli Tepe?

Göbekli Tepe ist ein archäologischer Fundort mit monumentalen Anlagen und T-förmigen Kalksteinpfeilern aus dem Präkeramischen Neolithikum. Seit 2018 gehört das Gelände zum UNESCO-Welterbe.

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