Glover Garden Nagasaki, Japan Reise

Glover Garden Nagasaki: Wo Japans Tor zur Welt sichtbar bleibt

30.06.2026 - 19:34:20 | ad-hoc-news.de

Glover Garden Nagasaki in Japan erzählt auf einem Hügel über Nagasaki von Samurais, Schotten und Dampfschiffen – und davon, wie sich ein ganzes Land zur Welt öffnete.

Glover Garden Nagasaki, Japan Reise, Kultur und Geschichte
Glover Garden Nagasaki, Japan Reise, Kultur und Geschichte

Über den Dächern von Nagasaki öffnet sich im Glover Garden Nagasaki – auf Japanisch meist schlicht Glover Garden genannt – ein Panorama, das aussieht wie eine Filmkulisse: historische westliche Villen, üppige Gärten, die Bucht von Nagasaki zu Füßen und zwischen allem japanische Alltagsgeräusche. Wer hier steht, spürt unmittelbar, wie sich Japan im 19. Jahrhundert dem Westen öffnete – und warum dieser Ort bis heute zu den eindrucksvollsten Zeitreise-Schauplätzen des Landes gehört.

Glover Garden Nagasaki: Das ikonische Wahrzeichen von Nagasaki

Glover Garden Nagasaki liegt auf dem Minami-Yamate-Hügel im Süden der Stadt und gilt als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Nagasakis. Die Anlage kombiniert mehrere sorgfältig restaurierte westliche Wohnhäuser aus dem späten 19. Jahrhundert mit weitläufigen Terrassengärten, Aussichtspunkten und kleinen Museumsbereichen.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Ort besonders spannend, weil er gleich mehrere Themen bündelt: die Öffnung Japans nach Jahrhunderten der Abschottung, die internationale Handelsschifffahrt im Zeitalter der Dampfer, christliche Mission und den frühen kulturellen Austausch zwischen Europa und Japan. Anders als viele Museen wirkt Glover Garden dabei nicht akademisch-abstrakt, sondern wie ein begehbares Freilichtkapitel Weltgeschichte.

Die Atmosphäre ist ausgesprochen sinnlich: Der Weg führt durch mit Blumen gesäumte Pfade, über Treppen und Terrassen, vorbei an Veranden mit Holzschaukeln, gusseisernen Geländern und Buntglasfenstern. Immer wieder öffnet sich der Blick über die Bucht von Nagasaki, die einst zu den wichtigsten Häfen Asiens gehörte. Abends werden Teile des Gartens illuminiert, was die viktorianischen Fassaden und den Blick auf die Lichter der Stadt besonders stimmungsvoll macht.

Geschichte und Bedeutung von Glover Garden

Um die historische Bedeutung von Glover Garden zu verstehen, lohnt ein kurzer Blick auf den Hintergrund Nagasakis. Die Stadt war über Jahrhunderte einer der wenigen Häfen, über die Japan überhaupt Kontakt mit dem Ausland hielt. Während der Edo-Zeit (17.–19. Jahrhundert) war das Land weitgehend abgeschottet, doch Nagasaki fungierte als „Fenster zur Welt“, vor allem über den künstlichen Hafenbezirk Dejima, in dem niederländische Händler stationiert waren.

Mit der sogenannten Öffnung Japans in der Mitte des 19. Jahrhunderts – ausgelöst durch den Druck westlicher Mächte und Verträge, die den Handel erzwangen – änderte sich die Rolle Nagasakis rasant. Aus dem streng regulierten Handelsort wurde ein internationaler Hafen, in dem sich Handelsfirmen, Reedereien und Konsulate ansiedelten. In dieser Phase kamen westliche Geschäftsleute und Ingenieure nach Nagasaki, darunter der Schotte Thomas Blake Glover, nach dem der Garden benannt ist.

Glover war ein britischer (schottischer) Kaufmann, der in Nagasaki vor allem mit dem Handel von Schiffen, Waffen und moderner Technologie wirkte. Er unterstützte reformorientierte japanische Fürstentümer in der späten Tokugawa-Zeit, die später eine zentrale Rolle bei der Meiji-Restauration im Jahr 1868 spielen sollten – also jener politischen Wende, mit der Japan sich vom Feudalstaat zum modernen Nationalstaat wandelte. Aus Sicht vieler Historiker steht Glover damit exemplarisch für die enge Verflechtung von Wirtschaft, Technik und Politik in dieser Umbruchzeit.

Das Herzstück des heutigen Glover Garden ist das sogenannte Glover House, das als eines der ältesten erhaltenen westlichen Wohnhäuser Japans gilt und im 19. Jahrhundert als Wohnsitz von Thomas Blake Glover diente. Rund um dieses Haus wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts weitere historische Gebäude aus anderen Stadtteilen Nagasakis und der Region auf den Hügel versetzt und zu einem Ensemble zusammengestellt. Die Stadt schuf damit ein Freilichtmuseum, das die Geschichte des ausländischen Viertels von Nagasaki bewahrt, nachdem viele ursprüngliche Häuser im Zuge der Modernisierung verschwunden waren.

Glover Garden hat auch eine symbolische Bedeutung für die Geschichte des Christentums in Japan. In unmittelbarer Nähe liegt die ?ura-Kirche, eine der ältesten erhaltenen katholischen Kirchen des Landes, die häufig zusammen mit Glover Garden besucht wird. Beide Orte erzählen von der Rückkehr des Christentums nach der langen Verfolgungsphase, in der christlicher Glaube offiziell verboten war.

Heute wird Glover Garden von der Stadt Nagasaki und lokalen Kultureinrichtungen als wichtiger Erinnerungsort gepflegt. Der Komplex ist Teil des breiteren historischen Stadtbildes von Nagasaki, dessen christliche Stätten und Zeugen der „Opening Port“-Zeit von japanischen Kulturbehörden besonders hervorgehoben werden. Reiseführer wie etwa etablierte deutschsprachige Japan-Guides und internationale Kulturmagazine ordnen Glover Garden regelmäßig als eine der wichtigsten Attraktionen der Stadt ein.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Glover Garden eine Besonderheit in Japan: Hier dominiert nicht der klassische japanische Baustil mit Schiebetüren, Tatami und Holzschiebedächern, sondern eine Mischung aus viktorianischer und kolonialer Architektur, angepasst an das feuchtwarme Klima von Nagasaki. Die Häuser besitzen breite Veranden, Holzläden, große Fenster und oft helle Holzfassaden – Elemente, die an Küstenvillen in Schottland, England oder in den damaligen Kolonialstädten in Südostasien erinnern.

Typisch sind auch die sogenannten „Wrap-around verandas“, umlaufende Veranden, die Schatten spenden und kühle Luftzirkulation erlauben. Hinzu kommen dekorative gusseiserne Säulen, Balustraden und fein gearbeitete Zierleisten. Diese Details wurden häufig von europäischen Architekten oder Baumeistern inspiriert, aber mit japanischen Handwerkstechniken und Materialien umgesetzt. Fachleute für Baugeschichte betonen, dass genau diese Hybridität – westliches Design, japanische Umsetzung – Glover Garden so besonders macht.

Im Inneren der Häuser können Besucher Möbel, Porzellan, Gemälde und Alltagsgegenstände aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sehen. Manche Räume sind so eingerichtet, als seien die Bewohner nur kurz hinausgegangen: ein gedeckter Tisch mit feinem Geschirr, ein Schreibtisch mit Füllfederhalter, Familienfotos in Sepia-Tönen. Dadurch erhält man einen plastischen Eindruck davon, wie westliche Geschäftsleute und ihre Familien damals in Japan lebten.

Ein weiteres architektonisches Highlight ist die terrassenartige Anlage des Gartens. Wegen der Hanglage Nagasakis wurden die Häuser auf unterschiedlich hohen Plateaus errichtet, verbunden durch Treppen, Wege und kleine Brücken. Diese Topografie ermöglicht immer neue Perspektiven: Man blickt mal von oben auf die Dächer, mal aus der Nähe auf ornamentale Details und immer wieder auf den Hafen, in dem heute moderne Fähren und Frachtschiffe verkehren.

Künstlerisch spannend sind außerdem die zahlreichen Skulpturen, Denkmäler und kleinen Installationen auf dem Gelände. Dazu gehört etwa die Figur einer Opernsängerin – ein Hinweis darauf, dass Glover Garden auch mit der Rezeption westlicher Musik in Japan verknüpft wird. Ein häufig erzähltes Motiv ist, dass die Atmosphäre des Gartenensembles an die Oper „Madame Butterfly“ erinnert; in touristischen Materialien wird Glover Garden daher manchmal mit dieser Oper assoziiert. Obwohl diese Verbindung literarischer und filmischer Natur ist, trägt sie zur romantisierten Wahrnehmung des Ortes bei.

Gartenliebhaberinnen und -liebhaber finden in Glover Garden eine vielfältige Bepflanzung mit Blumen, die je nach Jahreszeit wechseln: Im Frühjahr und Frühsommer dominieren Azaleen, Rosen und andere Blühpflanzen, im Herbst sorgen Laubfärbungen und spätere Blüten für eine andere Farbpalette. Die Gärten sind sorgfältig gestaltet, mit Hecken, kleinen Wasserbecken und Sitzbänken, die zum Verweilen einladen.

Aus kulturhistorischer Perspektive ist Glover Garden ein Schlüsselort für das Verständnis der sogenannten „Opening Port Architecture“ – jener Bauten, die in den Hafenstädten Japans nach der Öffnung für den internationalen Handel entstanden. Neben Nagasaki gehören dazu etwa Yokohama, Kobe oder Hakodate. Im Unterschied zu vielen anderen Städten, in denen die frühen westlichen Viertel durch Kriege, Brände oder Modernisierung weitgehend verschwanden, hat Nagasaki diese Bauzeugnisse in Glover Garden konzentriert und damit bewahrt.

Glover Garden Nagasaki besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland ist Glover Garden ein gut planbarer, vergleichsweise komfortabler Programmpunkt in Nagasaki – aber einige Besonderheiten sollten berücksichtigt werden.

  • Lage und Anreise
    Glover Garden liegt im Stadtteil Minami-Yamate, oberhalb des Hafens von Nagasaki. Vom zentralen Bahnhof Nagasaki aus ist die Anlage mit der Straßenbahn und einem kurzen Fußweg erreichbar. Vom beliebten Sightseeing-Bereich rund um die ?ura-Kirche aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Eingang.
  • Anreise aus Deutschland nach Nagasaki
    Direktflüge aus Deutschland nach Nagasaki gibt es in der Regel nicht. Üblich ist eine Anreise über große internationale Drehkreuze wie Tokio (Flughäfen Haneda oder Narita), Osaka (Kansai International Airport) oder Fukuoka. Von Frankfurt, München oder Berlin aus beträgt die reine Flugzeit nach Japan – je nach Route – ungefähr 11 bis 13 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten. Von Tokio, Osaka oder Fukuoka aus geht es per Inlandsflug oder Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug weiter nach Kyushu und dann mit Regionalzügen nach Nagasaki. Für die Bahnstrecken bieten sich zeitlose Produkte wie der Japan Rail Pass (sofern verfügbar) oder regionale Pässe an; Details sollten vor der Reise über offizielle japanische Bahn- und Tourismusinformationen geprüft werden.
  • Öffnungszeiten
    Glover Garden hat in der Regel täglich geöffnet; genaue Öffnungszeiten können je nach Saison variieren. Oft öffnet die Anlage am Morgen und schließt abends – in manchen Jahreszeiten mit verlängerten Öffnungszeiten, wenn Illuminationen stattfinden. Da sich Zeitfenster ändern können, sollten aktuelle Angaben vor dem Besuch direkt über die offizielle Informationsseite von Glover Garden oder die Tourismusinformationen der Stadt Nagasaki überprüft werden. Hinweis: „Öffnungszeiten können variieren – direkt bei Glover Garden Nagasaki prüfen.“
  • Eintritt
    Für den Besuch wird in der Regel ein Eintritt erhoben. Die Preise sind moderat und richten sich nach Besuchergruppe (Erwachsene, Jugendliche, Kinder) und eventuell kombinierbaren Tickets mit benachbarten Attraktionen. Da Eintrittspreise immer wieder angepasst werden können, empfiehlt sich der Blick auf die offizielle Website oder Informationsmaterialien der Stadt Nagasaki. Für die grobe Reiseplanung können Reisende davon ausgehen, dass der Eintritt für Erwachsene im Bereich eines typischen japanischen Stadtmuseums liegt; zur Budgetplanung in Euro hilft ein tagesaktueller Wechselkurs. Bezahlt wird zumeist in Yen, häufig sowohl bar als auch mit gängigen Kreditkarten.
  • Beste Reisezeit
    Die beste Jahreszeit für einen Besuch von Glover Garden hängt vom persönlichen Klimaempfinden ab. Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) gelten vielen Japan-Reisenden als angenehmste Reisezeiten: milde Temperaturen, oft klare Sicht und attraktive Gartenbilder – im Frühjahr mit frischen Blüten, im Herbst mit warmen Farben. Im Sommer kann es in Nagasaki sehr warm und feucht werden; außerdem fällt in der Regenzeit tendenziell mehr Niederschlag. Wer Hitze verträgt, wird dafür mit intensivem Grün und langen Tagen belohnt. Im Winter sind die Temperaturen in Nagasaki moderat im Vergleich zu nordjapanischen Regionen, die Gärten wirken dann schlichter, die Besucherzahlen sind etwas geringer.
  • Tageszeit und Andrang
    Beliebt sind vor allem späte Vormittage und Nachmittage, wenn viele Reisegruppen unterwegs sind. Wer es ruhiger mag, wählt möglichst den frühen Vormittag. Besonders stimmungsvoll ist der späte Nachmittag mit Übergang in die Abendstunden, wenn die Lichter der Stadt Nagasaki aufleuchten und die Sicht auf den Hafen besonders atmosphärisch ist. In Ferienzeiten und an Wochenenden ist mit mehr Andrang zu rechnen.
  • Sprache vor Ort
    In Nagasaki wird überwiegend Japanisch gesprochen. In touristisch geprägten Orten wie Glover Garden sind grundlegende Informationen häufig auch auf Englisch verfügbar, etwa auf Hinweistafeln, in Lageplänen oder Audioguides. Deutschsprachige Beschilderungen sind eher die Ausnahme. Viele Mitarbeitende im Tourismusbereich verfügen zumindest über einfache Englischkenntnisse, in internationalen Hotels meist deutlich besser. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige Basisbegriffe auf Japanisch (Gruß, Dank, Bitte) zu kennen und im Übrigen auf Englisch auszuweichen.
  • Zahlung und Währung
    In Japan ist die Landeswährung Yen. In vielen Städten – so auch in Nagasaki – sind Kreditkarten weit verbreitet, insbesondere in Hotels, größeren Restaurants und bei wichtigen Sehenswürdigkeiten. Dennoch bleibt Bargeld wichtig, gerade in kleineren Geschäften oder bei Automaten. Reisende aus Deutschland sollten eine Kombination aus Bargeld in Yen und mindestens einer international akzeptierten Kreditkarte mitführen. Kontaktlose Zahlungen (z.B. per Smartphone) werden zunehmend akzeptiert, allerdings nicht flächendeckend. Girokarten (ehemals EC-Karten) funktionieren nur eingeschränkt, da sie in Japan nicht überall akzeptiert werden.
  • Trinkgeld-Kultur
    In Japan ist Trinkgeld unüblich und kann sogar als unangenehm empfunden werden. Guter Service ist Teil des Selbstverständnisses. In Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten wird daher in der Regel kein Trinkgeld erwartet. Stattdessen freut man sich über freundliche Worte und respektvolles Verhalten. Wenn doch einmal eine Servicepauschale anfällt, ist diese meist bereits im Preis enthalten.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Für den Besuch von Glover Garden gibt es keine spezifische Kleiderordnung. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da das Gelände hügelig ist und viele Treppen umfasst. Generell wird in Japan ein respektvolles, eher zurückhaltendes Auftreten geschätzt: Lautes Verhalten oder das Blockieren von Wegen für Fotos sollte vermieden werden. Müll gehört in entsprechende Behälter oder – sofern diese fehlen – mitgenommen, bis eine Entsorgungsmöglichkeit gefunden ist.
  • Fotografieren
    Fotografieren ist in den Außenbereichen von Glover Garden in der Regel erlaubt und beliebt, insbesondere für Panoramabilder der Stadt und Aufnahmen der historischen Häuser. In Innenräumen können besondere Regeln gelten, etwa Fotografierverbote, Einschränkungen bei Blitzlicht oder Vorgaben für Stative. Hinweise vor Ort sollten beachtet werden. Für private Reisebilder sind Smartphones und Kameras unproblematisch, für kommerzielle Nutzung sind gesonderte Genehmigungen erforderlich.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Nagasaki liegt wie ganz Japan in der Zeitzone Japan Standard Time (JST), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um 8 Stunden voraus ist. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Unterschied 7 Stunden. Für die Reiseplanung bedeutet das: Wer aus Deutschland vormittags abfliegt, kommt – je nach Verbindung – meist am nächsten Tag in Japan an.
  • Einreisebestimmungen
    Japan hat eigene Einreise- und Visabestimmungen. Für deutsche Staatsbürger gelten in der Regel erleichterte Bedingungen für touristische Kurzaufenthalte, doch diese können sich ändern. Deshalb sollten Reisende vor der Buchung und kurz vor der Abreise die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie auf den Seiten der japanischen Auslandsvertretungen prüfen. Eine ausreichende Auslandskrankenversicherung ist ratsam, da Behandlungskosten in Japan hoch sein können.

Warum Glover Garden auf jede Nagasaki-Reise gehört

Für eine Reise nach Nagasaki, ob im Rahmen einer umfassenden Japan-Tour oder als Schwerpunkt auf der südlichen Insel Kyushu, ist Glover Garden aus mehreren Gründen ein nahezu unverzichtbarer Programmpunkt.

Erstens bietet die Anlage eine außergewöhnliche Kombination aus Geschichte und Aussichtserlebnis. Anders als in klassischen Stadtmuseen bewegt man sich durch echte historische Gebäude und Gärten, atmet frische Luft und hat die Stadt ständig im Blick. Für viele Besucherinnen und Besucher entsteht so das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen.

Zweitens erzählt Glover Garden eine Geschichte, die oft zu kurz kommt: die Rolle ausländischer Händler, Ingenieure und Missionare bei der Modernisierung Japans. Während in Tokio oder Kyoto eher die imperialen und japanisch geprägten Aspekte der Meiji-Zeit im Vordergrund stehen, zeigt Nagasaki eine stärker internationale Perspektive. Für Gäste aus Deutschland, deren eigene Geschichte ebenfalls eng mit Industrialisierung, Eisenbahn und Hafenwirtschaft verbunden ist, ergibt sich so eine interessante Vergleichsebene.

Drittens ist Glover Garden ein idealer Ausgangspunkt, um weitere Sehenswürdigkeiten Nagasakis zu erkunden. In fußläufiger Nähe liegen die bereits erwähnte ?ura-Kirche, weitere historische Straßen mit westlichen und japanischen Gebäuden sowie kleine Cafés und Souvenirgeschäfte. Ein Besuch lässt sich außerdem gut mit dem Atom-Bomben-Museum, dem Friedenspark oder einer Hafenrundfahrt verbinden, wodurch ein ganzer Tag mit sehr unterschiedlichen, aber miteinander verbundenen Perspektiven auf die Stadt gefüllt werden kann.

Viertens spielt Glover Garden auch emotional eine Rolle: Viele Japan-Reisende berichten, dass der Besuch zu den eindrücklichsten Momenten ihres Aufenthalts gehört. Die Kombination aus romantischer Gartenstimmung, dem Wissen um die dramatische Geschichte Nagasakis, der internationalen Vergangenheit und der heutigen Lebendigkeit der Stadt berührt – ohne kitschig zu wirken. Das macht den Ort für Paare, Geschichtsinteressierte, Architekturbegeisterte und Fotografen gleichermaßen reizvoll.

Schließlich ist Glover Garden auch in der japanischen Populärkultur präsent. Die Szenerie taucht in Reiseberichten, Fernsehproduktionen und Bildbänden auf und steht symbolisch für Nagasakis Rolle als kosmopolitische Hafenstadt. Wer den Ort besucht, bewegt sich damit auf einem kulturellen Referenzpunkt, der auch in der japanischen Wahrnehmung eine hohe Bedeutung hat.

Glover Garden Nagasaki in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht Glover Garden immer wieder als Fotomotiv und Reiseinspiration auf – insbesondere wegen seiner Aussichtspunkte über die Bucht von Nagasaki, der nostalgischen Architektur und der romantischen Abendstimmung. Viele Reisende teilen dort ihre persönlichen Perspektiven auf den Ort, oft kombiniert mit Eindrücken von der ?ura-Kirche oder den historischen Straßen der Stadt.

Häufige Fragen zu Glover Garden Nagasaki

Wo liegt Glover Garden Nagasaki genau?

Glover Garden befindet sich auf dem Minami-Yamate-Hügel im Süden der Stadt Nagasaki auf der japanischen Insel Kyushu. Die Anlage liegt oberhalb des Hafens und in unmittelbarer Nähe der ?ura-Kirche, einem weiteren historischen Wahrzeichen der Stadt. Vom Zentrum Nagasakis (rund um den Hauptbahnhof) aus ist Glover Garden bequem mit Straßenbahn und einem kurzen Fußweg erreichbar.

Was ist historisch so besonders an Glover Garden?

Glover Garden vereint mehrere westliche Wohnhäuser aus dem späten 19. Jahrhundert, darunter das Haus des schottischen Kaufmanns Thomas Blake Glover, der eine bedeutende Rolle bei der Modernisierung Japans spielte. Die Anlage veranschaulicht die Zeit der Öffnung Japans für den internationalen Handel und zeigt, wie ausländische Händler, Ingenieure und Missionare in Nagasaki lebten. Damit ist Glover Garden ein wichtiger Schauplatz für das Verständnis der Meiji-Zeit aus internationaler Perspektive.

Wie plane ich einen Besuch aus Deutschland?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst nach Japan, etwa nach Tokio, Osaka oder Fukuoka, und reisen von dort per Inlandsflug oder Hochgeschwindigkeitszug nach Kyushu. Von der Stadt Nagasaki aus erreicht man Glover Garden mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einem kurzen Spaziergang. Es empfiehlt sich, 1 bis 2 Stunden für den Besuch einzuplanen, je nach Interesse an Architektur, Gärten und Fotomotiven. Vor der Reise sollten aktuelle Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) geprüft werden.

Was macht Glover Garden für deutsche Besucher besonders sehenswert?

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Glover Garden interessant, weil der Ort ein seltenes Beispiel europäisch geprägter Architektur in Japan zeigt und zugleich die Geschichte einer Hafenstadt im Zeitalter der Industrialisierung erlebbar macht. Die Themen Handel, Technik und kultureller Austausch lassen sich hier anschaulich nachvollziehen. Hinzu kommt die spektakuläre Aussicht über die Bucht von Nagasaki, die den Besuch zu einem besonders eindrucksvollen Reiseerlebnis macht.

Wann ist die beste Zeit, Glover Garden zu besuchen?

Frühling und Herbst gelten für viele Japan-Reisende als ideal, da das Klima dann meist mild ist und die Gärten besonders attraktiv wirken – im Frühling dank Blüten, im Herbst durch Farbenspiele des Laubs. Wer große Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit toleriert, kann auch im Sommer schöne Eindrücke sammeln, sollte aber auf Sonnenschutz und ausreichend Wasser achten. Im Winter ist der Andrang geringer, die Atmosphäre ruhiger, allerdings wirken die Gärten schlichter.

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