Gamla Stan Stockholm: Die magische Altstadtinsel erleben
12.06.2026 - 09:16:14 | ad-hoc-news.deWenn in Gamla Stan Stockholm die Sonne über den orangefarbenen und ockerfarbenen Fassaden aufgeht, glänzen die Kopfsteinpflastergassen wie frisch gebohnert – und plötzlich fühlt sich die schwedische Hauptstadt jahrhundertelang zurückversetzt an. Die Altstadtinsel Gamla Stan („die alte Stadt“) ist der romantische, dichte Kern Stockholms und zugleich eine der atmosphärischsten historischen Stadtlandschaften Nordeuropas. Für Reisende aus Deutschland ist sie oft der erste Berührungspunkt mit der besonderen Mischung aus königlicher Geschichte, skandinavischem Designgefühl und nordischem Alltag.
Gamla Stan Stockholm: Das ikonische Wahrzeichen von Stockholm
Gamla Stan Stockholm ist das historische Herz der schwedischen Hauptstadt und liegt auf mehreren Inseln, vor allem der Insel Stadsholmen im Stromgebiet zwischen Mälarsee und Ostsee. Für viele Besucher ist Gamla Stan die Kulisse, die man vor Augen hat, wenn von Stockholm die Rede ist: enge Gassen, schmale Stadthäuser mit Giebeln, kleine Plätze und darüber die massige Silhouette des königlichen Schlosses. Schwedische und internationale Reiseführer beschreiben Gamla Stan übereinstimmend als eine der am besten erhaltenen historischen Altstädte Nordeuropas und als touristisches Zentrum der Stadt.
Die offizielle Tourismusorganisation der Stadt, Visit Stockholm, hebt hervor, dass Gamla Stan mit seinen verwinkelten Gassen, den lebendig gefärbten Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, zahlreichen Geschäften, Galerien, Restaurants und Cafés zu den meistbesuchten Vierteln der Metropole zählt. Auch das schwedische Fremdenverkehrsamt für den deutschsprachigen Raum, Visit Sweden, stellt Gamla Stan regelmäßig als „Altstadt-Postkartenmotiv“ und als historischen Kern Stockholms heraus, von dem aus sich die anderen Stadtteile bequem erkunden lassen. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Gamla Stan damit nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein idealer Ausgangspunkt für eine Städtereise.
Charakteristisch für Gamla Stan sind die dicht beieinander stehenden Häuser mit warmen Farbtönen, die teilweise auf Mittelalter und Frühe Neuzeit zurückgehen, die labyrinthartigen Gassen wie die Västerlånggatan und die berühmte, extrem schmale Mårten Trotzigs Gränd sowie Plätze wie der Stortorget mit seinen bekannten, vielfach abgebildeten Giebelhäusern. Hier konzentrieren sich auch einige der wichtigsten Institutionen Schwedens, darunter das Königliche Schloss und die Storkyrkan, die historische Kathedrale.
Geschichte und Bedeutung von Gamla Stan
Die Geschichte von Gamla Stan ist eng mit der Entstehung Stockholms verbunden. Historische Quellen und die offizielle Darstellung der Stadt Stockholm verorten die Anfänge der Stadt im 13. Jahrhundert, als an der strategisch wichtigen Stelle zwischen Mälarsee und Ostsee eine befestigte Siedlung entstand. Diese frühe Stadt entwickelte sich genau dort, wo Gamla Stan heute liegt. Damit ist das Viertel älter als viele der bekannten deutschen Großstädte in ihrer heutigen Form und deutlich älter als etwa das Brandenburger Tor in Berlin, das erst Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde.
Vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert war Gamla Stan praktisch die gesamte Stadt Stockholm. Erst im Zuge der Expansion in die umliegenden Inseln und Festlandsbereiche entwickelte sich die moderne Großstadt, während die Altstadt quasi als historischer Kern erhalten blieb. Schwedische Historiker betonen, dass die mittelalterliche Stadtstruktur – das Netz von Gassen, Plätzen und Parzellen – trotz späterer Umbauten in vielen Teilen noch erkennbar ist. Dadurch erhält Gamla Stan aus stadtgeschichtlicher Sicht einen besonderen Stellenwert.
Der Stortorget, der zentrale Platz von Gamla Stan, war jahrhundertelang politisches und wirtschaftliches Herz des Landes. Hier fanden Märkte, öffentliche Verkündigungen und auch dramatische Ereignisse statt. Besonders bekannt ist das sogenannte „Stockholmer Blutbad“ von 1520, als im Zuge von Thronstreitigkeiten zahlreiche schwedische Adelige hingerichtet wurden. Dieses Ereignis prägt bis heute die historische Erinnerung an Gamla Stan; schwedische wie internationale Geschichtsdarstellungen nutzen es häufig als Beispiel für die konfliktreiche politische Geschichte Skandinaviens im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit.
Im 17. Jahrhundert, dem sogenannten „großen schwedischen Reich“, boomte Stockholm als Hauptstadt einer europäischen Großmacht. In dieser Zeit entstanden viele der repräsentativen Bauten, die Gamla Stan heute prägen, unter anderem Vorgängerbauten des heutigen Königlichen Schlosses und mehrere Adelspaläste. Im 18. und 19. Jahrhundert verlagerte sich das wirtschaftliche Zentrum zunehmend in andere Stadtteile, und Gamla Stan wurde stellenweise als veraltet und heruntergekommen betrachtet. Es gab sogar Pläne, Teile der Altstadt großflächig zu erneuern.
Erst mit dem Aufkommen der Denkmalpflege im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert setzte ein Umdenken ein. Schwedische Architekten und Stadtplaner begannen, den historischen Wert der Altstadt zu betonen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde ein erheblicher Teil von Gamla Stan systematisch restauriert. Die Stadt Stockholm beschreibt diese Sanierungsprogramme als wichtigen Baustein ihrer heutigen Stadtidentität. Dank dieser Bemühungen ist Gamla Stan heute ein Beispiel dafür, wie ein historischer Stadtkern in eine moderne Metropole integriert werden kann, ohne seine charakteristische Struktur zu verlieren.
Anders als viele andere ikonische historische Zentren steht Gamla Stan nicht als eigenes Objekt auf der Welterbeliste der UNESCO. Schweden ist jedoch mit anderen Stätten, etwa Schloss Drottningholm bei Stockholm, in der Liste vertreten, und die UNESCO verweist in ihren allgemeinen Richtlinien darauf, dass gewachsene Altstädte mit klar erkennbarer historischer Struktur einen hohen kulturellen Wert besitzen. Kunsthistoriker und Stadtplaner in Schweden betonen deshalb, dass Gamla Stan als schutzwürdiges Kulturmilieu gilt – selbst wenn der formale UNESCO-Titel fehlt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch präsentiert sich Gamla Stan als dichtes Ensemble aus Wohn- und Geschäftshäusern, sakralen Bauten und Palästen, dessen Kerne teilweise bis in das Spätmittelalter reichen, während die sichtbaren Fassaden vor allem aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Die Gebäude sind überwiegend in warmen Erdtönen gestrichen – Ocker, Rot, Gelb, Orange – eine Farbpalette, die Reiseführer wie GEO Saison und Merian immer wieder als typisch für die Atmosphäre der Altstadt hervorheben.
Die Gassen verlaufen selten gerade, häufig sind sie eng und steigen oder fallen leicht, was an die natürliche Topografie der Insel erinnert. Dieses kleinteilige Gefüge wirkt für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland oft vertraut und zugleich anders: Die Anmutung erinnert an mittelalterliche Kernstädte wie Lübeck oder Regensburg, kombiniert aber mit nordischem Licht, Wasserblicken an nahezu jeder Straßenecke und dem starken Präsenz des Königlichen Schlosses.
Besonders markant ist die Storkyrkan, offiziell „Stockholms domkyrka“, die mittelalterliche Hauptkirche der Stadt. Sie vereint Elemente der Backsteingotik mit späteren barocken Umbauten. Im Inneren befindet sich unter anderem die berühmte Holzskulptur des Heiligen Georg und des Drachen, ein spätgotisches Werk mit starkem symbolischem Gehalt. Die Kathedrale ist traditionell Schauplatz königlicher Hochzeiten und Krönungen, weshalb sie in der schwedischen Geschichtsschreibung immer wieder hervorgehoben wird.
Unmittelbar neben der Kathedrale liegt das Königliche Schloss (Kungliga slottet), ein barocker Palast mit mehr als 600 Räumen. Nach Angaben der offiziellen Schlossverwaltung zählt es zu den größten bewohnten Schlössern Europas, wobei „bewohnt“ sich auf die Funktion als Arbeits- und Repräsentationsort des schwedischen Königshauses bezieht. Die Fassade, entworfen im Geist des römischen Barock, dominiert den Nordteil von Gamla Stan. Die Wachablösung auf dem Schlosshof ist eine der meistfotografierten Zeremonien der Stadt.
In den Nebenstraßen abseits der großen Achsen finden sich kleinere Kirchen, Klosterreste und Adelshäuser, aber auch eine Fülle von Galerien, Kunsthandwerksläden und Designgeschäften. Hier zeigt sich eine weitere Besonderheit von Gamla Stan: die Verknüpfung von historischer Architektur mit zeitgenössischem schwedischem Design. Viele kleine Läden verkaufen Glas, Keramik, Textilien oder Poster lokaler Künstlerinnen und Designer, was das Viertel zu einem beliebten Ort für hochwertige Souvenirs macht.
Ein architektonisches Kuriosum, das in nahezu allen Reiseführern erwähnt wird, ist die Mårten Trotzigs Gränd, die schmalste Gasse Stockholms. Sie verjüngt sich auf nur etwas mehr als einen halben Meter Breite, sodass man mit ausgestreckten Armen beide Wände berühren kann. Solche extrem engen Gassen sind Relikte einer mittelalterlichen Parzellenstruktur, wie sie auch in einigen deutschen Altstädten noch punktuell zu finden ist.
Kunsthistorisch interessant sind zudem die Fassadenmalereien und dekorierten Hausportale, die in Gamla Stan vergleichsweise zahlreich erhalten sind. Restaurierungsfachleute in Schweden weisen darauf hin, dass viele dieser Details bei früheren Modernisierungen beinahe verloren gegangen wären und erst durch den bewussten Denkmalschutz in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder stärker gewürdigt wurden. Heute tragen sie wesentlich zum „Bilderbuch-Charakter“ der Altstadt bei, der auf Fotos und in sozialen Medien so präsent ist.
Gamla Stan Stockholm besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Gamla Stan Stockholm relativ unkompliziert erreichbar und eine ideale Basis für die Erkundung der schwedischen Hauptstadt. Einige praktische Hinweise helfen bei Planung und Besuch.
- Lage und Anreise
Gamla Stan liegt zentral im Stadtgebiet von Stockholm auf der Altstadtinsel zwischen den modernen Stadtteilen Norrmalm im Norden und Södermalm im Süden. Vom Hauptbahnhof Stockholm Central ist die Altstadt fußläufig in etwa 10 bis 15 Minuten erreichbar; zudem hält die Stockholmer U-Bahn (Tunnelbana) direkt an der Station „Gamla Stan“, die von den wichtigen Linien durchquert wird.
Aus Deutschland ist Stockholm per Flug von großen Drehkreuzen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg meist in rund 2 bis 2,5 Stunden Flugzeit erreichbar, je nach Verbindung. Zeitlose Angaben von Airlines und Reiseportalen bestätigen diese Größenordnung. Vom Flughafen Stockholm-Arlanda gelangt man mit dem schnellen Airportzug „Arlanda Express“ oder mit Regionalzügen und Bussen in das Stadtzentrum; von dort sind es nur wenige Minuten weiter bis Gamla Stan. Alternativ ist die Anreise per Bahn über Kopenhagen und Malmö möglich, mit Umstiegen in Dänemark oder Südschweden. Mit dem Auto führt die Route meist über die Vogelfluglinie oder Öresundbrücke nach Südschweden und dann auf der E4 Richtung Norden nach Stockholm; in Schweden gilt auf Autobahnen Tempo 110 bis 120 km/h, und es fällt auf der Öresundbrücke Maut an. - Öffnungszeiten
Gamla Stan als Stadtviertel ist natürlich jederzeit zugänglich; es handelt sich um ein ganz normales Altstadtquartier. Einzelne Sehenswürdigkeiten wie das Königliche Schloss, die Storkyrkan, Museen und Geschäfte besitzen jedoch eigene Öffnungszeiten, die je nach Saison variieren können. Die offiziellen Webseiten der jeweiligen Institutionen und die Tourismusinformation Stockholm empfehlen ausdrücklich, die aktuellen Zeiten vor dem Besuch zu prüfen, insbesondere in der Nebensaison, an Feiertagen und bei besonderen Veranstaltungen.
Formulierungen wie „ganzjährig geöffnet“ werden deshalb am besten als Hinweis verstanden, dass das Viertel selbst als öffentlicher Stadtraum jederzeit begehbar ist, nicht unbedingt jede Attraktion im Inneren. - Eintritt
Der Zugang zu den Straßen und Plätzen von Gamla Stan ist kostenlos. Für das Betreten einzelner Sehenswürdigkeiten – etwa der Museumsbereiche im Königlichen Schloss, bestimmter Museumsstandorte oder Führungen – wird in der Regel Eintritt erhoben. Die genauen Preise werden von den Betreibern regelmäßig angepasst und liegen üblicherweise im Bereich eines mittleren Museumsbesuchs in Nordeuropa, also in einer Größenordnung von mehreren Euro bis zu einem zweistelligen Betrag pro Person. Da sich Beträge im Laufe der Zeit ändern und von Saison, Alter, Ermäßigungen und Kombi-Tickets abhängen, empfehlen offizielle Stellen und seriöse Reiseführer, die aktuellen Tarife unmittelbar bei der Schlossverwaltung, der jeweiligen Institution oder bei Visit Stockholm nachzusehen. Grundsätzlich lässt sich für Reisende aus Deutschland kalkulieren, dass sich die Preise auf Skandinavien-Niveau bewegen und damit etwas höher ausfallen können als in vielen deutschen Städten. - Beste Reisezeit und Tageszeit
Stockholm liegt deutlich nördlicher als deutsche Großstädte. Das bedeutet helle, lange Sommerabende und im Winter kurze Tage. Viele Reiseführer empfehlen den Besuch von Gamla Stan im Frühling und Sommer, wenn die Straßencafés geöffnet sind und das Licht bis spät am Abend stimmungsvoll zwischen den Fassaden steht. Besonders fotogen ist das Viertel in den Abendstunden, wenn die Gassen weniger voll sind und sich das warme Licht der Laternen mit dem Dämmerlicht über dem Wasser mischt.
Im Winter dagegen hat Gamla Stan seinen ganz eigenen Reiz: dann wirken die engen Gassen mit Schnee und weihnachtlicher Beleuchtung fast märchenhaft. Allerdings sind die Temperaturen frisch, und das Kopfsteinpflaster kann glatt sein. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, wählt idealerweise frühere Vormittagsstunden oder die Nebensaison außerhalb der großen Sommerferien. Viele Stockholmer Quellen weisen darauf hin, dass die Hauptgassen wie Västerlånggatan tagsüber sehr stark frequentiert werden, während Seitenstraßen ruhiger sind. - Sprache, Zahlung, Trinkgeld und Alltagskultur
In Stockholm sprechen die meisten Menschen neben Schwedisch sehr gut Englisch; in touristischen Bereichen ist die Verständigung meist problemlos. Deutsch wird seltener gesprochen, kommt aber gelegentlich vor, insbesondere in der Hotellerie oder bei Stadtführungen, die von einigen Anbietern auf Deutsch angeboten werden.
Beim Bezahlen ist Schweden im internationalen Vergleich sehr weitgehend auf bargeldlose Zahlung umgestiegen. Kreditkarten (Visa, Mastercard, teils American Express) werden fast überall akzeptiert, ebenso kontaktlose Zahlungen mit Smartphone oder Smartwatch. Girocard aus Deutschland funktioniert nicht in jeder Konstellation; eine Kreditkarte ist die sicherste Option. Viele Läden und Cafés machen ausdrücklich darauf aufmerksam, dass sie kein Bargeld akzeptieren. Reiseführer und offizielle Stellen raten daher, nicht mit ausschließlich Bargeld zu planen. In Restaurants ist Trinkgeld nicht verpflichtend, aber ein Aufrunden um einige Kronen oder etwa 5 bis 10 Prozent bei gutem Service wird geschätzt. Serviceentgelt kann bereits im Preis enthalten sein; Hinweise auf der Rechnung helfen bei der Einordnung. - Einreisebestimmungen und Zeitzone
Schweden gehört zum Schengenraum. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise nach Schweden deshalb in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Regelungen ändern können – etwa aus sicherheits- oder gesundheitspolitischen Gründen – sollten Reisende die jeweils aktuellen Hinweise und Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie auf den Seiten schwedischer Behörden prüfen.
Schweden liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland (Mitteleuropäische Zeit, im Sommer Mitteleuropäische Sommerzeit). Es besteht daher im Normalfall keine Zeitverschiebung – ein praktischer Vorteil bei Kurztrips, da sich An- und Abreise ohne Jetlag-Effekt planen lassen.
Warum Gamla Stan auf jede Stockholm-Reise gehört
Aus Sicht vieler Reiseführer und Reisejournalistinnen gilt Gamla Stan als die emotionalste Bühne Stockholms: Hier trifft die Machtgeschichte des Königshauses auf die Alltagsrealität der Gegenwart, hier ziehen sich die Gassen zwischen Wasserflächen und Brücken hindurch, und hier verdichtet sich der Charakter der Stadt auf einem relativ kleinen Raum. Für Reisende aus Deutschland, die Stockholm erstmals besuchen, ist ein Spaziergang durch Gamla Stan die schnellste Möglichkeit, die Stadt zu „lesen“ – architektonisch, historisch und atmosphärisch.
Der Reiz liegt auch in der Mischung der Eindrücke. Auf wenigen hundert Metern wechseln sich prachtvolle Palastfassaden, bescheidene Bürgerhäuser, Kirchen, Kunsthandwerksläden, Eisdielen, traditionelle Konditoreien und Cafés ab. Der Stortorget mit seinen farbigen Giebelhäusern wird häufig als „Wohnzimmer der Altstadt“ beschrieben. Hier sitzen im Sommer Besucherinnen und Besucher aus aller Welt bei Kaffee und Zimtschnecke („kanelbulle“) in der Sonne, während im Winter die warm erleuchteten Fenster ein fast bühnenhaftes Bild abgeben.
Gleichzeitig ist Gamla Stan mehr als eine Kulisse. Es ist ein bewohntes Viertel mit Schulen, Behörden und Wohnungen, in dem auch Stockholmerinnen und Stockholmer ihren Alltag leben. Wer abseits der touristischen Hauptströme unterwegs ist, entdeckt ruhige Innenhöfe, kleine Parks und weniger bekannte Gassen. Viele Stadtführungen legen Wert darauf, diesen Doppelcharakter zu zeigen: Gamla Stan als touristisches Aushängeschild und als realer Lebensraum.
Für kulturinteressierte Reisende mit Schwerpunkt Geschichte, Architektur oder Religion bietet sich Gamla Stan als Ausgangspunkt für Themenrundgänge an: von der politischen Geschichte der schwedischen Monarchie über die Hansezeit und den Ostseehandel bis hin zur Rolle Stockholms im modernen Sozialstaat. Museen auf der Insel – etwa kleinere Spezialmuseen und Teile der Schlossanlagen – vermitteln diese Aspekte in konzentrierter Form.
Praktisch betrachtet ist Gamla Stan außerdem ideal gelegen, um andere Sehenswürdigkeiten zu kombinieren. In fußläufiger oder kurzer Wegstrecke liegen das moderne Stadtzentrum Norrmalm mit Einkaufsstraßen und Kulturhäusern, der hippe Stadtteil Södermalm mit Aussichtspunkten auf die Altstadt, die Museumsinsel Skeppsholmen oder die Fähren, die zu Inseln wie Djurgården mit dem Vasa-Museum ablegen. Wer in Gamla Stan übernachtet oder seine Erkundungen dort beginnt, spart Wege und erlebt unterschiedliche Gesichter der Stadt innerhalb weniger Minuten.
Gamla Stan Stockholm in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien gehört Gamla Stan Stockholm zu den am häufigsten geteilten Motiven aus Schweden. Die typischen Bilder zeigen die farbigen Giebel am Stortorget, die schmalen Gassen im Gegenlicht oder nächtliche Aufnahmen mit reflektierenden Lichtern auf dem Wasser. Hashtags rund um Gamla Stan und Stockholm transportieren eine Mischung aus Nostalgie, nordischer Klarheit und urbaner Romantik, die insbesondere bei jüngeren Reisenden Anklang findet.
Gamla Stan Stockholm — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Gamla Stan Stockholm
Wo liegt Gamla Stan Stockholm genau?
Gamla Stan liegt im Zentrum von Stockholm auf der Altstadtinsel zwischen dem nördlich gelegenen Stadtteil Norrmalm und dem südlichen Södermalm. Es handelt sich um ein Insel- und Halbinsel-Ensemble im Übergangsbereich zwischen dem Binnensee Mälaren und der Ostsee. Von Stockholms Hauptbahnhof ist Gamla Stan in wenigen Gehminuten oder mit der U-Bahn (Station „Gamla Stan“) erreichbar.
Wie alt ist Gamla Stan und warum ist das Viertel historisch wichtig?
Die Wurzeln von Gamla Stan reichen ins 13. Jahrhundert zurück, als hier die Stadt Stockholm gegründet wurde. Über Jahrhunderte war die Altstadt praktisch die gesamte Stadt und diente als politisches, wirtschaftliches und kirchliches Zentrum des Königreichs Schweden. Historische Ereignisse wie das Stockholmer Blutbad von 1520 und die Entwicklung Stockholms zur Hauptstadt eines europäischen Großreichs im 17. Jahrhundert sind eng mit Gamla Stan verbunden.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch von Gamla Stan einplanen?
Für einen ersten Eindruck mit Spaziergang durch die wichtigsten Gassen, einen Besuch des Stortorget und einen Blick auf das Königliche Schloss reicht ein halber Tag. Wer Museen und Innenräume besichtigen, in Ruhe in Cafés einkehren und auch weniger bekannte Gassen erkunden möchte, sollte einen ganzen Tag oder mehrere kürzere Besuche einplanen. Viele Reisende kombinieren Gamla Stan mit Ausflügen in nahegelegene Stadtteile und Museumsinseln.
Was ist das Besondere an Gamla Stan im Vergleich zu anderen europäischen Altstädten?
Gamla Stan verbindet eine gut erkennbare mittelalterliche Stadtstruktur mit einer sehr kompakten Lage auf einer Insel, umgeben von Wasser und Brücken. Die warmen Fassadenfarben, die starke Präsenz des Königlichen Schlosses mitten in der Altstadt und die nordische Lage mit langen Sommerabenden und atmosphärischen Wintertagen schaffen eine besondere Mischung. Zudem ist die Altstadt eng mit der Geschichte der schwedischen Monarchie und des modernen schwedischen Staates verknüpft.
Wann ist die beste Reisezeit für Gamla Stan für Besucher aus Deutschland?
Frühling und Sommer sind besonders beliebt, da die Tage lang sind, Cafés draußen servieren und das Licht die Farben der Fassaden intensiv zur Geltung bringt. Im Herbst bietet das goldene Licht und weniger Andrang eine ruhige, stimmungsvolle Alternative. Im Winter entsteht eine märchenhafte Atmosphäre mit Schnee und Beleuchtung, die allerdings mit kürzeren Tagen und kühleren Temperaturen einhergeht. Wer Menschenmengen meiden möchte, besucht Gamla Stan am besten morgens oder außerhalb der Hochsaison.
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