Fushimi Inari-Taisha Kyoto, Reise

Fushimi Inari-Taisha Kyoto: Zwischen Tausend Torii und heiligen Hügeln

10.06.2026 - 06:06:33 | ad-hoc-news.de

Fushimi Inari-Taisha Kyoto, der berühmte Inari-Schrein in Kyoto, Japan, zieht mit seinen endlosen roten Torii Besucher in den Bann. Was steckt hinter der Magie dieses heiligen Ortes – und was sollten Reisende aus Deutschland über Fushimi Inari Taisha wissen?

Fushimi Inari-Taisha Kyoto, Reise, Kultur
Fushimi Inari-Taisha Kyoto, Reise, Kultur

Wer zum ersten Mal durch die leuchtend roten Torii-Tunnel von Fushimi Inari-Taisha Kyoto schreitet, hat das Gefühl, in eine andere Welt einzutreten: Das Rascheln der Bambuswälder, das Knirschen des Kieses unter den Schuhen, das gedämpfte Licht zwischen unzähligen Holzpforten – Fushimi Inari Taisha (wörtlich etwa „Großer Schrein des Inari“) ist einer der eindrucksvollsten heiligen Orte in Kyoto und eines der bekanntesten Wahrzeichen Japans.

Fushimi Inari-Taisha Kyoto: Das ikonische Wahrzeichen von Kyoto

Fushimi Inari-Taisha Kyoto liegt im Süden der Stadt Kyoto am Fuß des heiligen Berges Inari und ist der Hauptschrein aller Inari-Schreine in Japan. Inari ist in der japanischen Mythologie die Gottheit des Reises, des Wohlstands, des Erfolgs im Geschäft und – in moderner Auslegung – häufig auch des persönlichen Gedeihens im Leben. Der Schrein ist damit nicht nur ein touristischer Magnet, sondern vor allem ein lebendiger religiöser Ort, an dem Einheimische wie Besucher um Glück und Schutz bitten.

Schon beim Eintreten durch das große steinerne Torii und das markante Romon-Tor, ein zweistöckiges Eingangstor im typischen Shinto-Stil, wird deutlich, dass es sich um eine Anlage mit besonderem Rang handelt. Der Komplex besteht aus mehreren Hallen, Nebenschreinen, einer Prozessionsstraße – und vor allem aus den berühmten, in Reih und Glied aufgestellten roten Holztoren, die sich den Berg hinaufziehen. Diese Torii sind zu einem global bekannten Symbol für Kyoto geworden, ähnlich wie der Kinkaku-ji (Goldener Pavillon) oder der Kaiserpalast.

Für Reisende aus Deutschland ist Fushimi Inari-Taisha Kyoto ein leicht erreichbares Ziel innerhalb der Stadt Kyoto. Die Anlage ist rund um die Uhr frei zugänglich, was es ermöglicht, den Ort zu unterschiedlichen Tageszeiten zu erleben – vom stillen Morgengrauen bis zur stimmungsvoll beleuchteten Abenddämmerung. Auch wenn der Schrein nicht zum UNESCO-Welterbe gehört, wird er in Reiseführern wie denen von großen Verlagen und von Institutionen wie der Deutschen Zentrale für Tourismus regelmäßig als eines der wichtigsten Highlights einer Japanreise hervorgehoben.

Geschichte und Bedeutung von Fushimi Inari Taisha

Die Ursprünge von Fushimi Inari Taisha reichen weit zurück in die Frühgeschichte Japans. Historische Quellen verorten die Gründung des Schreins in das 8. Jahrhundert, in die Nara-Zeit, also in eine Epoche, in der sich der japanische Staat konsolidierte und die Hauptstadt noch nicht in Kyoto lag. Damit ist der Schrein deutlich älter als viele berühmte europäische Kirchenbauten; er entstand Jahrhunderte vor Bauwerken wie dem Kölner Dom.

In der frühen japanischen Gesellschaft war Reis die zentrale Grundlage von Wirtschaft und Ernährung. Inari als Reisgottheit spielte daher eine herausragende Rolle. Bauern und Händler verehrten Inari, um gute Ernten und florierenden Handel zu erbitten. Bis heute ist diese Funktion spürbar: Viele der gestifteten Torii stammen von Unternehmen, die sich Erfolg im Geschäft erhoffen. Die Inschrift auf der Rückseite eines Torii gibt meist den Namen des Stifters und das Datum der Stiftung an.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Fushimi Inari Taisha zum Hauptschrein aller Inari-Schreine Japans. Von Hokkaido im Norden bis Kyushu im Süden finden sich Tausende von Inari-Schreinen, erkennbar an Fuchsfiguren (Kitsune), die als Boten der Gottheit gelten. Fushimi Inari Taisha ist das spirituelle Zentrum dieses Netzwerks. Für viele Gläubige gehört eine Pilgerreise hierher mindestens einmal im Leben dazu.

Während der Heian-Zeit, als Kyoto als kaiserliche Hauptstadt zu großer Bedeutung aufstieg, gewann auch Fushimi Inari Taisha weiter an Einfluss. Adlige, Hofbeamte und später auch Samurai und Händler suchten hier Schutz. Der Schrein überstand Kriege, politische Umbrüche und Naturkatastrophen; einzelne Gebäude wurden in verschiedenen Epochen erneuert oder ergänzt, das religiöse Leben kam jedoch nie zum Erliegen.

Die japanische Religionslandschaft unterscheidet sich grundlegend von der in Deutschland. Shinto, die indigene Religion Japans, ist stark naturbezogen und kennt keine kanonischen Schriften wie die Bibel. Vielmehr stehen Rituale, Reinheit und die Verehrung von Kami – göttlichen Wesen, Naturgeistern oder vergöttlichten Persönlichkeiten – im Vordergrund. Fushimi Inari Taisha ist ein klassischer Shinto-Schrein, in dem diese rituellen Praktiken bis heute gepflegt werden. Zugleich wird er häufig von Menschen besucht, die sich selbst als weitgehend säkular verstehen – ähnlich wie viele Besucher deutscher Kirchen, die diese primär aus kulturellem Interesse aufsuchen.

In der Moderne blieb Fushimi Inari Taisha ein wichtiger Bezugspunkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Phase des Wiederaufbaus, verbanden viele Menschen ihre Hoffnungen auf wirtschaftlichen Aufschwung mit Gebeten an Inari. Auch heute kommen Angestellte, Selbstständige und Manager hierher, um für beruflichen Erfolg zu beten oder sich für erreichte Ziele zu bedanken.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die architektonische Gestalt von Fushimi Inari-Taisha Kyoto verbindet klassische Elemente der Shinto-Schreinkunst mit der spezifischen Topografie des Berges Inari. Im unteren Bereich der Anlage finden sich die großen Haupthallen, in denen Rituale abgehalten und Opfer dargebracht werden. Typisch sind die Verwendung von Holz, geschwungene Dachlinien und leuchtende Farbkontraste aus Rot, Weiß und Naturholz.

Besonders ins Auge fallen die charakteristischen Fuchsfiguren, die an vielen Stellen auf Sockeln stehen. Diese Kitsune tragen oft symbolische Gegenstände im Maul, etwa Schlüssel zu Reisspeichern oder Schriftrollen. Sie gelten als Boten Inaris und werden dementsprechend respektvoll behandelt. Im Unterschied zu christlichen Kirchen gibt es hier keine Bänke oder Sitzreihen; die Gläubigen treten an die Vordächer der Hallen, werfen Münzen in die Opferkästen, verbeugen sich, klatschen in die Hände und sprechen ein stilles Gebet.

Das unverwechselbare Herzstück der Anlage ist jedoch die Bergroute mit ihren unzähligen roten Torii. Diese Torii sind traditionell aus Holz gefertigt, leuchtend orangerot gestrichen und tragen oben eine schwarze Kante. Sie markieren symbolisch den Übergang vom profanen in den heiligen Raum. Während ein einzelnes Torii häufig vor einem Schrein steht, bilden sie in Fushimi Inari Taisha auf mehreren Kilometern ganze Tunnels. Die berühmtesten Abschnitte sind der dicht gestaffelte Torii-Tunnel gleich oberhalb der Hauptgebäude und die Wege, die sich weiter den Berg hinaufziehen.

Die Anzahl der Torii ändert sich durch neue Stiftungen und Erneuerungen dauerhaft; es sind mehrere Tausend. Für japanische Unternehmen ist die Stiftung eines Torii eine sichtbare Geste der Dankbarkeit und der Bitte um fortdauernden Erfolg. Dadurch ist die Anlage dynamisch: Es kommen immer wieder neue Tore hinzu, ältere werden ersetzt. Den Torii-Tunnel zu durchschreiten, ist nicht nur ein fotogenes Erlebnis, sondern für viele Menschen auch eine Form von meditativer Wanderung.

Der Berg Inari selbst ist knapp 233 m hoch und mit zahlreichen kleineren Schreinen übersät. Auf dem Weg nach oben passieren Besucher mehrere Aussichtspunkte, von denen aus sich ein Blick über die Dächer von Kyoto bietet. Im Vergleich zu alpinen Wanderungen in Deutschland ist der Anstieg eher moderat, aber die vielen Stufen können anstrengend sein, besonders in der Sommerhitze von Kyoto. Gute, rutschfeste Schuhe sind daher empfehlenswert.

Künstlerisch interessant sind auch die ema, kleine hölzerne Wunschtafeln, die in Fushimi Inari Taisha häufig in Fuchsform gestaltet sind. Besucher schreiben ihre Wünsche – etwa für Prüfungen, Beziehungen oder beruflichen Erfolg – auf die Tafeln und hängen sie ans Gestell. Die dichte Ansammlung dieser ema vermittelt einen unmittelbaren Eindruck davon, wie sehr dieser Ort mit persönlichen Hoffnungen verknüpft ist.

In Reiseberichten etablierter Medien und in Bildbänden über Japan wird Fushimi Inari-Taisha Kyoto häufig als einer der visuell eindrucksvollsten Orte des Landes bezeichnet. Die Kombination aus historischer Architektur, symbolträchtigen Tierfiguren, intensiven Farben und der Einbettung in einen bewaldeten Hügel macht den Schrein zu einem bevorzugten Motiv von Fotografinnen und Fotografen. Gleichzeitig wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die religiöse Dimension respektiert werden sollte – eine Balance, die auch viele deutsche Reisende suchen.

Fushimi Inari-Taisha Kyoto besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise innerhalb Japans: Fushimi Inari-Taisha Kyoto liegt im südlichen Stadtgebiet von Kyoto, im Stadtbezirk Fushimi. Vom Bahnhof Kyoto aus ist der Schrein mit der JR Nara Line in wenigen Minuten erreichbar; man steigt an der Station Inari aus, die unmittelbar gegenüber dem Schrein liegt. Alternativ verkehren lokale Züge und U-Bahnen zu nearby Stationen. Für Besucher aus Deutschland bietet es sich an, Kyoto über die großen internationalen Flughäfen von Osaka (Kansai International Airport) oder Tokyo (Narita bzw. Haneda) und anschließend per Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug zu erreichen.
  • Anreise aus Deutschland: Direkte Linienflüge von Deutschland nach Kansai sind nicht jederzeit garantiert, häufig erfolgt der Flug mit Umstieg über Drehkreuze wie Tokio, Seoul, Singapur oder Doha. Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Japan liegt, je nach Route, in der Größenordnung von 11 bis 14 Stunden reine Flugzeit, zuzüglich Umsteigezeiten. Von Tokio nach Kyoto fährt der Shinkansen je nach Verbindung in rund 2,5 bis 3 Stunden. Deutsche Reisende sollten einplanen, dass sich der Besuch von Fushimi Inari-Taisha Kyoto gut mit einer Rundreise durch Japan kombinieren lässt, etwa in Verbindung mit Osaka, Nara oder Hiroshima.
  • Öffnungszeiten: Fushimi Inari Taisha ist im Gegensatz zu vielen Museen nicht nur tagsüber geöffnet. Der Schreinbereich und der Bergweg sind grundsätzlich rund um die Uhr zugänglich. Einige Einrichtungen wie Büro- oder Informationsschalter sowie Shops haben jedoch begrenzte Öffnungszeiten, die sich ändern können. Es empfiehlt sich, kurz vor einer Reise einen Blick auf die offizielle Informationsseite des Schreins oder auf aktuelle Hinweise von Tourismusorganisationen zu werfen. Öffnungszeiten können an Feiertagen oder bei besonderen Anlässen angepasst werden.
  • Eintritt: Der Besuch von Fushimi Inari-Taisha Kyoto ist in der Regel kostenlos. Weder für das Betreten des Schreinareals noch für die Wanderung den Berg hinauf wird ein Eintritt verlangt. Spenden, der Kauf von Amuletten (omamori), ema oder anderen rituellen Gegenständen sind jedoch übliche Wege, den Schrein zu unterstützen. Für spezielle Rituale oder Segnungen können gesonderte Gebühren anfallen.
  • Beste Reisezeit: Kyoto hat ausgeprägte Jahreszeiten. Viele Reisende aus Deutschland bevorzugen das Frühjahr zur Kirschblüte (meist zwischen Ende März und Anfang April) und den Herbst zur Laubfärbung (typischerweise im November). In diesen Zeiten ist Fushimi Inari-Taisha Kyoto besonders stimmungsvoll, aber auch sehr stark besucht. Die Sommermonate können heiß und feucht sein, was die Wanderung anstrengender macht, dafür sind die frühen Morgenstunden oder späten Abende dann oft angenehm. Im Winter ist es ruhiger, gelegentlicher Schnee kann eine besondere Atmosphäre schaffen. Für eine vergleichsweise ruhige Erfahrung empfiehlt sich ein Besuch früh am Morgen oder später am Abend; tagsüber, insbesondere in den Ferienzeiten, ist der Torii-Tunnel dicht gefüllt.
  • Sprache und Verständigung: In Kyoto ist Englisch im touristischen Umfeld recht verbreitet, insbesondere an Bahnhöfen, in größeren Hotels und an bekannten Sehenswürdigkeiten. Beschilderungen zu Fushimi Inari Taisha enthalten häufig auch englische Bezeichnungen. Deutsch wird vor Ort nur selten gesprochen. Es ist hilfreich, die wichtigsten Ortsnamen, wie „Fushimi Inari“ und „Inari Station“, in lateinischer Schrift parat zu haben, um sie auf Schildern zu erkennen. Eine Übersetzungs-App kann beim Lesen von Speisekarten oder Hinweisen unterstützen.
  • Zahlungsmöglichkeiten: In Japan sind Bargeld und Karten parallel gebräuchlich. In vielen kleineren Schreinen und bei Straßenständen wird weiterhin häufig Bargeld bevorzugt, während größere Geschäfte und Hotels Kreditkarten akzeptieren. In Kyoto ist kontaktloses Bezahlen mit internationalen Kreditkarten zunehmend üblich, jedoch nicht flächendeckend. Es ist daher sinnvoll, immer etwas Bargeld in Yen mitzuführen. Girocard (ehemals EC-Karte) wird im Ausland nicht immer akzeptiert, Kreditkarten von Visa oder Mastercard sind deutlich verbreiteter. Mobile Payment-Dienste wie Apple Pay oder Google Pay funktionieren dort, wo sie an internationale Kreditkartensysteme angebunden sind.
  • Trinkgeldkultur: In Japan ist Trinkgeld nicht Teil der üblichen Kultur. In Restaurants, Taxis oder Hotels wird in der Regel kein Trinkgeld erwartet, und ein Versuch, Bargeld extra zu geben, kann sogar für Verwirrung sorgen. Gute Leistung wird im Preis einkalkuliert. Statt Trinkgeld wird Wertschätzung oft durch Höflichkeit, Pünktlichkeit und Respekt ausgedrückt.
  • Kleiderordnung und Verhalten am Schrein: Es gibt keine strenge Kleiderordnung wie in manchen religiösen Stätten, doch sollten Schultern und Knie zumindest im inneren Schreinbereich respektvoll bedeckt sein, vor allem bei Teilnahme an Ritualen. Lautes Verhalten, das Rauchen außerhalb ausgewiesener Zonen und das Betreten abgesperrter Bereiche sollten vermieden werden. Fotografieren ist im Außenbereich grundsätzlich erlaubt, in bestimmten Zonen oder während Zeremonien können jedoch Einschränkungen gelten – entsprechende Schilder sind zu beachten.
  • Sicherheit und Gesundheit: Kyoto gilt als sehr sichere Stadt mit niedrigem Kriminalitätsniveau. Dennoch sollten Reisende wie überall auf ihre Wertsachen achten, besonders in dichtem Gedränge im Torii-Tunnel. Der Aufstieg auf den Berg Inari ist zwar touristisch, aber körperlich fordernd; ausreichend Wasser, Sonnenschutz im Sommer und passende Kleidung sind wichtig. Für Aufenthalte in Japan empfiehlt es sich, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, da deutsche gesetzliche Krankenversicherungen Behandlungskosten außerhalb Europas meist nicht oder nur eingeschränkt übernehmen.
  • Einreise und Visum: Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und eventuelle Visumregelungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Die Bestimmungen können sich ändern, etwa in Folge politischer Entscheidungen oder gesundheitspolitischer Maßnahmen. Gültiger Reisepass, maximale Aufenthaltsdauer ohne Visum und mögliche Nachweise wie Rück- oder Weiterreise sollten rechtzeitig vor Abflug geklärt werden.
  • Zeitverschiebung: Japan verwendet die Japan Standard Time (JST). Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt in der Regel +8 Stunden, da Japan keine Sommerzeit kennt. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Kyoto meist 20:00 Uhr. Dieser Zeitunterschied kann Jetlag verursachen; viele Reisende planen daher einen eher ruhigen ersten Tag ein, bevor sie Orte wie Fushimi Inari-Taisha Kyoto ausgiebig erkunden.

Warum Fushimi Inari Taisha auf jede Kyoto-Reise gehört

Fushimi Inari-Taisha Kyoto ist aus mehreren Gründen ein Schlüsselort für jede Reise nach Kyoto – gerade aus deutscher Perspektive. Zum einen erlaubt der Schrein einen unmittelbaren Einblick in lebendige japanische Religionspraxis. Anders als in manchen historischen Kirchen, die primär als Museen wahrgenommen werden, ist Fushimi Inari Taisha ein aktiver Kultort. Besucher können beobachten, wie Einheimische beten, Amulette kaufen oder an Festen teilnehmen.

Zum anderen bietet der Aufstieg durch die Torii-Tunnel eine seltene Kombination aus Bewegung, Naturerlebnis und kultureller Immersion. Während man die Stufen hinaufsteigt, verändert sich die Atmosphäre: Zunächst noch trubelig mit vielen Gruppen, wird es weiter oben ruhiger. Das Licht zwischen den Torii, Vogelstimmen, gelegentliche Ausblicke auf Kyoto – all dies macht die Wanderung für viele Reisende zu einem der bleibendsten Erinnerungsmomente einer Japan-Reise.

Für Fotografierende ist der Schrein ein Höhepunkt: Die langen Perspektiven der Torii-Reihen, der Kontrast von Rot und Grün, die Fuchsfiguren und die kleinen Opferstätten bieten unzählige Motive. Wichtig ist, respektvoll mit anderen Besuchern umzugehen: Stative sollten nicht in engen Passagen aufgestellt werden, und Selfies sollten andere Menschen nicht unangemessen bedrängen.

In der Umgebung von Fushimi Inari Taisha lassen sich weitere Sehenswürdigkeiten gut einbinden. Die historischen Städte Nara und Uji sind von Kyoto aus mit dem Zug leicht erreichbar. Viele Reiseführer empfehlen, Fushimi Inari-Taisha Kyoto am frühen Morgen zu besuchen und den restlichen Tag in einem anderen Teil von Kyoto oder in einer Nachbarstadt zu verbringen. Wer Ruhe sucht, kann auch gezielt weniger frequentierte Pfade am Berg wählen, auf denen sich kleinere Schreine und versteckte Ecken finden.

Deutschsprachige Reisende berichten häufig, dass Fushimi Inari Taisha einen guten Zugang zur japanischen Kultur ermöglicht, selbst wenn man nur begrenzte Zeit im Land hat. Der Schrein ist zugleich zugänglich und tief in lokalen Traditionen verwurzelt. Er ist weniger formell als manch anderer Tempel, aber keineswegs beliebig: Die Rituale, die Symbole und die Atmosphäre vermitteln ein Gefühl von Kontinuität, das weit über eine reine Fotokulisse hinausgeht.

Auch wer Japan bereits mehrfach besucht hat, entdeckt bei wiederholten Besuchen von Fushimi Inari-Taisha Kyoto Neues: andere Lichtstimmungen, saisonale Dekorationen, wechselnde Ausstellungen von ema-Wunschtafeln oder besondere Zeremonien. Der Schrein ist kein statisches Monument, sondern ein lebendiger Organismus, der sich mit den Menschen verändert, die ihn besuchen.

Fushimi Inari-Taisha Kyoto in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok zählt Fushimi Inari-Taisha Kyoto zu den am häufigsten geteilten Motiven Japans. Die ikonischen Torii-Tunnel sind für viele die visuelle Essenz von „Kyoto“. Gleichzeitig regen Reisejournalisten und Kulturinstitutionen immer wieder dazu an, über die reine Bildfläche hinauszuschauen und die religiöse und historische Tiefe des Ortes mitzudenken. Wer sich vorab inspirieren möchte, findet in den sozialen Medien zahlreiche Eindrücke aus verschiedenen Jahreszeiten und Tageszeiten.

Häufige Fragen zu Fushimi Inari-Taisha Kyoto

Wo liegt Fushimi Inari-Taisha Kyoto genau?

Fushimi Inari-Taisha Kyoto befindet sich im Süden der Stadt Kyoto, im Stadtbezirk Fushimi, am Fuß des Berges Inari. Der Schrein liegt direkt an der JR-Bahnstation Inari, die vom Hauptbahnhof Kyoto aus mit der JR Nara Line in kurzer Fahrzeit erreichbar ist. Die Lage macht ihn zu einer der am einfachsten zugänglichen großen Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Was ist das Besondere an Fushimi Inari Taisha?

Das Besondere an Fushimi Inari Taisha sind die Tausenden rot-orangefarbenen Torii-Tore, die als Tunnel den Berg hinaufführen und einen einzigartigen, fast surreal wirkenden Weg bilden. Zugleich ist der Schrein der Hauptsitz der Inari-Verehrung in Japan, einer zentralen Gottheit für Reis, Wohlstand und geschäftlichen Erfolg. Die Kombination aus religiöser Bedeutung, markanter Architektur und stimmungsvoller Lage im Wald macht den Schrein zu einem der ikonischsten Orte Japans.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Für einen reinen Besuch des unteren Schreinbereichs mit den Hauptgebäuden und dem ersten Torii-Tunnel reicht rein theoretisch etwa eine Stunde. Wer jedoch den gesamten Rundweg über den Berg Inari gehen möchte, sollte zwei bis drei Stunden einplanen, je nach Kondition und Pausen. Viele Reisende nehmen sich bewusst mehr Zeit, um die Atmosphäre in Ruhe auf sich wirken zu lassen und fotografieren zu können.

Ist Fushimi Inari-Taisha Kyoto für Kinder geeignet?

Ja, grundsätzlich ist Fushimi Inari-Taisha Kyoto gut mit Kindern zu besuchen. Der untere Bereich ist relativ gut zugänglich, und die Fuchsfiguren sowie die Torii-Tunnel sind auch für Kinder spannend. Für den längeren Aufstieg den Berg hinauf sollten Eltern jedoch auf ausreichend Pausen, Getränke und Sonnenschutz achten. Kinderwagen sind auf den vielen Stufen kaum praktikabel, für kleinere Kinder ist eine Trage oft sinnvoller.

Wann ist die beste Tageszeit für einen Besuch?

Die beste Tageszeit hängt von den eigenen Prioritäten ab. Wer möglichst wenige Menschen im Bild haben möchte und die ruhigere Seite des Schreins erleben will, sollte früh morgens kommen, oft kurz nach Sonnenaufgang. Dann ist das Licht weich und die Temperaturen im Sommer angenehmer. Am späten Nachmittag und in der frühen Abenddämmerung entsteht ebenfalls eine besondere Stimmung, wenn die Laternen leuchten. In der Mittagszeit ist der Andrang häufig am größten.

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