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Flåmbahn in Norwegen: Warum die Flamsbana Reisende aus Deutschland magisch anzieht

25.06.2026 - 16:56:13 | ad-hoc-news.de

Die Flåmbahn, lokal Flamsbana genannt, windet sich von Flam durch Norwegens spektakuläre Fjordlandschaft. Was macht diese Bahn für Reisende aus Deutschland so besonders – und wie erlebt man sie am besten?

Reise, Norwegen, Wahrzeichen
Reise, Norwegen, Wahrzeichen

Wenn die Flåmbahn, lokal „Flamsbana“ (sinngemäß: Bahn nach Flam) genannt, sich langsam aus dem schmucken Fjorddorf Flam in die steilen Berge schraubt, öffnet sich vor den Zugfenstern eine Welt aus Wasserfällen, Felswänden und schneebedeckten Gipfeln. Kaum eine andere Bahnverbindung in Norwegen verbindet spektakuläre Landschaft mit Ingenieurskunst so eindrücklich wie diese Strecke zwischen dem Aurlandsfjord und dem Hochgebirge bei Myrdal.

Was für viele Gäste aus Deutschland wie eine romantische Panoramafahrt wirkt, ist zugleich ein Meisterstück der norwegischen Eisenbahngeschichte – und eine der meistfotografierten Touristenattraktionen des Landes. Die Flamsbana gilt als eine der steilsten normalspurigen Eisenbahnstrecken der Welt mit einem Höhenunterschied von fast 870 m auf nur rund 20 km – und das ohne Zahnrad.

Flåmbahn: Das ikonische Wahrzeichen von Flam

Flam ist ein kleines Dorf am Ende des Aurlandsfjords, einer Seitenbucht des berühmten Sognefjords im Westen Norwegens. Die Kulisse erinnert an norwegische Bilderbücher: steile Felswände, tief eingeschnittene Täler, Wasserfälle, Holzhäuser, ein kleiner Hafen. In dieses Dorf fährt nicht irgendein Zug, sondern eine Bahn, die längst zum Wahrzeichen des Ortes und zu einer der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes geworden ist.

Die Flåmbahn verbindet Flam mit dem Bergbahnhof Myrdal auf etwa 866 m Höhe. Myrdal wiederum liegt an der wichtigen Bergenbahn, die Oslo mit der Küstenstadt Bergen verbindet. Für Reisende aus Deutschland ist Flam dadurch überraschend gut in eine größere Norwegen-Rundreise integrierbar: Man kann die Flamsbana als spektakuläre „Querverbindung“ zwischen Fjordlandschaft und Hochgebirge nutzen und dabei eine der ikonischsten Bahnstrecken Europas erleben.

Touristische Fachmedien wie „GEO Saison“ und „National Geographic“ (deutschsprachige Ausgaben) zählen die Flamsbana regelmäßig zu den schönsten Bahnstrecken der Welt, insbesondere wegen der Kombination aus engen Tunneln, Haarnadelkurven und den dramatischen Aussichten auf Wasserfälle und Fjordlandschaft. Norwegens offizielle Tourismusorganisation Visit Norway bewirbt die Strecke als „eine der spektakulärsten Eisenbahnfahrten der Welt“. Diese Einordnung unterstreicht, dass es sich nicht nur um eine Regionalbahn, sondern um ein nationales Aushängeschild handelt.

In Flam selbst ist die Bahn allgegenwärtig: Der Bahnhof liegt direkt am Hafen, wo in der Saison Kreuzfahrtschiffe anlegen. Entsprechend verschmilzt das Bild von Dorf, Fjord und Bahn zu einem einzigen Markenzeichen. Für viele Norwegen-Reisende ist die Flåmbahn das Motiv, das am Ende auf dem Titelbild des Fotobuchs landet.

Geschichte und Bedeutung von Flamsbana

Die Idee einer Bahnverbindung von Flam hinauf zur Bergenbahn entstand bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Norwegen den Ausbau seines Eisenbahnnetzes vorantrieb. Damals war der Sognefjord eine wichtige Verkehrsachse, doch die Verbindung ins Landesinnere war beschwerlich und witterungsanfällig. Eine Bahnlinie sollte den Fjord besser mit dem Rest des Landes verknüpfen.

Der Bau der Flamsbana wurde in den 1920er-Jahren begonnen und zog sich über mehrere Jahrzehnte. Zeitgenössische Quellen norwegischer Eisenbahngesellschaften verweisen auf enorme technische Herausforderungen: Die Strecke musste auf kurzer Distanz fast 900 Höhenmeter überwinden, Lawinengefahr und instabiler Fels erschwerten die Arbeiten, und die Ingenieure durften keine Zahnradtechnik einsetzen, weil die Strecke an das reguläre Netz angeschlossen sein sollte.

Die offizielle Eröffnung des Personenverkehrs erfolgte in der Mitte des 20. Jahrhunderts (historische Daten nennen hierzu die 1940er-Jahre), nachdem zuvor bereits Material- und Güterverkehr stattgefunden hatte. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Flamsbana zunächst als wichtige Verbindung für die lokale Bevölkerung. Mit dem Aufkommen des modernen Tourismus und der internationalen Wahrnehmung der norwegischen Fjorde wandelte sie sich jedoch in eine touristische Hauptattraktion.

Norwegische Eisenbahnunternehmen und der Betreiber der Strecke heben bis heute hervor, dass die Flåmbahn zu 80 % Steigungen von 55 ‰ (Promille) aufweist. Das heißt: Auf 1.000 m horizontaler Strecke gewinnt der Zug bis zu 55 m an Höhe – ein Wert, der die Flamsbana zu einer der steilsten adhäsionsbetriebenen (also ohne Zahnrad) Normalspurbahnen der Welt macht. Fachliteratur zur europäischen Eisenbahngeschichte betont, dass sich nur wenige andere Strecken mit regulärer Spurweite mit solchen Steigungen vergleichen lassen.

Mit der Aufnahme der westnorwegischen Fjordlandschaften – insbesondere des Nærøyfjords und des Geirangerfjords – in die UNESCO-Welterbeliste wurde die gesamte Region international noch präsenter. Die Flamsbana selbst ist kein Welterbe, fungiert aber faktisch als „Schaufenster“: Viele Besucher, die das Welterbe-Fjordgebiet erleben wollen, nutzen die Bahn als zentralen Baustein ihrer Reise. Norwegische Tourismusorganisationen positionieren die Strecke daher gezielt als Zugang zur Welterberegion der Fjorde.

Für die Region Flam bedeutet die Bahn wirtschaftlich alles: Sie bringt pro Jahr eine hohe sechs- bis siebenstellige Zahl von Fahrgästen – genaue aktuelle Zahlen schwanken je nach Saison und sind in der öffentlichen Statistik nicht immer konsistent veröffentlicht, doch Reiseberichte und Medienberichte sprechen von Hunderttausenden bis über eine Million Passagieren jährlich. Wichtig ist: Die Bahn ist der Motor des Tourismus, von dem Hotels, Restaurants, Outdoor-Anbieter und die lokale Infrastruktur stark abhängen.

Architektur, Technik und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Flâmbahn auf den ersten Blick zurückhaltend: Holzhäuser im typischen norwegischen Stil, ein kleiner Bahnhof, einfache Plattformen. Die eigentliche „Architektur“ verbirgt sich in der Trassierung der Strecke, in den Tunneln und in der Art, wie die Bahn sich in die Landschaft einfügt.

Die 20 km lange Strecke zwischen Flam und Myrdal überwindet rund 863–867 m Höhenunterschied. Um dies ohne Zahnradtechnik zu erreichen, mussten die Ingenieure 20 Tunnel in den Fels treiben. Einige davon sind Kurventunnel, die sich in engen Bögen durch den Berg winden. Besonders bekannt ist ein spiralförmig angelegter Tunnel, der es erlaubt, auf kurzer Distanz mehrere Höhenmeter zu überwinden, ohne die Steigung weiter zu erhöhen.

Die maximal erlaubte Steigung von 55 ‰ gilt über weite Teile der Strecke, weshalb die Bahnfahrzeuge speziell ausgerüstet sind: Sie verfügen über leistungsfähige Bremsen, die sowohl bergauf als auch bergab ein sicheres Fahren gewährleisten. Technische Beschreibungen aus der norwegischen Eisenbahnfachliteratur betonen, dass der Betrieb ursprünglich mit Lokomotiven erfolgte, die speziell für diese Bedingungen konzipiert waren. Heute kommen moderne Triebzüge zum Einsatz, die gleichzeitig Panoramafenster für das touristische Erlebnis bieten.

Unterwegs passiert der Zug mehrere markante Punkte. Bekannt ist insbesondere der Halt am Kjosfossen, einem mächtigen Wasserfall, der nur wenige Meter neben der Strecke in die Tiefe stürzt. Während der Saison wird dort häufig ein kurzer Fotostopp eingelegt, bei dem die Passagiere aussteigen und die Gischt und das Donnern des Wassers hautnah erleben können. Norwegische Medien berichten regelmäßig darüber, dass an diesem Punkt während der Hochsaison auch kulturelle Inszenierungen stattfinden, bei denen eine Figur aus der nordischen Sagenwelt – eine „Huldra“ – im Nebel des Wasserfalls auftaucht.

Die Bahnhöfe Flam und Myrdal bilden architektonisch starke Kontraste: Flam liegt auf Meereshöhe in einem weiten Talbecken am Fjord, mit Hafen und touristischer Infrastruktur. Myrdal hingegen ist ein klassischer Umsteigebahnhof mitten im Gebirge, mit begrenzter Bebauung und oft rauer Witterung. Diese Gegensätze machen die Fahrt besonders eindrucksvoll: In gut einer Stunde fährt man vom fast maritimen Fjordklima in eine hochalpine Umgebung.

Die Strecke ist vollständig elektrifiziert, was aus Umweltperspektive ein wichtiger Faktor ist. Norwegen gewinnt den Großteil seines Stroms aus Wasserkraft, was bedeutet, dass die Flamsbana bei der Fahrt im Vergleich zu Bus- oder Autoverkehr relativ geringe direkte Emissionen verursacht. Das ist für umweltbewusste Reisende aus Deutschland ein nicht zu unterschätzender Aspekt, insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussionen um nachhaltigen Tourismus in sensiblen Naturlandschaften.

Flåmbahn besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Die Flamsbana ist für Gäste aus Deutschland vergleichsweise leicht in eine Skandinavienreise einzubauen. Dennoch lohnt sich eine sorgfältige Planung, da die Plätze in der Hochsaison begrenzt sein können und die Wetterbedingungen das Erlebnis stark beeinflussen.

  • Lage und Anreise
    Flam liegt am Aurlandsfjord in Westnorwegen, etwa 300 km nordwestlich von Oslo und rund 170 km nordöstlich von Bergen (Luftlinie). Für Reisende aus Deutschland bieten sich grundsätzlich mehrere Routen an. Viele wählen den Flug nach Oslo oder Bergen, mit Anschluss per Bahn oder Mietwagen. Direkte Flüge aus Deutschland nach Bergen und Oslo werden in der Regel von mehreren Fluggesellschaften angeboten; die Flugzeit beträgt meist etwa 2 bis 3 Stunden je nach Abflugort. Von Oslo oder Bergen aus kann man mit der Bergenbahn nach Myrdal reisen und dort in die Flamsbana umsteigen. Diese Kombination – Bergenbahn plus Flamsbana – wird von norwegischen Bahnunternehmen und Reiseveranstaltern als besonders eindrucksvolle Panoramaroute hervorgehoben. Alternativ ist die Anreise mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil über Dänemark und Schweden oder mit der Fähre nach Norwegen möglich. Für Bahnreisende aus Deutschland existieren saisonal Nachtzug- und Fährkombinationen über Kopenhagen und Göteborg; im Detail sollten Fahrpläne bei der Deutschen Bahn und skandinavischen Bahngesellschaften geprüft werden.
  • Öffnungszeiten und Fahrplan
    Die Flåmbahn verkehrt grundsätzlich ganzjährig, mit dichterem Fahrplan in der Sommersaison und reduziertem Angebot in der Nebensaison. Da sich Fahrpläne regelmäßig ändern können und zusätzliche Züge bei hoher Nachfrage eingeschoben werden, lautet die wichtigste Empfehlung: Fahrzeiten und Verfügbarkeit sollten direkt auf der offiziellen Website der Flamsbana oder über das norwegische Bahn-Buchungssystem überprüft werden. Dort finden sich die aktuell gültigen Abfahrtszeiten, Informationen zu geplanten Wartungsarbeiten und eventuellen Sperrungen. Ein Hinweis ist wichtig: In der Hochsaison können viele Züge ausgebucht sein, sodass eine frühzeitige Reservierung empfehlenswert ist.
  • Tickets und Preise
    Die Fahrpreise für die Flåmbahn variieren je nach Saison, Buchungszeitpunkt und Kombination (Hin- und Rückfahrt, Einweg, Paket mit Bergenbahn oder Fjordkreuzfahrt). Medienberichte und Hinweise auf der offiziellen Seite nennen regulär eher höhere Beträge, da es sich um ein touristisches Premiumprodukt handelt. Konkrete aktuelle Euro-Beträge ändern sich jedoch durch Wechselkurse und Tarifstrukturen. Als grobe Orientierung ist mit einem zweistelligen bis niedrig dreistelligen Betrag in Euro pro Person zu rechnen, insbesondere für Hin- und Rückfahrten oder kombinierte Pakete. Da sich Preise und Konditionen ändern können, sollten Reisende aus Deutschland die aktuellen Tarife direkt beim Betreiber oder über seriöse Buchungskanäle prüfen. Generell ist eine Online-Reservierung ratsam, vor allem in den Sommermonaten.
  • Beste Reisezeit
    Die Flamsbana bietet zu jeder Jahreszeit unterschiedliche Reize. Im Sommer, ungefähr von Juni bis August, sind die Tage lang, das Grün intensiv und die Wasserfälle besonders kräftig. Gleichzeitig ist dies die Zeit mit dem größten Andrang – besonders, wenn Kreuzfahrtschiffe in Flam anlegen. Wer die größten Menschenmengen vermeiden möchte, wählt Fahrten am frühen Morgen oder späten Nachmittag, oder weicht auf Frühling (Mai, Anfang Juni) bzw. Herbst (September, Oktober) aus. Im Winter verwandelt sich die Strecke in eine fast märchenhafte Schneelandschaft; der Betrieb läuft mit eingeschränkter Frequenz, die Aussicht auf verschneite Berge und gefrorene Wasserfälle hat jedoch ihren eigenen Reiz. Für Skiurlauber kann die Kombination aus Flamsbana, Bergenbahn und umliegenden Skigebieten zusätzlich attraktiv sein.
  • Klima und Kleidung
    Flam liegt am Fjord und hat ein vergleichsweise mildes, aber wechselhaftes Klima. Myrdal hingegen befindet sich im Hochgebirge, wo es deutlich kühler ist und das Wetter rasch umschlagen kann. Reisende sollten sich darauf einstellen, dass es auf der Strecke – selbst im Sommer – frisch sein kann, insbesondere bei Fotostopps draußen am Wasserfall. Empfehlenswert sind wind- und wasserfeste Jacke, festes Schuhwerk und Zwiebellook. Auch im Zug selbst kann die Temperatur während Stopps variieren, wenn Türen länger geöffnet sind.
  • Sprache und Kommunikation
    Norwegisch ist die Landessprache. Englisch ist in Norwegen jedoch sehr weit verbreitet; das gilt insbesondere im Tourismus und im Bahnverkehr. Deutschsprachige Informationen gibt es teilweise in Broschüren, auf Infotafeln und in Audioguides, diese Verfügbarkeit variiert aber. Reisende aus Deutschland können sich in der Regel problemlos auf Englisch verständigen.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    In Norwegen gilt die norwegische Krone (NOK). In Flam und bei der Buchung der Flamsbana sind Kartenzahlungen sehr verbreitet; Kreditkarten (Visa, Mastercard) sowie mobile Zahlverfahren wie Apple Pay oder Google Pay sind in vielen Fällen nutzbar. Bargeld spielt im Alltag eine zunehmend geringere Rolle, dennoch kann ein kleines Reservebudget in NOK hilfreich sein. Trinkgeld ist in Norwegen nicht so ausgeprägt wie in einigen anderen Ländern; in Restaurants ist ein kleines Aufrunden des Betrags oder 5–10 % bei sehr gutem Service üblich, aber keineswegs zwingend. Im Bahnverkehr selbst ist Trinkgeld unüblich.
  • Einreise und Reisedokumente
    Norwegen gehört zum Schengen-Raum, aber nicht zur EU. Für deutsche Staatsbürger genügt in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass für die Einreise. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende vorab die aktuellen Hinweise und Empfehlungen auf der Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) prüfen – insbesondere, was Ausweisdokumente, Gesundheitsvorgaben und eventuell temporäre Regelungen betrifft. Für medizinische Absicherung wird eine Reisekrankenversicherung empfohlen, da Norwegen nicht zur EU gehört und die europäische Krankenversicherungskarte dort nur eingeschränkt gilt.
  • Zeitverschiebung
    Norwegen liegt wie Deutschland in der mitteleuropäischen Zeitzone: Im Winter gilt die mitteleuropäische Zeit (MEZ), im Sommer die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Damit gibt es keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Norwegen. Das erleichtert die Reiseplanung, vor allem bei der Abstimmung von Bahn- und Fährverbindungen.
  • Fotografie und Verhalten
    Die Flamsbana ist eine Bühne für Fotograf:innen – durch die großen Fenster eröffnen sich kontinuierlich neue Perspektiven. Dennoch ist Rücksicht gefragt: Wer fotografiert, sollte andere Fahrgäste nicht permanent blockieren und darauf achten, in den Gängen nicht zu lange stehen zu bleiben. Am Kjosfossen und an anderen Aussichtspunkten ist der Untergrund oft nass und rutschig, daher ist Vorsicht geboten. Drohnenflüge sind entlang der Strecke und in der Nähe der Bahn aus Sicherheitsgründen nur nach ausdrücklicher Genehmigung und unter Beachtung lokaler Vorschriften erlaubt.

Warum Flamsbana auf jede Flam-Reise gehört

Die Frage, ob man Flam ohne die Flåmbahn erleben kann, lässt sich nüchtern beantworten: Ja, theoretisch. Doch praktisch gehört die Fahrt für die meisten Gäste zum Pflichtprogramm. Das liegt an mehreren Faktoren, die sich gegenseitig verstärken.

Zum einen ist es die Landschaft: Der Wechsel von Fjordufer, engen Tälern, Wasserfällen, Almen und hochalpinen Passagen bietet auf vergleichsweise kurzer Distanz einen Querschnitt durch typische norwegische Landschaftsformen. Die Strecke verläuft an Berghängen, folgt Flüssen, schmiegt sich an Steilwände und bietet immer wieder neue Blickachsen. Wer Norwegen innerhalb weniger Tage kennenlernen möchte, findet in der Flamsbana so etwas wie ein „Best-of“ der Fjordregion.

Zum anderen spielt das historische und technische Element eine Rolle. Die Bahn ist ein Stück norwegischer Ingenieursgeschichte: Die Art und Weise, wie die Trasse in die Landschaft gelegt wurde, wie Tunnel und Brücken die Topografie überwinden, fasziniert nicht nur Eisenbahnfans. Für ein Publikum aus Deutschland, das an steile Bahnstrecken in den Alpen (wie etwa die Zugspitzbahn oder die Wengernalpbahn) gewöhnt ist, ist der Verzicht auf Zahnradtechnik bei gleichzeitig hoher Steigung besonders bemerkenswert.

Drittens ist die Flamsbana wirtschaftlich und kulturell ein Ankerpunkt für Flam und die gesamte Region. Ohne die Bahn sähe das Dorf am Fjord heute deutlich anders aus. Hotels, Cafés, Museen und Outdoor-Anbieter haben sich um das Bahnerlebnis herum entwickelt. Viele Norwegen-Rundreisen – ob mit Schiff, Bus oder individuell – sind so aufgebaut, dass die Flamsbana eine zentrale Rolle einnimmt. Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum nutzen die Strecke häufig als emotionalen Höhepunkt ihrer Routen.

Schließlich steht die Bahn auch für eine bestimmte Art des Reisens: langsam, landschaftsorientiert, komfortabel. In einer Zeit, in der Flugreisen und Kreuzfahrten wegen ihres ökologischen Fußabdrucks zunehmend kritisch diskutiert werden, wirkt eine elektrisch betriebene Bahn im Wasserkraft-Land Norwegen für viele als bewusstere Alternative, zumindest für Strecken vor Ort. Diese weichen Faktoren tragen zur besonderen Anziehungskraft bei, gerade für ein deutsches Publikum, das in den letzten Jahren ein wachsendes Interesse an nachhaltigen Reiseformen zeigt.

In der Nähe von Flam gibt es zusätzlich Angebote, die das Bahnerlebnis ergänzen: etwa Fjordkreuzfahrten auf dem UNESCO-geschützten Nærøyfjord, Wanderungen auf Aussichtspunkte über dem Aurlandsfjord oder Fahrten auf Panoramastraßen wie der „Snøvegen“ (Schneeweg). Wer ausreichend Zeit mitbringt, kann die Flamsbana so in ein dichtes Netz weiterer Naturerlebnisse einbetten.

Flåmbahn in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist die Flamsbana längst ein Star: Ob auf Instagram, YouTube oder TikTok – die Kombination aus grünen Tälern, schäumenden Wasserfällen und rot-grünen Zuggarnituren erzeugt Bilder, die sich hervorragend teilen lassen. Viele Reisende aus Deutschland lassen sich heute genau dort inspirieren, bevor sie ihre Norwegen-Route planen.

Häufige Fragen zu Flåmbahn

Wo liegt die Flåmbahn genau?

Die Flåmbahn verkehrt zwischen dem Fjorddorf Flam am Aurlandsfjord in Westnorwegen und dem Bergbahnhof Myrdal, der an der Bergenbahn zwischen Oslo und Bergen liegt. Flam befindet sich am Ende einer Seitenbucht des Sognefjords und ist per Bahn, Auto, Bus und Schiff erreichbar.

Wie lang ist die Strecke der Flamsbana und wie groß ist der Höhenunterschied?

Die Strecke der Flamsbana ist etwa 20 km lang und überwindet dabei rund 860 bis 870 m Höhenunterschied zwischen Meereshöhe in Flam und dem etwa 866 m hoch gelegenen Bahnhof Myrdal. Die maximale Steigung beträgt 55 ‰, womit die Flåmbahn zu den steilsten normalspurigen Adhäsionsbahnen der Welt zählt.

Wie lange dauert eine Fahrt mit der Flåmbahn?

Eine einfache Fahrt zwischen Flam und Myrdal dauert in der Regel rund 50 bis 60 Minuten. Die genaue Fahrzeit hängt vom Fahrplan, möglichen Zwischenhalten und eventuellen Fotostopps (zum Beispiel am Wasserfall Kjosfossen) ab. Wer Hin- und Rückfahrt kombiniert, sollte inklusive Wartezeiten und Fotopausen mehrere Stunden einplanen.

Wann ist die beste Reisezeit für die Flamsbana?

Die Flamsbana ist ganzjährig ein Erlebnis. Im Sommer beeindrucken üppiges Grün und kräftige Wasserfälle, im Frühling und Herbst locken etwas weniger Andrang und intensive Farben, im Winter fasziniert die verschneite Bergwelt. Für viele Reisende sind die Monate Mai bis September besonders attraktiv, wobei Fahrten am frühen Morgen oder späten Nachmittag die größten Menschenmengen vermeiden helfen.

Wie kommen Reisende aus Deutschland am besten zur Flåmbahn?

Typische Routen aus Deutschland führen per Flug nach Oslo oder Bergen und von dort weiter mit der Bergenbahn nach Myrdal; dort besteht direkter Anschluss an die Flamsbana nach Flam. Alternativ sind Anreisen mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil über Dänemark und Schweden sowie per Fähre nach Norwegen möglich. Bahnreisende können kombinierte Verbindungen über Kopenhagen und Göteborg prüfen. Für alle Varianten gilt: Fahrpläne und Einreisebestimmungen sollten vorab sorgfältig beim Auswärtigen Amt und bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen geprüft werden.

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