Fenway Park, Boston

Fenway Park und die Wand, die Boston prägt

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 03:14 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Fenway Park in Boston verbindet Baseballgeschichte mit dem Green Monster, dem Pesky Pole und einer ungewöhnlichen Spielfeldform.

Pop-Art-Comic von Fenway Park in Boston, USA mit Rasterpunkten
Pop-Art-Comicillustration des Wahrzeichens Fenway Park in Boston USA, kraeftige Konturen Rasterpunkte und satte Farben, Illustration mit AI erstellt.

Fenway Park liegt im Bostoner Stadtteil Fenway-Kenmore und ist seit 1912 das Heimstadion der Boston Red Sox. Eine hohe Außenfeldwand, ein enges Spielfeld und die dichte Bebauung rund um den Ballpark prägen den Ort stärker als jede einheitliche Stadionform.

Fenway Park zwischen Backstein und Spielfeld

Der Ballpark entstand im frühen 20. Jahrhundert aus Stahl, Beton und Ziegeln. James McLaughlin war an der Planung beteiligt, Osborn Engineering übernahm wesentliche Ingenieurarbeiten. Der Bau begann 1911, die erste Partie folgte im April 1912.

Am 9. April 1912 spielten die Red Sox zunächst ein Vorbereitungsspiel gegen Harvard College. Das erste reguläre Spiel fand am 20. April 1912 gegen die New York Highlanders statt, die später als New York Yankees auftraten. Boston gewann mit 7:6 nach elf Innings.

Die Anlage trägt die Spuren ihrer Entstehungszeit. Das Grundstück hatte eine unregelmäßige Form, und die Spielfeldlinien folgen keiner streng symmetrischen Geometrie. Dadurch wirken die Abstände zu den Außenfeldwänden von den verschiedenen Positionen aus unterschiedlich.

Fenway Park wurde 1912 eröffnet und gehört zum historischen Kern der Bostoner Baseballkultur. Der Name verweist auf den Stadtteil Fenway, in dem der Ballpark liegt.

Das Green Monster und die ungleichen Distanzen

Im linken Außenfeld steht das Green Monster, eine hohe Wand entlang der Lansdowne Street. Sie misst rund 11 Meter und trägt eine manuell bediente Anzeigetafel. Oberhalb der Wand liegen Sitzplätze.

Die Wand war bereits Teil der ursprünglichen Anlage. Ihre grüne Farbgebung entstand 1947, als die Fläche ohne Werbeschilder gestrichen wurde. Seitdem gehört der Name Green Monster fest zum Erscheinungsbild des Ballparks.

Die Distanz vom Schlagmal bis zur linken Außenfeldlinie beträgt 310 Fuß, also rund 94 Meter. Diese kurze Angabe steht einer hohen Wand gegenüber. Im Zentrum des Feldes liegen größere Entfernungen, während das rechte Außenfeld durch den Pesky Pole markiert wird.

Der rechte Foul Pole trägt den Namen des früheren Red-Sox-Spielers Johnny Pesky. Die Bezeichnung wurde am 27. September 2006 offiziell gewidmet. Im Stadion begegnen sich damit ein bauliches Merkmal und eine Erinnerung an einen Spieler.

Das Green Monster ist seit 1947 grün gestrichen. Die sichtbare Wand, ihre Anzeigetafel und die Sitzreihe darüber bilden eine markante Seite des Spielfelds.

Ein Ballpark mit wechselnden Nutzungen

Fenway Park ist das Heimstadion der Boston Red Sox. Baseball bestimmt die Identität der Anlage, doch das Gelände diente auch anderen Sportarten und öffentlichen Veranstaltungen.

Im ersten Jahr fanden dort neben Baseballspielen Wettbewerbe im American Football statt. 1914 nutzten die Boston Braves den Ballpark für einen Teil ihrer Saison und gewannen dort später Spiele der World Series. Damit war Fenway Park bereits in seiner frühen Geschichte mehr als die Spielstätte eines einzigen Vereins.

Von 1963 bis 1968 trugen die Boston Patriots, die später New England Patriots hießen, ihre Heimspiele im Ballpark aus. Auch Hochschulmannschaften spielten dort Football. Hinzu kamen Boxkämpfe, Ringkämpfe und Eishockeyspiele.

Politische Versammlungen erweiterten das Nutzungsspektrum. Franklin D. Roosevelt, Barry Goldwater und Eugene McCarthy traten im 20. Jahrhundert bei Veranstaltungen im Fenway Park auf. Das Spielfeld wurde damit zu einem öffentlichen Veranstaltungsraum außerhalb des Baseballbetriebs.

Die Geschichte des Ortes lässt sich an einzelnen baulichen Schichten ablesen. Auf die Eröffnung 1912 folgten Veränderungen an Tribünen, Außenfeldwänden, Beleuchtung und Sitzbereichen. Die Grundgestalt des Ballparks blieb dabei als historische Orientierung erhalten.

Die offizielle Chronik verzeichnet das erste reguläre Spiel am 20. April 1912. In derselben Saison gewannen die Red Sox 105 Spiele und die World Series.

Fenway Park besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Fenway Park liegt im Stadtteil Fenway-Kenmore von Boston. Die Adresse des Ballparks ist 4 Jersey Street.
  • Das Gelände besteht aus Tribünen, Treppen, engen Umläufen und unterschiedlichen Sitzebenen. Das Green Monster liegt im linken Außenfeld, der Pesky Pole im rechten Außenfeld.
  • Fenway Park ist mit dem öffentlichen Nahverkehr Bostons erreichbar. In der Umgebung liegen die Stationen Kenmore und Fenway der MBTA Green Line.
  • Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in US-Dollar.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Fenway Park auf Social-Media-Plattformen

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Fenway Park: häufige Fragen

Wo liegt Fenway Park?

Fenway Park liegt im Stadtteil Fenway-Kenmore von Boston im US-Bundesstaat Massachusetts. Der Ballpark befindet sich nahe der Lansdowne Street und Jersey Street.

Was bietet ein Besuch?

Ein Besuch verbindet Baseballgeschichte mit Architektur. Zu sehen sind das Spielfeld, das Green Monster, die historische Anzeigetafel und der Pesky Pole.

Was kennzeichnet Fenway Park?

Fenway Park ist durch seine Eröffnung 1912, die unregelmäßigen Spielfeldmaße und die hohe linke Außenfeldwand geprägt. Das Stadion ist bis heute das Heimstadion der Boston Red Sox.

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