Federation Square Melbourne, Melbourne

Federation Square Melbourne: Architektur-Ikone am Yarra River neu entdecken

05.06.2026 - 10:41:58 | ad-hoc-news.de

Federation Square Melbourne, kurz Federation Square, ist Melbournes urbanes Wohnzimmer und architektonisches Experiment zugleich – warum die ungewöhnliche Piazza in Australien Reisende aus Deutschland so fesselt.

Federation Square Melbourne, Melbourne, Reise
Federation Square Melbourne, Melbourne, Reise

Wer zum ersten Mal auf den weitläufigen Platz von Federation Square Melbourne tritt – auf Deutsch sinngemäß „Platz der Föderation“ –, blickt auf ein Geflecht aus schrägen Fassaden, Glas und Sandstein, das sich wie eine urbane Schlucht direkt am Yarra River öffnet. Federation Square ist weniger ein klassischer Platz als ein vielschichtiger Kultur-Campus, der Melbourne ein unverwechselbares Gesicht gibt und Besucherinnen und Besucher zwischen Museumsbesuch, Kaffee am Flussufer und Großbild-Leinwand im Freien pendeln lässt.

Federation Square Melbourne: Das ikonische Wahrzeichen von Melbourne

Federation Square Melbourne liegt im Herzen von Melbourne, direkt gegenüber des Bahnhofs Flinders Street Station und am Nordufer des Yarra River. Der Platz gilt als eine der wichtigsten städtischen Neuschöpfungen Australiens seit Ende des 20. Jahrhunderts und hat sich zu einem identitätsstiftenden Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Offizielle Tourismusorganisationen wie Visit Victoria und Australia.com bezeichnen Federation Square ausdrücklich als zentralen Treffpunkt und kulturelles Zentrum Melbournes.

Charakteristisch ist die Mischung aus öffentlichem Platz, Kulturinstitutionen und Gastronomie. Rund um die unregelmäßig terrassierte Piazza gruppieren sich das Ian Potter Centre: NGV Australia der National Gallery of Victoria, das australische Zentrum für Film und Fernsehen ACMI (Australian Centre for the Moving Image) sowie mehrere Veranstaltungsflächen, Bars und Cafés. Der Platz fungiert damit als urbane Bühne für Kunst, Medien, Stadtleben und nationale Ereignisse – von Public Viewings großer Sportereignisse bis zu kulturellen Festivals.

Für Reisende aus Deutschland bietet Federation Square eine seltene Kombination: eine architektonisch mutige Anlage, die gleichzeitig extrem alltagstauglich ist. Anders als klassische Monumente wirkt dieser Platz nicht distanziert, sondern bewusst zugänglich – eine Art „Wohnzimmer der Stadt", in das man sich mit einem Coffee-to-go genauso selbstverständlich setzt wie zu einem Konzert unter freiem Himmel.

Geschichte und Bedeutung von Federation Square

Die Wurzeln von Federation Square liegen in der politischen Geschichte Australiens. Der Name erinnert an die Föderation der australischen Kolonien zum Commonwealth of Australia im Jahr 1901. Die Stadt Melbourne entschied sich zum Ende des 20. Jahrhunderts, an prominenter Stelle einen neuen öffentlichen Raum zu schaffen, der an diese nationale Zäsur erinnert und gleichzeitig den Übergang in ein neues urbanes Zeitalter markiert.

Auf dem Areal befanden sich zuvor Gleisanlagen und Verkehrsinfrastruktur, die das Stadtgefüge zwischen Flinders Street Station und Yarra River zerschnitten. Mit Federation Square wurde dieses Areal überbaut und zugleich zu einer Art Scharnier zwischen Innenstadt, Flussufer und dem Kulturviertel rund um die St. Paul’s Cathedral und die Flinders Street Station umgestaltet. Laut offizieller Projektgeschichte der Verwaltung von Federation Square wurde das Projekt in den 1990er-Jahren in einem internationalen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, den ein Team aus London (Lab Architecture Studio) in Zusammenarbeit mit den australischen Architekten Bates Smart gewann.

Die Bauarbeiten begannen nach Angaben der Betreiber und der Regierung von Victoria Ende der 1990er-Jahre; die offizielle Eröffnung erfolgte 2002 rund um den australischen Nationalfeiertag. Die offizielle Website von Federation Square hebt hervor, dass der Platz von Beginn an als „civic and cultural space" konzipiert war, also als bürgerlicher und kultureller Raum, nicht als kommerzielles Shopping-Areal. Parallel betonen auch australische Medien und Reiseführer den Charakter als öffentlicher Treffpunkt, an dem nationale TV-Übertragungen, Gedenkveranstaltungen, Demonstrationen und Festivals stattfinden.

Die Bedeutung von Federation Square für Melbourne zeigt sich auch im internationalen Echo. In den 2000er- und 2010er-Jahren wurde das Projekt mehrfach in Architekturpublikationen und -ausstellungen vorgestellt. Das Royal Australian Institute of Architects und Fachmedien würdigten die Anlage mit Preisen und Erwähnungen für Stadtplanung und öffentliches Design. Für Melbourne, das lange als „europäischste“ Stadt Australiens beschrieben wird, markiert der Platz zugleich einen bewussten Schritt hin zu einer markanten, zeitgenössischen Architektur-Silhouette.

Auch gesellschaftlich hat sich Federation Square als Ort etabliert, an dem Melbourne seine großen Momente teilt: Public Viewing bei Cricket- und Australian-Football-Finals, Übertragungen von Olympischen Spielen, Trauerfeiern nach nationalen Ereignissen oder große kulturelle Festivals. Dieser Gemeinschaftsaspekt wird sowohl von der offiziellen Betreiberorganisation als auch von Tourismusportalen hervorgehoben und macht den Platz zu einem Symbol für ein modernes, diverses Australien.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört Federation Square Melbourne zu den markantesten Projekten der jüngeren Stadtgeschichte in Australien. Das Ensemble wurde von Lab Architecture Studio (London) in Zusammenarbeit mit dem traditionellen australischen Büro Bates Smart entworfen. Fachmedien ordnen die Architektursprache als eine Mischung aus dekonstruktivistischen und geometrisch-fraktalen Ansätzen ein: Schrägen Fassaden, unregelmäßige Kanten, komplexe Muster und ein Spiel mit unterschiedlichen Ebenen prägen das Erscheinungsbild.

Ein zentrales Gestaltungselement sind die sogenannten „Federation Tiles“ – dreieckige Bauelemente, die zu größeren Mustern zusammengefügt werden und sich über Fassaden und Bodenflächen ziehen. Sie kombinieren meist Sandstein, Glas und Metall zu einer Art digitalem Mosaik. Die komplexen geometrischen Muster erinnern an fraktale Strukturen und betonen den Anspruch, einen visuell dynamischen Stadtraum zu schaffen. Architekturzeitschriften und offizielle Projektbeschreibungen verweisen darauf, dass die Fassade mit einer Art „Zickzack-Haut“ überzogen ist, die unterschiedliche Materialien und Texturen verbindet.

Die Gebäude um den Platz herum sind in mehrere Blöcke gegliedert. Besonders wichtig für Kunstliebhaber ist das Ian Potter Centre: NGV Australia, Teil der National Gallery of Victoria. Laut Informationen der NGV beherbergt das Haus eine der bedeutendsten Sammlungen australischer Kunst, von historischen Gemälden bis zu zeitgenössischen Werken. Der Schwerpunkt liegt explizit auf Kunst aus Australien, während internationale Kunst in einem anderen Haus der NGV an der St Kilda Road gezeigt wird. Für Interessierte an australischer Malerei, indigener Kunst oder zeitgenössischen Positionen ist ein Besuch im Ian Potter Centre daher nahezu Pflicht.

Ein zweites Highlight ist ACMI (Australian Centre for the Moving Image). Das Zentrum widmet sich Film, Fernsehen, Videokunst und digitalen Medien. Laut offiziellen Angaben versteht sich ACMI als Museum für das bewegte Bild, das sowohl historische Filmgeschichte als auch aktuelle digitale Kultur beleuchtet. Interaktive Ausstellungen, Retrospektiven, Festivals und Workshops machen ACMI zu einem lebendigen Ort, an dem sich Fans von Kino und Medienkultur wohlfühlen. Für Reisende aus Deutschland, die z.B. die Deutsche Kinemathek in Berlin kennen, bietet ACMI eine australische Perspektive auf Film- und Mediengeschichte.

Die offene Piazza selbst ist mit einem leichten Gefälle und mehreren Terrassen angelegt, die sich zum Fluss hin öffnen. Eine große LED-Großbildleinwand an der Fassade ist für Live-Übertragungen von Sportereignissen, Konzerten oder Nationalfeiertagen reserviert. Dieser „Screening“-Charakter, den auch die offizielle Verwaltung von Federation Square hervorhebt, verleiht der Anlage eine Atmosphäre, die an eine Mischung aus Open-Air-Kino und Marktplatz erinnert. Gleichzeitig lädt die frei zugängliche Bestuhlung auf dem Platz zum Verweilen ein – ein Konzept, das in Anklängen an urbane Plätze in Europa erinnert, aber in dieser Form für Australien besonders ist.

Kritikerinnen und Kritiker sprachen in den Anfangsjahren gelegentlich von einem „Love it or hate it“-Projekt, da die radikale Architektursprache nicht allen gefiel. Dennoch zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, dass Federation Square sich im Stadtbewusstsein fest verankert hat. Der Platz wird in Reiseführern wie denen von Marco Polo oder Lonely Planet sowie im Programm lokaler Kulturinstitutionen regelmäßig als „Herz der Stadt“ oder „key meeting place“ bezeichnet. Für architekturinteressierte Gäste ist er zu einer Art Pflichtprogramm geworden – vergleichbar mit der Wirkung, die das Museumsquartier in Wien oder die Elbphilharmonie in Hamburg auf das Stadtbild ihrer jeweiligen Städte haben.

Federation Square Melbourne besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Federation Square liegt im Zentrum von Melbourne, unmittelbar an der Kreuzung von Swanston Street und Flinders Street, direkt gegenüber der markanten Flinders Street Station. Vom internationalen Flughafen Melbourne (Tullamarine) sind es je nach Verkehrslage etwa 20 bis 30 km bis in die Innenstadt; öffentliche Verkehrsmittel und Airport-Shuttle-Busse verbinden den Flughafen mit dem Stadtzentrum. Für Reisende aus Deutschland führen Langstreckenflüge in der Regel über internationale Drehkreuze wie Singapur, Dubai, Doha oder Hongkong nach Melbourne. Die gesamte Flugzeit inklusive Umsteigen liegt meist deutlich über 20 Stunden und kann – abhängig von Verbindung und Aufenthalten – darüber hinausgehen. Eine direkte Bahnverbindung von Europa nach Australien gibt es naturgemäß nicht; Inlandszüge in Australien verbinden Melbourne allerdings mit anderen Städten im Bundesstaat Victoria sowie mit Sydney.
  • Orientierung vor Ort
    Vom Bahnhof Flinders Street Station ist Federation Square in wenigen Schritten zu erreichen; beide sind durch eine Ampelkreuzung miteinander verbunden. Straßenbahnlinien verkehren rings um den Platz, und der zentrale „City Circle Tram“ (kostenloses Angebot zur Stadtrundfahrt in Melbourne) hält in Gehweite. Da sich Federation Square am Rand der sogenannten „Hoddle Grid“ – dem rechtwinkligen Straßenraster der Innenstadt – befindet, lässt sich der Platz gut in einen Fußmarsch zu anderen Sehenswürdigkeiten wie dem Southbank-Ufer, dem Eureka Tower oder den Royal Botanic Gardens einbauen.
  • Öffnungszeiten
    Die öffentliche Piazza von Federation Square ist grundsätzlich frei zugänglich, typischerweise täglich und ohne Eintritt. Einzelne Institutionen wie das Ian Potter Centre: NGV Australia oder ACMI haben eigene Öffnungszeiten, die sich je nach Wochentag, Saison und Veranstaltung ändern können. Da Zeiten angepasst werden, empfiehlt es sich, die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt über die offiziellen Websites von Federation Square, der National Gallery of Victoria und ACMI zu prüfen. Dies gilt insbesondere an Feiertagen in Australien wie dem Australia Day, zu Weihnachten oder während großer Veranstaltungen.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Piazza selbst ist kostenlos. Viele der Dauerausstellungen im Ian Potter Centre: NGV Australia sind nach Angaben der National Gallery of Victoria und offizieller Tourismusportale in der Regel eintrittsfrei, während für Sonderausstellungen Eintritt erhoben werden kann. Auch ACMI bietet oft einen Mix aus frei zugänglichen Bereichen und Ticket-Ausstellungen. Da Preise und Konditionen variieren, sollten Besucherinnen und Besucher die jeweils aktuellen Informationen direkt bei den Institutionen abrufen. Grundsätzlich bewegen sich Eintrittspreise für Sonderausstellungen im international üblichen Rahmen; für eine grobe Orientierung kann man mit Beträgen rechnen, die umgerechnet in der Größenordnung von einigen Euro bis zu einem mittleren zweistelligen Betrag in Australischen Dollar (AUD) liegen. Bei Preisangaben ist zu beachten, dass Wechselkurse schwanken und Umrechnungen in Euro nur als Richtwert dienen.
  • Beste Reisezeit
    Melbourne liegt auf der Südhalbkugel, die Jahreszeiten sind gegenüber Deutschland umgekehrt. Der Sommer dauert etwa von Dezember bis Februar, der Winter von Juni bis August. Viele Reiseführer empfehlen besonders den australischen Frühling (September bis November) und Herbst (März bis Mai) als angenehm temperierte Reisezeiten, in denen sich auch Federation Square entspannt erleben lässt. Der Platz kann sich im Hochsommer bei voller Sonne stark aufheizen, während im Winter – wenn auch selten – kühlere und windige Tage auftreten. Für einen Besuch von Federation Square bieten sich vor allem die Vormittagsstunden oder der späte Nachmittag an, wenn die Lichtstimmung auf den Fassaden besonders eindrucksvoll ist. Größere Menschenansammlungen sind vor allem bei Veranstaltungen und während des Berufsverkehrs zu erwarten.
  • Praxis-Tipps: Sprache und Kommunikation
    Die Amtssprache in Australien ist Englisch. In Melbourne ist Englisch allgegenwärtig, doch als multikulturelle Metropole beherbergt die Stadt zahlreiche Communities aus Europa und Asien; weitere Sprachen sind daher im Stadtbild präsent. Deutsch ist kein Alltagsidiom, wird aber in touristischen Kontexten vereinzelt verstanden. Für Reisende aus Deutschland sind Grundkenntnisse in Englisch hilfreich, um Museumstexte, Beschilderungen und Gespräche mit dem Personal zu verstehen. Viele Einrichtungen, darunter das Ian Potter Centre und ACMI, bieten Informationsmaterial auf Englisch; zusätzliche Sprachen sind je nach Ausstellung und Nachfrage verfügbar.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    In Australien wird mit Australischen Dollar (AUD) bezahlt. Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise American Express) sind weit verbreitet, ebenso kontaktloses Bezahlen mit Karten oder über mobile Dienste. Bargeld spielt eine geringere Rolle als in Deutschland, dennoch ist es sinnvoll, kleinere Beträge in Bar mitzunehmen. In Cafés und Restaurants am Federation Square ist Trinkgeld zwar gern gesehen, aber weniger institutionalisiert als etwa in den USA. Üblich sind aufgerundete Beträge oder etwa 10 % bei gutem Service; ein Zwang besteht jedoch nicht. EC-/Girocards deutscher Banken werden nicht immer akzeptiert, daher ist eine Kreditkarte empfehlenswert.
  • Sicherheit und Gesundheit
    Melbourne gilt im internationalen Vergleich als relativ sichere Großstadt. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Wertgegenständen gelten insbesondere an belebten Orten wie Federation Square, an denen sich viele Menschen aufhalten. Medizinische Versorgung entspricht hohen Standards; für Reisende ist eine Auslandsreisekrankenversicherung ratsam, da die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland regulär keine Kosten in Australien übernimmt. Deutsche Staatsbürger sollten vor der Reise das Auswärtige Amt (auswaertiges-amt.de) kontaktieren bzw. dessen Online-Informationen zu Reise- und Sicherheitshinweisen sowie zu Gesundheitsfragen einsehen.
  • Einreisebestimmungen
    Australien hat klare Einreise- und Visaregelungen. Deutsche Staatsangehörige benötigen in der Regel ein Visum oder eine elektronische Einreisegenehmigung, die vor Reiseantritt beantragt werden muss. Die genauen Bedingungen, Fristen und Dokumente können sich ändern. Daher sollten deutsche Staatsbürger vor einer Reise nach Melbourne unbedingt die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den australischen Behörden prüfen.
  • Zeitverschiebung
    Melbourne liegt in der Zeitzone Australian Eastern Standard Time (AEST) bzw. im Sommer in Australian Eastern Daylight Time (AEDT). Je nach Jahreszeit beträgt der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ) mehrere Stunden; aufgrund der Zeitumstellung in beiden Regionen variiert die exakte Differenz im Jahresverlauf. Reisende sollten vor Abflug die aktuelle Zeitverschiebung prüfen, um Ankunftszeiten und eventuelle Telefon- oder Online-Termine korrekt planen zu können.
  • Fotografieren und Veranstaltungen
    Die Piazza von Federation Square ist ein beliebter Ort für Fotos – sowohl von den modernen Gebäuden als auch von den Sichtachsen zur Flinders Street Station und zur St. Paul’s Cathedral. Für private Fotos im Freien gibt es in der Regel keine Einschränkungen. In Museen wie dem Ian Potter Centre oder bei Veranstaltungen in ACMI können jedoch spezielle Regeln gelten, etwa ein Verbot von Blitzlicht oder das Verbot von Aufnahmen in bestimmten Ausstellungen. Vor Ort ist es daher sinnvoll, die Hinweise des Personals zu beachten. Für Großveranstaltungen, Public Viewings oder Festivals lohnt sich ein Blick in den Eventkalender von Federation Square, um zu erfahren, welche Events während des eigenen Aufenthalts stattfinden.

Warum Federation Square auf jede Melbourne-Reise gehört

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Federation Square Melbourne nicht nur eine Sehenswürdigkeit unter vielen, sondern eine Art Einstiegsschlüssel zur Stadt. Wer hier ankommt, landet mitten in einem Knotenpunkt aus öffentlichem Leben, Kunst und Urbanität. Die architektonische Sprache unterscheidet sich deutlich von historischen Bauten wie der Flinders Street Station oder der St. Paul’s Cathedral, und gerade dieser Kontrast macht den Reiz des Ortes aus.

Federation Square bietet eine dicht konzentrierte Erfahrung von Melbourne: In wenigen Schritten lassen sich moderne Kunst im Ian Potter Centre, audiovisuelle Kultur in ACMI, Straßenmusik auf der Piazza, ein Kaffee mit Blick auf den Yarra River und ein Spaziergang über den Fußgängerübergang zum Southbank-Ufer kombinieren. Reiseführer und Tourismusorganisationen heben hervor, dass der Platz eine „Gateway“-Funktion erfüllt – als Zugang zu benachbarten Kulturhotspots wie dem Arts Centre Melbourne, der State Library Victoria oder den zahlreichen Theatern und Galerien der Innenstadt.

Für Reisende, die Australien nicht nur als Land spektakulärer Küsten und Outback-Landschaften erleben wollen, sondern auch als moderne, urbane Gesellschaft, ist Federation Square ein besonders eindrückliches Beispiel. Hier zeigt sich, wie ein Land, das 1901 die Föderation der Kolonien vollzogen hat, im 21. Jahrhundert versucht, eine eigene architektonische und kulturelle Sprache zu finden – im Dialog mit der britischen Vergangenheit, der europäischen Einwanderungsgeschichte und den Perspektiven der First Nations Australiens. Letztere werden in vielen Programmen und Ausstellungen betont, sei es durch indigene Kunst im Ian Potter Centre oder Veranstaltungen, die die Kultur der Aboriginal und Torres Strait Islander hervorheben.

Auch wer nur wenig Zeit in Melbourne hat, kann Federation Square als praktischen Startpunkt nutzen. Viele Stadtrundgänge, geführte Touren und Hop-on-Hop-off-Busse binden den Platz als Haltepunkt ein. Zudem lässt sich von hier aus schnell zu weiteren Wahrzeichen aufbrechen: zum Eureka Skydeck mit seinem Blick über die Skyline, zu den Royal Botanic Gardens für eine grüne Auszeit oder zum historischen Queen Victoria Market. Im Vergleich zu europäischen Städten wirkt die Dichte an Kultur- und Freizeitangeboten rund um Federation Square erstaunlich hoch – gerade wenn man bedenkt, dass dieses Areal vor wenigen Jahrzehnten noch eine eher unattraktive Verkehrsschneise war.

Nicht zuletzt ist Federation Square ein Ort, an dem man das Alltagsleben Melbournes sehr unmittelbar erlebt. Berufstätige, Studierende, Straßenkünstler, Touristinnen und Touristen – sie alle kreuzen sich hier. Morgens sind es Pendlerströme von der Bahnstation, tagsüber Schulklassen auf Ausflug in die Museen, abends Menschen, die sich zu einem Drink treffen oder ein Event auf der Großleinwand verfolgen. Diese Mischung macht den Platz zu einem idealen Beobachtungsposten für jene, die Städte gern über ihre öffentlichen Räume verstehen.

Federation Square Melbourne in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Federation Square ist in den sozialen Medien ein beliebtes Motiv – insbesondere wegen der markanten Fassaden, der nächtlichen Beleuchtung und der kontrastreichen Perspektiven zwischen historischer Bahnhofsfassade und zeitgenössischem Design. Reisende teilen hier Selfies vor dem Platz, Videos von Live-Übertragungen großer Sportereignisse oder kurze Clips von Straßenperformances. Wer seinen Besuch plant, kann sich vorab über YouTube, Instagram oder TikTok atmosphärisch einstimmen.

Häufige Fragen zu Federation Square Melbourne

Wo liegt Federation Square Melbourne genau?

Federation Square befindet sich im Zentrum von Melbourne, direkt an der Kreuzung von Swanston Street und Flinders Street, gegenüber der Flinders Street Station und am Nordufer des Yarra River. Von hier sind viele zentrale Sehenswürdigkeiten der Stadt bequem zu Fuß erreichbar.

Warum wurde Federation Square gebaut?

Federation Square entstand aus dem Wunsch, eine frühere Gleis- und Verkehrstrasse in einen öffentlichen Kultur- und Bürgerrraum zu verwandeln und gleichzeitig an die Föderation Australiens im Jahr 1901 zu erinnern. Die Stadt Melbourne und der Bundesstaat Victoria wollten damit ein modernes Wahrzeichen schaffen, das als Treffpunkt für Kunst, Medien und Öffentlichkeit dient.

Welche Museen und Institutionen gibt es am Federation Square?

Am Federation Square liegen unter anderem das Ian Potter Centre: NGV Australia, das sich der australischen Kunst widmet, und ACMI (Australian Centre for the Moving Image), das sich mit Film, Fernsehen und digitalen Medien beschäftigt. Hinzu kommen Veranstaltungsflächen, Gastronomie und Serviceangebote wie ein Informationszentrum.

Kostet der Besuch von Federation Square Eintritt?

Die Nutzung der zentralen Piazza von Federation Square ist kostenlos. Viele Dauerangebote im Ian Potter Centre oder in ACMI sind ebenfalls frei oder gegen geringe Gebühren zugänglich, während für Sonderausstellungen Eintritt verlangt werden kann. Aktuelle Informationen zu Preisen sollten direkt bei den jeweiligen Institutionen eingeholt werden.

Wann ist die beste Zeit, Federation Square zu besuchen?

Ein Besuch von Federation Square lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Angenehme Temperaturen finden sich häufig im australischen Frühling (September bis November) und Herbst (März bis Mai). Besonders stimmungsvoll sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag, wenn das Licht die Fassaden betont und der Platz belebt ist. Bei Großveranstaltungen oder Public Viewings kann es sehr voll werden, was den besonderen Charakter des Ortes aber gerade erfahrbar macht.

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