Faisal-Moschee Islamabad, Faisal Masjid

Faisal-Moschee Islamabad: Moderne Ikone zwischen Himmel und Himalaya

20.05.2026 - 08:37:56 | ad-hoc-news.de

Die Faisal-Moschee Islamabad, auch Faisal Masjid genannt, ist mehr als nur Pakistans Nationalmoschee. Warum dieses futuristische Wahrzeichen in Islamabad Reisende aus Deutschland tief beeindruckt.

Faisal-Moschee Islamabad, Faisal Masjid, Reise
Faisal-Moschee Islamabad, Faisal Masjid, Reise

Wer zum ersten Mal vor der Faisal-Moschee Islamabad steht, der Faisal Masjid („Faisal-Moschee“) in Islamabad, erlebt einen Moment des Staunens: Die gewaltige, zeltartige Struktur scheint über dem weißen Marmorboden zu schweben, dahinter zeichnen sich die grünen Hänge der Margalla Hills ab – ein Bild, das man nicht so schnell vergisst.

Die klare Geometrie, die vier schlanken Minarette und der offene Himmel darüber machen Faisal Masjid zu einem der eindrucksvollsten islamischen Sakralbauten der Gegenwart – und zu einer der ungewöhnlichsten Moscheen, die Reisende aus Deutschland erleben können.

Faisal-Moschee Islamabad: Das ikonische Wahrzeichen von Islamabad

Die Faisal-Moschee Islamabad ist die Nationalmoschee Pakistans und eine der größten Moscheen der Welt. Sie liegt am nördlichen Rand der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, direkt am Fuß der Margalla Hills, die zum Vorgebirge des Himalaya zählen. Von vielen Punkten der Stadt aus ist der Bau sichtbar und bildet – ähnlich wie der Berliner Fernsehturm in Berlin – einen unverwechselbaren Fixpunkt in der Stadtsilhouette.

Reise- und Architekturmedien wie National Geographic Deutschland und das ADAC Reisemagazin beschreiben Faisal Masjid als „Zelt des Wüstennomaden“ oder als „aufgespanntes Beduinenzelt aus Marmor“. Tatsächlich verzichtet die Moschee auf die klassischen Kuppeln, die man aus Istanbul, Kairo oder auch aus der Kölner Zentralmoschee kennt, und setzt stattdessen auf eine moderne, abstrakte Formensprache.

Für pakistanische Muslim:innen ist die Faisal-Moschee nicht nur ein religiöser Ort, sondern ein nationales Symbol: Sie erinnert an die enge Beziehung zu Saudi-Arabien, an die Zeit der Modernisierung in den 1970er- und 1980er-Jahren und an die Rolle des Islam als Staatsreligion. Für Besucher aus Deutschland verbindet der Ort Spiritualität, Architekturgeschichte und ein Stück politischer Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Geschichte und Bedeutung von Faisal Masjid

Die Geschichte der Faisal-Moschee Islamabad beginnt in den 1960er- und 1970er-Jahren, als Pakistan seine neue Hauptstadt Islamabad konsequent als geplante Stadt ausbaute. Während Karachi zuvor Sitz der Regierung war, sollte Islamabad näher an den nördlichen Provinzen liegen und politisch wie symbolisch eine neue, modern ausgerichtete Mitte schaffen. Laut der Deutschen Welle und der pakistanischen Tourismusbehörde Pakistan Tourism Development Corporation (PTDC) war früh klar, dass zu dieser neuen Hauptstadt auch eine repräsentative Nationalmoschee gehören sollte.

Finanziert wurde das Projekt maßgeblich von König Faisal ibn Abd al-Aziz von Saudi-Arabien. Ihm zu Ehren trägt der Bau den Namen „Faisal Masjid“. Nach Angaben der saudischen und pakistanischen Behörden stellte Saudi-Arabien einen Großteil der Baukosten bereit – die Moschee wurde damit zugleich ein Symbol der bilateralen Beziehungen. Der saudische König wurde 1975 ermordet, daher erlebte er die Fertigstellung der Moschee nicht mehr, sein Name aber blieb eng mit dem Projekt verknüpft.

1976 schrieb die pakistanische Regierung einen internationalen Architekturwettbewerb aus. Aus mehreren Dutzend Entwürfen setzte sich der türkische Architekt Vedat Dalokay durch. Deutsche Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die Süddeutsche Zeitung betonen, dass Dalokays Entwurf durch seine klare, moderne Formensprache überzeugte: Er brach bewusst mit dem ottomanisch geprägten Kuppelstil und entwickelte eine abstrakte Zeltform, die an die Nomadentraditionen der Region erinnert und zugleich universell verständlich ist.

Der Grundstein wurde Ende der 1970er-Jahre gelegt, die Bauarbeiten zogen sich jedoch über mehrere Jahre. Offiziell wurde die Faisal-Moschee 1986 eröffnet und wenige Jahre später vollständig fertiggestellt. Damit entstand ein Bauwerk, das man zeitlich etwa zwischen den Olympiabauten von München (1972) und der Eröffnung des Berliner Reichstagskuppels (1999) einordnen kann – eine Epoche, in der auch in Deutschland viel mit neuen Formen, Glas, Stahl und leichten Konstruktionen experimentiert wurde.

Mit der Fertigstellung wurde Faisal Masjid zur größten Moschee Pakistans und zählte zeitweise zu den größten Moscheen überhaupt. Die Deutsche Welle verweist darauf, dass der Hauptgebetsraum und die umliegenden Innenhöfe mehrere Zehntausend Gläubige fassen können. Gerade zu den Freitagsgebeten und während des Fastenmonats Ramadan sind die Anlagen regelmäßig voll – ein lebendiger Kontrast zu den ruhigen Tagesstunden unter der Woche, wenn Besucher die Architektur in relativer Stille erleben können.

In religiöser Hinsicht hat die Moschee für Pakistan eine ähnliche Symbolkraft wie die Blaue Moschee für die Türkei oder die Hassan-II.-Moschee für Marokko. Sie ist Ort großer Feiertagsgebete, staatlicher Zeremonien und wichtiger Predigten. Gleichzeitig ist sie ein Zentrum religiöser Bildung: In angrenzenden Gebäuden befinden sich Einrichtungen der International Islamic University Islamabad, in denen islamische Theologie und verwandte Fächer gelehrt werden.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört Faisal Masjid zu den markantesten Sakralbauten des 20. Jahrhunderts. Der türkische Architekt Vedat Dalokay verband spätmodernen Brutalismus, regionale Traditionen und islamische Symbolik zu einem eigenständigen Ensemble. Obwohl der Bau massiv erscheint, wirkt er durch die klaren Linien und die offene Anlage leicht und fast schwebend.

Das zentrale Element ist das große, zeltartige Dach des Gebetsaals. Offizielle pakistanische Stellen und seriöse Reiseführer wie Marco Polo und Merian betonen, dass die Form an ein aufgespanntes Wüstenzelt erinnert – eine Referenz an das Leben der Beduinen und Nomaden, die in der Geschichte der Region eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig bildet die Dachstruktur stilisiert die Hände von Gläubigen nach, die sich im Gebet zum Himmel öffnen – eine Interpretation, die in verschiedenen Architekturpublikationen, unter anderem im Journal of Islamic Architecture, aufgegriffen wird.

Die vier Minarette sind jeweils über 70 m hoch (genaue Höhenangaben variieren in der Literatur, liegen jedoch nach übereinstimmenden Angaben renommierter Quellen bei rund 80 m) und sehr schlank proportioniert. Anstatt wie in vielen klassischen Moscheen zylindrisch oder konisch zu wirken, sind sie kantig und erinnern an Raketen oder Stifte. Dadurch erscheinen sie besonders modern und heben sich klar von den üppig verzierten Minaretten osmanischer oder mogulischer Bauten ab.

Die Außenflächen sind überwiegend mit weißem Marmor verkleidet, der das Sonnenlicht reflektiert und je nach Tageszeit unterschiedliche Stimmungen erzeugt. Morgens wirkt der Bau fast bläulich, mittags strahlend weiß und zum Sonnenuntergang hin golden. Die deutsche Ausgabe von National Geographic hebt hervor, wie stark dieser Lichteffekt zur Atmosphäre des Ortes beiträgt – insbesondere in Kombination mit dem dunklen Grün der Margalla Hills im Hintergrund.

Im Inneren setzt sich das Spiel aus Geometrie und Licht fort. Der große Gebetsraum ist frei von Pfeilern, was durch moderne Ingenieurtechnik möglich gemacht wurde. Das erlaubt einen ungehinderten Blick von nahezu jedem Punkt des Raums auf die Mihrab, die Gebetsnische, die nach Mekka weist. Großformatige Leuchter, geometrische Muster und Kalligrafie bestimmen die Gestaltung; üppige figürliche Dekorationen, wie man sie aus christlichen Kirchen kennt, sind aufgrund des Bilderverbots im islamischen Kontext nicht vorhanden.

Besonders eindrucksvoll sind die kalligrafischen Arbeiten, die Verse aus dem Koran in stilisierter arabischer Schrift wiedergeben. Laut pakistanischen Kulturbehörden wurden sie von bekannten Künstlern der Region gestaltet. Für Besucher, die kein Arabisch lesen, wirken sie vor allem als grafische Kunst – geschwungene Linien, die die klare Geometrie der Architektur sanft durchbrechen.

Die Bodenflächen rund um die Moschee bestehen aus weiten, offenen Höfen mit weißem Steinbelag. Hier versammeln sich bei Hochbetrieb Tausende Menschen zum Gebet. Gleichzeitig dienen die Höfe außerhalb der Gebetszeiten als ruhige Flanierflächen, von denen aus man den Blick über Islamabad schweifen lassen kann. Anders als viele historische Moscheen ist Faisal Masjid bewusst offen gestaltet – statt eines engen Basarviertels liegt sie in einer weitläufigen, parkähnlichen Umgebung.

Architekturhistoriker betonen, dass die Faisal-Moschee Islamabad zu einer Reihe von Sakralbauten gehört, in denen der Islam im 20. Jahrhundert eine neue, moderne Formensprache gefunden hat. Neben der König-Fahd-Moschee in Saudi-Arabien oder der Nationalmoschee in Kuala Lumpur wird sie als Beispiel dafür genannt, wie islamische Architektur sich von traditionellen Kuppeln und Höfen lösen kann, ohne ihre spirituelle Symbolik aufzugeben.

Faisal-Moschee Islamabad besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise aus Deutschland
    Die Faisal-Moschee liegt im Norden von Islamabad, am Übergang zwischen Stadt und Margalla Hills. Vom Stadtzentrum aus ist sie mit dem Taxi, per App-Fahrdienst oder lokaler Busverbindung in wenigen Kilometern erreichbar. Internationale Reisende aus Deutschland landen in der Regel am Islamabad International Airport, der rund 30–35 km vom Stadtzentrum entfernt liegt. Direkte Linienflüge aus Deutschland bestehen nicht dauerhaft, jedoch gibt es laut großen Fluggesellschaften wie Qatar Airways, Emirates, Turkish Airlines oder Etihad regelmäßig Verbindungen mit Umstieg über Doha, Dubai, Istanbul oder Abu Dhabi. Die reine Flugzeit von Frankfurt oder München nach Islamabad beträgt – je nach Route – ungefähr 10 bis 12 Stunden, zuzüglich Umsteigezeit. Für Reisende, die mehrere Ziele in Pakistan kombinieren, gibt es auch Inlandsflüge, etwa von Lahore oder Karachi nach Islamabad.
  • Öffnungszeiten und Gebetszeiten
    Die Moschee ist grundsätzlich tagsüber für Besucher geöffnet, genaue Öffnungszeiten können jedoch je nach Wochentag, Jahreszeit und religiösen Feiertagen variieren. Offizielle Stellen in Pakistan betonen, dass während der fünf täglichen Gebetszeiten der Zutritt zum Innenraum teilweise eingeschränkt ist. Für nichtmuslimische Besucher ist es ratsam, außerhalb der Freitagsgebete und nicht unmittelbar zu den Gebetszeiten zu kommen, um den Ort in Ruhe zu erleben. Da Öffnungszeiten sich ändern können, sollten Reisende kurz vor dem Besuch die aktuellen Angaben der Verwaltung der Faisal-Moschee Islamabad oder der Tourismusbehörden prüfen.
  • Eintritt und Führungen
    Für den Besuch der Moschee wird in der Regel kein Eintritt erhoben; der Zugang ist kostenlos. In manchen Fällen können für geführte Touren durch lokale Reiseagenturen oder private Guides Gebühren anfallen, deren Höhe je nach Anbieter variiert. Einige Reiseführer berichten, dass Spenden für den Unterhalt der Anlage gern gesehen sind, aber nicht verpflichtend sind. Da Gebührenstrukturen sich ändern können, empfiehlt sich vor Ort eine kurze Nachfrage.
  • Beste Reisezeit
    Islamabad liegt in einem Übergangsklima zwischen subtropischen und gemäßigten Zonen. Die Sommer können sehr heiß werden, mit Temperaturen deutlich über 30 °C, während Wintermonate milder, aber gelegentlich kühl sind. Für Besucher aus Deutschland bieten sich insbesondere die Monate von Oktober bis März als angenehmere Reisezeit an, wenn die Temperaturen meist zwischen etwa 10 und 25 °C liegen. In dieser Zeit ist das Licht am späten Nachmittag besonders stimmungsvoll. Wer die Moschee fotografieren möchte, sollte den frühen Morgen oder die Goldene Stunde vor Sonnenuntergang nutzen – die weißen Flächen wirken dann weniger grell und bekommen eine warme Tönung.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Als aktive Moschee ist Faisal Masjid vor allem ein Ort des Gebets. Die pakistanische Tourismusbehörde und Medien wie die Deutsche Welle weisen darauf hin, dass Besucher – unabhängig von der Religion – eine respektvolle Kleidung tragen sollten. Für Männer bedeutet dies lange Hosen und mindestens T-Shirt mit Ärmeln, für Frauen ein knielanger, besser wadenlanger Rock oder lange Hose, bedeckte Schultern und ein Oberteil mit Ärmeln. Ein Kopftuch für Frauen wird am Gebetsbereich häufig erwartet; viele Besucherinnen bringen ein leichtes Tuch mit. Schuhe müssen vor dem Betreten des Gebetsraums ausgezogen werden; in den Außenhöfen kann je nach Bereich mit oder ohne Schuhe gegangen werden. Laut lokalen Hinweisen ist es wichtig, nicht laut zu sprechen, insbesondere während der Gebete, und Gläubige nicht beim Beten zu stören.
  • Fotografieren
    Fotografie ist in den Außenbereichen in der Regel erlaubt und weit verbreitet; die Moschee ist ein beliebtes Motiv in sozialen Medien. Sensible Bereiche, insbesondere im Inneren während des Gebets, sollten respektvoll behandelt werden. Es ist ratsam, Menschen nicht ohne deren Einverständnis aus nächster Nähe zu fotografieren, vor allem beim Gebet. Offizielle Hinweise vor Ort geben Auskunft über eventuell eingeschränkte Bereiche. Drohnenaufnahmen unterliegen in Pakistan strengen Regeln und sind oftmals genehmigungspflichtig.
  • Sprache und Verständigung
    Amtssprachen Pakistans sind Urdu und Englisch. In Islamabad als Hauptstadt sprechen viele Menschen zumindest grundlegendes Englisch, insbesondere in Hotels, Restaurants und bei Dienstleistern im Tourismus. Deutsch wird nur selten gesprochen. Für Reisende aus Deutschland ist Englisch daher die wichtigste Kommunikationssprache. Ein paar höfliche Worte auf Urdu – etwa „Assalam-o-Alaikum“ zur Begrüßung – werden positiv aufgenommen.
  • Zahlungsmittel, Trinkgeld und Kosten
    Die lokale Währung in Pakistan ist die Pakistanische Rupie (PKR). In Islamabad sind Kreditkarten in Hotels, größeren Restaurants und Einkaufszentren verbreitet, kleinere Geschäfte und Taxis bevorzugen aber häufig Bargeld. EC-/Girocards aus dem deutschen Bankensystem funktionieren nicht immer zuverlässig; eine Kreditkarte (Visa, Mastercard) und etwas Bargeld sind sinnvoll. Wechselkurse schwanken, daher sollten aktuelle Kurse kurz vor der Reise geprüft werden. Trinkgeld („Tip“) ist im Dienstleistungsbereich üblich, aber meist moderat – je nach Service sind 5–10 % angemessen. Bei sehr kleinen Beträgen rundet man auf.
  • Einreise und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger ist für Pakistan in der Regel ein Visum erforderlich. Es gibt ein elektronisches Visa-Verfahren (e-Visa), dessen Bedingungen und Abläufe sich jedoch ändern können. Die genauen Einreisebestimmungen, Sicherheits- und Gesundheitshinweise sollten vor Reiseantritt unbedingt auf der Website des Auswärtigen Amtes unter auswaertiges-amt.de geprüft werden. In Pakistan wird dringend eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport empfohlen. Die Sicherheitslage kann regional unterschiedlich sein; aktuelle Reisewarnungen und Verhaltensempfehlungen sind daher vor und während der Reise wichtig.
  • Zeitzone
    Pakistan Standard Time (PKT) liegt in der Regel 4 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und 3 Stunden vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet: Wenn es in Berlin 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Islamabad meist 16:00 Uhr (im Winter) bzw. 15:00 Uhr (im Sommer). Pakistan stellt seine Uhr nicht auf Sommerzeit um.

Warum Faisal Masjid auf jede Islamabad-Reise gehört

Für Reisende aus Deutschland ist die Faisal-Moschee Islamabad nicht nur eine Sehenswürdigkeit, die man „abhakt“, sondern einer der Orte, an denen sich das Selbstverständnis des modernen Pakistan verdichtet. Hier treffen staatliche Repräsentation, religiöse Praxis und zeitgenössische Architektur unmittelbar aufeinander.

Wer vom weiten Vorplatz den Blick nach Süden richtet, sieht Islamabad mit seinen breiten Straßen und grünen Achsen unter sich liegen – eine geplante Hauptstadt, die sich bewusst von der chaotischen Dichte älterer Städte wie Lahore oder Karachi unterscheidet. Nach Norden hin steigen die Hänge der Margalla Hills auf, an deren Hängen sich Aussichtspunkte, Restaurants und Wanderwege befinden. Viele Reisende kombinieren den Besuch der Moschee mit einer Fahrt zum beliebten Aussichtspunkt Daman-e-Koh oder zu den höher gelegenen Pir-Sohawa-Hügeln. Besonders stimmungsvoll ist es, zuerst die Moschee im Nachmittagslicht zu besuchen und anschließend bei Sonnenuntergang auf einem der Hügel den Blick über die Stadt zu genießen.

Innerhalb der Moschee ist die Atmosphäre je nach Tageszeit unterschiedlich: In den frühen Morgenstunden sind nur wenige Besucher unterwegs; das Licht ist weich, die Geräusche der Stadt sind gedämpft. Während der Freitagsgebete hingegen füllen sich Höfe und Gebetsräume; Stimmen, Gebetsrufe und das Murmeln der Menge verschmelzen zu einem Klangteppich, den viele Gäste als intensiv, aber nicht überwältigend beschrieben haben.

Im Vergleich zu touristisch stark überlaufenen Stätten wie dem Taj Mahal oder der Blauen Moschee in Istanbul ist der internationale Besucheranteil in der Faisal-Moschee bislang geringer. Viele der Anwesenden sind Pakistani, die aus anderen Landesteilen anreisen, sowie pakistanische Familien aus der Diaspora, etwa aus Großbritannien oder dem Mittleren Osten. Für Reisende aus Deutschland bietet das die Gelegenheit, den Ort eher als gelebten Alltagsraum denn als reine Postkartenkulisse zu erleben.

Einen weiteren Reiz macht der Kontrast zu anderen Sehenswürdigkeiten in Islamabad aus: Das nahe gelegene Pakistan Monument, ein monumentales Nationaldenkmal, zeigt die Geschichte des Landes in skulpturaler Form, während das Museum Lok Virsa traditionelle Handwerkskunst und Folklore präsentiert. Die Faisal-Moschee fügt dem eine spirituelle und architektonische Dimension hinzu und macht Islamabad als Reiseziel überraschend vielfältig.

Auch für Architekturinteressierte lohnt sich ein genauerer Blick: Die klare, moderne Form der Moschee lässt sich gut mit Bauwerken in Europa vergleichen, etwa mit den expressiven Betonkonstruktionen von Le Corbusier oder den Zeltstrukturen des Münchner Olympiaparks. Es ist spannend zu sehen, wie ähnliche formale Ideen – Leichtigkeit, Zeltform, große Spannweiten – in einen islamischen Kontext übertragen wurden, ohne auf Ornament oder Symbolik zu verzichten.

Faisal-Moschee Islamabad in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist die Faisal-Moschee Islamabad ein häufig geteiltes Motiv: Besonders bei Sonnenuntergang und nachts, wenn die Konturen des Dachs und der Minarette beleuchtet sind, dominiert sie die Feeds vieler Reise- und Architekturaccounts. Videos zeigen Hochzeiten auf dem Vorplatz, Drohnenflüge (wo erlaubt) und persönliche Erzählungen von Gläubigen und Besuchern. Wer vorab ein Gefühl für die Atmosphäre bekommen möchte, findet auf den großen Plattformen eine Fülle aktueller Eindrücke – von professionellen Clips bis zu authentischen Smartphone-Videos.

Häufige Fragen zu Faisal-Moschee Islamabad

Wo genau liegt die Faisal-Moschee Islamabad?

Die Faisal-Moschee Islamabad befindet sich im Norden der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, am Fuß der Margalla Hills. Sie liegt in einem eigenen Areal, das über breite Zufahrtsstraßen vom Stadtzentrum und vom Regierungsviertel aus gut erreichbar ist. Vom internationalen Flughafen aus benötigt man – je nach Verkehr – etwa 45 bis 60 Minuten mit dem Auto.

Ist die Faisal-Moschee für nichtmuslimische Besucher zugänglich?

Ja, die Faisal-Moschee Islamabad steht im Rahmen der Öffnungszeiten grundsätzlich auch nichtmuslimischen Besuchern offen. Gäste werden gebeten, sich respektvoll zu kleiden, die Schuhe vor dem Betreten des Gebetsraums auszuziehen und während der Gebetszeiten Rücksicht auf die Gläubigen zu nehmen. Bestimmte Bereiche können Gläubigen vorbehalten sein, entsprechende Hinweise vor Ort sind zu beachten.

Welche Bedeutung hat die Faisal-Moschee für Pakistan?

Die Faisal-Moschee ist die Nationalmoschee Pakistans und eines der wichtigsten religiösen und nationalen Symbole des Landes. Sie wurde mit maßgeblicher Unterstützung des saudi-arabischen Königs Faisal ibn Abd al-Aziz errichtet und steht für die enge Verbindung zwischen Pakistan und Saudi-Arabien. Gleichzeitig repräsentiert sie die Modernisierungsbestrebungen des Landes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist Schauplatz wichtiger Feiertagsgebete und staatlicher Zeremonien.

Welche Kleiderordnung gilt für Besucher der Faisal-Moschee?

Besucher sollten sich dezent und respektvoll kleiden. Männer tragen idealerweise lange Hosen und Oberteile mit Ärmeln. Frauen sollten lange Hosen oder Röcke, bedeckte Schultern und ein Oberteil mit Ärmeln wählen; ein Kopftuch ist im Gebetsbereich üblich. Enge, durchsichtige oder stark ausgeschnittene Kleidung sollte vermieden werden. Vor dem Betreten des Gebetsraums werden die Schuhe ausgezogen.

Wann ist die beste Zeit, um Faisal Masjid zu besuchen?

Die angenehmsten Reisezeiten für Islamabad sind meist die Monate von Oktober bis März, wenn die Temperaturen moderat sind. Für einen Besuch der Faisal-Moschee sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag besonders stimmungsvoll, da das Licht weicher ist und die weißen Marmorfächen weniger grell wirken. Wer Menschenmengen meiden möchte, sollte die Freitagsgebete und große islamische Feiertage berücksichtigen, an denen viele Gläubige in die Moschee strömen.

Mehr zu Faisal-Moschee Islamabad auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 69379927 |