Escadaria Selaron, Rio de Janeiro

Escadaria Selaron: farbenfrohe Treppen zwischen Lapa und Santa Teresa

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 22:10 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Escadaria Selaron in Rio de Janeiro verwandelt eine steile Treppe in ein dichtes Mosaik aus Keramikfliesen – und erzählt auf jedem Absatz eine andere Geschichte.

Bauhaus-Poster als Abstraktion von Escadaria Selaron in Rio de Janeiro, Brasilien
Bauhaus-Poster als geometrische Abstraktion von Escadaria Selaron in Rio de Janeiro Brasilien, kraeftige Grundfarben und, Illustration mit AI erstellt.

Die Escadaria Selaron in Rio de Janeiro ist eine lange Stadttreppe, deren Stufen und Wangen vollständig mit Keramikfliesen verkleidet sind und so eine zusammenhängende Mosaikfläche zwischen den Vierteln Lapa und Santa Teresa bilden. Die Treppe liegt an der Rua Manuel Carneiro und wurde vom chilenischen Künstler Jorge Selarón seit den frühen 1990er Jahren über viele Jahre hinweg gestaltet.

Escadaria Selaron als begehbares Keramikmosaik

Die Escadaria Selaron folgt einem steilen Straßenabschnitt am Hang zwischen der Rua Joaquim Silva unten in Lapa und der höher gelegenen Pinto-Martins-Straße nahe dem Kloster von Santa Teresa. Die Treppe nutzt einen bestehenden Betonaufgang als Grundlage, doch jede sichtbare Fläche der Stufen und Seitenwände ist mit Keramik, Porzellan und Glasurstücken verkleidet, sodass der Aufgang wie ein geschlossenes Wandbild wirkt.Die Treppe verbindet Lapa und Santa Teresa und macht aus einem alltäglichen Zugang eine eigenständige Stadtraumgestaltung.

Die Anlage umfasst 215 einzelne Stufen und erstreckt sich über rund 125 m Hanglänge.Die Stufenanzahl und die Länge sind klar dokumentiert und machen deutlich, wie groß die zusammenhängende Fläche des Mosaiks ist. Viele Fliesen zeigen die Farben Grün, Gelb und Blau, die an die brasilianische Flagge erinnern, daneben stehen rote Flächen und andere Farbtöne, sodass die Treppe in Abschnitten gelesen werden kann, die sich im Verlauf der Strecke abwechseln.Die mosaikhaften Wandbilder ziehen sich über alle Stufen und geben jedem Abschnitt eine eigene Kombination aus Farbe und Motiv.

Jorge Selarón und die Entstehung der Treppenanlage

Der Namensgeber der Escadaria Selaron ist der Künstler Jorge Selarón, ein in Chile geborener Maler und Keramiker, der sich in Brasilien niederließ und die Treppe zu seinem langfristigen Projekt machte.Er begann Anfang der 1990er Jahre, die Stufen zu verkleiden und arbeitete über Jahre hinweg an der Gestaltung. Ausgangspunkt waren zunächst die Setzstufen, später kamen die seitlichen Wände dazu, sodass aus einem einzelnen Eingriff ein durchgehendes Kunstwerk entstand.

Viele der Fliesen stammen aus Brasilien, andere wurden ihm von Besuchern und Unterstützern aus dem In- und Ausland gebracht. Die Treppe trägt dadurch Keramik aus zahlreichen Ländern, mit Motiven von abstrakten Mustern über Stadt- und Ländernamen bis hin zu figürlichen Szenen.Quellen nennen Fliesen aus mehreren Dutzend Staaten, sodass die Anlage zugleich als Sammlung von Reisebildern gelesen werden kann. Selarón arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 2013 an der Treppe und fügte immer wieder neue Stücke hinzu, wodurch das Werk über die Jahre in seiner Detailgestaltung wechselte, während seine Grundstruktur aus Stufen und Wandflächen gleich blieb.Die lange Arbeitszeit des Künstlers ist Teil der Geschichte des Ortes.

Motivvielfalt und räumliche Lage der Escadaria Selaron

Die Keramikflächen der Escadaria Selaron sind in Felder und horizontale Bänder gegliedert, die sich entlang der Stufenstaffel wiederholen und variieren. Einzelne Bereiche greifen die Farben der brasilianischen Flagge besonders deutlich auf, andere bestehen aus dicht gesetzten Bildfliesen mit Stadtpanoramen, Porträts oder grafischen Mustern. In manchen Feldern sind Nationalflaggen eingelegt, in anderen nur einzelne Wappen oder Schriftzüge, sodass sich entlang der Treppe eine Folge kleiner Bildergeschichten ergibt.Die Verbindung von Fliesenmotiven und Treppenverlauf prägt die Wirkung.

Räumlich liegt die Treppe am Rand der Innenstadt von Rio de Janeiro und verbindet das dichter bebaute Lapa mit dem höher gelegenen Viertel Santa Teresa.Sie befindet sich nahe den Arcos da Lapa und führt den Hang hinauf, wobei die Stufenfolge immer wieder von kleinen Podesten unterbrochen ist. Diese Zwischenebenen erlauben kurze Pausen und flächenhafte Mosaikbilder, bevor die nächste Staffel folgt, und machen sichtbar, dass die Escadaria Selaron zugleich eine alltägliche Verbindung und eine großflächige künstlerische Arbeit ist.

Escadaria Selaron besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Escadaria Selaron liegt am Hang zwischen Lapa und Santa Teresa in Rio de Janeiro und ist über die Rua Joaquim Silva auf der Lapa-Seite sowie über die höher gelegene Pinto-Martins-Straße erreichbar.
  • Das Gelände folgt einer steilen Treppenstaffel mit vielen Stufen, die sich über mehr als 100 m Hanglänge ziehen, sodass ein Besuch längere Wegstrecken auf Treppen mit sich bringt.
  • In der Umgebung der Treppe liegen zentrale Punkte von Rio de Janeiro, darunter die Arcos da Lapa und weitere Kultur- und Ausgehorte im Bereich von Lapa und Santa Teresa.
  • Amtssprache ist Portugiesisch, gezahlt wird in Brasilianischen Real; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Escadaria Selaron auf Social-Media-Plattformen

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Escadaria Selaron: häufige Fragen

Wo liegt die Escadaria Selaron in Rio de Janeiro?

Die Treppe befindet sich an der Rua Manuel Carneiro zwischen den Vierteln Lapa und Santa Teresa und verläuft zwischen der Rua Joaquim Silva und der Pinto-Martins-Straße.

Was bietet ein Besuch der Escadaria Selaron?

Ein Besuch führt über eine lange Treppenstaffel, deren Stufen und Seitenwände vollständig mit Keramikfliesen verkleidet sind und so ein zusammenhängendes Mosaik mit vielen Motiven aus Brasilien und anderen Ländern bilden.

Was kennzeichnet die Escadaria Selaron besonders?

Kennzeichnend sind die 215 Stufen, die Länge von rund 125 m und die Gestaltung durch Jorge Selarón, der über Jahre hinweg Keramikfliesen aus zahlreichen Ländern in die Treppe einfügte.

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