Enoshima, Fujisawa

Enoshima zwischen Schreinen, Höhlen und dem Meer

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 17:48 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Enoshima vor Fujisawa verbindet Schreine, Küstenhöhlen und einen Garten mit Leuchtturm – eine Insel voller sichtbarer Kontraste

Bauhaus-Poster als Abstraktion von Enoshima in Fujisawa, Japan
Bauhaus-Poster als geometrische Abstraktion von Enoshima in Fujisawa Japan, kraeftige Grundfarben und harte Formkanten, Illustration mit AI erstellt.

Enoshima liegt vor Fujisawa an der Mündung des Katase-Flusses in die Sagami-Bucht. Auf der kleinen Insel treffen bewaldete Hänge, Schreine, Küstenhöhlen und der hohe Aussichtsturm Sea Candle aufeinander.

Enoshima als Insel zwischen Flussmündung und Sagami-Bucht

Enoshima gehört verwaltungstechnisch zu Fujisawa in der Präfektur Kanagawa. Eine 389 Meter lange Brücke verbindet die Insel mit dem Festland; der Zugang führt über die Küstenlandschaft an der Mündung des Katase-Flusses.

Die Insel hat einen Umfang von ungefähr vier Kilometern. Ihre felsige Küste liegt der Sagami-Bucht zugewandt, während sich am Festland Sandstrände und der Stadtteil Katase anschließen. Im Inselinneren steigen Wege und Treppen durch Bäume zu den Schreinen und Aussichtspunkten an.

Das Meer bleibt auf Enoshima räumlich präsent. An der Südseite liegen die Iwaya-Höhlen direkt im Fels. Dort endet die bebaute Wegfolge an einer Küste, deren Gestein durch die Brandung ausgewaschen wurde.

Enoshima Shrine und die religiöse Geschichte der Insel

Das religiöse Zentrum der Insel ist der Enoshima Shrine. Eine erste Anlage entstand 552 auf kaiserlichen Befehl von Kaiser Kinmei; die frühe Verehrung war mit der Felsgrotte Iwaya verbunden. 552 entstand die erste Anlage.

Enoshima ist mit Benzaiten verbunden, einer Gottheit aus dem japanischen Buddhismus und Shinto-Kontext. Benzaiten steht unter anderem für Musik, Wasser und künstlerische Fähigkeiten. Die Verehrung prägte die Insel über Jahrhunderte und gab ihren Schreinen eine Verbindung zwischen Landschaft und Religion.

Mehrere Heiligtümer liegen entlang des Aufstiegs. Torii, steinerne Laternen, Höfe und Gebäude stehen zwischen Bäumen und flankieren die Wege. Die religiöse Nutzung ist damit nicht auf ein einzelnes Gebäude beschränkt, sondern zeigt sich in der Abfolge der Anlagen.

Auch historische Persönlichkeiten sind mit Enoshima verbunden. Der buddhistische Mönch K?kai, auch K?b? Daishi genannt, wird mit der Überlieferung über die Höhlen in Verbindung gebracht. Minamoto no Yoritomo soll die Insel im Zusammenhang mit einem Gebet besucht haben.

Enoshima zwischen Garten, Sea Candle und Küstenhöhlen

Auf dem erhöhten Inselbereich liegt der Samuel Cocking Garden. Der britische Kaufmann Samuel Cocking gründete dort im 19. Jahrhundert einen botanischen Garten. Die Anlage verbindet japanische Gartenelemente mit Pflanzen und Formen, die aus europäischen und tropischen Zusammenhängen stammen.

Zum Garten gehört das frühere Gewächshausgelände. Samuel Cocking ließ ein Gewächshaus mit einer Fläche von 660 Quadratmetern errichten, in dem tropische Pflanzen gesammelt wurden. ein Gewächshaus mit 660 Quadratmetern gehört zur Geschichte des Gartens.

Über dem Garten steht die Enoshima Sea Candle. Der Aussichtsturm ist einschließlich Blitzableiter 59,8 Meter hoch und erreicht mit seiner Spitze 119,6 Meter über dem Meeresspiegel. Eine verglaste Aussichtsfläche liegt in 41,75 Metern Höhe. 59,8 Meter Höhe der Sea Candle machen den Turm zum markanten Punkt über dem Garten.

Die Sea Candle steht an der Stelle eines Leuchtturms von 1951. Der frühere Bau war Japans erster privat errichteter Leuchtturm. Der heutige Turm verbindet die Funktion eines Leuchtturms mit einer Aussichtsanlage.

Am südlichen Ende liegen die Enoshima Iwaya. Die beiden Höhlen sind durch die Brandung in den Fels geschnitten. Die erste Höhle misst 152 Meter, die zweite 56 Meter. die Höhlen mit 152 und 56 Metern bilden den geologischen Abschluss des Inselwegs.

Im Inneren stehen religiöse Figuren und Erinnerungsstücke aus der Geschichte der Insel. Die Höhlen sind in zwei Bereiche gegliedert; in der ersten Höhle gibt es zusätzlich eine Unterteilung in linke und rechte Seite. An ihrem Ende liegt der mit der Frühgeschichte des Enoshima Shrine verbundene Ort.

Enoshima besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Enoshima liegt vor Fujisawa in der Präfektur Kanagawa. Die Insel ist über eine 389 Meter lange Straßenbrücke mit dem Festland verbunden.
  • Der Aufstieg zu den Schreinen, zum Garten und zur Sea Candle führt über ansteigende Wege und Steintreppen. Der Enoshima Escar überwindet auf 106 Metern Wegstrecke insgesamt 46 Höhenmeter und fährt ausschließlich bergauf.
  • Die Iwaya-Höhlen liegen an der Südspitze der Insel. Der Weg dorthin umfasst Treppen, kurze Tunnel und Abschnitte entlang der felsigen Küste.
  • Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Enoshima auf Social-Media-Plattformen

Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Enoshima.

Enoshima: häufige Fragen

Wo liegt Enoshima?

Enoshima liegt vor Fujisawa an der Mündung des Katase-Flusses in die Sagami-Bucht. Administrativ gehört die Insel zur Präfektur Kanagawa in Japan.

Was bietet ein Besuch auf Enoshima?

Auf Enoshima liegen Schreine, der Samuel Cocking Garden, die Sea Candle und die Iwaya-Höhlen. Wege und Treppen verbinden die religiösen, botanischen und geologischen Orte.

Was kennzeichnet Enoshima?

Enoshima verbindet eine Inselküste mit religiösen Anlagen, einem historischen botanischen Garten und zwei vom Meer geformten Höhlen. Der Sea-Candle-Turm steht als Aussichtspunkt über dem bewaldeten Inselhang.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70157313 |