Ellora-Höhlen bei Aurangabad: Indiens Felswunder in 34 Grotten
20.05.2026 - 17:57:34 | ad-hoc-news.deWer zum ersten Mal vor den Ellora-Höhlen steht, versteht, warum dieser Ort in Indien seit Jahrzehnten Kunsthistoriker, Pilger und Reisende in seinen Bann zieht. Entlang einer fast 2 km langen Basaltwand haben Generationen von Handwerkern die Ellora Caves – sinngemäß „Höhlen von Ellora“ – in reines Felsgestein geschlagen, mit Tempeln, Hallen, Skulpturen und feinen Reliefs, die selbst aus heutiger Perspektive kaum vorstellbar wirken.
Keine Glasfassade, kein moderner Betonbau: In Ellora hat der Fels selbst Gestalt angenommen – als lebendiger Ausdruck dreier Religionen, die hier über Jahrhunderte friedlich nebeneinander existierten.
Ellora-Höhlen: Das ikonische Wahrzeichen von Aurangabad
Die Ellora-Höhlen liegen rund 30 km nordwestlich von Aurangabad im Bundesstaat Maharashtra und zählen laut UNESCO zu den bedeutendsten Felsheiligtümern Asiens. Auf engem Raum treffen hier 34 große Höhlenanlagen und zahlreiche kleinere Nischen aufeinander, die dem Buddhismus, dem Hinduismus und dem Jainismus gewidmet sind. Diese seltene Dichte an Monumenten aus drei Religionen macht Ellora zu einem Symbol für religiöse Toleranz und kulturellen Austausch auf dem indischen Subkontinent.
Anders als viele Tempelkomplexe, die Steinquader aufeinanderschichten, wurden die Ellora Caves aus dem massiven Basalt herausgeschlagen. Man arbeitete von oben nach unten, Zentimeter für Zentimeter. Wer heute durch die Höhlen schreitet, spürt die „negative Architektur“: Räume sind nicht gebaut, sondern aus dem Berg herausgenommen. Der bekannteste Teil, die Höhle 16, erscheint wie ein freistehender Tempel – doch er besteht weiterhin aus einem Stück Fels.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Ellora nicht nur eine weitere Sehenswürdigkeit auf einer Indienreise, sondern ein Schlüssel, um die religiöse und künstlerische Vielfalt des Landes zu verstehen. Viele Indien-Rundreisen führen bewusst hierher, weil Ellora im Zusammenspiel mit der nahegelegenen Höhlenanlage von Ajanta ein kompaktes Panorama der indischen Kunstgeschichte bietet.
Geschichte und Bedeutung von Ellora Caves
Die UNESCO führt die Ellora-Höhlen seit 1983 auf der Liste des Welterbes. Nach Angaben der Organisation sowie indischer Denkmalbehörden entstanden die Anlagen zwischen etwa dem 6. und dem 10. Jahrhundert n. Chr. In dieser Zeit wechselten in der Region verschiedene Dynastien, etwa die Chalukya- und die Rashtrakuta-Herrscher. Trotz dieser Machtwechsel blieb Ellora über Jahrhunderte ein zentrales religiöses und künstlerisches Projekt.
Die ältesten Höhlen gelten Fachleuten zufolge als buddhistische Klosteranlagen. Sie entstanden ungefähr im 6. und 7. Jahrhundert. Es handelt sich vor allem um Wohn- und Versammlungshallen (Viharas) mit Schlafnischen, Lehrsälen und Gebetshallen (Chaityas). In diese Räume integrierten die Baumeister monumentale Buddha-Statuen, oft in meditativer Pose, flankiert von Bodhisattvas, also erleuchteten Wesen, die anderen den Weg zur Befreiung weisen.
Ab dem 7. Jahrhundert verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend in Richtung hinduistischer Tempel. In dieser Phase entstanden einige der spektakulärsten Bauten von Ellora, darunter der berühmte Kailasa-Tempel (Höhle 16). Er wird meist ins 8. Jahrhundert datiert, in die Zeit der Rashtrakuta-Dynastie. Spätere Höhlen – grob im 9. und 10. Jahrhundert – gehören schließlich dem Jainismus an, einer im westlichen Indien besonders verwurzelten Religion, die auf strenge Gewaltlosigkeit und asketische Lebensweise setzt.
Dieser zeitliche Verlauf – vom Buddhismus über den hinduistischen Mainstream bis zum Jainismus – spiegelt historische Entwicklungen auf dem Subkontinent. Laut Einschätzung der Deutschen Welle und des indischen Archaeological Survey of India (ASI) wird Ellora daher oft als „Stein gewordene Chronik“ der Religionsgeschichte Westindiens beschrieben. Für Reisende aus Europa ergibt sich so die seltene Gelegenheit, mehrere religiöse Welten in einem einzigen Tal zu erleben.
Politisch betrachtet lag Ellora an einer wichtigen Handelsroute, die das Binnenland mit den Häfen an der Westküste verband. Händler, Pilger und Gelehrte nutzten die Region als Zwischenstation. Historiker betonen, dass solche Knotenpunkte die Verbreitung von Religionen, künstlerischen Ideen und Handwerkstechniken entscheidend beeinflussten. Ellora ist somit nicht nur ein spirituelles Zentrum, sondern auch ein Zeugnis früher Globalisierung im indischen Ozeanraum.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch beeindruckt Ellora durch die unglaubliche Vielfalt in einem einzigen Felsmassiv. Insgesamt sind 34 nummerierte Höhlen zugänglich: 12 buddhistische (Höhlen 1–12), 17 hinduistische (Höhlen 13–29) und 5 jainistische Höhlen (Höhlen 30–34). Jede Gruppe besitzt einen eigenen Stil, doch die räumliche Nähe schafft eine einzigartige Dialogsituation zwischen den Religionen.
Der unbestrittene Höhepunkt ist der Kailasa-Tempel in Höhle 16. Er wird von Experten wie den Autoren des Reisemagazins „GEO“ und Fachleuten der UNESCO als größter monolithischer Felsentempel der Welt bezeichnet. „Monolithisch“ bedeutet: Der gesamte Tempel, inklusive Innenhöfen, Säulenhallen, Treppen, Reliefwänden und freistehenden Skulpturen, wurde aus einem einzigen Felsblock herausgearbeitet. Man schätzt, dass Hunderttausende Tonnen Gestein abgetragen wurden – genaue Zahlen variieren, doch alle seriösen Quellen heben den gigantischen Arbeitsaufwand hervor, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte.
Optisch erinnert der Kailasa-Tempel an freistehende südindische Tempelarchitektur. Er besitzt einen zentralen Schrein mit einem Lingam (Symbol für den Gott Shiva), umgeben von einem rechteckigen Hof mit umlaufenden Galerien. Mehrstöckige Fassaden, Türme und Pavillons erzeugen den Eindruck einer „Tempelstadt im Berg“. Feine Reliefs zeigen Szenen aus den großen Sanskrit-Epen „Ramayana“ und „Mahabharata“, darunter Kämpfe, Prozessionen und Götterversammlungen, die trotz ihres Alters erstaunlich lebendig wirken.
Auch die buddhistischen Höhlen bieten architektonische Höhepunkte. Höhle 10, oft als „Vishvakarma“ oder „Zimmermannshöhle“ bezeichnet, enthält eine große Gebetshalle mit hölzern anmutender Deckenkonstruktion – tatsächlich ebenfalls aus Stein gehauen. Am Ende der Halle thront ein sitzender Buddha vor einer nachgebildeten Stupa. Die Lichtführung durch Fensteröffnungen in der Fassade lässt die Figur besonders plastisch erscheinen, wenn die Sonne hoch steht.
Die jainistischen Höhlen sind kleiner, zeichnen sich aber durch große Detailverliebtheit aus. Fein ornamentierte Decken, filigrane Säulen und zahlreiche Darstellungen der Tirthankaras (Erleuchtete des Jainismus) vermitteln einen Eindruck der asketischen, aber hochästhetischen jainistischen Frömmigkeit. Kunsthistoriker weisen darauf hin, dass die relativ späte Entstehung dieser Höhlen ihnen einen gewissen „Reifegrad“ verleiht: Die Handwerker konnten auf Jahrhunderte gesammelter Erfahrung im Felsbau zurückgreifen und sie mit jainischen Vorstellungen von Klarheit und Geometrie kombinieren.
Aus westlicher Perspektive faszinieren besonders die erhaltenen Farbspuren. Viele Reliefs und Skulpturen waren ursprünglich bemalt. Heute finden sich nur noch Reste dieser Farbschichten, doch sie verdeutlichen, dass die Höhlen einst deutlich bunter wirkten, als es der nackte Stein vermuten lässt. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, die vielleicht den Kölner Dom oder die Wartburg eher in ihrer steinernen, „ungefassten“ Form kennen, ist das ein spannender Hinweis: Auch europäische Monumente waren im Mittelalter oft farbig – ein Aspekt, den Ellora anschaulich vor Augen führt.
Laut Einschätzungen des indischen Archaeological Survey of India und der UNESCO gehört Ellora zu den bestuntersuchten Felsheiligtümern der Welt. Restaurierungen und konservatorische Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf die Stabilisierung des Gesteins, den Schutz vor Wasserinfiltration und die Kontrolle von Besucherströmen, um Erosion zu minimieren. Angaben zu konkreten, sehr aktuellen Restaurierungsprojekten ändern sich regelmäßig; Reisende sollten bei Bedarf die Hinweise auf der offiziellen Website des ASI oder der regionalen Tourismusbehörden einsehen.
Ellora-Höhlen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Die Ellora Caves liegen etwa 30 km von Aurangabad entfernt, einer Stadt im Bundesstaat Maharashtra in Westindien. Aurangabad selbst verfügt über einen Flughafen mit Verbindungen zu indischen Metropolen wie Mumbai und Delhi. Von Deutschland aus gibt es in der Regel keine Direktflüge nach Aurangabad. Üblich ist eine Anreise mit einem Langstreckenflug von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf nach Mumbai oder Delhi und ein Anschlussflug nach Aurangabad.
Die reine Flugzeit von Deutschland nach Mumbai liegt – je nach Route – meist zwischen 8 und 9 Stunden. Hinzu kommt der Inlandsflug nach Aurangabad von etwa 1 bis 1,5 Stunden sowie Transferzeiten. Alternativ ist eine Anreise per Bahn oder Auto von Mumbai nach Aurangabad möglich. Indische Fernzüge verbinden beide Städte, wobei sich Fahrpläne und Komfortklassen unterscheiden. Für aktuelle Zugverbindungen und Buchungen sollten Reisende offizielle Bahnanbieter oder seriöse Reisebüros nutzen.
Von Aurangabad zu den Ellora-Höhlen führen gut ausgebaute Straßen. Viele Hotels und Reiseagenturen vermitteln Tagesausflüge im Taxi oder Minibus. Die Fahrzeit beträgt – je nach Verkehr – meist 45 bis 60 Minuten. Öffentliche Busse verkehren ebenfalls, erfordern jedoch etwas mehr Zeit und Umstiege. Für Reisende, die Komfort und Flexibilität schätzen, empfiehlt sich ein vorab organisierter Fahrer.
- Öffnungszeiten
Seriöse Quellen von Tourismusbehörden und Reiseführern geben an, dass die Ellora-Höhlen in der Regel tagsüber geöffnet sind, häufig etwa von Vormittag bis späteren Nachmittag. Konkrete Öffnungszeiten können sich durch lokale Feiertage, Wartungsarbeiten oder organisatorische Gründe ändern. Deshalb sollten Besucherinnen und Besucher kurz vor der Reise die aktuellen Angaben direkt beim Archaeological Survey of India oder über offizielle Tourismusportale von Maharashtra prüfen. Viele Reiseführer empfehlen grundsätzlich einen Besuch am frühen Morgen, wenn es noch nicht so heiß und weniger voll ist.
- Eintritt
Für den Eintritt zu den Ellora Caves wird üblicherweise eine Gebühr erhoben, die für ausländische Besucher höher ausfallen kann als für indische Staatsbürger. Die genauen Preise ändern sich gelegentlich. Seriöse Quellen wie der Archaeological Survey of India und internationale Reiseführer raten daher, aktuelle Ticketpreise unmittelbar vor dem Besuch online oder vor Ort zu prüfen. In der Praxis lässt sich die Gebühr meist bequem bar oder mit gängigen internationalen Kreditkarten begleichen. Zur besseren Orientierung sollten Reisende beachten, dass 1 € je nach Wechselkurs einem variierenden Betrag in indischer Rupie (INR) entspricht.
- Beste Reisezeit und Tageszeit
Für Besucher aus Mitteleuropa spielt das Klima in Maharashtra eine entscheidende Rolle. Die Region hat ein tropisches, von Monsun geprägtes Klima. Die meisten seriösen Reisequellen empfehlen die Monate von etwa Oktober bis März als angenehmste Reisezeit. In dieser Phase liegen die Temperaturen oft zwischen etwa 20 und 30 °C, die Luftfeuchtigkeit ist moderater als im Sommer, und der starke Monsunregen des indischen Sommers hat nachgelassen.
Die heißeste Phase dauert grob von April bis Juni, mit Temperaturen, die deutlich über 30 °C steigen können. Der Monsun bringt zwischen Juni und September heftige Regenfälle, die zwar spektakuläre Wolkenbilder erzeugen, aber auch Wege rutschig machen und Besichtigungen erschweren können. Für viele Reisende aus Deutschland ist daher der Winter auf der Nordhalbkugel die angenehmste Zeit für einen Besuch.
Unabhängig vom Monat empfehlen erfahrene Besucher, die Höhlen möglichst früh am Tag zu erkunden. Morgens ist die Hitze noch erträglich, das Licht fällt besonders stimmungsvoll in die Hallen, und die Zahl der Besucher ist meist noch überschaubar. Wer Fotos machen möchte, profitiert davon, dass die Sonne im Lauf des Vormittags langsam die Höhlenfassaden erfasst und spannende Licht-Schatten-Effekte erzeugt.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
In Aurangabad und an den Ellora-Höhlen werden vor allem Marathi (die regionale Sprache Maharashtras), Hindi und Englisch gesprochen. Englisch ist in Indien weit verbreitet, besonders im Tourismusbereich. Wer aus Deutschland anreist, kann sich mit soliden Englischkenntnissen in der Regel gut verständigen. Deutsch wird hingegen nur selten gesprochen. Lokale Guides bieten Führungen häufig auf Englisch an; in größeren Reisegruppen können auch deutschsprachige Führungen organisiert werden, sollten jedoch im Voraus gebucht werden.
Beim Bezahlen sind Bargeld (indische Rupie) und Kreditkarte üblich. In größeren Hotels, besseren Restaurants und bei offiziellen Ticketschaltern werden Visa- oder Mastercard meist akzeptiert. Kleinere Verkaufsstände rund um die Höhlen bevorzugen weiterhin Bargeld. Mobile Bezahlsysteme wie UPI oder lokale Wallets sind vor allem für indische Kundschaft gedacht; internationale Dienste wie Apple Pay oder Google Pay werden zwar zunehmend verbreitet, sind jedoch keineswegs überall Standard. Reisende aus Deutschland sollten daher ausreichend Bargeld in lokaler Währung mitführen, insbesondere für kleinere Ausgaben.
Trinkgelder sind in Indien verbreitet, aber nicht so formal geregelt wie etwa Servicepauschalen in manchen europäischen Ländern. Für Guides, Fahrer oder Gepäckträger ist ein Trinkgeld nach persönlichem Ermessen üblich, sofern man mit der Leistung zufrieden war. Beträge hängen stark von Reisedauer und Buchungsform ab, werden aber von vielen deutschsprachigen Reiseveranstaltern in ihren Unterlagen empfohlen und erklärt. In einfachen Restaurants sind kleine Aufrundungen oder etwa 5–10 % Trinkgeld verbreitet, sofern keine Servicegebühr ausgewiesen ist.
Bei der Kleidung ist zu beachten, dass Ellora religiöse Stätten beherbergt. Es empfiehlt sich, Schultern und Knie zu bedecken, ähnlich wie in Kirchen, Moscheen oder Tempeln in Europa. Leichte, lange Baumwollkleidung schützt zudem vor Sonne und Hitze. Feste, rutschfeste Schuhe sind wichtig, da manche Treppen unregelmäßig und manche Flächen glatt sind – besonders nach Regen.
Fotografieren ist in weiten Teilen der Anlage erlaubt, Blitzlicht jedoch oft unerwünscht oder verboten, um empfindliche Oberflächen zu schützen. Tripods und professionelle Ausrüstung können genehmigungspflichtig sein. Im Zweifel sollten sich Besucher an die Hinweise vor Ort und die Anweisungen des Personals halten. Drohnenflüge sind in vielen indischen Kulturstätten streng reguliert oder untersagt und sollten nur nach vorheriger behördlicher Genehmigung in Betracht gezogen werden.
- Gesundheit, Sicherheit und Einreisebestimmungen
Für Reisen nach Indien wird grundsätzlich empfohlen, sich frühzeitig über sinnvollen Impfschutz, allgemeine Gesundheitsrisiken und notwendige Vorsorgemaßnahmen zu informieren. Anders als bei Reisen innerhalb der EU gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) in Indien nicht. Reisende aus Deutschland sollten daher eine private Auslandsreisekrankenversicherung abschließen, die Rücktransport und Behandlungskosten abdeckt.
Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Indien in aller Regel ein Visum. Die Bestimmungen können sich ändern, daher sollten aktuelle Informationen und mögliche elektronische Visaangebote direkt beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) sowie bei den offiziellen indischen Behörden geprüft werden. Auch Hinweise zu Sicherheitslage, empfohlenen Verhaltensregeln und eventuellen Reiseeinschränkungen finden sich dort.
Die Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa und Indien beträgt meist +3,5 bis +4,5 Stunden, abhängig davon, ob in Deutschland gerade Winter- oder Sommerzeit gilt. Indien selbst stellt die Uhr nicht um, es verwendet ganzjährig die sog. Indian Standard Time (IST). Diese Umstellung kann bei Langstreckenflügen zu Jetlag führen; wer sich nach Ankunft bewusst an das Tageslicht hält und ausreichend trinkt, kommt oft besser in den neuen Rhythmus.
Warum Ellora Caves auf jede Aurangabad-Reise gehört
Rein praktisch betrachtet lassen sich die Ellora-Höhlen in einem Tagesausflug von Aurangabad aus besuchen. Inhaltlich aber könnte man Tage damit verbringen, die Details jeder einzelnen Höhle zu entdecken. Für viele Reisende aus Deutschland ist Ellora ein Höhepunkt einer Westindien-Reise, der sich nachhaltig ins Gedächtnis einprägt.
Ein Grund dafür ist die einzigartige Atmosphäre: Während in manchen Höhlen lebhaftes Treiben herrscht, Guides erklären und Gruppen fotografieren, findet man wenige Meter weiter ruhige Nischen, in denen nur das Echo der eigenen Schritte und das Zwitschern von Vögeln zu hören ist. Wer etwas Zeit mitbringt, kann beobachten, wie das Licht sich im Laufe des Tages verändert, wie Schatten über die Reliefs wandern und Skulpturen in der Dämmerung fast lebendig wirken.
Hinzu kommt der Kontrast zur umgebenden Landschaft. Die Basaltwand von Ellora liegt in einer eher trockenen, leicht hügeligen Umgebung. Zur Monsunzeit stürzen in der Nähe Wasserfälle herab, saisonale Bäche füllen sich, und die Vegetation wird ungewöhnlich grün. In der trockeneren Jahreszeit dominieren warme Braun- und Ockertöne, die mit dem dunklen Basalt der Höhlen eine eigene Farbpalette bilden – ein reizvolles Motiv, auch für reisefotografisch interessierte Besucher.
In der Region gibt es außerdem weitere Sehenswürdigkeiten, die sich gut mit einem Ellora-Besuch verbinden lassen. Besonders bekannt sind die Ajanta-Höhlen, rund 100 km entfernt, mit ihren buddhistischen Wandmalereien, die zu den bedeutendsten der Welt zählen. Viele Rundreisen kombinieren Ajanta und Ellora, um sowohl die Bildmalerei als auch die Felsarchitektur indischer Klosterkultur zeigen zu können. In Aurangabad selbst erinnert das Bibi-ka-Maqbara, ein Mausoleum aus dem 17. Jahrhundert, mit seiner Kuppel und den Minaretten an eine kleinere Version des Taj Mahal.
Für ein Publikum aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet Ellora zudem eine spannende Vergleichsebene: Während in Europa viele der berühmten Sakralbauten – etwa der Kölner Dom oder die Frauenkirche in Dresden – gotische oder barocke Steinhäuser mit aufgesetzten Türmen sind, zeigt Ellora die völlig andere Tradition des Felsheiligtums. Hier wurde nicht Stein auf Stein gesetzt, sondern Raum aus Stein herausgelöst. Diese „umgekehrte“ Bauweise erweitert den Blick auf das, was Architektur sein kann.
Darüber hinaus trägt der Besuch von Ellora zum Verständnis der kulturellen Vielfalt Indiens bei. In einer Zeit, in der religiöse Spannungen weltweit Schlagzeilen machen, steht dieser Ort für eine lange Geschichte des Nebeneinanders unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Die Tatsache, dass buddhistische, hinduistische und jainistische Monumente direkt nebeneinander existieren und sich teilweise in Motiven und Formen beeinflussen, wird von vielen Fachleuten als historisches Beispiel für gelebte Toleranz gewertet.
Ellora-Höhlen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien tauchen die Ellora-Höhlen regelmäßig in Reiseberichten, Vlogs und Fotostrecken auf. Reisende teilen dort nicht nur klassische Postkartenmotive wie den Kailasa-Tempel, sondern auch persönliche Eindrücke: stille Momente in einer abgelegenen Höhle, kunstvolle Details an Säulenkapitellen oder das Spiel des Lichts in einer frühen Morgenstunde. Wer sich auf eine Reise vorbereiten möchte, findet online zahlreiche anschauliche Eindrücke – sollte aber im Hinterkopf behalten, dass Fotos die Dimensionen und die spirituelle Atmosphäre vor Ort nur begrenzt einfangen können.
Ellora-Höhlen — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Ellora-Höhlen
Wo liegen die Ellora-Höhlen genau?
Die Ellora-Höhlen befinden sich rund 30 km nordwestlich von Aurangabad im Bundesstaat Maharashtra in Westindien. Sie liegen in einer Basaltwand in leicht hügeligem Gelände und sind von Aurangabad aus gut per Straße erreichbar.
Wie alt sind Ellora Caves und wer hat sie gebaut?
Die Ellora Caves entstanden grob zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert n. Chr. und wurden unter verschiedenen indischen Dynastien wie den Chalukya- und Rashtrakuta-Herrschern geschaffen. Es waren jedoch keine namentlich bekannten Einzelarchitekten, sondern anonyme Handwerker, Mönche und Bildhauer, die mit ihren Teams über Generationen an den Höhlen arbeiteten.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Überblick über die wichtigsten Höhlen, insbesondere den Kailasa-Tempel und einige buddhistische und jainistische Höhlen, empfehlen viele Reiseführer mindestens einen halben Tag. Wer sich intensiver mit Details, Fotografie oder der religiösen Symbolik befassen möchte, sollte eher einen ganzen Tag einplanen.
Was ist das Besondere an der Kailasa-Höhle (Höhle 16)?
Der Kailasa-Tempel in Höhle 16 ist ein freistehender Tempelkomplex, der komplett aus einem einzigen Felsblock herausgearbeitet wurde. Er gilt als einer der größten monolithischen Felsentempel der Welt und beeindruckt durch seine Dimensionen, die feinen Reliefs und die technische Leistung, von oben nach unten in den Fels zu „bauen“.
Welche Reisezeit ist für Besucher aus Deutschland am angenehmsten?
Für Reisende aus Mitteleuropa gelten die Monate etwa von Oktober bis März als angenehmste Reisezeit, da es dann vergleichsweise trocken und nicht ganz so heiß ist. In der heißesten Phase ab April sowie während des Monsuns zwischen Juni und September kann der Besuch wegen großer Hitze oder starker Regenfälle anstrengender sein.
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