Ellora Caves: Tempel aus dem Fels bei Aurangabad
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 03:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Ellora Caves bei Aurangabad bilden eine weitläufige Folge aus Höhlen, Hallen, Säulen und Heiligtümern im Basaltgestein. Buddhistisches, hinduistisches und jainistisches Bauen liegt hier in einem zusammenhängenden Felsareal nebeneinander. Der Ort verbindet Architektur und Skulptur so eng, dass Wände, Pfeiler und Bildwerke aus demselben Gestein hervorgehen.
Ellora Caves: drei Religionen in einer Felswand
Die Anlage entstand in mehreren Phasen zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert. Die buddhistischen Höhlen bilden den älteren Abschnitt, während hinduistische und jainistische Anlagen in späteren Arbeitsphasen hinzukamen. Die UNESCO beschreibt drei große Abschnitte der Felsarbeiten vom 6. bis zum 12. Jahrhundert und ordnet die Höhlengruppen unterschiedlichen religiösen Traditionen zu. drei religiöse Traditionen
Im buddhistischen Bereich liegen Gebetsräume und Klosteranlagen mit Pfeilerreihen und Bildwerken. Die hinduistischen Höhlen zeigen Figuren aus dem religiösen Bildprogramm des Subkontinents. In den jainistischen Höhlen treten fein gearbeitete Skulpturen und zurückhaltendere Raumfolgen hervor.
Ellora Caves: Kailasa als herausgelöster Tempelbau
Das Kailasa-Heiligtum in Höhle 16 ist aus dem gewachsenen Fels herausgearbeitet. Es steht nicht als aus einzelnen Blöcken errichtetes Gebäude vor der Felswand, sondern als Tempelanlage innerhalb des Berggesteins. Höfe, Pfeiler, Treppen, Figuren und Bauteile gehören zu einer einzigen monolithischen Arbeit.
Die Ausführung des Kailasa-Tempels wird dem Rashtrakuta-König Krishna I. zugeschrieben und in das 8. Jahrhundert datiert. Der Bauherr ist durch Inschriften und die historische Einordnung der Rashtrakuta-Zeit mit dem Heiligtum verbunden. Kailasa-Tempel des 8. Jahrhunderts Die Anlage zeigt einen Tempelhof mit monumentalen Tierfiguren, Reliefs und architektonischen Formen, die aus dem Basalt herausgearbeitet wurden.
Ellora Caves: Reliefs, Säulen und Räume aus Basalt
Die Räume der Ellora Caves wechseln zwischen engen Durchgängen, tiefen Hallen und offenen Höfen. Säulen gliedern die Innenräume, während Reliefs Wände und Fassaden mit Götterfiguren, Heiligen, Tieren und ornamentalen Bändern überziehen. Das Gestein bleibt dabei stets Bestandteil der Architektur.
Die religiöse Vielfalt zeigt sich nicht nur in der Abfolge der Höhlengruppen, sondern auch in ihren Raumtypen. Buddhistische Anlagen besitzen Versammlungsräume und Zellen, hinduistische Höhlen konzentrieren sich auf Tempelräume und Bildprogramme, jainistische Anlagen verbinden Hallen mit detailreichen Skulpturen. Die Ellora Caves wurden 1983 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. 1983 in die Welterbeliste aufgenommen
Ellora Caves besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Ellora Caves liegen bei Ellora im Bundesstaat Maharashtra, nordwestlich von Aurangabad. Die Anreise führt über Aurangabad und dessen Straßenverbindungen mit Auto, Taxi oder Regionalverkehr.
- Das Gelände umfasst Felswege, Treppen, Höfe und unebene Steinflächen. In den Innenräumen wechseln sich offene Bereiche mit schattigen, durch Pfeiler gegliederten Hallen ab.
- Die Höhlen liegen in einer Felswand. Für die Besichtigung gehören längere Wege zwischen den einzelnen Gruppen und wiederholte Auf- und Abstiege zum Gelände.
- In der Umgebung liegen weitere historische Ziele Maharashtras, darunter die Stadt Aurangabad und die Felsanlagen von Ajanta.
- Amtssprache ist Hindi und Marathi, gezahlt wird in Indischen Rupien. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Ellora Caves auf Social-Media-Plattformen
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Ellora Caves: häufige Fragen
Wo liegen die Ellora Caves?
Die Ellora Caves liegen bei Ellora im indischen Bundesstaat Maharashtra, nordwestlich von Aurangabad. Das Höhlenareal befindet sich in einer Felslandschaft aus Basalt.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind Felsklöster, Tempelhallen, Höfe, Säulen und Reliefs. Die Besichtigung verbindet buddhistische, hinduistische und jainistische Architektur innerhalb eines zusammenhängenden Areals.
Was kennzeichnet die Ellora Caves?
Die Anlage verbindet Felsarchitektur mit einer Datierung vom 6. bis zum 12. Jahrhundert. Besonders das im 8. Jahrhundert geschaffene Kailasa-Heiligtum zeigt einen Tempelbau aus einem einzigen Felsmassiv.
