Ellora Caves, Aurangabad

Ellora Caves: Felsentempel dreier Religionen bei Aurangabad

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 10:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ellora Caves nahe Aurangabad in Indien vereinen buddhistische, hinduistische und jainistische Felsentempel zu einem einzigartigen Ensemble aus dem frühen Mittelalter.

Architektur-Render von Ellora-Höhlen in Aurangabad, Indien bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Ellora-Höhlen in Aurangabad Indien, klare Linien und neutrales Tageslicht, Illustration mit AI erstellt.

Ellora Caves bei Aurangabad in Indien sind ein aus Basalt herausgearbeitetes Ensemble von Felsentempeln und Klosteranlagen, das hinduistische, buddhistische und jainistische Traditionen in einem zusammenhängenden Komplex vereint. Die Anlage entstand zwischen dem 6. und dem 10. Jahrhundert n. Chr. und gehört seit 1983 als Kulturstätte zum UNESCO-Welterbe.

Ellora Caves: ein Basaltfelsen voller Heiligtümer

Die Ellora Caves liegen in den Charanandri-Hügeln im Bundesstaat Maharashtra, nordwestlich von Aurangabad, und sind direkt in eine hohe Basaltklippe hineingetrieben. Über eine Länge von mehr als zwei Kilometern reihen sich mehrere Dutzend nummerierte Höhlen und freistehende Strukturen aneinander, die aus dem anstehenden Gestein herausgemeißelt wurden.mehr als zwei Kilometern Die UNESCO beschreibt das Ensemble als eine Gruppe von 34 Klöstern und Tempeln, die Seite an Seite in die Wand des Basaltfelsens eingetieft sind und dadurch eine geschlossene Folge religiöser Architektur bilden.Gruppe von 34 Klöstern und Tempeln

Die Anlage entstand in einer Zeit intensiver Bautätigkeit zwischen dem 6. und dem 10. Jahrhundert, in der sich im westlichen Indien verschiedene Herrscherhäuser, Händlergemeinschaften und religiöse Gruppen mit monumentaler Felsarchitektur präsentierten.zwischen dem 6. und dem 10. Jahrhundert Die Felswand von Ellora ist aus Basalt aufgebaut, einem vulkanischen Gestein, das sich für die subtractive Bauweise eignet, bei der Innenräume und freistehende Baukörper aus einem zusammenhängenden Felsvolumen herausgeschlagen werden.

Drei Religionen in einer Felswand

Ellora Caves gehören zu den eindrucksvollsten Beispielen für das Nebeneinander mehrerer Religionen in einer einzigen Felsarchitektur. Die nummerierten Höhlen sind drei religiösen Traditionen zugeordnet: buddhistischen Heiligtümern, brahmanisch-hinduistischen Tempeln und jainistischen Anlagen.Buddhismus, Brahmanismus und Jainismus Die buddhistischen Höhlen bilden die südliche Gruppe, die hinduistischen stehen in der Mitte der Reihe, und die jainistischen sind am nördlichen Ende der Basaltklippe angelegt.südliche, mittlere und nördliche Gruppe

Die buddhistischen Teile der Ellora Caves umfassen Klosterräume und Versammlungshallen mit Säulenreihen, in denen Buddha-Darstellungen und Bodhisattvas aus dem Fels herausgearbeitet sind. Die hinduistischen Tempel greifen Motive aus der Verehrung von Shiva, Vishnu und anderen Gottheiten auf und zeigen eine dichte Folge von Götterfiguren, mythologischen Szenen und dekorativen Elementen an Wänden, Säulen und Fassaden.Buddhistische, hinduistische und jainistische Tempel Die jainistischen Höhlen sind kleiner, aber reich mit Reliefs und feinen plastischen Details ausgestattet, die Tirthankaras und andere Figuren zeigen.

Kailasa-Tempel: freistehende Architektur im Fels

Im Zentrum der Ellora Caves steht der Kailasa-Tempel, eine freigestellte Felsarchitektur innerhalb der Höhlenreihe. Er ist als Höhle 16 nummeriert und gilt als größtes monolithisches Felsbauwerk innerhalb der Anlage, da Tempel, Hof, Torbau und Nebenstrukturen zusammenhängend aus einem einzigen Basaltmassiv herausgearbeitet wurden.größtes monolithisches Felsbauwerk Die Ausgräber begannen oben am Fels und trennten den Tempel durch senkrechte Schnitte von der umgebenden Wand, bevor sie Innenräume, Hof und Portale formten.

Der Kailasa-Tempel ist Shiva geweiht und orientiert sich an freistehenden Tempelbauten der indischen Tradition, überträgt deren Formen jedoch vollständig in Fels. Der Baukörper erhebt sich über einem Hof mit seitlichen Nebenschreinen und freistehenden Säulen, während der Hauptraum einen großen zentralen Schrein trägt.Kailasa-Tempel als Höhle 16 Die Monumentalität des Tempels macht ihn zum Mittelpunkt des hinduistischen Abschnitts der Ellora Caves und zu einem der wirkungsvollsten Beispiele subtractiver Felsarchitektur in Indien.

Ellora Caves besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Ellora Caves liegen nordwestlich von Aurangabad im Bundesstaat Maharashtra; der nächstgelegene größere Flughafen und Bahnhof befindet sich in Aurangabad, von wo aus Straßenverbindungen in Richtung des Dorfes Ellora führen.
  • Das Gelände der Ellora Caves verläuft entlang eines Basaltfelsens mit mehreren Zugängen zu den einzelnen Höhlen, vor denen sich teilweise Treppen und ansteigende Wege befinden.
  • In der Umgebung der Ellora Caves liegen weitere historische Stätten im Raum Aurangabad, darunter die Ajanta Caves im Nordosten und das Mausoleum Bibi Ka Maqbara innerhalb der Stadt Aurangabad.
  • Amtssprache ist Hindi und Marathi, gezahlt wird in Indischen Rupien.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Ellora Caves auf Social-Media-Plattformen

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Ellora Caves: häufige Fragen

Wo liegen die Ellora Caves genau?

Die Ellora Caves befinden sich in den Charanandri-Hügeln im Bundesstaat Maharashtra nahe dem Dorf Ellora nordwestlich von Aurangabad.

Was bietet ein Besuch der Ellora Caves?

Ein Besuch führt durch eine dicht gedrängte Folge von Felsentempeln und Klosterhöhlen, in denen Reliefs, Skulpturen und Architekturformen aus buddhistischer, hinduistischer und jainistischer Tradition direkt im Basalt herausgearbeitet sind.

Was kennzeichnet die Ellora Caves besonders?

Besonders kennzeichnend ist die Kombination von 34 nummerierten Höhlen und freistehenden Felsbauten, die über mehrere Jahrhunderte hinweg entstanden sind und den Kailasa-Tempel als großes monolithisches Zentrum einschließen.

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