El Castillo erlebt am 22. September den Kukulcán-Effekt
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 07:58 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
El Castillo in Chichen Itza stand am 22. September 2026 im Zeichen des Herbst-Equinoktiums. An der Pyramide zeigte sich das Licht- und Schattenspiel, bei dem die Silhouette einer Schlange an der nördlichen Balustrade entsteht. Das Bauwerk gehört zur archäologischen Zone von Chichen Itza in Mexiko.
Herbst-Equinoktium erzeugte Lichtschlange am 22. September
Das astronomische Ereignis trat am 22. September 2026 ein. Das Instituto Nacional de Antropología e Historia, kurz INAH, hatte den Termin in seinem Besucherhinweis zur archäologischen Zone genannt. Dort wird beschrieben, dass die Sonne auf die nördliche Balustrade fällt und dort den Eindruck einer herabgleitenden Schlange erzeugt.
Für die Tage davor organisierte das INAH gemeinsam mit der Kulturbehörde Cultur Yucatán ein Sonderverfahren. Es galt am 20. und 21. September 2026. Die Kassen im Besucherzentrum öffneten um 8 Uhr, der letzte Einlass war für 16 Uhr vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt wurden mehrere Bereiche eingeschränkt, darunter das Große Ballspiel, der Tempel der Tausend Säulen, die Casita Maya, das Cenote Xtoloc, das Beinhaus und das Observatorium. Das INAH-Sonderverfahren für Chichen Itza sah außerdem keinen Zugang zu Chichen Viejo und zum Großen Museum von Chichen Itza vor.
El Castillo verbindet Bauform und Sonnenlauf
Die aktuelle Beobachtung steht mit der Konstruktion der Pyramide in Verbindung. Nach Angaben des INAH ist sie 30 Meter hoch, hat neun Baukörper und misst an jeder Seite 55,5 Meter. Vier Treppen führen zu den Balustraden oder Rampen an den Seiten.
Am Nachmittag wandert der Schatten des Sonnenlichts über die nordwestliche Rampe. Dabei entstehen dreieckige Lichtflächen, die zusammen mit dem steinernen Schlangenkopf am Fuß der Treppe die bekannte Form ergeben. Neuere Untersuchungen beschreiben das Muster nicht als Erscheinung ausschließlich an den beiden Equinoktien. Die Anzahl und Form der Lichtdreiecke verändert sich im Jahresverlauf. Die astronomische Einordnung des INAH nennt für den Herbst ein Muster mit sieben Dreiecken auf der Balustrade.
Nach dem Herbsttermin nimmt die Zahl der sichtbaren Dreiecke weiter ab. Für den 9. Oktober beschreibt das INAH fünf Dreiecke. Letzte kurze Lichtspuren an der Balustrade werden dort für etwa den 29. Oktober genannt. Damit reicht die beobachtbare Entwicklung über den eigentlichen Equinoktiumstag hinaus.
El Castillo besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der maßgebliche Termin war der 22. September 2026. Das Sonderverfahren für Besucher galt am 20. und 21. September 2026.
- Während des Sonderverfahrens endete der letzte Einlass um 16 Uhr. Mehrere Bereiche sowie Chichen Viejo und das Große Museum waren anschließend beziehungsweise währenddessen nicht zugänglich.
- El Castillo liegt in der archäologischen Zone von Chichen Itza im mexikanischen Bundesstaat Yucatán. Der Zugang zur Anlage wurde über das Besucherzentrum CATVI geregelt.
- Die Pyramide darf nicht bestiegen werden. Das sichtbare Phänomen entsteht an der nördlichen Balustrade und wird vom Boden aus betrachtet.
- Amtssprache ist Spanisch, Landeswährung der mexikanische Peso. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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El Castillo: häufige Fragen
Wann fand das Herbst-Equinoktium am El Castillo statt?
Das astronomische Ereignis fand am 22. September 2026 statt. Die Besuchsregelungen des INAH bezogen sich auf den 20. und 21. September 2026.
Was hat sich am El Castillo für Besucher geändert?
Während des Sonderverfahrens endete der letzte Einlass um 16 Uhr. Mehrere Bereiche der archäologischen Zone sowie Chichen Viejo und das Große Museum waren nicht zugänglich.
Wo liegt El Castillo und wie kommt man hin?
El Castillo liegt in der archäologischen Zone von Chichen Itza im mexikanischen Bundesstaat Yucatán. Der Zugang erfolgt über das Besucherzentrum CATVI.
