El Castillo Chichen Itza, Reise

El Castillo Chichen Itza: Magische Stufenpyramide der Maya

26.05.2026 - 06:20:29 | ad-hoc-news.de

El Castillo Chichen Itza in Mexiko fasziniert mit präziser Astronomie, akustischen Effekten und Rätseln der Maya-Kultur – warum die Pyramide Reisende aus Deutschland bis heute in ihren Bann zieht.

El Castillo Chichen Itza, Reise, Kultur
El Castillo Chichen Itza, Reise, Kultur

Wenn sich früh am Morgen der Dschungelnebel lichtet und die Sonne die ersten Stufen von El Castillo Chichen Itza vergoldet, wirkt die berühmte Pyramide wie ein steinernes Rätsel aus einer anderen Welt. Die Maya nannten dieses Monument sinngemäß „das Schloss“ – El Castillo – und schufen damit eines der ikonischsten Bauwerke Mesoamerikas, das bis heute Millionen Besucher aus aller Welt anzieht.

Zwischen kalkweißem Stein, tiefer Stille und dem entfernten Ruf der Vögel wird schnell klar: Chichen Itza ist kein gewöhnliches Reiseziel, sondern ein dichter Ort von Geschichte, Religion und hochentwickelter Wissenschaft. Für Reisende aus Deutschland ist El Castillo Chichen Itza eine der eindrucksvollsten Begegnungen mit der Welt der Maya – architektonisch, spirituell und emotional.

El Castillo Chichen Itza: Das ikonische Wahrzeichen von Chichen Itza

El Castillo Chichen Itza ist das wohl bekannteste Bauwerk der gesamten Ruinenstadt Chichen Itza auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko. Die Stufenpyramide erhebt sich auf einer weiten Rasenfläche über den umliegenden Tempeln und Ballspielplätzen und dominiert den sogenannten Großen Platz der Anlage. Für viele Besucher ist sie das Bild, das sie mit der Maya-Kultur verbinden – ähnlich prägend wie der Eiffelturm für Paris oder das Brandenburger Tor für Berlin.

Die UNESCO führt Chichen Itza – und damit auch El Castillo – seit 1988 als Welterbestätte von außergewöhnlichem universellen Wert. Die Organisation betont vor allem die Kombination aus politischer, religiöser und wissenschaftlicher Bedeutung, die sich hier in einer einzigartigen Monumentalarchitektur verdichtet. El Castillo steht im Zentrum dieses Ensembles, das Zeugnis einer der entwickeltesten Hochkulturen des präkolumbischen Amerika ist.

Für Reisende aus Deutschland ist die Pyramide zudem ein gut erreichbarer Höhepunkt einer Yucatán-Rundreise: Viele starten von den Küstenorten an der Riviera Maya bei Cancún oder Playa del Carmen, andere kombinieren den Besuch mit den Kolonialstädten Mérida oder Valladolid. Die Pyramide selbst wirkt vor Ort häufig kleiner als auf Fotos erwartet – doch gerade dadurch treten Details wie Steinreliefs, Stufenzahl und Ausrichtung zu Sonne und Sternen umso stärker in den Vordergrund.

Geschichte und Bedeutung von El Castillo

Die Geschichte von El Castillo ist eng mit der Entwicklung von Chichen Itza als politischem und religiösem Zentrum der Maya verbunden. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit grob zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert, also mehrere Jahrhunderte, bevor Christoph Kolumbus Europa und Amerika verband. Archäologische Untersuchungen datieren den Bau der sichtbaren Pyramide in diese Spätphase der Stadtgeschichte, als Chichen Itza eine dominante Macht auf der Halbinsel Yucatán war.

Historiker sprechen häufig von einer Mischkultur: In Chichen Itza verschränkten sich klassische Maya-Traditionen mit Einflüssen aus Zentralmexiko. Das erklärt, warum manche Motive – etwa gefiederte Schlangen oder Kriegerdarstellungen – stark an die Kunst der Tolteken erinnern. El Castillo verkörpert diese Synthese und wird daher oft als Symbol einer „Maya-Tolteken“-Tradition beschrieben.

Bemerkenswert ist, dass unter der heute sichtbaren Pyramide eine ältere Bauphase steckt. Archäologen haben im Inneren eine frühere, kleinere Pyramide mit eigener Tempelstruktur entdeckt. Solche Überbauungen waren im Maya-Raum nicht ungewöhnlich: Ähnlich wie bei Baumringen symbolisierten neue Hüllen eine neue politische oder religiöse Epoche, ohne die sakrale Bedeutung des Ortes aufzugeben.

El Castillo hatte für die Maya eine ausgeprägte rituelle Funktion. Der Tempel an der Spitze war vermutlich dem Gott Kukulkán, der „Gefiederten Schlange“, geweiht. Kukulkán steht für eine hochrangige Gottheit, die mit Wind, Wissen, Macht und Fruchtbarkeit verbunden ist. Die Pyramide diente daher nicht nur als Monument, sondern als Bühne für Zeremonien, Prozessionen und astronomisch ausgerichtete Feste zu bestimmten Zeiten im Jahreslauf.

Aus europäischer Perspektive hilft ein zeitlicher Vergleich: Als El Castillo seine späte Form erreichte, existierten weder die gotischen Kathedralen Mitteleuropas noch die großen Renaissance-Paläste Italiens. Die Pyramide ist also deutlich älter als etwa das Brandenburger Tor (Ende 18. Jahrhundert) und entstand Jahrhunderte vor der Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871. Sie repräsentiert eine eigenständige Wissenswelt, die parallel zu, aber unabhängig von der europäischen Geschichte verlief.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist El Castillo Chichen Itza eine klassische mesoamerikanische Stufenpyramide mit vier Seiten und einer Plattform mit Tempelaufbau an der Spitze. Jede Seite verfügt über eine breite Treppe, die von unten bis zum Tempel hinaufführt. Insgesamt zählt die Pyramide mit allen Stufen, inklusive der oberen Plattform, 365 Stufen – eine Zahl, die unübersehbar auf das Sonnenjahr verweist. Viele Fachleute sehen darin einen bewussten Ausdruck der calendrischen und astronomischen Kenntnisse der Maya.

Die Ausrichtung der Pyramide ist nicht zufällig: El Castillo ist so positioniert, dass die Auf- und Untergänge der Sonne zu bestimmten Jahreszeiten spektakuläre Licht- und Schatteneffekte erzeugen. Besonders berühmt sind die Tage der Tagundnachtgleiche um den 20./21. März und 22./23. September. In den späten Nachmittagsstunden fällt das Sonnenlicht dann so auf die nördliche Treppe, dass eine Reihe dreieckiger Schatten an der Treppenkante erscheint. Diese Schatten „kriechen“ visuell hinab, bis sie den in Stein gemeißelten Schlangenkopf am Fuß der Treppe erreichen – es wirkt, als ob eine gefiederte Schlange die Pyramide hinabgleitet.

Dieser Effekt wird immer wieder in Dokumentationen und Reisereportagen hervorgehoben, weil er auf eindrucksvolle Weise zeigt, wie präzise die Maya ihre Bauwerke mit astronomischen Zyklen in Einklang brachten. Für viele Besucher ist das Spektakel ein Höhepunkt, allerdings ist der Andrang an diesen Tagen besonders hoch, und der exakte Schatteneffekt hängt von Wetter und Bewölkung ab.

Ein weiteres oft beschriebenes Phänomen ist die Akustik von El Castillo. Wer am Fuß der Treppe in die Hände klatscht, hört ein Echo, das an den Ruf eines Vogels erinnert – häufig wird ein Vergleich mit dem Quetzal gezogen, einem heiligen Vogel Mesoamerikas. Physiker erklären diesen Effekt mit der speziellen Geometrie der Treppen und Stufen, die den Schall auf eine bestimmte Weise brechen. Ob die Maya diesen Effekt bewusst geplant haben oder ob er ein Zufall der Bauweise ist, bleibt umstritten. Reiseführer greifen ihn dennoch gern auf, weil er Besucher spielerisch in Kontakt mit dem Bauwerk bringt.

Die Pyramide zeigt zudem reiche Bildmotive: An Sockeln, Treppenwangen und Plattformen finden sich Reliefs von Schlangen, Kriegern, Totenschädeln und anderen Symbolen. Sie verweisen auf die enge Verbindung von religiöser Verehrung, Machtrepräsentation und möglicherweise auch Opferpraktiken. In der Nähe von El Castillo liegen weitere bedeutende Strukturen, etwa der Große Ballspielplatz, der sogenannte „Templo de los Guerreros“ (Tempel der Krieger) und der Cenote Sagrado, ein natürlicher Einbruchsee, der rituell genutzt wurde.

Die heutige Erscheinung von El Castillo ist das Ergebnis jahrzehntelanger archäologischer Arbeiten und Restaurierungen. Wie bei vielen antiken Monumenten wurden Teile der Pyramide in der Moderne gesichert, rekonstruiert und stabilisiert, um sie überhaupt zugänglich zu halten. Besuchern wird bewusst: Man sieht eine Kombination aus originaler Substanz und durch Fachleute sorgfältig ergänzten Bereichen. Die grundlegende Form und Ausrichtung jedoch gehen auf die Maya-Baumeister zurück, deren Wissen über Statik, Astronomie und Ritualkunst hier eindrucksvoll zusammenkommt.

El Castillo Chichen Itza besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Chichen Itza liegt im Bundesstaat Yucatán auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko, etwa im Dreieck zwischen Cancún an der Karibikküste, der Kolonialstadt Mérida und Valladolid im Landesinneren. Von Cancún sind es rund 200 km Fahrstrecke bis zur archäologischen Zone, je nach Route etwa 2,5 bis 3 Stunden mit dem Auto oder Bus. Mérida liegt ungefähr 120 bis 130 km westlich, Valladolid etwa 40 bis 50 km östlich.
  • Anreise aus Deutschland per Flug
    Direktflüge aus Deutschland nach Cancún werden immer wieder saisonal angeboten; außerhalb der Direktverbindungen erfolgt die Anreise meist mit Umstieg über große Drehkreuze wie Madrid, Paris, Amsterdam oder US-Flughäfen. Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Cancún liegt – je nach Route und Zwischenstopp – insgesamt meist zwischen etwa 11 und 14 Stunden. Von Cancún aus gelangt man per Mietwagen, organisierten Tagesausflügen, Linienbussen oder privaten Transfers nach Chichen Itza. Alternativ ist die Anreise über Mérida möglich, das ebenfalls internationale Verbindungen hat, meist jedoch mit Umstieg in Mexiko-Stadt oder den USA.
  • Bahn und Bus vor Ort
    Innerhalb Mexikos war Chichen Itza lange hauptsächlich über Fernbusse zu erreichen, die von Cancún, Playa del Carmen, Tulum, Mérida und Valladolid aus verkehren. Der Busbahnhof der mexikanischen Busgesellschaften befindet sich in der Regel in den Stadtzentren; von dort aus werden touristische Ziele bedient. Reisende sollten aktuelle Fahrpläne vor Ort oder online bei etablierten Busanbietern prüfen, da sich Verbindungen und Frequenzen ändern können.
  • Öffnungszeiten
    Die archäologische Zone Chichen Itza ist typischerweise tagsüber geöffnet, häufig in einem Rahmen von etwa 8:00 bis 17:00 Uhr. Exakte Zeiten können je nach Saison, gesetzlichen Feiertagen und behördlichen Vorgaben variieren. Besonders in der Hauptsaison oder rund um spezielle Ereignisse können Sonderregelungen gelten. Reisende sollten die aktuellen Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch bei der offiziellen Verwaltung von Chichen Itza oder den mexikanischen Kulturbehörden prüfen, da sich Zeiten und Besuchskontingente ändern können.
  • Eintritt
    Der Eintritt nach Chichen Itza setzt sich traditionell aus einer Gebühr der Kulturbehörde des Bundesstaates Yucatán und einer bundesstaatlichen Komponente zusammen, weshalb Preisangaben schwanken können und sich gelegentlich ändern. Zusätzlich können für bestimmte Dienstleistungen – etwa Parkplätze, Führer oder Sonderbesichtigungen – separate Gebühren anfallen. Reisende sollten aktuelle Eintrittspreise kurz vor der Reise auf offiziellen Seiten nachsehen und mit einem Betrag im Bereich eines üblichen großen Museumsbesuchs in Europa rechnen. Zur Orientierung empfiehlt es sich, den Ticketverkauf und Hinweisschilder vor Ort zu prüfen, da dort die verbindlichen Preise angegeben sind.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima auf Yucatán ist tropisch-warm. Für Besuche von El Castillo Chichen Itza gelten die trockeneren, etwas kühleren Monate zwischen etwa November und März vielen Reisenden als besonders angenehm, da die Temperaturen häufig noch moderat sind und die Luftfeuchtigkeit etwas geringer ausfällt. Die Monate April und Mai können sehr heiß werden, bevor typischerweise die Regenzeit beginnt, in der es häufiger zu intensiven, aber oft kurzen Schauern kommen kann. Unabhängig von der Jahreszeit ist es sinnvoll, Chichen Itza möglichst früh am Morgen zu besuchen: Einerseits ist die Hitze dann erträglicher, andererseits sind die Besucherströme – insbesondere Reisegruppen von der Küste – in den frühen Stunden meist noch kleiner.
  • Praxis-Tipps: Sprache und Führungen
    In den touristisch geprägten Regionen Yucatáns – insbesondere rund um Cancún, Playa del Carmen und die archäologischen Stätten – sind Spanisch und Englisch die dominierenden Sprachen. Viele Reiseleiter und Anbieter sind an internationale Gäste gewöhnt und bieten Führungen auf Englisch an, zum Teil auch auf Deutsch, vor allem bei organisierten Gruppentouren ab den Badeorten oder über spezialisierte Reiseveranstalter. Wer Wert auf deutschsprachige Erklärungen legt, sollte dies bereits bei der Buchung abklären oder auf digitale Audioguides und Hintergrundliteratur in deutscher Sprache zurückgreifen.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    Offizielle Währung ist der mexikanische Peso. An touristischen Orten werden häufig auch gängige internationale Kreditkarten akzeptiert, insbesondere bei Eintrittskassen, Hotels, größeren Restaurants und Tourveranstaltern. In kleineren Läden, bei Straßenständen oder für Trinkgelder ist Bargeld jedoch sehr hilfreich. Reisende aus Deutschland sollten damit rechnen, dass Girokarten (Debitkarten deutscher Banken) nicht überall zuverlässig funktionieren, während Kreditkarten (Visa, Mastercard) verbreiteter akzeptiert werden. Mobile Payment-Optionen wie Apple Pay oder Google Pay gewinnen an Bedeutung, sind aber noch nicht flächendeckend verfügbar. Trinkgeld ist in Mexiko üblich: Für Führungen, Fahrten oder Restaurantbesuche werden in der Regel 10 bis 15 Prozent geschätzt, bei kleineren Dienstleistungen wenige Münzen oder ein kleiner Schein.
  • Kleiderordnung und Sonnenschutz
    Für den Besuch von El Castillo Chichen Itza empfiehlt sich leichte, luftige Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt – nicht aus strengen religiösen Gründen, sondern zum Schutz vor Sonne und Insekten sowie aus Respekt vor dem kulturhistorischen Charakter des Ortes. Unbedingt empfehlenswert sind ein Sonnenhut oder eine Kappe, Sonnenbrille und hochwirksamer Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, da es auf dem weitläufigen Gelände nur wenig Schatten gibt. Bequeme, geschlossene Schuhe oder hochwertige Sandalen erleichtern das Gehen auf unebenen Wegen und Treppen. Wer empfindlich auf Hitze reagiert, sollte zusätzlich ausreichend Wasser mitnehmen; auf dem Gelände und in der Umgebung gibt es Verkaufsstände, jedoch zu touristisch üblichen Preisen.
  • Fotografie und Drohnen
    Fotografieren ist auf dem Gelände von Chichen Itza grundsätzlich erlaubt, allerdings in der Regel nur für den privaten Gebrauch. Für professionelle Ausrüstung, Stative oder filmische Nutzung können zusätzliche Genehmigungen und Gebühren erforderlich sein. Drohnenflüge sind auf vielen archäologischen Stätten Mexikos stark eingeschränkt oder ganz untersagt, um Besucher zu schützen und die Denkmäler zu bewahren. Reisende sollten die jeweils aktuellen Regeln der zuständigen Kulturbehörden beachten und Hinweisschilder vor Ort respektieren.
  • Betreten der Pyramide
    Im Unterschied zu früher ist das Erklimmen von El Castillo heute nicht mehr gestattet. Aus Gründen des Denkmalschutzes und der Sicherheit wurden die Treppen für Besucher gesperrt. Die Pyramide wird daher vom Boden aus umrundet; aus verschiedenen Perspektiven lassen sich die architektonischen Details jedoch gut erkennen und fotografieren. Diese Regelung trägt dazu bei, die empfindliche Substanz der Stufen und Reliefs langfristig vor Abnutzung zu bewahren.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Aufenthalte in Mexiko in der Regel kein Visum für kürzere Aufenthalte, sondern erhalten bei der Einreise eine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung. Die Bedingungen können sich ändern, etwa hinsichtlich maximaler Aufenthaltsdauer, notwendiger Reisedokumente oder digitaler Einreiseformalitäten. Deshalb sollten Reisende die jeweils aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise für Mexiko beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sorgfältig prüfen. Dort finden sich auch Hinweise zu regionalen Sicherheitslagen, gesundheitlichen Empfehlungen und Verhaltenstipps, die vor einer Reise nach Chichen Itza hilfreich sind.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung zur MEZ
    Die Halbinsel Yucatán liegt in einer Zeitzone, die in vielen Perioden des Jahres sechs bis sieben Stunden hinter Mitteleuropa zurückliegt, abhängig von Sommer- und Winterzeitumstellungen in Deutschland und den lokalen Regelungen in Mexiko. Wer von Deutschland aus nach Cancún oder Mérida fliegt, sollte daher bei der Planung von Flügen, Shuttle-Transfers und Besuchen in Chichen Itza die Zeitverschiebung berücksichtigen, um keine gebuchten Touren oder Öffnungszeiten zu verpassen.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für Reisende aus Deutschland ist es ratsam, neben der europäischen Krankenversicherungskarte (die in Mexiko selbst nicht gilt) eine private Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, die Behandlungskosten, Medikamente und im Notfall auch einen Rücktransport abdeckt. Das Klima ist heiß und kann belastend sein; ausreichender Sonnenschutz, regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme und leichte Mahlzeiten helfen, Kreislaufprobleme zu vermeiden. Wer empfindlich auf ungewohnte Speisen oder Trinkwasser reagiert, sollte auf Flaschenwasser zurückgreifen und auf Hygiene achten.

Warum El Castillo auf jede Chichen Itza-Reise gehört

El Castillo ist weit mehr als ein Fotomotiv für Social Media – die Pyramide ist ein Schlüssel, um Chichen Itza als Ganzes zu verstehen. Wer über die weite, grüne Fläche auf die Pyramide zugeht, spürt unmittelbar die Inszenierung von Macht und Spiritualität: Der Weg führt schnurgerade auf den monumentalen Bau zu, flankiert von anderen Gebäuden, die einst politischen und religiösen Funktionen dienten. Die Pyramide markiert den Mittelpunkt eines geistigen und weltlichen Kosmos.

Von den verschiedenen Blickwinkeln aus erschließen sich immer neue Details: die Schlangenköpfe an der Nordtreppe, die klaren Kanten der Stufen, die Staffelung des Baukörpers, der Tempel auf der Spitze. Mit etwas Vorwissen können Reisende beim Anblick von El Castillo die astronomischen Bezüge erahnen: 365 Stufen, vier Treppen – eine für jede Himmelsrichtung –, die Plattformen als mögliche Repräsentation von Jahressesegmenten. Die Pyramide wird so zum steinernen Kalender, zum Symbol einer Kultur, die Zeit und Himmel präzise beobachtete.

Rund um El Castillo erstreckt sich die gesamte archäologische Zone von Chichen Itza, die sich für einen mehrstündigen Besuch anbietet. Nach dem Rundgang um die Pyramide lohnt sich ein Abstecher zum Großen Ballspielplatz, wo die Maya ein rituelles Ballspiel austrugen, dessen Regeln nur teilweise verstanden sind. Die Reliefs mit Spielern und Opferdarstellungen geben Einblick in eine Welt, in der Sport, Religion und Politik eng verknüpft waren.

Auch der Besuch des Cenote Sagrado – eines natürlichen Kalksteinlochs mit Wasser – bietet spannende Perspektiven. Funde von Opfergaben und Knochen belegen, dass dieser Cenote eine herausragende rituelle Bedeutung hatte. In Kombination mit El Castillo zeigt sich, wie stark die Maya Naturphänomene und Unterweltvorstellungen in ihre religiösen Praktiken integrierten.

Für viele Reisende aus Deutschland ist ein Besuch von El Castillo Chichen Itza auch ein Moment, in dem die abstrakten Begriffe „Maya-Kultur“ und „präkolumbische Hochkultur“ greifbar werden. Statt nur über Pyramiden in Büchern zu lesen, stehen sie vor dem originalen Bauwerk, hören die Geräusche des Dschungels, sehen die wechselnden Lichtspiele und erleben, wie Gegenwart und Vergangenheit ineinanderfließen. Viele kombinieren den Besuch mit einem Bad in einem der nahegelegenen Cenotes, einem Spaziergang durch Valladolid oder einem Aufenthalt an der Karibikküste – und schaffen so eine Reise, auf der Natur, Kultur und Erholung ineinandergreifen.

El Castillo ist damit ein Fixpunkt jeder Yucatán-Reise, der nicht nur ästhetisch fasziniert, sondern auch den Blick auf Geschichte und Gegenwart Lateinamerikas erweitert. Die Pyramide erinnert daran, dass alte Wissenssysteme wie das der Maya komplexe Antworten auf Fragen nach Zeit, Natur und Kosmos entwickelten – lange bevor europäische Wissenschaftstraditionen weltweit dominant wurden.

El Castillo Chichen Itza in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist El Castillo Chichen Itza eines der am häufigsten geteilten Motive aus Mexiko: Von Sonnenaufgangsfotos über Videos der akustischen Effekte bis zu Zeitraffer-Aufnahmen der Tagundnachtgleiche zeigen Reisende, wie facettenreich die Pyramide erlebt werden kann.

Häufige Fragen zu El Castillo Chichen Itza

Wo genau liegt El Castillo Chichen Itza?

El Castillo befindet sich in der archäologischen Zone von Chichen Itza auf der Halbinsel Yucatán im Bundesstaat Yucatán in Mexiko. Die Anlage liegt etwa 200 km westlich von Cancún und ist von dort mit Auto oder Bus in rund 2,5 bis 3 Stunden erreichbar.

Wie alt ist El Castillo und von wem wurde es gebaut?

Die heute sichtbare Pyramide von El Castillo entstand in der Blütezeit von Chichen Itza, grob zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert n. Chr. Sie wurde von der Maya-Kultur errichtet, die auf Yucatán eine hochentwickelte Hochkultur mit eigenständigen Schrift-, Kalender- und Architekturtraditionen entwickelte.

Darf man El Castillo noch besteigen?

Nein, das Besteigen von El Castillo ist heute aus Gründen der Sicherheit und des Denkmalschutzes nicht mehr erlaubt. Besucher können die Pyramide vom Boden aus aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und fotografieren, aber die Treppen sind gesperrt.

Was macht El Castillo architektonisch so besonders?

El Castillo besticht durch seine klare, symmetrische Stufenform, die astronomische Ausrichtung und die symbolische Stufenzahl, die mit dem Sonnenjahr korrespondiert. Besonders bekannt ist der Licht- und Schatteneffekt zur Tagundnachtgleiche, bei dem auf der Nordtreppe scheinbar eine Schlange die Pyramide hinabgleitet, sowie der auffällige akustische Effekt beim Klatschen am Fuß der Treppe.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch von El Castillo Chichen Itza?

Viele Reisende bevorzugen die trockeneren, etwas weniger heißen Monate zwischen etwa November und März. Unabhängig von der Jahreszeit ist ein Besuch am frühen Morgen empfehlenswert, um Hitze und Andrang zu entgehen. Wer die Tagundnachtgleiche-Effekte erleben möchte, sollte die März- und Septembertermine ins Auge fassen, muss dann aber mit sehr vielen Besuchern rechnen.

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