Dongdaemun Design Plaza, Seoul

Dongdaemun Design Plaza: Seouls futuristische Bühne der Nacht

25.05.2026 - 05:42:10 | ad-hoc-news.de

Dongdaemun Design Plaza in Seoul, Südkorea, wirkt wie ein gelandetes Raumschiff – doch dahinter steckt mehr als spektakuläre Architektur. Warum der DDP-Besuch gerade für Reisende aus Deutschland so eindrücklich ist.

Dongdaemun Design Plaza, Seoul, Reise
Dongdaemun Design Plaza, Seoul, Reise

Wenn sich in Seoul nach Sonnenuntergang die 25.000 LED-Lichter der Dongdaemun Design Plaza einschalten, wirkt das Gebäude wie ein gelandetes Raumschiff mitten im dichten Stadtgefüge. Die Dongdaemun Design Plaza, oft kurz DDP genannt, ist mehr als nur eine futuristische Hülle: Sie ist Koreas Schaufenster für Design, Mode und digitale Kultur – und einer der Orte, an dem man die Dynamik von Seoul besonders intensiv spürt.

Dongdaemun Design Plaza: Das ikonische Wahrzeichen von Seoul

Die Dongdaemun Design Plaza in Seoul, Südkorea, ist seit ihrer Eröffnung in der Mitte der 2010er-Jahre zu einem der markantesten Wahrzeichen der Metropole geworden. In Reisemagazinen wie dem „ADAC Reisemagazin" und bei internationalen Medien wie der BBC wird das Gebäude immer wieder als Symbol für das moderne, kreative Korea beschrieben. Seine geschwungene, silbern schimmernde Fassade aus Tausenden Aluminiumplatten hebt sich bewusst von der rechtwinkligen Umgebung ab – ein Kontrast, der auf Fotos ebenso wirkt wie im direkten Erleben vor Ort.

Die Anlage liegt im Stadtteil Jung-gu, direkt an einem der traditionsreichsten Einkaufsviertel Seouls rund um den Dongdaemun-Markt. Wo früher ein Sportstadion stand, findet heute ein 24/7-Zusammenspiel aus Design-Ausstellungen, Mode-Events, K-Pop-Fankultur, Streetfood und Nachtshopping statt. Die Koreanische Tourismusorganisation (Korea Tourism Organization, KTO) hebt hervor, dass das DDP innerhalb kurzer Zeit zu einem der am häufigsten fotografierten Orte der Stadt geworden ist – insbesondere wegen seiner spektakulären Nachtbeleuchtung und der öffentlich zugänglichen Dachlandschaft.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bietet die Dongdaemun Design Plaza damit gleich mehrere Ebenen: Sie ist ein beeindruckender Architektur-Bau, ein Kultur- und Eventzentrum, ein Fenster in die koreanische Gegenwartskultur – und gleichzeitig ein sehr praktischer Startpunkt, um das umliegende Shopping- und Streetfood-Viertel zu erkunden.

Geschichte und Bedeutung von Dongdaemun Design Plaza

Die Geschichte der Dongdaemun Design Plaza beginnt mit einem radikalen Stadtumbau. Auf dem Gelände befand sich zuvor das Dongdaemun-Stadion, eine im 20. Jahrhundert errichtete Sportarena. Im Zuge der Vorbereitung auf die Rolle Seouls als globaler Design- und Technologiestandort entschied die Stadtregierung, das Areal neu zu definieren. Laut offiziellen Informationen der Stadt Seoul und der Korea Tourism Organization wurde der Entwurf für das neue Kulturzentrum in einem internationalen Wettbewerb vergeben.

Den Zuschlag erhielt das Büro der irakisch-britischen Stararchitektin Zaha Hadid, eine der einflussreichsten Architektinnen der Gegenwart. Zaha Hadid ist für ihre organischen, dynamischen Formen bekannt, etwa beim MAXXI-Museum in Rom oder beim Riverside Museum in Glasgow. Für die Dongdaemun Design Plaza entwickelte sie gemeinsam mit einem koreanischen Partnerbüro ein Konzept, das traditionelle Stadträume mit einer futuristischen Architektur verbindet. Medien wie „Der Spiegel" und „Süddeutsche Zeitung" verweisen in Porträts zu Hadid regelmäßig auf das DDP als eines der zentralen Projekte ihres Spätwerks.

Die Bauarbeiten begannen nach dem Abriss des Stadions im späten 2000er-Jahrzehnt. Die Fertigstellung des Komplexes erfolgte Anfang der 2010er-Jahre; seither gilt die Dongdaemun Design Plaza als Schlüsselprojekt für Seouls Positionierung als „UNESCO City of Design" – eine Auszeichnung, die die Stadt im Rahmen des UNESCO Creative Cities Network erhalten hat. Die UNESCO betont in ihren Materialien, dass Designstädte eine aktive kreative Industrie und innovative urbane Räume fördern sollen; das DDP ist genau als solch ein Katalysator konzipiert.

Historisch interessant ist auch der archäologische Aspekt: Bei den Bauarbeiten wurden Reste der historischen Stadtmauer der Joseon-Dynastie (15.–19. Jahrhundert) sowie weitere Funde aus Seouls Vergangenheit freigelegt. Anstatt diese zu überbauen, integrierten Planer und Archäologen sie in den angrenzenden Dongdaemun History & Culture Park. Besucher können heute somit ein futuristisches Gebäude erleben, das unmittelbar neben freigelegten Fundamenten aus der Vormoderne steht – ein starkes Bild für den koreanischen Umgang mit Geschichte und Moderne.

Insgesamt wird das DDP von koreanischen Kulturinstitutionen und internationalen Architekturkritikern als Symbol für die kulturelle Selbstvergewisserung Südkoreas gesehen: Nach den Jahrzehnten rasanter Industrialisierung steht nun die kreative, designorientierte Gesellschaft im Fokus. Für Reisende aus Deutschland, die vielleicht noch das Bild eines „klassischen" Ostasiens mit Palästen und Tempeln im Kopf haben, ist dieser Kontrast besonders eindrucksvoll.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch zählt die Dongdaemun Design Plaza zu den avantgardistischsten Gebäuden Seouls. Die Fassade besteht aus Tausenden individuell geformten Aluminium-Panelen, kombiniert mit Glasflächen und subtil eingefügten Öffnungen. Der formale Ansatz folgt laut Zaha-Hadid-Architekten dem Prinzip des „Fluiden Raums": Statt klarer Kanten und eindeutiger Vorder- oder Rückseiten fließt das Gebäude wie ein großer Strom durch das Gelände, hebt sich an manchen Stellen an, schmiegt sich an andere. Fachzeitschriften wie „Detail" und „ArchDaily" haben die komplexe 3D-Planung und die digitale Fertigung der Fassadenelemente als Meilenstein des parametrischen Entwerfens beschrieben.

Im Inneren gliedert sich die Dongdaemun Design Plaza in mehrere Funktionsbereiche: Ausstellungshallen, Konferenzräume, ein Designmuseum, Shops, Cafés und Veranstaltungsflächen. Ein zentraler Atriumraum verbindet unterschiedliche Ebenen; Treppen und Rampen führen fließend ineinander über, sodass sich Besucher eher treiben lassen, als einer klassischen Museumsroute zu folgen. Beleuchtung und Materialwahl – häufig helles, glattes Sichtbeton, kombiniert mit weißen Deckenflächen und punktuellen Holzelementen – erzeugen eine helle, fast surreal neutrale Kulisse für wechselnde Ausstellungen.

Ein besonderes Merkmal des DDP ist das öffentlich zugängliche Dach. Es ist als sanft geschwungene Landschaft ausgebildet, die sich wie ein künstlicher Hügel über das Gelände legt. Laut Korea Tourism Organization ist dieser Dachpark nicht nur tagsüber beliebt, sondern vor allem abends. Von hier eröffnet sich ein guter Blick auf die umliegenden Hochhäuser, Leuchtreklamen und das Treiben rund um die Dongdaemun-Shoppingmalls. Der Kontrast zwischen organischem Dach und rechtwinkliger Stadtstruktur macht den besonderen Reiz der Perspektive aus.

Ein weiterer visueller Höhepunkt sind die integrierten Lichtinstallationen. Die erwähnten rund 25.000 LED-Leuchten in der Fassade können unterschiedlich programmiert werden und schaffen ein ständig wechselndes Spiel aus Mustern und Farbstimmungen. Internationale Medien wie BBC und Reuters zeigen in Bildstrecken häufig nächtliche Aufnahmen des DDP und betonen, wie sehr sich der Ort dadurch zu einem Magneten für Fotografen und Influencer entwickelt hat. Für Social-Media-affine Reisende aus Deutschland ist das DDP damit ein fix eingeplanter Fotospot.

Neben der Architektur spielt die inhaltliche Ausrichtung eine große Rolle: Die Dongdaemun Design Plaza beherbergt regelmäßig Design- und Modeausstellungen, Technologiemessen, Gaming-Events, K-Pop-Fan-Treffen, Installationskunst und Festivals. Der offizielle Betreiber, die Stadt Seoul, beschreibt das Programm als Schnittstelle zwischen Design, Technologie und Alltagskultur. So können etwa temporäre Ausstellungen koreanische Produktgestaltung vorstellen, während im benachbarten Saal eine Modeschau stattfindet und im Außenbereich ein Streetfood-Festival läuft. Diese Gleichzeitigkeit unterschiedlicher kultureller Ebenen ist typisch für Seoul und wird im DDP besonders verdichtet erfahrbar.

Kunsthistoriker und Architekturkritiker, unter anderem in Beiträgen der „Neuen Zürcher Zeitung" und der „FAZ", bewerten die Dongdaemun Design Plaza als ein Beispiel dafür, wie sich asiatische Megastädte über ikonische Kulturgebäude global positionieren – vergleichbar mit der Rolle der Elbphilharmonie in Hamburg oder des Louvre Abu Dhabi. Gleichwohl betonen sie, dass das DDP stärker als multifunktionaler urbaner Raum und weniger als „Tempel der Hochkultur" funktioniert. Für Besucher bedeutet das: Man kommt nicht nur „ins Museum", sondern in ein lebendiges Stadtquartier unter einem spektakulären Dach.

Dongdaemun Design Plaza besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise in Seoul
    Die Dongdaemun Design Plaza liegt im Stadtbezirk Jung-gu, im Osten des Stadtzentrums von Seoul. Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist „Dongdaemun History & Culture Park" (mehrere Linien), die von den meisten touristisch relevanten Vierteln wie Myeong-dong, Insadong oder Hongdae aus bequem erreichbar ist. Der Fußweg von der Station zum DDP ist kurz und gut ausgeschildert. Die offiziellen Tourismusinformationen der Stadt Seoul empfehlen die U-Bahn als schnellste und einfachste Anreisemöglichkeit – das gilt besonders zu Stoßzeiten, wenn die Straßen stark verstopft sind.
  • Anreise aus Deutschland nach Seoul
    Von Deutschland aus führen mehrere Fluggesellschaften Direkt- oder Umsteigeverbindungen nach Seoul Incheon International Airport, den wichtigsten internationalen Flughafen Südkoreas. Ab großen Drehkreuzen wie Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) sind – je nach Verbindung – Flugzeiten von etwa 11 bis 13 Stunden realistisch, häufig mit Umstieg in europäischen oder nahöstlichen Hubs. Konkrete Flugzeiten und Verbindungen ändern sich regelmäßig und sollten vor der Buchung aktuell geprüft werden. Vom Flughafen Incheon gelangt man mit dem Airport Railroad Express (AREX) oder dem Airport-Bus in das Stadtzentrum; für die Weiterfahrt zum DDP empfiehlt sich dann die U-Bahn.
  • Öffnungszeiten
    Die Dongdaemun Design Plaza ist ein komplexes Ensemble ohne klassische „eine Tür". Außenbereiche und der Dachpark sind grundsätzlich frei zugänglich, Innenräume wie Ausstellungen, Shops und das Designmuseum verfügen jedoch über eigene Öffnungszeiten. Lokale Informationsportale und Reiseanbieter geben an, dass viele Ausstellungsbereiche montags geschlossen sind oder reduzierte Öffnungszeiten haben. Da sich Pläne ändern können, sollten aktuelle Zeiten stets auf der offiziellen Website der Dongdaemun Design Plaza oder bei der Stadt Seoul geprüft werden. Generell lohnt sich ein Besuch sowohl tagsüber als auch abends, um Architektur und Beleuchtung in unterschiedlichen Stimmungen zu erleben.
  • Eintrittspreise
    Der Zutritt zum Außengelände, zu Teilen des Dachparks und zu bestimmten öffentlichen Bereichen in der Dongdaemun Design Plaza ist in der Regel frei. Für Sonderausstellungen, das Designmuseum oder einzelne Veranstaltungen können Eintrittsgebühren anfallen, deren Höhe je nach Format stark variiert. Da Preise regelmäßig angepasst werden, empfehlen Stadt Seoul und Korea Tourism Organization, diese unmittelbar vor dem Besuch auf den offiziellen Informationsseiten zu prüfen. Für eine grobe Orientierung liegen Eintrittspreise für größere Ausstellungen in Seoul häufig im Bereich eines zweistelligen Eurobetrags, wobei vor Ort in der Landeswährung Koreanischer Won gezahlt wird.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Seoul hat ein ausgeprägtes Jahreszeitenklima. Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Anfang November) gelten als besonders angenehme Reisezeiten, mit milden Temperaturen und meist klarer Luft. Der Sommer ist oft heiß und schwül, der Winter kann mit Temperaturen deutlich unter 0 °C sehr kalt sein. Für einen Besuch der Dongdaemun Design Plaza bieten sich insbesondere die Abend- und Nachtstunden an: Dann kommt die Lichtinszenierung voll zur Geltung und das umliegende Einkaufsviertel mit seinen Nachtmärkten ist sehr lebendig. Reiseführer wie „Marco Polo" und „Merian" empfehlen, die klassischen Sightseeing-Spots tagsüber zu besuchen und das DDP als Highlight nach Einbruch der Dunkelheit einzuplanen.
  • Sprache, Beschilderung und Kommunikation
    In der Dongdaemun Design Plaza sowie im Umfeld des Dongdaemun History & Culture Park sind viele Informationen zweisprachig auf Koreanisch und Englisch ausgeschildert. Englisch wird von jüngeren Koreanerinnen und Koreanern in der Regel ausreichend gesprochen, insbesondere im Service- und Kulturbereich. Deutschsprachige Informationen sind im öffentlichen Raum eher selten, kommen aber gelegentlich in Audioguides oder Sonderausstellungen vor. Für Reisende aus Deutschland bietet sich daher an, mindestens eine englische Basis-Kommunikation einzuplanen und gegebenenfalls Übersetzungs-Apps zu nutzen.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    Südkorea ist eine sehr kartenzahlungsfreundliche Gesellschaft. In der Dongdaemun Design Plaza, den angrenzenden Einkaufszentren und den meisten gastronomischen Betrieben werden internationale Kreditkarten weitgehend akzeptiert. Bezahldienste auf Smartphone-Basis sind verbreitet, allerdings vor allem in Verbindung mit koreanischen Bankkonten. Eine Girocard (deutsche Debitkarte) kann je nach Bank nur eingeschränkt funktionieren; für mehr Flexibilität empfiehlt sich eine Kreditkarte. Bargeld in Koreanischen Won ist für kleinere Straßenstände oder Märkte dennoch sinnvoll. Trinkgeld ist in Südkorea nicht üblich und wird in vielen Restaurants sogar abgelehnt; Serviceentgelte sind meist im Preis enthalten.
  • Sicherheit und Verhalten
    Seoul gilt nach Einschätzung zahlreicher internationaler Sicherheitsrankings als vergleichsweise sichere Metropole mit niedriger Straßenkriminalität. Wie in jeder Großstadt sollten jedoch übliche Vorsichtsmaßnahmen gelten, insbesondere bei großem Gedränge oder spät in der Nacht. Die Dongdaemun Design Plaza ist auch zu später Stunde meist gut besucht und überwacht. Öffentliche Bereiche, Toiletten und Zugänge sind in der Regel sauber und gepflegt, was in Berichten von Reisemagazinen wie „GEO Saison" immer wieder hervorgehoben wird.
  • Zeitverschiebung und Jetlag
    Südkorea liegt in der Zeitzone Korea Standard Time, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) im Winter um sieben Stunden und der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) im Sommer um sieben Stunden voraus ist. Wer aus Deutschland anreist, kommt also meist am nächsten Tag an und muss sich auf einen deutlichen Zeitunterschied einstellen. Gerade für einen abendlichen Besuch der Dongdaemun Design Plaza kann dies aber auch ein Vorteil sein: In den ersten Tagen nach der Ankunft fällt es vielen Reisenden leichter, abends länger wach zu bleiben.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger können sich Einreisebestimmungen und Visaregelungen für Südkorea ändern. Vor Reiseantritt sollten daher unbedingt die aktuellen Hinweise auf der Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) geprüft werden. Zusätzlich empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, da medizinische Behandlungen in Südkorea zwar qualitativ hochwertig, aber kostenintensiv sein können. Innerhalb der Stadt ist das Gesundheitssystem gut ausgebaut; internationale Krankenhäuser und englischsprachige Arztpraxen sind in Seoul vorhanden.

Warum Dongdaemun Design Plaza auf jede Seoul-Reise gehört

Aus Sicht vieler Reiseführer und Kulturjournalistinnen ist die Dongdaemun Design Plaza einer der Orte in Seoul, an denen sich die Identität der Stadt sehr gut verdichten lässt. Während historische Palastanlagen wie Gyeongbokgung einen Einblick in die königliche Vergangenheit der Joseon-Dynastie geben, steht das DDP für die Gegenwart und Zukunft Koreas: Technologie, Kreativwirtschaft, Mode, Popkultur und urbanes Leben verbinden sich hier auf engem Raum.

Für Reisende aus Deutschland, die vielleicht aus Städten wie Berlin, Hamburg oder München einen gewissen Mix aus historischer Bausubstanz und zeitgenössischer Architektur gewohnt sind, wirkt das DDP wie eine konsequente Weiterführung dieses Ansatzes. Man kann es, in Bezug auf seine Signalwirkung, ein Stück weit mit der Allianz Arena in München oder der Elbphilharmonie in Hamburg vergleichen – mit dem Unterschied, dass die Dongdaemun Design Plaza stärker als offener Stadtbaustein funktioniert, nicht als exklusives Konzert- oder Sporthaus. Der Eintritt in viele Bereiche ist frei, der Aufenthalt ist informell, Jugendliche sitzen auf den Treppen, Familien spazieren über das Dach, Streetstyle-Fotografen nutzen die Fassade als Hintergrund.

Ein weiterer Grund, warum das DDP auf kaum einer Seoul-Reise fehlen sollte, liegt im Umfeld: Dongdaemun ist eines der wichtigsten Shoppingviertel der Stadt, in dem traditionelle Märkte, große Einkaufszentren, Stoff- und Textilhandel sowie moderne K-Fashion-Boutiquen aufeinandertreffen. Man kann tagsüber durchs Viertel schlendern, Streetfood probieren, Stoffmärkte erkunden und dann am Abend die Dongdaemun Design Plaza als architektonisches Highlight in das Programm einbauen. Die Nähe zu anderen Stadtteilen wie Myeong-dong oder Insadong macht es leicht, das DDP in eine klassische Stadtroute zu integrieren.

Reiseberichte in deutschsprachigen Medien, etwa in „National Geographic Deutschland" oder im „ADAC Reisemagazin", heben zudem hervor, dass die Dongdaemun Design Plaza auch für Besucher interessant ist, die sich nicht primär für Architektur begeistern. Durch die wechselnden Ausstellungen, Festivals und Konzerte gibt es immer wieder neue Anlässe, vorbeizuschauen – sei es eine Designbiennale, eine Gaming-Messe oder ein Pop-Up-Event rund um eine K-Pop-Gruppe. So verwandelt sich das DDP bei jedem Aufenthalt in ein etwas anderes Erlebnis.

Hinzu kommt die starke Präsenz in sozialen Medien. Laut der Koreanischen Tourismusorganisation gehört die Dongdaemun Design Plaza zu den am häufigsten getaggten Orten Seouls auf Instagram und anderen Plattformen, direkt neben Klassikern wie dem N-Seoul Tower oder dem Bukchon Hanok Village. Wer gern fotografiert, findet rund um das DDP Motive in Hülle und Fülle: Spiegelungen in der Metallfassade, Schattenspiele unter den auskragenden Bauteilen, Street Style vor nächtlicher Neonkulisse, Lichtstreifen vorbeifahrender Busse und Autos. Viele Reisende planen ihren Besuch daher bewusst in die „blaue Stunde" rund um den Sonnenuntergang.

Nicht zuletzt ist die Dongdaemun Design Plaza ein Beispiel dafür, wie Städte auf nachhaltigere, fußgängerfreundliche Räume setzen. Das Gelände ist weitgehend autofrei, die Wege sind barrierearm angelegt, und der Dachpark bietet rare Grünflächen in einem ansonsten dicht bebauten Viertel. Auch wenn die ökologische Bilanz eines großen Neubaus in der Fachwelt durchaus diskutiert wird, zeigt das Projekt, dass selbst sehr dicht bebaute Megastädte Raum für experimentelle, publikumsorientierte Architektur schaffen können.

Dongdaemun Design Plaza in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien fungiert die Dongdaemun Design Plaza als Bühne für die unterschiedlichsten Szenen: K-Pop-Fans nutzen die Freiflächen für Tanz-Cover-Videos, Fotografen inszenieren Mode-Shootings, Architekturbegeisterte teilen Collagen aus Tag- und Nachtaufnahmen, und Reisende aus aller Welt posten Stories von ihren ersten Schritten in dieser futuristischen Kulisse. Hashtags wie #DongdaemunDesignPlaza, #DDP oder #SeoulNights zeigen ein sehr lebendiges Bild des Ortes, das klassische Reiseführer inzwischen selbst aufgreifen.

Häufige Fragen zu Dongdaemun Design Plaza

Wo liegt die Dongdaemun Design Plaza genau?

Die Dongdaemun Design Plaza liegt im Stadtbezirk Jung-gu im Osten des Zentrums von Seoul, Südkorea, direkt am Dongdaemun History & Culture Park und in unmittelbarer Nähe zum gleichnamigen U-Bahnhof. Das Viertel ist eines der wichtigsten Shopping- und Freizeitgebiete der Stadt.

Wie erreiche ich die Dongdaemun Design Plaza von Deutschland aus?

Von Deutschland aus erfolgt die Anreise in der Regel per Flug nach Seoul Incheon International Airport, mit Umsteige- oder zeitweilig auch Direktverbindungen ab großen Flughäfen wie Frankfurt oder München. Vom Flughafen gelangt man mit dem Airportzug oder Bus in die Innenstadt und anschließend mit der U-Bahn zur Station Dongdaemun History & Culture Park, von der es nur ein kurzer Fußweg zur Dongdaemun Design Plaza ist.

Muss ich Eintritt für die Dongdaemun Design Plaza zahlen?

Der Zugang zu den Außenbereichen und weiten Teilen der öffentlichen Zonen der Dongdaemun Design Plaza ist in der Regel kostenfrei. Für Sonderausstellungen, Museen oder Veranstaltungen können jedoch Eintrittsgebühren anfallen, deren Höhe vom Programm abhängt. Aktuelle Informationen sollten vor dem Besuch auf der offiziellen Website geprüft werden.

Was macht die Dongdaemun Design Plaza so besonders?

Die Dongdaemun Design Plaza verbindet spektakuläre, futuristische Architektur der Stararchitektin Zaha Hadid mit einem vielfältigen Kulturprogramm aus Design, Mode, Technologie und Popkultur. Hinzu kommt die Lage in einem lebendigen Einkaufs- und Nachtviertel sowie die eindrucksvolle Lichtinszenierung am Abend, die das Gebäude zu einem beliebten Fotomotiv macht.

Wann ist die beste Zeit, die Dongdaemun Design Plaza zu besuchen?

Für das Klima gelten Frühling und Herbst als die angenehmsten Reisezeiten für Seoul insgesamt. Für den Besuch der Dongdaemun Design Plaza lohnt sich besonders der späte Nachmittag und Abend, wenn man zunächst bei Tageslicht die Architektur und Ausstellungen erkunden und später die spektakuläre Nachtbeleuchtung erleben kann.

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