Dazu Shike, Chongqing

Dazu Shike: Chinas große Felsskulpturenlandschaft bei Chongqing

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 09:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Dazu Shike bei Chongqing in China zeigt über Jahrhunderte entstandene Felsskulpturen und Reliefs, die buddhistische, daoistische und konfuzianische Motive verbinden.

Architektur-Render von Dazu-Felszeichnungen in Chongqing, China bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Dazu-Felszeichnungen in Chongqing China, klare Linien und neutrales Tageslicht, Illustration mit AI erstellt.

Dazu Shike im Kreis Dazu westlich von Chongqing ist der chinesische Name für die Felsskulpturen von Dazu, eine ausgedehnte Landschaft religiöser Felsbilder und Reliefs, die sich über mehrere Hänge und Schluchten verteilen und heute als UNESCO-Welterbe geschützt sind. Die Gruppe von Stätten reicht bis in das 7. Jahrhundert zurück und zeigt über viele Jahrhunderte hinweg geschnitzte Szenen aus dem Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus.

Dazu Shike: Felsskulpturen im Sandstein von Dazu

Die Felsskulpturen von Dazu liegen im Kreis Dazu der Verwaltungsregion Chongqing in China und sind in steilen Hängen und an Sandsteinfelsen rund um die Kleinstadt Dazu angeordnet.Die Stätte befindet sich in steilen Hängen des Kreises Dazu Unter dem Namen Dazu Shike werden zahlreiche Einzelstandorte zusammengefasst, darunter unter anderem Beishan und Baodingshan, die in der heutigen Besucherführung eine besondere Rolle spielen.Die Dazu Rock Carvings umfassen Standorte wie Beishan und Baodingshan

Die Felswände bestehen überwiegend aus Sandstein, in den Figuren und Reliefs direkt eingemeißelt sind, sodass Skulpturen und Untergrund eine Einheit bilden.Die steilen Hänge des Dazu-Gebiets enthalten zahlreiche Sandsteinfelsen Zwischen den Figuren verlaufen eingefasste Wege und Pfade entlang der Felskanten, die die einzelnen Bildtafeln miteinander verbinden und den Eindruck einer zusammenhängenden Felskulisse erzeugen. Viele Szenen liegen in natürlichen oder leicht vertieften Nischen, wodurch ein räumlicher Eindruck entsteht, der eher an Felsräume als an flache Wände erinnert.

Jahrhunderte der Bildprogramme: Entstehung und Stil von Dazu Shike

Die Geschichte von Dazu Shike setzt im 7. Jahrhundert ein, als erste Gruppen von Felsbildern angelegt wurden, und reicht über mehrere Dynastien hinweg bis in das Spätmittelalter.Die Skulpturen reichen bis auf das 7. Jahrhundert zurück Besonders dicht belegt sind Arbeiten aus dem Zeitraum vom 9. bis zum 13. Jahrhundert, in dem religiöse Bildprogramme mit stark erzählerischem Charakter entstanden.UNESCO nennt Datierungen vom 9. bis zum 13. Jahrhundert Inschriften in chinesischer Schrift erläutern viele Darstellungen, sodass Text und Bild eng miteinander verbunden sind.

Die Felsskulpturen zeigen eine große Bandbreite von Themen, von buddhistischen Bodhisattvas und Szenen des Lebens über Darstellungen konfuzianischer Tugenden bis hin zu daoistischen Figuren.Die Bildprogramme verbinden religiöse und weltliche Themen Neben vollplastischen Figuren treten Halbreliefs und Flachreliefs auf, die an langen Felsgalerien angeordnet sind und teilweise großformatige Bildtafeln bilden. Viele Bildfelder sind mit erhaltenen Farbresten versehen, die auf frühere farbige Fassungen hinweisen und den plastischen Eindruck der Szenen verstärken.

UNESCO-Welterbe und Struktur der Hauptstandorte

Dazu Shike ist seit 1999 als UNESCO-Welterbestätte eingetragen und gilt als herausragendes Beispiel der chinesischen Felsbildkunst in der Zeit zwischen Frühmittelalter und Spätmittelalter.Die Stätten stehen seit 1999 auf der UNESCO-Welterbeliste Die Welterbestätte umfasst mehrere Gruppen von Felsbildern in der Umgebung von Dazu, wobei Beishan und Baodingshan für viele Besucher im Mittelpunkt stehen.Fünf Hauptcluster gehören zur Welterbestätte

In Beishan zieht sich eine Folge von Galerien entlang einer Hangkante, in der Reihen von buddhistischen Figuren, Reliefs und dekorativen Motiven in den Sandstein geschnitten sind.Beishan und Baodingshan bilden den Kern vieler Besuche Baodingshan bildet demgegenüber eine stärker geschlossene Anlage in einer Schlucht, deren Hänge von großformatigen Darstellungen gesäumt sind, die in ihrer Abfolge ein zusammenhängendes Bildprogramm ergeben. Zwischen den Bildfeldern liegen Wege, Treppen und kleine Plätze, von denen aus die Szenen betrachtet werden können.

Dazu Shike besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Dazu Shike liegt im Kreis Dazu westlich des Stadtgebiets von Chongqing in Südwestchina und wird über Straßenverbindungen von Chongqing aus erreicht, die zu den Besuchereingängen bei Beishan oder Baodingshan führen.
  • Ein Besuch der Felsskulpturen erfordert Wege entlang von Hängen und Treppen an den Felswänden, darunter auch Strecken mit Stufen und unterschiedlichen Steigungen, sodass trittsicheres Gehen auf befestigten Wegen nötig ist.
  • In der Umgebung der Felsskulpturen liegen weitere Teile des Kreises Dazu mit kleinstädtischen Strukturen, landwirtschaftlich geprägten Flächen und kleineren Anhöhen; von den Wegen an den Felswänden ergeben sich Ausblicke auf das umliegende Hügelland.
  • Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Renminbi Yuan.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Dazu Shike auf Social-Media-Plattformen

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Dazu Shike: häufige Fragen

Wo liegt Dazu Shike?

Dazu Shike liegt im Kreis Dazu in der Verwaltungsregion Chongqing in Südwestchina, westlich des eigentlichen Stadtgebiets.

Was bietet ein Besuch von Dazu Shike?

Ein Besuch führt entlang von Sandsteinfelsen mit zahlreichen religiösen Felsskulpturen und Reliefs, in denen buddhistische, daoistische und konfuzianische Bildprogramme in einer zusammenhängenden Landschaft zu sehen sind.

Was kennzeichnet Dazu Shike besonders?

Kennzeichnend ist die große Zahl an Figuren und Reliefs aus mehreren Jahrhunderten in einer dichten Abfolge von Felswänden, die in Beishan und Baodingshan besonders konzentriert zu erleben sind.

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