Cueva de Nerja, Reise

Cueva de Nerja: Unterirdische Kathedrale an der Costa del Sol

10.06.2026 - 09:13:13 | ad-hoc-news.de

Die Cueva de Nerja bei Nerja in Spanien ist eine der spektakulärsten Tropfsteinhöhlen Europas – mit prähistorischer Kunst, Konzerten und geheimnisvoller Tiefe.

Cueva de Nerja, Reise, Tourismus
Cueva de Nerja, Reise, Tourismus

Wer die Cueva de Nerja (sinngemäß „Höhle von Nerja“) betritt, taucht ein in eine andere Welt: gewaltige Säulen, bizarr geformte Tropfsteine und eine Stille, die nur von fallenden Wassertropfen durchbrochen wird. In der Cueva de Nerja nahe dem andalusischen Küstenort Nerja an der Costa del Sol verschmelzen Naturwunder, Archäologie und Kultur zu einem der beeindruckendsten unterirdischen Schauplätze Spaniens.

Cueva de Nerja: Das ikonische Wahrzeichen von Nerja

Die Cueva de Nerja liegt nur wenige Fahrminuten oberhalb von Nerja an der östlichen Costa del Sol in Andalusien und gilt als eine der bekanntesten Schauhöhlen Spaniens. Sie wurde Ende der 1950er-Jahre von Jugendlichen zufällig entdeckt und ist seit den 1960er-Jahren für Besucher zugänglich. Die Höhle ist mehrere Kilometer lang, von denen ein Teil auf einem gesicherten Rundweg erschlossen ist. Besucher erleben hier riesige Hallen, Tropfsteinformationen in allen Formen und Farben sowie Spuren prähistorischer Höhlenkunst.

Spanische Medien und das offizielle Besucherzentrum betonen immer wieder die besondere Atmosphäre der Höhle: Die Gesteinsformationen ähneln in ihrer Größe und Wucht einer Kathedrale, weshalb die Cueva de Nerja oft als „Kathedrale unter der Erde“ beschrieben wird. Für den Ort Nerja ist die Höhle zu einem zentralen Wahrzeichen geworden, das jährlich Hunderttausende Besucher anzieht und gleichzeitig Forschung, Denkmalschutz und Tourismus verbindet.

Für Reisende aus Deutschland bietet die Höhle die seltene Gelegenheit, an einem klassischen Badeziel der Costa del Sol in eine ganz andere Welt abzutauchen. Während am Strand mediterrane Sonne und Meer locken, eröffnet die Cueva de Nerja nur wenige Kilometer landeinwärts eine faszinierende Reise in Erdgeschichte und Vorzeit – in einer konstanten, angenehm kühlen Temperatur, unabhängig von der sommerlichen Hitze draußen.

Geschichte und Bedeutung von Cueva de Nerja

Die Entdeckungsgeschichte der Cueva de Nerja liest sich wie ein Abenteuer: Ende der 1950er-Jahre stießen lokale Jugendliche beim Erkunden einer Felsspalte auf einen unterirdischen Hohlraum. Sie kletterten hinab, fanden Skelette und beeindruckende Tropfsteine. Aus diesem Zufallsfund entwickelte sich nach und nach ein bedeutender archäologischer und touristischer Ort. In spanischen und andalusischen Medien wird die Entdeckung häufig als Wendepunkt für den Tourismus in dieser Region der Costa del Sol beschrieben.

Geologisch ist die Höhle wesentlich älter: Fachleute datieren die Entstehung des Höhlensystems auf mehrere Millionen Jahre, im Zuge der Lösungsprozesse von Kalkstein und langsamer Tropfwasserbildung. Aus naturwissenschaftlicher Sicht gehört die Cueva de Nerja zu den klassischen Karsthöhlen des Mittelmeerraums. Die teilweise bis zu kathedralenartigen Hallen haben sich über lange Zeiträume gebildet, indem Wasser Kalk löste, transportierte und wieder ablagerte.

Bedeutend ist die Cueva de Nerja aber nicht nur als Schauhöhle. Archäologische Funde aus unterschiedlichen Schichten weisen darauf hin, dass Menschen die Höhle bereits vor vielen Tausend Jahren nutzten. Knochen, Werkzeuge und Spuren früher Feuerstellen deuten auf prähistorische Besiedlung und Nutzung hin. Darüber hinaus sind in bestimmten Höhlenteilen Malereien und Ritzungen entdeckt worden, die in die Steinzeit datiert werden. Spanische Archäolog:innen und Institutionen haben darauf hingewiesen, dass einige Motive möglicherweise zu den ältesten bekannten Darstellungen von Meerestieren in Europa gehören, wobei die Altersbestimmung in der Fachwelt weiter diskutiert wird.

Für die Region Axarquía, den östlichen Teil der Provinz Málaga, wurde die Höhle schnell zu einem Motor für den Tourismus. Lokale Behörden und die Höhlenverwaltung betonen in ihren Informationen regelmäßig, dass der Schutz der Höhle und die Begrenzung der Besucherströme zentrale Elemente des Managements sind. So wurden zum Beispiel Bereiche mit besonders empfindlichen Malereien für den regulären Publikumsverkehr gesperrt, um Beschädigungen durch Licht, Feuchtigkeit und Berührung zu vermeiden.

Anders als einige weltberühmte Höhlen in Frankreich oder Italien steht die Cueva de Nerja bislang nicht auf der UNESCO-Welterbeliste. Dennoch wird sie in Reiseführern und Berichten häufig mit anderen großen europäischen Schauhöhlen verglichen und als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Costa del Sol bezeichnet. Für deutsche Reisende, die etwa die Salzbergwerke im Berchtesgadener Land oder die Atta-Höhle im Sauerland kennen, bietet die Cueva de Nerja eine mediterrane Entsprechung – mit dem zusätzlichen Reiz der prähistorischen Kunst.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn die Cueva de Nerja kein von Menschen geplantes Bauwerk ist, wirkt sie durch ihre Dimensionen und Formationen oft wie eine gigantische, von der Natur geschaffene Kathedrale. In der Hauptkammer ragen natürliche Säulen aus Stalaktiten (von der Decke herabhängend) und Stalagmiten (vom Boden aufsteigend) mehrere Meter in die Höhe. Einige dieser Formationen sind so mächtig, dass sie von der Höhlenverwaltung als Highlights der Besichtigung hervorgehoben werden.

Besonderes Augenmerk gilt einer enormen Säule, die in Publikationen und Führungen häufig als eine der größten bekannten Höhlenstalsäulen der Welt bezeichnet wird. Sie ist durch die über Jahrtausende erfolgte Verbindung von Stalaktit und Stalagmit entstanden und ragt über den Höhlenboden wie eine mächtige Pfeilerstruktur. Genauere Höhenangaben variieren je nach Quelle und Messmethode; für Besucher ist vor allem der Eindruck relevant: Die Dimensionen sind so groß, dass sich Menschen neben dieser Formation nahezu winzig fühlen.

Die Höhlenverwaltung hat Teile des Rundwegs dezent beleuchtet. Das Licht setzt Tropfsteine, Säulen und Vorhänge aus Kalk kunstvoll in Szene, ohne die natürliche Atmosphäre völlig zu überlagern. Farbige Akzente werden bewusst zurückhaltend eingesetzt, um die Strukturen sichtbar zu machen, aber die empfindliche Höhlenumgebung möglichst wenig zu beeinträchtigen. Fachleute aus der Denkmalpflege weisen immer wieder darauf hin, dass Licht in Höhlen sparsam eingesetzt werden sollte, um das Wachstum von Algen und Mikroorganismen zu begrenzen, die die Formationen langfristig schädigen könnten.

Kulturell bedeutsam sind vor allem die Felszeichnungen und Gravuren, die in abgeschlossenen Bereichen der Höhle zu finden sind. Nach bisherigen Untersuchungen dürften einige dieser Darstellungen aus der Altsteinzeit stammen, also vor vielen Tausend Jahren entstanden sein. Dargestellt sind unter anderem Tierformen und abstrakte Zeichen. Um diese Kunstwerke zu schützen, sind sie für den normalen Besucherverkehr nicht zugänglich; stattdessen werden sie in Ausstellungen, Publikationen und teilweise in audiovisuellen Medien erläutert.

Ein besonderes Merkmal der Cueva de Nerja ist die kulturelle Nutzung der Höhlenräume für Konzerte und Veranstaltungen. In einer der großen Hallen wurde ein Saal eingerichtet, in dem regelmäßig klassische Konzerte und kulturelle Ereignisse stattfinden. Die Akustik des natürlichen Felsraums erzeugt einen charakteristischen Klang. Lokale Kulturinstitutionen und Medien verweisen jährlich auf ein Höhlenfestival, bei dem Musik und Tanz im Mittelpunkt stehen. Die genauen Programme und Termine ändern sich von Jahr zu Jahr und sollten bei Reiseplanung direkt bei der Höhlenverwaltung oder dem lokalen Tourismusbüro abgefragt werden.

Im Umfeld der Höhle entstand ein Besucherzentrum, in dem Ausstellungselemente zur Geologie, Archäologie und Geschichte der Cueva de Nerja präsentiert werden. Dort werden Funde, Modelle und interaktive Elemente genutzt, um den Besuch vorzubereiten oder zu vertiefen. Reiseführer wie Marco Polo und verschiedene deutschsprachige Magazine betonen, dass sich ein Blick in diese Ausstellung besonders für Familien und kulturinteressierte Besucher lohnt, da sie den Rundgang sinnvoll ergänzt.

Cueva de Nerja besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Cueva de Nerja befindet sich oberhalb des Ortes Maro, der zur Gemeinde Nerja gehört, im Osten der Provinz Málaga in Andalusien. Von Nerja aus sind es nur wenige Kilometer bergauf, die mit Auto, Taxi, Bus oder – je nach Kondition – auch zu Fuß zurückgelegt werden können. Aus Deutschland erreichen Reisende die Region in der Regel über den internationalen Flughafen Málaga, der von zahlreichen deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf aus direkt oder mit Umstieg bedient wird. Die Flugzeit liegt je nach Abflugort ungefähr zwischen 2,5 und 3 Stunden. Vom Flughafen Málaga fahren Mietwagen, Linienbusse und teilweise Transferdienste Richtung Nerja; die Fahrzeit mit dem Auto liegt grob bei 45–60 Minuten, abhängig von Verkehr und Route.
  • Anreise per Bahn und Bus: Eine durchgehende Zugverbindung aus Deutschland nach Nerja gibt es nicht. Typische Routen führen mit dem Hochgeschwindigkeitszug AVE oder anderen Fernzügen zunächst nach Madrid oder Barcelona, von dort weiter nach Málaga. Ab Málaga übernehmen dann regionale Buslinien, die Nerja mit der Stadt verbinden. Für eine kombinierte Bahn-Bus-Reise sollten mehrere Reisetage eingeplant werden. Innerhalb Andalusiens ist die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gut, doch die letzte Etappe zur Höhle erfolgt meist mit Bus, Taxi oder zu Fuß.
  • Mit dem Mietwagen: Viele Reisende aus Deutschland entscheiden sich vor Ort für ein Mietauto. Die Straßen zur Höhle sind gut ausgebaut, es gibt Parkmöglichkeiten am Besucherzentrum. Auf spanischen Autobahnen und Schnellstraßen sind Tempolimits und Mautregelungen zu beachten; in Andalusien sind wichtige Strecken inzwischen vielfach mautfrei, dennoch sollten aktuelle Hinweise geprüft werden.
  • Öffnungszeiten: Die Cueva de Nerja ist ganzjährig geöffnet, mit saisonal angepassten Besuchszeiten. Üblicherweise öffnet die Höhle morgens und schließt am frühen Abend, in den Sommermonaten können die Öffnungszeiten erweitert sein. Da sich diese Zeiten ändern können – etwa bei Veranstaltungen, Wartungsarbeiten oder besonderen Anlässen – sollten Besucher vorab direkt auf der offiziellen Website der Cueva de Nerja oder bei der lokalen Tourismusinformation aktuelle Angaben einholen. Hinweisschilder vor Ort informieren zusätzlich über Tagesänderungen.
  • Eintrittspreise: Für den Besuch der Cueva de Nerja wird ein Eintrittsgeld erhoben, das nach Altersgruppen und angebotenen Leistungen (Standardbesuch, Kombiticket mit Ausstellung, geführte Tour, Sonderveranstaltungen) gestaffelt ist. Die Preise werden von der Höhlenverwaltung regelmäßig angepasst. Eine rechtzeitige Online-Reservierung empfiehlt sich besonders in der Hochsaison, um Wartezeiten zu vermeiden und über aktuelle Tarife informiert zu sein.
  • Beste Reisezeit: Die Costa del Sol zeichnet sich durch ein mildes Mittelmeerklima mit vielen Sonnentagen aus. Die Cueva de Nerja kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Im Hochsommer ist die Höhle ein angenehm kühler Rückzugsort, während es draußen sehr heiß werden kann. Andererseits sind dann die Besucherzahlen am höchsten, da viele Badeurlauber einen Ausflug in die Höhle einplanen. Für etwas ruhigere Besuche bieten sich Frühling und Herbst an. Auch ein Besuch am frühen Vormittag oder späteren Nachmittag kann helfen, den größten Andrang zu vermeiden.
  • Temperatur in der Höhle: Im Inneren der Cueva de Nerja herrscht typischerweise eine relativ konstante, kühle Temperatur und eine gewisse Luftfeuchtigkeit – typisch für Karsthöhlen dieser Art. Eine leichte Jacke oder ein Pullover sowie geschlossenes Schuhwerk sind auch im Hochsommer zu empfehlen, besonders für Besucher, die empfindlich auf Temperaturunterschiede reagieren.
  • Sprache vor Ort: Amtssprache ist Spanisch. In der touristisch geprägten Region rund um Nerja wird in der Regel auch Englisch gesprochen, insbesondere in Hotels, Restaurants, bei Reiseveranstaltern und im Servicepersonal der Höhle. Deutschkenntnisse sind vereinzelt anzutreffen, aber nicht flächendeckend. Für deutschsprachige Gäste sind Audio-Guides oder Informationsmaterialien in mehreren Sprachen üblich; aktuelle Angebote sollten vor Ort oder online geprüft werden.
  • Zahlung und Währung: In Spanien gilt der Euro (€), eine Umrechnung entfällt. An der Costa del Sol sind Kartenzahlungen weit verbreitet; gängige Kreditkarten und häufig auch Debitkarten werden in der Regel akzeptiert. Es ist dennoch sinnvoll, etwas Bargeld mitzuführen, insbesondere für kleinere Beträge, Parkgebühren oder Cafés. Mobile Payment über Dienste wie Apple Pay oder Google Pay wird zunehmend angeboten, aber noch nicht überall.
  • Trinkgeldkultur: In spanischen Restaurants und Cafés ist Service in der Regel im Preis enthalten. Ein kleines Trinkgeld als Anerkennung ist üblich, etwa indem man den Betrag aufrundet oder 5–10 % bei besonders gutem Service gibt. Auch bei geführten Touren oder für Busfahrer sind kleine Trinkgelder verbreitet, jedoch nicht zwingend.
  • Verhaltensregeln und Fotografieren: In Höhlen wie der Cueva de Nerja gelten strenge Schutzvorschriften. Besucher sollten unbedingt auf den markierten Wegen bleiben, Absperrungen respektieren und keinerlei Formationen berühren. Berührung kann die Wachstumsprozesse der Tropfsteine dauerhaft stören oder zu Verfärbungen führen. Je nach Bereich der Höhle kann das Fotografieren mit oder ohne Blitz unterschiedlich geregelt sein. Viele Höhlen untersagen Blitzlicht, um die empfindliche Umgebung und besonders die Höhlenmalereien zu schützen. Aktuelle Vorgaben werden vor Ort und auf Tickets deutlich gemacht und sollten unbedingt beachtet werden.
  • Barrierefreiheit: Ein Teil der Höhle ist über Wege und Stufen erreichbar, die für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Herausforderung darstellen können. Es gibt Abschnitte mit unebenen Böden, Treppen und Feuchtigkeit. Die Höhlenverwaltung stellt auf ihrer Website und vor Ort Informationen zur Zugänglichkeit zur Verfügung; Reisende mit Mobilitätseinschränkungen sollten vorab prüfen, welche Bereiche besuchbar sind und ob Unterstützung angeboten wird.
  • Sicherheit und Gesundheit: Die Cueva de Nerja ist als touristische Attraktion gesichert, dennoch sollten Besucher auf festes Schuhwerk achten, da Böden feucht und rutschig sein können. Menschen mit starker Platzangst sollten bedenken, dass sich große Teile des Besuches unter der Erde abspielen, wenngleich die Haupthallen sehr großzügig sind. Innerhalb der Europäischen Union können deutsche Reisende die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise ihre Krankenversichertenkarte nutzen. Für ergänzende Leistungen kann eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein.
  • Einreisebestimmungen: Spanien gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen ändern können und zusätzliche Regelungen (etwa gesundheitliche Auflagen) möglich sind, sollten Reisende vor Abflug die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
  • Zeitzone: Die Region um Nerja und Málaga liegt in der gleichen Zeitzone wie Deutschland (MEZ/MESZ). Dadurch entsteht für Reisende aus Deutschland in der Regel keine Zeitverschiebung, was die Umstellung insbesondere bei Kurzreisen erleichtert.
  • Kombination mit Badeurlaub: Viele Reisende kombinieren den Besuch der Cueva de Nerja mit einem Badeaufenthalt an der Costa del Sol. Nerja selbst ist bekannt für Strände, Buchten und das „Balcón de Europa“, eine Aussichtsterrasse über dem Meer. Ein Besuch der Höhle lässt sich gut als Halbtagesausflug in einen Strandurlaub integrieren, etwa am Vormittag, wenn es draußen bereits warm, aber in der Höhle angenehm kühl ist.

Warum Cueva de Nerja auf jede Nerja-Reise gehört

Die Cueva de Nerja verbindet gleich mehrere Ebenen eines Reiseerlebnisses, die für Besucher aus Deutschland besonders reizvoll sind. Zum einen ist da das Naturerlebnis: Wer durch die gewaltigen Hallen schreitet, erlebt Erdgeschichte in einer Dichte, die an der Oberfläche kaum sichtbar ist. Die Formenvielfalt der Tropfsteine – von filigranen „Gardinen“ aus Kalk bis zu massiven Säulen – regt die Fantasie an und lässt immer neue Assoziationen entstehen.

Zum anderen ist die Höhle ein Fenster in die frühe Menschheitsgeschichte der iberischen Halbinsel. Auch wenn nicht alle Bereiche mit Höhlenmalereien öffentlich zugänglich sind, vermittelt bereits das Wissen, dass Menschen hier vor Jahrtausenden Schutz suchten, jagten, malten und vielleicht Zeremonien abhielten, eine besondere Atmosphäre. Viele Besucher berichten, dass ein Rundgang durch die Cueva de Nerja den Badeurlaub um eine Dimension vertieft, die man in einem reinen Strandaufenthalt leicht verpasst.

Dazu kommt der kulturelle Aspekt: Die Konzerte, Festivals und Veranstaltungen, die in der Höhle stattfinden, machen sie zu einem lebendigen Ort, an dem Vergangenes und Gegenwärtiges ineinandergreifen. Wer Musik in diesem natürlichen Resonanzraum erlebt, nimmt die Höhle anders wahr als bei einem normalen Rundgang. Terminhinweise und Programme werden jährlich neu festgelegt; wer sich dafür interessiert, sollte rechtzeitig planen.

Für Familien mit Kindern ist die Höhle ein spannender Lernort, der sich geschickt in einen Urlaub an der Costa del Sol einfügt. Ausstellungen und Informationsmaterialien erklären, wie Tropfsteine entstehen, wie lange ihr Wachstum dauert und warum Berührung sie schädigen kann. Dies kann bei Kindern das Bewusstsein für Natur- und Kulturschutz stärken. Gleichzeitig bleibt der Erlebnisfaktor hoch, denn die Höhlenräume wirken schon durch ihre schiere Größe eindrucksvoll.

Reiseführer und Tourismusorganisationen empfehlen meist, für den Besuch ausreichend Zeit einzuplanen: Neben dem Rundgang durch die Höhle selbst lohnt ein Blick in das Besucherzentrum, und wer mit dem Auto unterwegs ist, kann weitere Aussichtspunkte in der Umgebung oder einen anschließenden Besuch in Nerja einplanen. Die Kombination aus mediterranem Küstenort, Aussicht vom Balcón de Europa, Badebuchten und dem unterirdischen Höhlenlabyrinth macht Nerja und die Cueva de Nerja zu einem vielseitigen Ziel für kurze wie längere Aufenthalte.

Im Vergleich zu bekannten deutschen Sehenswürdigkeiten lässt sich der Besuch einordnen, indem man an Orte wie die Atta-Höhle oder das Salzbergwerk Berchtesgaden denkt – nur in einem völlig anderen klimatischen und kulturellen Rahmen. Wer Andalusien bisher vor allem mit Städten wie Málaga, Granada, Sevilla oder Córdoba verbindet, entdeckt mit der Cueva de Nerja eine weitere Facette der Region, in der Natur, Geschichte und Freizeit eng verwoben sind.

Cueva de Nerja in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist die Cueva de Nerja regelmäßig präsent: Reisende teilen Fotos der gewaltigen Säulen, kurze Clips von Konzertmomenten in der Höhle oder Panoramen vom nahe gelegenen Balcón de Europa. Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok lässt sich ein lebendiger Eindruck der Stimmung und der Perspektiven gewinnen, die Besucher besonders faszinierend finden. Für die Reiseplanung ersetzt dies nicht die offiziellen Informationen, kann aber helfen, ein Gefühl für die Atmosphäre vor Ort zu bekommen.

Häufige Fragen zu Cueva de Nerja

Wo liegt die Cueva de Nerja genau?

Die Cueva de Nerja liegt nahe dem Ort Maro, der zur Gemeinde Nerja gehört, im Osten der Provinz Málaga in Andalusien. Sie befindet sich wenige Kilometer landeinwärts oberhalb der Costa del Sol und ist von Nerja aus mit Auto, Taxi, Bus oder zu Fuß erreichbar. Der nächstgelegene größere Flughafen ist Málaga.

Wie alt ist die Cueva de Nerja und seit wann ist sie bekannt?

Geologisch ist die Cueva de Nerja über sehr lange Zeiträume durch lösende und ablagernde Prozesse von Wasser im Kalkstein entstanden. Archäologische Funde belegen, dass Menschen die Höhle schon in der Vorzeit nutzten. Für die moderne Öffentlichkeit ist die Höhle seit Ende der 1950er-Jahre bekannt, als Jugendliche sie zufällig entdeckten und erste Erkundungen stattfanden.

Was macht die Cueva de Nerja so besonders?

Die Cueva de Nerja ist für ihre gewaltigen unterirdischen Hallen, eindrucksvollen Tropfsteinformationen und prähistorischen Spuren bekannt. Besonders auffällig ist eine riesige natürliche Säule, die oft als eine der größten bekannten Höhlenstalsäulen bezeichnet wird. Zudem gibt es Bereiche mit steinzeitlicher Höhlenkunst, die allerdings aus Schutzgründen nicht frei zugänglich sind. Konzerte und kulturelle Veranstaltungen in der Höhle verstärken ihren besonderen Charakter.

Wie besucht man die Cueva de Nerja am besten aus Deutschland?

Reisende aus Deutschland fliegen meist nach Málaga, von wo aus Nerja in rund einer Stunde mit dem Auto oder Bus erreichbar ist. Die Höhle liegt oberhalb von Nerja und kann mit Auto, Taxi, Bus oder teilweise zu Fuß erreicht werden. Eine Kombination aus Badeurlaub an der Costa del Sol und einem Halbtagesausflug zur Höhle bietet sich besonders an. Vorab sollten Öffnungszeiten und Ticketmöglichkeiten auf der offiziellen Website geprüft werden.

Wann ist die beste Reisezeit für die Cueva de Nerja?

Die Höhle kann das ganze Jahr über besucht werden. Dank des milden Klimas in Andalusien und der konstant angenehmen Temperatur im Höhleninneren eignet sich der Besuch zu jeder Jahreszeit. Im Hochsommer ist es in der Höhle angenehm kühl, allerdings sind dann die Besucherzahlen am höchsten. Wer es ruhiger mag, wählt Frühling oder Herbst oder besucht die Höhle am frühen Vormittag oder späteren Nachmittag.

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