Cueva de las Manos, Perito Moreno

Cueva de las Manos: prähistorische Handabdrücke im Canyon des Río Pinturas

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 11:51 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Cueva de las Manos bei Perito Moreno in Argentinien bewahrt tausende prähistorische Handabdrücke und Jagdszenen in einem abgelegenen Canyon – ein eindrucksvoller Ort.

Editorial-Reisemagazinbild vom Wahrzeichen Cueva de las Manos in Perito Moreno, Argentinien
Editorialbild im Reisemagazin-Stil vom Wahrzeichen Cueva de las Manos in Perito Moreno Argentinien, ausgewogene Bildgestaltung, Illustration mit AI erstellt.

Die Cueva de las Manos, spanisch für „Höhle der Hände“, liegt im Nordosten der Provinz Santa Cruz in Patagonien und ist ein herausragendes Zeugnis prähistorischer Felskunst mit tausenden Handabdrücken und Jagdszenen in der Schlucht des Río Pinturas.Höhle der Hände Seit 1999 gehört die Anlage als „Cueva de las Manos, Río Pinturas“ zum UNESCO-Welterbe und gilt als einer der wichtigsten Fundorte für frühe Felsmalerei in Südamerika.UNESCO-Welterbe

Cueva de las Manos im Canyon des Río Pinturas

Die Höhle befindet sich in einem tief eingeschnittenen Abschnitt des Río Pinturas, eines Zuflusses des Río Deseado, in einer abgeschiedenen Landschaft der patagonischen Hochebene.Schlucht des Río Pinturas Die Felsnische liegt oberhalb des Flusslaufs an einer steilen Felswand und ist über einen Fußweg erreichbar, der durch die karge, von Sträuchern und Felsen geprägte Umgebung führt.Felswand über dem Fluss Die Höhle selbst ist rund 20 Meter tief, etwa 10 Meter hoch und 15 Meter breit und öffnet sich zur Schlucht hin, sodass das Tageslicht die bemalten Flächen erreicht.Größe der Höhle

Die Cueva de las Manos liegt zwischen den Orten Perito Moreno und Bajo Caracoles und gehört verwaltungstechnisch zum Municipio Perito Moreno in der Provinz Santa Cruz.Lage im Municipio Perito Moreno Der abgelegene Standort im Canyon verstärkt den Eindruck eines geschützten Ortes, an dem Felswände, Fluss und Hochfläche unmittelbar aufeinandertreffen.

Prähistorische Felsmalereien mit Handnegativen und Jagdszenen

Berühmt ist die Cueva de las Manos vor allem für die zahlreichen Handnegative, also auf die Wand gesprühte Umrisse von Händen, die sich in schwarzen, roten, gelben, weißen und violetten Farbtönen übereinander lagern.Stenciled Handabdrücke Schätzungen gehen von deutlich über tausend solcher Handabdrücke aus, die dicht an dicht angeordnet sind und teilweise ganze Wandflächen bedecken.

Zwischen den Händen finden sich Darstellungen von Tieren, vor allem Guanacos, sowie stilisierte Jagdszenen mit Jägern und Bögen, die das Leben früher Jäger-und-Sammler-Gruppen in Patagonien zeigen.Guanacos und Jagdszenen Die Malereien wurden mit Mineralpigmenten in verschiedenen Farbreihen ausgeführt und lassen sich anhand archäologischer Untersuchungen verschiedenen Phasen zuordnen.

Zeitstellung und Schutzstatus der Felskunst

Archäologische Datierungen ordnen die ältesten Malereien der Cueva de las Manos in eine Zeitspanne von mehreren Jahrtausenden ein, beginnend vor mehr als 9.000 Jahren und reichen bis in eine jüngere Phase vor etwa 1.300 Jahren.Zeitspanne der Malereien Radiokarbondaten aus den frühesten Schichten belegen dabei eine Nutzung des Ortes im frühen Holozän.frühe Nutzungsphase

Die Stätte wurde 1993 per Gesetz als Nationales Historisches Monument Argentiniens ausgewiesen und 1999 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, um die Felsmalereien und ihre landschaftliche Umgebung dauerhaft zu schützen.Nationales Historisches Monument Damit gehört die Cueva de las Manos zu den bedeutendsten archäologischen Fundorten des Landes und ist ein zentrales Beispiel für prähistorische Kunst in der patagonischen Region.

Cueva de las Manos besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Höhle der Hände liegt in der Schlucht des Río Pinturas im Norden der Provinz Santa Cruz; Ausgangspunkt für Fahrten ist die Kleinstadt Perito Moreno, von der Straßen über die Ruta Nacional 40 in Richtung des Canyonbereichs führen.
  • Der Zugang zur Cueva de las Manos erfolgt zu Fuß über einen Weg mit Steigungen und Stufen entlang der Felswände, sodass trittsichere Schuhe für das unbefestigte Gelände erforderlich sind.
  • Die Anlage liegt in einer patagonischen Landschaft mit ausgeprägten Jahreszeiten; im Winter kann Schnee in der Umgebung liegen, während die Sommermonate trocken und windreich sein können.
  • In der näheren Umgebung der Höhle verlaufen der Río Pinturas und die Hochflächen der Meseta Zentral von Santa Cruz, die als weite Hügel- und Tafelgeländer wahrnehmbar sind.
  • Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Argentinischen Pesos. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Cueva de las Manos auf Social-Media-Plattformen

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Cueva de las Manos: häufige Fragen

Wo liegt die Cueva de las Manos genau?

Die Höhle der Hände liegt im Canyon des Río Pinturas im Norden der Provinz Santa Cruz in Patagonien, zwischen Perito Moreno und Bajo Caracoles.

Was bietet ein Besuch der Cueva de las Manos?

Ein Besuch führt entlang eines Fußwegs zu Felswänden mit dicht übereinanderliegenden Handnegativen, Tierdarstellungen und Jagdszenen, die über viele Jahrtausende hinweg entstanden sind.

Was kennzeichnet die Cueva de las Manos besonders?

Kennzeichnend sind die zahlreichen farbigen Handumrisse und die Lage der Felskunst in einem abgelegenen Flusscanyon, die zusammen ein eindrucksvolles Bild prähistorischer Kultur in Patagonien geben.

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