Cueva de las Manos, Argentinien

Cueva de las Manos: Patagoniens rätselhaftes Felskunst-Weltwunder

20.05.2026 - 23:28:14 | ad-hoc-news.de

Tausende Handabdrücke, uralte Jagdszenen und spektakuläre Schluchten: Cueva de las Manos bei Perito Moreno in Argentinien erzählt eine 9.000 Jahre alte Geschichte – und stellt Reisende aus Deutschland vor besondere Herausforderungen.

Cueva de las Manos, Argentinien, Reise
Cueva de las Manos, Argentinien, Reise

Ein Canyon wie aus einem Western, Wind, der durch die Schlucht pfeift – und plötzlich tauchen sie auf: Hunderte rot, schwarz und ocker leuchtende Hände an der Felswand. Cueva de las Manos („Höhle der Hände“) nahe Perito Moreno in Patagonien ist einer der eindrucksvollsten Felskunstorte der Welt und ein UNESCO-Welterbe, das die Zeitdimension jeder Reise nach Argentinien sprengt.

Cueva de las Manos: Das ikonische Wahrzeichen von Perito Moreno

Cueva de las Manos liegt im abgelegenen Nordwesten der argentinischen Provinz Santa Cruz, rund 160 km von der Kleinstadt Perito Moreno entfernt. Berühmt ist dieser Ort für seine außergewöhnlich gut erhaltenen Felsmalereien, darunter Tausende schablonenartige Handnegative, die der Höhle ihren Namen gaben. Die UNESCO beschreibt die Stätte als eines der „bemerkenswertesten Beispiele für prähistorische Felskunst in Südamerika“ und verweist insbesondere auf die einzigartige Dichte und Vielfalt der Motive.

Deutsche Reisende erleben hier eine seltene Kombination: spektakuläre Naturkulisse, archäologische Weltklasse und die Erfahrung, an einem Ort zu stehen, an dem Menschen vor über 9.000 Jahren ihre Spuren hinterlassen haben. Anders als bekanntere argentinische Ziele wie Buenos Aires oder der Gletscher Perito Moreno ist Cueva de las Manos kein Massenziel – wer hierher kommt, entscheidet sich bewusst für einen Abstecher in die Einsamkeit der patagonischen Steppe.

Die Schlucht des Río Pinturas, in deren Wänden die Höhle liegt, erinnert mit ihren bunten Felsformationen an Landschaften im Südwesten der USA, ist aber deutlich weniger erschlossen. Genau diese Abgeschiedenheit hat dazu beigetragen, dass die Malereien bis heute erstaunlich frisch wirken. Fachleute wie das argentinische Kulturministerium und ICOMOS (der internationale Denkmalrat) betonen übereinstimmend, dass Cueva de las Manos ein Schlüsselort für das Verständnis der frühen Jäger- und Sammlerkulturen im südlichen Südamerika ist.

Geschichte und Bedeutung von Cueva de las Manos

Die Felsbilder der Cueva de las Manos wurden nach Angaben der UNESCO und der argentinischen Denkmalbehörde in mehreren Phasen zwischen etwa 9.000 und 1.300 Jahren vor heute geschaffen. Damit sind sie deutlich älter als klassische europäische Wahrzeichen wie das Kolosseum in Rom oder das Brandenburger Tor in Berlin. Archäologische Analysen von Farbresten und organischen Materialien belegen, dass unterschiedliche Gruppen von Jägern und Sammlern die Höhle über Jahrtausende immer wieder aufsuchten.

Die ältesten Bildschichten enthalten vor allem Handnegative und stilisierte Tierdarstellungen, insbesondere Guanakos – wildlebende Kamelarten, die für die damaligen Gemeinschaften eine zentrale Nahrungs- und Rohstoffquelle waren. Später kamen komplexere Jagdszenen und geometrische Muster hinzu. Laut dem argentinischen Nationalinstitut für Anthropologie und Lateinamerikanische Denkmäler (Instituto Nacional de Antropología) lassen sich anhand der Maltechniken und Motive mindestens drei Hauptphasen der Nutzung unterscheiden.

Die Handabdrücke selbst wurden überwiegend mit der Schablonentechnik hergestellt: Die Menschen legten ihre Hand auf den Fels und sprühten Farbpigmente mit dem Mund oder einfachen Röhrchen darum herum. Zur Herstellung der Farben wurden mineralische Pigmente wie Eisenoxide (für Rot- und Ockertöne), Mangan (für Schwarz) und vermutlich Kaolin (für weiße Nuancen) mit Bindemitteln wie tierischen Fetten oder Pflanzensäften vermischt. Diese chemische Zusammensetzung trägt zur bemerkenswerten Haltbarkeit der Malereien bei.

Die Frage, warum so viele Hände abgebildet wurden, beschäftigt Forschende bis heute. Archäologen und Anthropologen, etwa von der Universität Buenos Aires und der Universität La Plata, sehen darin ein komplexes Zusammenspiel aus Ritual, Identitätsmarkierung und möglicherweise Initiationsriten. Die Überlagerung von Händen verschiedener Größen und Farben deutet darauf hin, dass mehrere Generationen an diesem kollektiven Bild mitwirkten. Einige Wissenschaftler vergleichen die Wände der Höhle mit einem „prähistorischen Gästebuch“, in dem sich die Mitglieder der Gemeinschaft verewigten.

1999 wurde Cueva de las Manos in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Welterbekommission hob dabei sowohl den außergewöhnlichen universellen Wert der Stätte als auch den guten Erhaltungszustand hervor. In der Begründung heißt es, die Höhle sei ein herausragendes Beispiel für die kulturellen Traditionen prähistorischer Gesellschaften in Patagonien und liefere einzigartige Einblicke in deren Weltbild und Lebensweise. Seither steht die Stätte unter besonderem Schutz und wird von nationalen und regionalen Stellen gemeinsam überwacht.

Für Argentinien ist Cueva de las Manos ein Symbol der tiefen vorkolonialen Geschichte des Landes. Während in Europa historische Epochen häufig anhand schriftlicher Quellen rekonstruiert werden, sind es hier Bilder, die von einer Zeit berichten, lange bevor es Schrift oder Metallwerkzeuge gab. Das argentinische Kulturministerium betont, dass Orte wie Cueva de las Manos für das kollektive Gedächtnis des Landes ebenso wichtig sind wie die großen kolonialen Bauwerke in Städten wie Córdoba oder Salta.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Streng genommen ist Cueva de las Manos keine einzelne Höhle, sondern ein Komplex aus Felsüberhängen, kleinen Grotten und bemalten Wänden im Canyon des Río Pinturas. Die Felsformationen bestehen hauptsächlich aus vulkanischem Gestein, dessen relativ glatte Oberflächen sich gut für Malereien eignen. Durch Erosion sind natürliche Nischen entstanden, die teilweise wie Galerien wirken, in denen die Felskunst gut geschützt liegt.

Das auffälligste Merkmal sind die Handnegative: meist linke Hände, überwiegend von Jugendlichen und Erwachsenen, aber auch kleinere Kinderhände. Untersuchungen, über die unter anderem GEO und National Geographic Deutschland berichtet haben, deuten darauf hin, dass mehr als drei Viertel der Abdrücke von linken Händen stammen. Eine plausible Erklärung ist, dass die rechte Hand zum Sprühen der Farbe genutzt wurde, während die linke als Schablone diente. Die hohe Konzentration der Hände in bestimmten Zonen erzeugt das Bild einer regelrechten Wand aus Körperabdrücken.

Neben den Händen finden sich zahlreiche Tierdarstellungen, vor allem Guanakos in unterschiedlichen Posen: einzeln, in Gruppen, als Teil von Jagdszenen. Diese Bilder sind nicht nur künstlerisch interessant, sondern liefern auch Hinweise auf die damalige Tierwelt und Jagdmethoden. Jagdszenen zeigen Jäger mit Wurfwaffen wie der Bola – einer aus Steinen und Seilen bestehenden Jagdwaffe, die bis in die jüngere Zeit von indigenen Gruppen Patagoniens genutzt wurde. So entsteht ein visuelles Archiv der prähistorischen Jagdkultur der Region.

Ein weiteres künstlerisches Merkmal von Cueva de las Manos ist der Umgang mit dem Untergrund. Die Malerinnen und Maler nutzten bewusst die natürlichen Unebenheiten des Felses, um Bewegung und Räumlichkeit zu suggerieren. Einige Szenen scheinen sich über Felsvorsprünge hinweg fortzusetzen, andere nutzen Vertiefungen, um Körperpartien zu modellieren. Kunsthistorikerinnen und -historiker betonen, dass diese Anpassung an die Topografie des Felses eine hohe Beobachtungsgabe und gestalterische Intelligenz voraussetzt.

Die Farbpalette der Höhle ist überraschend vielfältig: Rot-, Orange- und Ockertöne dominieren, ergänzt durch Schwarz, Weiß und gelegentlich Grünliches. Diese Farben sind nicht zufällig verteilt, sondern folgen offenbar kompositorischen Prinzipien. In einigen Zonen sind Handschablonen fast monochrom, in anderen wechseln sich Farbnuancen ab, sodass ein lebendiger Rhythmus entsteht. Aus kunsthistorischer Sicht ist dies bemerkenswert, da die Maler ohne moderne Hilfsmittel Pigmente mit hoher Leuchtkraft und Haltbarkeit herstellten.

Archäologische Ausgrabungen im Umfeld der Höhle haben zudem Hinweise auf Feuerstellen, Werkplätze zur Herstellung von Werkzeugen und Farbbereitung geliefert. Laut Berichten der argentinischen Denkmalbehörde und Fachpublikationen wurden in der Nähe Steinwerkzeuge, Knochenreste von Guanakos und Farbmühlsteine gefunden. Dies spricht dafür, dass die Höhle nicht nur ein Durchgangsort, sondern ein zentraler Platz im sozialen und spirituellen Leben der damaligen Gruppen war.

Im Vergleich zu anderen bekannten Felskunststätten der Welt, etwa Lascaux in Frankreich oder Altamira in Spanien, ist Cueva de las Manos weniger figurativ-naturalistisch, dafür aber extrem konzentriert auf das Motiv der Hand. Dieser Fokus macht die Stätte unverwechselbar. Während Lascaux mit detailreichen Tierdarstellungen beeindruckt, berührt Cueva de las Manos durch die unmittelbare Präsenz menschlicher Körperabdrücke, die über Jahrtausende hinweg erstaunlich direkt wirken.

Die heutige Präsentation der Höhle für Besucherinnen und Besucher erfolgt bewusst zurückhaltend. Stege und Geländer begrenzen den Abstand zu den Bildern, um Berührungen und Vandalismus zu verhindern, ohne die Sicht zu sehr einzuschränken. Informationsschilder und geführte Touren erläutern die wichtigsten Motive und den archäologischen Kontext. Die UNESCO und die argentinischen Behörden haben gemeinsam Richtlinien für den Besucherfluss und den Einsatz künstlicher Beleuchtung erarbeitet, um die empfindlichen Pigmente vor Schäden zu schützen.

Cueva de las Manos besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Cueva de las Manos liegt abgelegen im Landesinneren Patagoniens, im Canyon des Río Pinturas, gut 160 km südlich der Stadt Perito Moreno (Provinz Santa Cruz). Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel zunächst nach Buenos Aires. Direkte Nonstop-Flüge von Frankfurt am Main nach Buenos Aires werden von großen internationalen Airlines angeboten; die Flugzeit liegt, je nach Verbindung, meist bei rund 13 bis 14 Stunden. Alternativ sind Umsteigeverbindungen über europäische Drehkreuze wie Madrid, Paris oder Rom möglich.

Von Buenos Aires aus erreichen Reisende den patagonischen Süden üblicherweise per Inlandsflug, etwa nach Comodoro Rivadavia oder El Calafate, wobei sich die konkreten Flugpläne ändern können. Von dort geht es weiter mit Fernbussen oder Mietwagen nach Perito Moreno. Die Stadt liegt an der berühmten Ruta 40, einer der großen Nord-Süd-Achsen Argentiniens. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte ausreichend Zeit einplanen: Distanzen sind groß, Tankstellen und Infrastruktur liegen weit auseinander, und Wetterbedingungen können die Fahrt erschweren.

Von Perito Moreno zur Cueva de las Manos führt eine teils unbefestigte Straße über rund 160 km. Der Zugang zur Stätte erfolgt über ein Besucherzentrum, von dem aus geführte Rundgänge in den Canyon starten. In der Regel ist der Zugang nur im Rahmen organisierter Besuche möglich, um die Anzahl der Menschen in der Höhle zu steuern und den Schutz der Malereien zu gewährleisten. Viele Reisende schließen sich Touren an, die Perito Moreno mit weiteren Highlights der Ruta 40 verbinden.

  • Öffnungszeiten
    Die Öffnungszeiten der Cueva de las Manos sind saisonabhängig. In den patagonischen Sommermonaten (ungefähr November bis März) sind meist mehr Führungen pro Tag möglich, während im Winter Angebot und Zugänglichkeit eingeschränkt sein können. Öffnungszeiten können variieren — daher sollte vor dem Besuch unbedingt die aktuelle Auskunft des Besucherzentrums oder der offiziellen Tourismusinformation geprüft werden, etwa über die Tourismusbehörde der Provinz Santa Cruz oder die lokale Tourist-Info in Perito Moreno.
  • Eintritt
    Für den Besuch wird in der Regel ein Eintrittspreis erhoben, der auch die Führung einschließt. Die genauen Tarife unterscheiden nach Herkunft der Besucher (Argentinien oder Ausland) und können sich ändern. Reisende aus Deutschland sollten damit rechnen, dass der Eintritt vor Ort in argentinischen Pesos zu entrichten ist; je nach Wechselkurs entspricht dies einem niedrigen zweistelligen Eurobetrag. Da Preise schwanken, empfiehlt sich vor Reiseantritt ein Blick auf aktuelle Angaben der offiziellen Tourismusstellen.
  • Beste Reisezeit
    Patagonien ist für sein raues Klima bekannt. Die beste Zeit für einen Besuch der Cueva de las Manos liegt meist zwischen etwa November und März, also im südlichen Spätfrühling, Sommer und frühen Herbst. Dann sind die Tage länger, die Temperaturen moderater und Straßen oft besser befahrbar. Dennoch sollten Reisende auch in dieser Zeit mit starkem Wind, plötzlichen Wetterumschwüngen und Temperaturspannen zwischen einstelligen und deutlich über 20 °C rechnen.

Wer die Einsamkeit der Region voll auskosten möchte, kann auch Randzeiten der Saison in Betracht ziehen. Zu beachten ist, dass im patagonischen Winter (ungefähr Juni bis August) Kälte, mögliche Schneefälle und kürzere Tage den Besuch erschweren können. Außerdem sind dann teils weniger Touren verfügbar. Unabhängig von der Jahreszeit gilt: Früh am Tag ist das Licht im Canyon oft besonders stimmungsvoll, und die Besucherzahlen sind eher geringer.

  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
    Sprache: In Perito Moreno und an der Cueva de las Manos wird Spanisch gesprochen. In der Tourismusbranche, etwa bei Guides und in Unterkünften, sind häufig zumindest grundlegende Englischkenntnisse vorhanden. Deutsch wird selten gesprochen. Es empfiehlt sich, einige spanische Höflichkeitsfloskeln zu beherrschen und wichtige Begriffe rund um Touren und Verkehr vorab zu lernen oder in einer App bereitzuhalten.

Zahlung: In Argentinien wird mit dem argentinischen Peso bezahlt. In größeren Städten sind Kartenzahlungen weit verbreitet, in kleineren Orten und abgelegenen Regionen wie rund um Perito Moreno ist Bargeld jedoch weiterhin wichtig. Reisende aus Deutschland sollten daher ausreichend Bargeld in lokaler Währung dabeihaben und sich vorab über seriöse Wechselmöglichkeiten informieren. Internationale Kreditkarten werden an vielen Orten akzeptiert, EC-/Girocard funktioniert nicht immer. Mobile Payment via Smartphone ist im Vergleich zu Europa weniger flächendeckend, gewinnt aber in Großstädten an Bedeutung.

Trinkgeld: In Argentinien sind Trinkgelder üblich, insbesondere in Restaurants (oft 10 % des Rechnungsbetrags), bei Taxifahrten oder für Guides. Bei Führungen an der Cueva de las Manos ist es üblich, am Ende der Tour ein freiwilliges Trinkgeld zu geben, sofern die Leistung zufriedenstellend war. Beträge sollten in Pesos und in Relation zur lokalen Kaufkraft bemessen werden.

Kleidung: Für den Besuch der Höhle empfiehlt sich das Zwiebelprinzip: wind- und wetterfeste Jacke, wärmende Schichten, Sonnenhut oder Mütze sowie gutes, rutschfestes Schuhwerk. Der Weg im Canyon kann uneben sein, und die Sonne Patagoniens ist trotz Wind intensiv. Sonnenschutzmittel und eine Sonnenbrille sind daher sinnvoll, ebenso ausreichend Trinkwasser – vor Ort gibt es nur begrenzte Versorgungsmöglichkeiten.

Fotografieren: Grundsätzlich darf an der Cueva de las Manos fotografiert werden, allerdings gelten je nach Bereich und aktuellen Schutzbestimmungen teils Einschränkungen. Blitzlicht ist in der Regel verboten, um die Pigmente der Felsmalereien zu schonen. Drohnenflüge sind in archäologischen Schutzgebieten normalerweise nur mit spezieller Genehmigung erlaubt. Vor Ort informieren Guides über die geltenden Regeln, an die sich Besucherinnen und Besucher unbedingt halten sollten, um den langfristigen Erhalt der Stätte zu unterstützen.

  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für die Einreise nach Argentinien sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Bei Reisen nach Patagonien sollten ausreichender Krankenversicherungsschutz und eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportempfehlung bestehen, da medizinische Versorgung in abgelegenen Regionen begrenzt sein kann.

Zeitverschiebung: Argentinien liegt meist 4 bis 5 Stunden hinter Mitteleuropa, je nach deutscher Sommer- oder Winterzeit. Da Argentinien derzeit keine Zeitumstellung praktiziert, sind während der deutschen Sommerzeit in der Regel 5 Stunden Unterschied zu beachten. Für die Reiseplanung – etwa beim Buchen von Inlandsflügen oder bei der Abstimmung mit Unterkünften – sollte die lokale Zeit berücksichtigt werden.

Warum Cueva de las Manos auf jede Perito-Moreno-Reise gehört

Viele Reisende kommen zunächst wegen der berühmten patagonischen Landschaften nach Argentinien – sie wollen die Weite der Steppe, Gletscher und Berge erleben. Cueva de las Manos fügt dieser Naturreise eine unerwartete, tief menschliche Dimension hinzu. Plötzlich ist die Landschaft nicht mehr nur Kulisse, sondern Bühne einer langen Menschheitsgeschichte. Die Handabdrücke machen deutlich: Hier lebten, jagten und träumten Menschen, lange bevor moderne Staaten, Grenzen oder Städte existierten.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland kann der Ort auch deshalb faszinierend sein, weil er ein anderes Verständnis von Geschichte vermittelt. In Mitteleuropa ist man daran gewöhnt, dass historische Stätten meist mit bestimmten Ereignissen oder Figuren verknüpft sind: Schlachten, Herrscher, Bauherrinnen und Architekten. In Cueva de las Manos bleiben die Namen unbekannt. Stattdessen stehen die anonymen Hände für eine Gemeinschaft, deren Alltag und Rituale nur indirekt erschlossen werden können. Dieser Perspektivwechsel ist intellektuell anregend und emotional berührend zugleich.

Hinzu kommt der Erlebniswert der Anreise. Wer sich auf den Weg zur Höhle macht, erlebt einen Roadtrip entlang der legendären Ruta 40, vorbei an endlosen Weiten, Estancias und teils spektakulären Felsformationen. Die Kombination aus Fahrt, Wanderung im Canyon und Besuch der Felsmalereien macht Cueva de las Manos zu einem Tageserlebnis, das noch lange nachwirkt. Viele Reisende verbinden den Besuch mit Aufenthalten in anderen Teilen Patagoniens, etwa im Nationalpark Los Glaciares mit dem Gletscher Perito Moreno oder im Gebiet um El Chaltén, dem selbsternannten Trekking-Hauptort Argentiniens.

Inhaltlich bietet Cueva de las Manos auch für kulturhistorisch interessierte Reisende viel Stoff. Wer sich intensiver vorbereiten möchte, findet in deutschsprachigen Reiseführern zu Argentinien und Patagonien – etwa von MERIAN, Marco Polo oder dem ADAC Reisemagazin – vertiefende Informationen zu Geschichte und Bedeutung der Höhle. Internationale Institutionen wie UNESCO und ICOMOS stellen online zusätzlich Fachmaterial zur Verfügung, das sich für eine gezielte Vorab-Lektüre eignet.

Reisende, die bereits andere Felskunststätten besucht haben, etwa in Frankreich oder Spanien, können Cueva de las Manos in einen größeren Kontext einordnen: Weltweit scheint der Wunsch, Spuren zu hinterlassen und Geschichten zu erzählen, tief im Menschen verankert zu sein. Dass sich ähnliche Ausdrucksformen – Handabdrücke, Tierdarstellungen, Jagdszenen – in sehr unterschiedlichen Kulturen finden, wirft spannende Fragen zur Entwicklung der Kunst und des symbolischen Denkens auf. Cueva de las Manos ist damit auch ein Ort, der über Patagonien hinausweist – hin zu universellen Themen der Menschheitsgeschichte.

Nicht zuletzt ist der Besuch ein Beitrag zum Erhalt der Stätte. Verantwortungsbewusster Tourismus schafft Bewusstsein und wirtschaftliche Anreize für den Schutz des Welterbes. Lokale Gemeinden, darunter die Stadt Perito Moreno, profitieren von Übernachtungen, Gastronomie und Dienstleistungen rund um den Besuch. Wer auf nachhaltige Anbieter achtet, lokale Produkte konsumiert und die Schutzregeln respektiert, unterstützt zugleich die langfristige Bewahrung dieses Kulturschatzes.

Cueva de las Manos in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien gewinnt Cueva de las Manos zunehmend Aufmerksamkeit, obwohl der Ort im Vergleich zu bekannteren Highlights wie den Iguazú-Wasserfällen oder dem Gletscher Perito Moreno noch als Geheimtipp gilt. Reisende teilen vor allem Fotos der farbigen Handwände, Panoramabilder des Canyons und Eindrücke von der Fahrt durch die patagonische Steppe. Viele Beiträge betonen die emotionale Wirkung des Moments, in dem man den Handabdrücken erstmals gegenübersitzt.

Häufige Fragen zu Cueva de las Manos

Wo liegt Cueva de las Manos genau?

Cueva de las Manos befindet sich im Canyon des Río Pinturas in der Provinz Santa Cruz im Süden Argentiniens, rund 160 km südlich der Stadt Perito Moreno. Die Stätte liegt weitab größerer Zentren im patagonischen Inland und ist über die Ruta 40 und eine Stichstraße erreichbar.

Wie alt sind die Felsmalereien in Cueva de las Manos?

Die Felsmalereien wurden nach archäologischen Untersuchungen in mehreren Phasen über einen langen Zeitraum hinweg geschaffen. Die ältesten Motive, darunter viele Handnegative, sind schätzungsweise etwa 9.000 Jahre alt, jüngere Bildschichten entstanden bis vor etwa 1.300 Jahren. Exakte Datierungen können je nach Methode etwas variieren.

Wie gelangt man von Deutschland aus zur Cueva de las Manos?

Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel per Langstreckenflug nach Buenos Aires. Von dort geht es per Inlandsflug und Bus oder Mietwagen nach Perito Moreno in Patagonien. Die letzten rund 160 km zur Cueva de las Manos führen über eine teils unbefestigte Straße und sind meist nur im Rahmen geführter Touren oder mit einem geeigneten Fahrzeug sinnvoll zu bewältigen.

Was macht Cueva de las Manos so besonders?

Besonders ist vor allem die enorme Anzahl und Dichte von Handabdrücken, die sich wie ein Teppich aus Farbschablonen über die Felswände ziehen, kombiniert mit Jagdszenen und Tierdarstellungen. In Verbindung mit dem spektakulären Canyon des Río Pinturas entsteht ein Ensemble aus Kunst und Landschaft, das laut UNESCO weltweit einzigartig ist und wichtige Einblicke in das Leben prähistorischer Jäger- und Sammlerkulturen in Patagonien bietet.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Cueva de las Manos?

Die beste Reisezeit liegt meist in den patagonischen Sommermonaten zwischen ungefähr November und März, wenn die Tage länger und die Temperaturen milder sind und Straßen seltener durch Winterwetter beeinträchtigt werden. Auch dann sollten Reisende mit starkem Wind und raschen Wetteränderungen rechnen und sich entsprechend kleiden.

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