Cueva de las Manos: Felsbilder im Canyon des Río Pinturas
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 12:02 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Cueva de las Manos im Norden der Provinz Santa Cruz in Argentinien ist ein archäologischer Ort, an dem auf engem Raum prähistorische Felsbilder und eine markante Schluchtlandschaft zusammentreffen. Die Höhle liegt im Canyon des Río Pinturas und ist seit 1999 als UNESCO-Welterbe geschützt, weil die dort hinterlassenen Spuren von Jägern und Sammlern zu den ältesten bekannten Bildzeugnissen Südamerikas gehören.UNESCO-Welterbe seit 1999
Cueva de las Manos und der Canyon des Río Pinturas
Die Höhle der Hände befindet sich im tief eingeschnittenen Canyon des Río Pinturas, in der patagonischen Steppe zwischen den Orten Perito Moreno und Bajo Caracoles in der Provinz Santa Cruz.Lage im Canyon des Río Pinturas Der Fluss hat ein trockenes Hochplateau durchschnitten und steile Felswände freigelegt, an deren Fuß und Kanten sich Überhänge und eine eigentliche Höhle öffnen, die als Bildträger dienen. Cueva de las Manos ist Teil eines archäologischen Komplexes entlang dieser Felsfront; die Stätte ist als Nationales Historisches Monument Argentiniens ausgewiesen und gehört zu einem Provinzpark sowie zum Nationalpark Perito Moreno.Nationales Historisches Monument und Schutzgebiete
Die Höhle selbst weist eine Tiefe von rund 20 m, eine Höhe von etwa 10 m und eine Breite von ungefähr 15 m auf, wobei weitere Bildflächen an den benachbarten Felsüberhängen liegen.Maße der Höhle Der Zugang führt über das trockene Tal und einen Hang, an dessen Rand der Besucher auf die Schlucht hinab und zu den bemalten Felswänden gelangt. Wer an der Kante steht, blickt auf einen Fluss, der tief unterhalb sein Bett gefunden hat, während die patagonische Hochebene scheinbar endlos in die Ferne reicht. Die Kombination aus Steppenlandschaft, Canyon und Felswänden macht Cueva de las Manos zu einem Ort, an dem Landschaft und Kulturspur untrennbar ineinander greifen.
Prähistorische Felskunst mit Händen und Jagdszenen
Berühmt ist Cueva de las Manos vor allem für die Vielzahl negativer Handabdrücke, die in verschiedenfarbigen Pigmenten auf den Fels gesprüht wurden.Stenciled Handabdrücke Die UNESCO beschreibt die bemalten Felsflächen als eine herausragende Sammlung von Felskunst, die zwischen etwa 9.300 und 1.300 Jahren vor unserer Zeit entstanden ist.Datierung der Bildschichten Die Handnegative wurden mit mineralischen Farben geschaffen, deren Palette unter anderem schwarze, weiße, rote, gelbe und ockerfarbene Töne umfasst; die Formen der Hände wirken durch die dichte Anordnung wie ein Teppich aus Silhouetten an der Felsoberfläche.
Neben den Handmotiven zeigen die Wände Jagdszenen mit stilisierten menschlichen Figuren sowie Abbildungen von Tieren der patagonischen Steppe, etwa Guanacos und Vögel. Die Kompositionen aus laufenden Tieren und begleitenden Jägern ziehen sich über zahlreiche Felspartien, sodass sich entlang der Felsfront eine lange Abfolge von Bildern erkennen lässt.Jagdszenen und Tierdarstellungen Die zeitliche Tiefe der Datierungen und die Vielfalt der Motive machen Cueva de las Manos zu einer wichtigen Quelle für das Verständnis frühholozäner Jäger-und-Sammler-Gesellschaften in Patagonia; die UNESCO hebt die Stätte als Zeugnis einer der ältesten bekannten Kulturen Südamerikas hervor.Frühholozäne Besiedlung
Zeitraum der Nutzung und archäologischer Kontext
Nach Angaben des Instituto Nacional de Antropología y Pensamiento Latinoamericano wurde der Bereich von Cueva de las Manos vor etwa 9.400 Jahren erstmals genutzt und blieb über einen Zeitraum von mehr als 8.000 Jahren bewohnt, bis vor rund 1.300 Jahren Bild- und Siedlungsspuren enden.Lange Belegung des Ortes Diese lange Nutzungsgeschichte spiegelt sich in übereinanderliegenden Bildschichten und Motivreihen wider, die unterschiedlichen Phasen der lokalen Kultur zugeordnet werden können. Die Felsbilder stehen in Zusammenhang mit Jägergruppen, die der patagonischen Tierwelt folgten und die Schlucht als Lagerplatz nutzten; die Motive geben Hinweise auf Jagdtechniken, Beutetiere und symbolische Ausdrucksformen.
Cueva de las Manos ist in Argentinien seit 1993 per Gesetz als Monumento Histórico Nacional geschützt und wurde 1999 unter dem Kriterium (iii) in die Welterbeliste aufgenommen; dieses Kriterium würdigt Orte, die ein herausragendes Zeugnis einer kulturellen Tradition oder einer verschwundenen Zivilisation darstellen.Eintragung unter Kriterium (iii) Neben den bemalten Flächen gehören zum archäologischen Kontext Funde wie Steinwerkzeuge und weitere Spuren früherer Lagerplätze, die im Umfeld der Höhle untersucht wurden. Für Besucher heute ist vor allem die direkte Sicht auf die bemalten Felswände prägend; die archäologischen Grabungsspuren selbst sind in der Regel nicht zugänglich, stehen aber hinter der wissenschaftlichen Einordnung des Ortes.
Cueva de las Manos besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Cueva de las Manos liegt in der Provinz Santa Cruz in Patagonien, im Canyon des Río Pinturas südlich der Kleinstadt Perito Moreno; Ausgangspunkt vieler Fahrten ist Perito Moreno an der berühmten Ruta 40.
- Der Zugang führt über eine Straße auf das Hochplateau und anschließend einen Fußweg entlang eines Hangabschnitts mit teils steinigem Untergrund und mehreren Stufen hinab zu den Felsüberhängen.
- Die Umgebung der Höhle ist hochgelegenes Steppenland mit wenig Schatten; je nach Jahreszeit können dort starke Winde und Temperaturunterschiede auftreten.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Argentinischen Peso.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Cueva de las Manos auf Social-Media-Plattformen
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Cueva de las Manos: häufige Fragen
Wo liegt Cueva de las Manos genau?
Cueva de las Manos befindet sich im Canyon des Río Pinturas in der Provinz Santa Cruz in Patagonien, südlich der Stadt Perito Moreno.
Was bietet ein Besuch in Cueva de las Manos?
Ein Besuch führt zu farbigen Felsbildern mit Handabdrücken, Jagdszenen und Tierdarstellungen sowie in eine eindrucksvolle Schluchtlandschaft der patagonischen Steppe.
Was kennzeichnet die Felskunst von Cueva de las Manos?
Kennzeichnend sind die zahlreichen negativen Handabdrücke in verschiedenen Farben und die über Jahrtausende entstandenen Bildschichten, die frühe Jäger-und-Sammler-Gesellschaften der Region dokumentieren.
