Crater-Lake-Nationalpark, Reise

Crater-Lake-Nationalpark: Der tiefblaue Vulkansee der USA

07.06.2026 - 12:48:52 | ad-hoc-news.de

Der Crater-Lake-Nationalpark (Crater Lake National Park) in den USA fasziniert mit einem der klarsten und tiefsten Seen der Welt. Warum dieser Vulkansee Reisende aus Deutschland magisch anzieht – und was Sie für Ihren Besuch wissen müssen.

Crater-Lake-Nationalpark, Reise, USA
Crater-Lake-Nationalpark, Reise, USA

Ein fast kreisrunder Kessel, steile Felswände und in der Mitte ein unergründlich tiefes Blau: Der Crater-Lake-Nationalpark mit dem Crater Lake National Park wirkt wie eine Kulisse aus einem Fantasy-Film – und ist doch ein realer Ort im Westen der USA. Wer am Kraterrand steht, blickt auf einen der klarsten Seen der Erde, entstanden aus einem gewaltigen Vulkanausbruch.

Crater-Lake-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Crater Lake

Der Crater-Lake-Nationalpark gilt als einer der spektakulärsten Nationalparks der USA, obwohl er im Vergleich zu Yosemite oder Grand Canyon relativ kompakt ist. Im Zentrum steht der Crater Lake, ein Kratersee, der einen eingestürzten Vulkankegel füllt und damit eine nahezu perfekte Naturarena bildet. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist er vor allem wegen seiner intensiven Farbe, der klaren Sicht und der unberührten Hochgebirgslandschaft ein Sehnsuchtsziel.

Der See liegt im südlichen Oregon im Kaskadengebirge und ist der tiefste See der USA. Die Tiefe liegt bei knapp 600 m, was ihn weltweit in die Spitzengruppe der tiefsten Seen einordnet. Die Oberfläche leuchtet an sonnigen Tagen in einem tiefen Kobaltblau, das sogar auf Satellitenbildern auffällt. Dieser Eindruck entsteht, weil das Wasser extrem klar ist und kaum Schwebstoffe enthält, sodass vor allem kurzwelliges blaues Licht reflektiert wird.

Anders als viele andere Seen wird der Crater Lake ausschließlich durch Niederschlag gespeist – Regen und Schnee – und hat keine natürlichen Zuflüsse oder Abflüsse an der Oberfläche. Das macht ihn zu einem sensiblen, aber auch erstaunlich stabilen Ökosystem. Die abgeschiedene Lage, die Höhe von rund 2.000 m und die langen Schneewinter sorgen dafür, dass der Crater-Lake-Nationalpark bis heute eher ein Ziel für Kennerinnen und Kenner bleibt als ein überlaufenes Massenreiseziel.

Für Reisende aus Deutschland bietet der Park eine seltene Kombination: dramatische Vulkanlandschaft, hochalpine Atmosphäre, klare Luft und – je nach Jahreszeit – Ensembles aus tiefem Blau, Schneewei? und dunklen Vulkanfelsen. Der Besuch lässt sich zudem gut mit Roadtrips entlang der US-Westküste, einem Aufenthalt in Portland oder einer Tour durch die Nationalparks in Kalifornien und Washington verbinden.

Geschichte und Bedeutung von Crater Lake National Park

Der Crater Lake National Park (sinngemäß „Nationalpark Kratersee“) wurde im Jahr 1902 als ältester Nationalpark im US-Bundesstaat Oregon gegründet. Damit gehört er zu den frühen Nationalparks der USA und ist nur wenige Jahrzehnte jünger als der berühmte Yellowstone-Nationalpark. Ziel der Ausweisung war von Anfang an der Schutz der außergewöhnlichen Wasserqualität, der geologischen Besonderheiten und der Landschaft, die als naturwissenschaftliches Labor für Vulkanismus und Klimaforschung dient.

Die Geschichte des Sees reicht jedoch weit über die Gründung als Nationalpark hinaus. Vor rund 7.700 bis 7.900 Jahren brach hier der Vulkan Mount Mazama aus. Dieser große Stratovulkan war Teil der Kaskadenkette, die sich entlang der Westküste Nordamerikas von Kalifornien bis nach Kanada zieht. Der Ausbruch war so gewaltig, dass der obere Teil des Vulkans kollabierte und eine riesige Caldera hinterließ – eine kesselförmige Einsenkung, die sich später mit Wasser füllte. Die Ascheschichten dieses Ausbruchs sind heute in weiten Teilen des pazifischen Nordwestens nachweisbar.

Für die indigenen Gemeinschaften der Region, insbesondere das Volk der Klamath, hat der Ort eine tiefe spirituelle Bedeutung. In ihren Überlieferungen spiegelt sich der Vulkanausbruch in mythologischen Erzählungen wider. Crater Lake gilt in diesen Traditionen als heiliger Ort, den man mit Respekt und Zurückhaltung betritt. Diese Perspektive ergänzt die naturwissenschaftliche Sicht auf den Vulkan und macht deutlich, dass der Nationalpark auch ein kulturell bedeutsamer Raum ist.

Mit der Entwicklung des amerikanischen Nationalparksystems im 20. Jahrhundert gewann der Crater Lake National Park zunehmend an Bedeutung als Reiseziel und Forschungsgebiet. Ingenieure bauten die Rundstraße „Rim Drive“ entlang des Kraterrands, die heute auf etwa 53 km Länge Panoramablicke auf See und umliegende Gipfel ermöglicht. Historische Lodges und Aussichtspunkte entstanden, viele davon im rustikalen „National Park Service Rustic“-Stil, der Naturmaterialien wie Holz und Stein betont.

Im 21. Jahrhundert wird der Nationalpark verstärkt als sensibles Ökosystem wahrgenommen, das vom Klimawandel besonders betroffen ist. Längere Schneefreiperioden, veränderte Niederschlagsmuster und zunehmende Waldbrandgefahr beeinflussen die Zugänglichkeit des Parks und stellen die Verwaltung vor neue Herausforderungen. Die National Park Service-Behörde arbeitet deshalb an Anpassungsstrategien und investiert in Bildungsprogramme, um Besucherinnen und Besucher über die Verletzlichkeit dieser Landschaft zu informieren.

Architektur, Natur und besondere Merkmale

Obwohl der Crater-Lake-Nationalpark vor allem für seine Natur berühmt ist, spielt Architektur eine wichtige Rolle für das Besuchserlebnis. Das bekannteste Bauwerk ist die Crater Lake Lodge, ein historisches Hotel am Südwestrand des Kraters. Das massive Gebäude aus Naturstein und Holz fügt sich harmonisch in die Vulkanlandschaft ein und steht exemplarisch für die frühe Nationalparkarchitektur, die die Natur nicht dominieren, sondern begleiten soll.

Die Crater Lake Lodge bietet Zimmer, ein Restaurant und eine große Terrasse mit direktem Blick auf den See. Ihre Gestaltung erinnert in Teilen an alpine Grandhotels, ist aber deutlich rustikaler. Die Bauweise mit regionalen Materialien und der Fokus auf Aussicht und Aufenthaltsqualität machen die Lodge zu einem Denkmal der amerikanischen Tourismusgeschichte. Für deutsche Reisende, die vielleicht aus Berghotels in den Alpen vertraute Bilder kennen, bietet die Lodge eine interessante transatlantische Variante dieses Typus.

Die Straßen- und Infrastrukturarchitektur des Parks ist zurückhaltend. Der bereits erwähnte Rim Drive folgt dem Kraterrand und bietet zahlreiche Haltepunkte mit Aussichtspunkten. Viele davon sind mit Steinbrüstungen und kleinen Parkbuchten gestaltet, die den Blick auf den See freigeben, ohne das Landschaftsbild zu stark zu stören. Wanderwege führen vom Rim Drive aus zu prominenten Aussichtspunkten wie Watchman Peak oder Garfield Peak, von denen man den See aus leicht unterschiedlichen Perspektiven bewundern kann.

Ein markantes natürliches Merkmal ist Wizard Island, eine Vulkaninsel in Form eines kleinen Kegels, die im Westen des Sees aus dem Wasser ragt. Sie ist in den Sommermonaten per Boot erreichbar und bietet Wanderwege, die direkt auf den Kegel hinaufführen. Die Insel wirkt wie ein Vulkan im Vulkan: ein kleiner Schichtvulkan, der sich nach dem großen Ausbruch im Krater gebildet hat. In der Ferne ist oft auch der felsige Turm „Phantom Ship“ zu sehen, der wie ein dunkles Segelschiff aus Lava im Wasser steht.

Die Farbe des Wassers, eines der auffälligsten Merkmale, ist nicht nur ein ästhetisches Phänomen. Messungen zeigen, dass das Wasser zu den klarsten überhaupt gehört. Durch den Mangel an Zuflüssen gelangen kaum Sedimente in den See, und die geringe Nährstoffzufuhr sorgt für eine niedrige Algenproduktion. Das Ergebnis ist eine Sichttiefe, die an klaren Tagen mehrere Dutzend Meter erreichen kann. Für Forschende ist Crater Lake damit ein natürlicher Referenzpunkt für Untersuchungen zur Wasserqualität.

Flora und Fauna im Crater-Lake-Nationalpark sind typisch für die Hochlagen der Kaskadenkette. Dichte Bestände aus Kiefern, Tannen und Hemlocktannen umgeben den Krater, in höheren Lagen finden sich subalpine Wiesen, die im kurzen Sommer farbenprächtige Blumenteppiche bilden. Tierbeobachtungen reichen von Streifenhörnchen und Murmeltieren bis zu Hirschen und gelegentlich Schwarzbären. Die Tierwelt ist im Vergleich zu afrikanischen oder asiatischen Parks eher zurückhaltend, doch gerade die Kombination aus Stille, Waldduft und sporadischen Tierbegegnungen macht den Reiz aus.

Im Winter verwandelt sich der Crater-Lake-Nationalpark in eine tief verschneite Landschaft. Schneehöhen von mehreren Metern sind keine Seltenheit, und die Region zählt zu den schneereichsten touristisch erschlossenen Gebieten der USA. Viele Straßen, insbesondere der Rim Drive, sind dann geschlossen. Dafür eröffnen sich Möglichkeiten für Schneeschuhwanderungen und Skitouren, die allerdings Erfahrung und entsprechende Ausrüstung erfordern. Für die meisten Reisenden aus Deutschland bietet sich daher der Sommer und frühe Herbst als Hauptreisezeit an.

Crater-Lake-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im Süden des US-Bundesstaats Oregon, etwa zwischen den Städten Medford und Klamath Falls. Von Deutschland aus erfolgt die Anreise in der Regel per Flug über große Drehkreuze wie Frankfurt, München oder Berlin zu einem internationalen Flughafen an der US-Westküste, zum Beispiel Portland (Oregon), Seattle (Washington) oder San Francisco (Kalifornien). Von dort geht es weiter mit einem Inlandsflug nach Medford oder Klamath Falls oder mit einem Mietwagen. Die reine Flugzeit von Frankfurt nach Portland liegt – je nach Verbindung – typischerweise bei rund 11 bis 12 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten.
    Ab Medford oder Klamath Falls ist der Park mit dem Auto in rund 1,5 bis 2,5 Stunden erreichbar. Eine direkte Bahnverbindung bis an den Kraterrand gibt es nicht, doch Fernzüge der Amtrak-Linie verkehren im Korridor der Westküste, von wo aus sich mit Mietwagen oder Regionalbussen der weitere Weg organisieren lässt.
  • Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
    Der Crater-Lake-Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig geöffnet. In der Praxis bestimmen jedoch Schnee und Wetter, welche Bereiche zugänglich sind. Insbesondere der Rim Drive wird meist erst im späten Frühjahr oder Sommer vollständig geräumt und kann je nach Schneelage bis in den Juni oder sogar Juli hinein abschnittsweise gesperrt sein. Im Winter ist die Zufahrt meist nur über die Südseite bis zum Besucherzentrum am Rim möglich. Öffnungszeiten von Einrichtungen, Besucherzentren und Lodges können variieren und sollten direkt bei der Verwaltung des Crater-Lake-Nationalparks oder auf der offiziellen Website des National Park Service geprüft werden.
  • Eintritt und Pässe
    Für den Zugang zum Crater-Lake-Nationalpark wird eine Eintrittsgebühr erhoben, die pro Fahrzeug und für mehrere Tage gilt. Die Beträge werden regelmäßig angepasst. Für Reisende, die mehrere Nationalparks der USA besuchen möchten, lohnt sich häufig der Erwerb eines sogenannten „America the Beautiful“-Passes, der für viele Parks gültig ist. Da Preise sich ändern können und Wechselkurse schwanken, empfiehlt es sich, die aktuellen Konditionen direkt beim National Park Service zu prüfen. Eine Umrechnung in Euro ist abhängig vom jeweiligen Wechselkurs; orientierend lässt sich sagen, dass typische Parkeintritte im Bereich von einigen Dutzend Euro pro Fahrzeug liegen.
  • Beste Reisezeit
    Die beliebteste Reisezeit für den Crater-Lake-Nationalpark ist der Sommer von etwa Juli bis September. In diesen Monaten sind die meisten Straßen und Wanderwege schneefrei, Bootstouren auf dem See möglich und die Sicht ist oft klar. Im Juli und August kann es tagsüber angenehm warm werden, nachts bleibt es aufgrund der Höhe aber frisch. Der Herbst bringt oft stabile, klare Tage und farbige Wälder, jedoch bereits kühlere Temperaturen und erste Schneefälle.
    Der Winter eignet sich für Besucherinnen und Besucher, die eine ruhige, winterliche Landschaft schätzen und mit Schnee vertraut sind. Schneeschuhwanderungen entlang des Kraterrands sind möglich, erfordern aber eine gute Vorbereitung. Frühling und Frühsommer können durch Restschnee und wechselhaftes Wetter geprägt sein, bieten jedoch eindrucksvolle Kontraste von Schnee und blauem Wasser.
  • Sprache, Zahlung und Trinkgeld
    Im Crater-Lake-Nationalpark und der umliegenden Region wird Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind eher selten; gute Englischkenntnisse erleichtern daher die Reiseplanung und den Aufenthalt. In den USA ist Kartenzahlung weit verbreitet. Kreditkarten von internationalen Anbietern werden in der Regel akzeptiert, während reine Girokarten (EC-Karten) ohne Kreditkartenfunktion oft nicht nutzbar sind. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay wird zunehmend akzeptiert, ist in ländlichen Regionen jedoch nicht immer verfügbar.
    Trinkgeld ist in den USA ein fester Bestandteil der Kultur: In Restaurants werden üblicherweise 15 bis 20 % des Rechnungsbetrags als Tip erwartet, bei Touren, Shuttle-Fahrten oder Gepäckservice sind kleinere Beträge als Anerkennung üblich. In Nationalpark-Shuttles ohne Servicecharakter ist Trinkgeld meist nicht vorgesehen, bei geführten Touren hingegen schon.
  • Sicherheit und Gesundheit
    Der Crater-Lake-Nationalpark gilt als sicheres Reiseziel. Wie in allen Hochgebirgsregionen ist jedoch auf Wetterumschwünge zu achten. Sonnenschutz ist selbst an kühleren Tagen wichtig, da die Sonneneinstrahlung in der Höhe stärker ist. Feste Schuhe, wind- und wetterfeste Kleidung und ausreichend Wasser sind auf Wanderungen unverzichtbar. Innerhalb der EU genügt für medizinische Leistungen die Europäische Krankenversicherungskarte; für Reisen in die USA empfehlen Fachleute jedoch ausdrücklich eine private Auslandskrankenversicherung, da Behandlungskosten sehr hoch sein können.
  • Einreisebestimmungen und Reisedokumente
    Für Reisen in die USA benötigen deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in der Regel einen gültigen Reisepass und – je nach Zweck und Dauer des Aufenthalts – eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) oder ein Visum. Da die Einreisebestimmungen sich ändern können, sollten aktuelle Hinweise und Regelungen vorab beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de geprüft werden. Dies gilt auch für Staatsangehörige aus Österreich und der Schweiz.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Der Crater-Lake-Nationalpark liegt in der Zeitzone Pacific Time. Gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beträgt die Zeitverschiebung in der Regel minus 9 Stunden, während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist minus 9 Stunden oder – je nach Datum der Zeitumstellung – zeitweise minus 8 Stunden. Bei der Planung von Flügen, Anrufen oder Online-Reservierungen ist diese Verschiebung zu berücksichtigen.
  • Fotografie und Verhalten im Park
    Fotografieren ist im Crater-Lake-Nationalpark grundsätzlich erlaubt und aufgrund der spektakulären Landschaft sehr beliebt. Professionelle Foto- und Filmproduktionen können jedoch genehmigungspflichtig sein. Drohnen sind in vielen US-Nationalparks aus Naturschutz- und Sicherheitsgründen verboten oder nur mit Sondergenehmigung erlaubt. Besucherinnen und Besucher sollten sich an ausgewiesene Wege halten, um die empfindliche Vegetation zu schützen, und alle Abfälle wieder mitnehmen. Lärm und laute Musik stören Wildtiere und andere Gäste und sollten vermieden werden.

Warum Crater Lake National Park auf jede Crater-Lake-Reise gehört

Wer eine Reise durch den pazifischen Nordwesten der USA plant, erlebt im Crater-Lake-Nationalpark einen Landschaftstyp, den es in Europa so kaum gibt. Die Kombination aus riesigem Krater, isoliertem Vulkansee und hochalpiner Umgebung macht den Besuch zu einem Kontrastprogramm zu bekannten Reisezielen wie dem Grand Canyon oder den Rocky-Mountain-Parks. Für Reisende aus Deutschland, die bereits Klassiker wie New York, San Francisco oder Florida gesehen haben, bietet Crater Lake eine Möglichkeit, die USA von ihrer ruhigen, naturbetonten Seite kennenzulernen.

Viele Besucherinnen und Besucher verbinden den Park mit einem Roadtrip entlang der Westküste, zum Beispiel in Kombination mit dem Redwood National Park in Nordkalifornien oder dem Mount-Rainier-Nationalpark im Bundesstaat Washington. Auch in Verbindung mit einer Fahrt entlang des berühmten Highway 101 an der Pazifikküste lässt sich ein Abstecher ins Landesinnere zu Crater Lake gut planen. Wer aus Städten wie Portland, Eugene oder Bend anreist, erlebt die Vielfalt Oregons: von Weinbaugebieten und Flusstälern über dichte Wälder bis zu vulkanischen Hochplateaus.

Besonders eindrücklich ist ein Besuch bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. Dann färbt das Licht die steilen Kraterwände in warmen Tönen, während der See je nach Lichtstimmung von tiefem Blau zu fast schwarzer Tiefe changiert. Wenn der Wind nachlässt, spiegelt sich die Umgebung im Wasser und erzeugt fast symmetrische Landschaftsbilder. Viele Reisende berichten, dass sie gerade an diesen Tageszeiten das Gefühl haben, an einem außergewöhnlich stillen und „abgeschlossenen“ Ort zu sein, fernab des Alltags.

Für Familien bietet der Crater-Lake-Nationalpark einen gut überschaubaren Rahmen: Die wichtigsten Aussichtspunkte sind per Auto erreichbar, und viele kurze Wanderwege lassen sich auch mit Kindern gut bewältigen. Wer sportlich ambitionierter ist, findet längere Routen und kann auch mehrtägige Touren in der weiteren Umgebung des Kraters planen. Im Gegensatz zu manchen Großparks in den USA sind die Entfernungen im Crater-Lake-Nationalpark relativ gering, sodass an einem Tag mehrere Eindrücke gesammelt werden können, ohne den ganzen Tag im Auto zu verbringen.

Auch für Fotografie- und Naturbegeisterte hat der Park einen besonderen Stellenwert. Die klaren Konturen der Kraterwände, die minimalistische Farbpalette aus Blau, Grau, Grün und Weiß sowie die wechselnden Wetterstimmungen bieten Motive, die von Minimalismus bis Dramatik reichen. Je nach Jahreszeit lässt sich Crater Lake als Sommeridylle, Herbstlandschaft oder winterliches Hochgebirgszenario inszenieren. Für Amateur- und Profifotografen lohnt es sich, früh oder spät am Tag an den Kraterrand zu kommen, wenn das Licht weicher ist und der Park ruhiger.

Crater-Lake-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat der Crater-Lake-Nationalpark in den vergangenen Jahren deutlich an Sichtbarkeit gewonnen. Reisende aus aller Welt teilen Panoramaaufnahmen vom Kraterrand, Zeitraffer von Wetterwechseln und Videos von Bootstouren zur Wizard Island. Für deutschsprachige Nutzerinnen und Nutzer sind diese Inhalte eine hilfreiche Inspirationsquelle, um ein Gefühl für die Dimensionen und Stimmungen des Parks zu bekommen.

Häufige Fragen zu Crater-Lake-Nationalpark

Wo liegt der Crater-Lake-Nationalpark genau?

Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im Süden des US-Bundesstaats Oregon im pazifischen Nordwesten der USA. Er befindet sich im Kaskadengebirge, etwa zwischen den Städten Medford und Klamath Falls. Die nächstgrößeren internationalen Flugziele aus deutscher Sicht sind Portland, Seattle und San Francisco.

Warum ist der Crater Lake so blau?

Die intensive blaue Farbe des Crater Lake entsteht durch die außergewöhnliche Klarheit des Wassers und die große Tiefe. Da der See keine oberirdischen Zuflüsse hat, gelangen nur wenige Schwebstoffe hinein. Sonnenlicht dringt tief ins Wasser ein, und insbesondere die kurzwelligen blauen Anteile werden zurückgestreut, wodurch das charakteristische Kobaltblau entsteht.

Wann ist die beste Reisezeit für den Crater-Lake-Nationalpark?

Die beste Reisezeit für die meisten Besucherinnen und Besucher ist der Sommer von etwa Juli bis September. In diesen Monaten sind der Rim Drive und die meisten Wanderwege schneefrei, Bootstouren auf dem See möglich und die Tage relativ lang. Der Herbst bietet klare Luft und farbige Wälder, kann aber früh winterlich werden. Der Winter eignet sich vor allem für erfahrene Schneesportler, die eine ruhige, verschneite Landschaft suchen.

Welche Aktivitäten sind im Crater-Lake-Nationalpark möglich?

Im Crater-Lake-Nationalpark können Besucherinnen und Besucher unter anderem den Rim Drive abfahren, an Aussichtspunkten halten, wandern, an geführten Ranger-Programmen teilnehmen und im Sommer Bootstouren zur Wizard Island unternehmen. Im Winter sind Schneeschuhwanderungen und Skitouren möglich, wenn Wetter und Bedingungen es zulassen. Auch Fotografie, Sternenbeobachtung und Naturbeobachtung gehören zu den beliebten Aktivitäten.

Wie plane ich den Crater Lake als Teil einer USA-Reise aus Deutschland?

Für Reisende aus Deutschland bietet es sich an, den Crater-Lake-Nationalpark in einen Roadtrip durch den Westen der USA einzubinden, etwa in Kombination mit der Pazifikküste Oregons, dem Redwood National Park oder Städten wie Portland und Seattle. Die Anreise erfolgt meist per Flug an die Westküste und weiter mit Mietwagen. Ein bis zwei volle Tage im Park erlauben einen ersten intensiven Eindruck; wer ausgiebig wandern oder fotografieren möchte, sollte mehr Zeit einplanen. Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise sollten vorab beim Auswärtigen Amt geprüft werden.

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