Crater-Lake-Nationalpark: Das tiefblaue Juwel im Süden Oregons entdecken
17.06.2026 - 17:28:40 | ad-hoc-news.deEin nahezu kreisrunder Vulkankessel, gefüllt mit tiefblauem Wasser, umgeben von steilen, zerklüfteten Felswänden: Der Crater-Lake-Nationalpark (englisch: Crater Lake National Park, sinngemäß „Nationalpark Kratersee“) gehört zu den eindrucksvollsten Naturwundern der USA. Wer an einem klaren Sommertag am Rand des Kraters steht, blickt auf einen See, dessen Blau fast unwirklich wirkt – und dessen Stille in krassem Gegensatz zu seiner explosiven vulkanischen Vergangenheit steht.
Crater-Lake-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Crater Lake
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im Süden des US-Bundesstaates Oregon im pazifischen Nordwesten der USA. Herzstück ist der Crater Lake selbst – ein etwa 9,5 km breiter, beinahe perfekt runder See, der vollständig in einer eingestürzten Vulkancaldera liegt. Der See ist mit rund 594 m einer der tiefsten Seen der Welt und der tiefste See der USA, was ihn auch im Vergleich mit bekannten europäischen Seen wie dem Bodensee deutlich heraushebt.
Die Besonderheit des Crater Lake: Er wird ausschließlich von Niederschlag gespeist, also von Regen und Schnee. Es fließen weder Flüsse hinein noch hinaus. Das Wasser ist dadurch außergewöhnlich klar; Sichttiefen von 30 m und mehr werden immer wieder gemessen. Das brillante, fast schon leuchtende Blau des Sees resultiert aus dieser Reinheit und der großen Tiefe: Kurzwelliges blaues Licht wird im Wasser gestreut, während andere Spektralfarben absorbiert werden. Für Besucher entsteht so einer der berühmtesten „Blau-Töne“ der Welt, ein Naturphänomen, das oft mit Gletschersseen in den Alpen verglichen wird, nur in einer völlig anderen vulkanischen Kulisse.
Der Nationalpark ist für viele Reisende das Wahrzeichen der Region Crater Lake und ein „Bucket-List“-Ziel für USA-Rundreisen. Anders als sehr bekannte Parks wie der Grand Canyon National Park oder der Yellowstone National Park ist Crater-Lake-Nationalpark kompakter und an einem Tag gut zu überblicken – was ihn besonders für Individualreisende aus Deutschland attraktiv macht, die häufig mehrere Nationalparks auf einer Reise kombinieren.
Geschichte und Bedeutung von Crater Lake National Park
Geologisch beginnt die Geschichte des Crater Lake mit dem Vulkan Mount Mazama, einem großen Stratovulkan, der einst deutlich höher war als heute. Vor rund 7.700 Jahren kam es zu einer gewaltigen Eruption, die zu den größten Vulkanausbrüchen der letzten 10.000 Jahre gezählt wird. Dabei wurde ein enormes Volumen an Magma ausgeworfen, der Vulkankegel brach in sich zusammen, und es entstand eine etwa 10 km breite Caldera. Über Jahrhunderte füllte sich diese Senke nach und nach mit Regen- und Schmelzwasser – der Crater Lake war geboren.
Für indigene Gemeinschaften der Region, darunter Stämme wie die Klamath, hatte der Vulkan und später der Kratersee eine große spirituelle Bedeutung. Überlieferte Legenden beschreiben den Zusammenbruch des Berges als Kampf zwischen übernatürlichen Kräften. Diese Erzählungen deuten aus heutiger Sicht erstaunlich genau auf ein reales Naturereignis hin, das in der mündlichen Tradition über Jahrtausende weitergegeben wurde.
Mit der Expansion der Vereinigten Staaten nach Westen im 19. Jahrhundert wurde die Region zunehmend von Siedlern und Forschern entdeckt. Ende des 19. Jahrhunderts setzten sich Naturfreunde und Geologen für den Schutz des Gebietes ein. Der Crater Lake National Park wurde schließlich 1902 als einer der frühen Nationalparks der USA ausgewiesen und ist damit älter als viele bekannte Schutzgebiete weltweit. In der amerikanischen Naturschutzgeschichte steht er in einer Reihe mit anderen frühen Parks, die maßgeblich zum globalen Verständnis von Nationalparks beigetragen haben.
Die Nationalparkverwaltung (National Park Service) verfolgt bis heute ein klar definiertes Ziel: Schutz der weitgehend unberührten Natur und zugleich kontrollierte, naturverträgliche Erschließung für Besucher. Dazu gehören strenge Regelungen für den Bootsverkehr, der nur im Rahmen eines staatlich kontrollierten Angebots erlaubt ist, sowie umfassende Maßnahmen zum Schutz der Wasserqualität.
Die Bedeutung des Parks reicht über die USA hinaus. In Fachliteratur zur Limnologie (Seenforschung) wird Crater Lake häufig als Referenzgewässer für besonders klare, tiefgründige Seen genannt. Viele Wissenschaftler nutzen den See, um langfristige ökologische Veränderungen, Klimasignale und vulkanische Ablagerungen zu studieren. Für deutsche Leser lässt sich die Rolle des Crater Lake in etwa mit stark erforschten Referenzseen wie dem Tegernsee oder dem Bodensee vergleichen – nur mit deutlich größerer Tiefe und einer dramatischeren vulkanischen Umgebung.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Obwohl der Crater-Lake-Nationalpark vor allem ein Naturziel ist, gibt es doch einige architektonisch und kulturell bemerkenswerte Elemente. Das markanteste Bauwerk ist das Crater Lake Lodge, ein historisches Parkhotel am Südrand des Kraters. Im sogenannten „National Park Rustic“-Stil des frühen 20. Jahrhunderts gestaltet, fügt sich das Gebäude bewusst in die Landschaft ein: Naturstein, dunkles Holz, steile Dächer und ein großzügiger Lounge-Bereich mit Blick auf den See schaffen eine Atmosphäre, die an alpine Grandhotels, etwa in den Schweizer oder österreichischen Alpen, erinnert.
Die Lodge wurde in den 1910er- und 1920er-Jahren schrittweise errichtet und später umfassend restauriert. Heute gilt sie als eines der charakteristischsten Parkhotels im Nordwesten der USA. Architektonisch war das Ziel, die spektakuläre Landschaft zu rahmen, nicht zu dominieren: Große Fenster öffnen den Blick auf den See, während der Baukörper selbst flach und horizontal bleibt. Vergleichbar ist dieser Ansatz mit Berghotels in den Alpen, die den Bergpanoramen bewusst den Vorrang geben.
Entlang des Kraterrandes verläuft der Rim Drive, eine Panoramastraße, die sich auf rund 53 km einmal um den See legt. An zahlreichen Aussichtspunkten wurden kleine Mauern, Parkplätze und Wege so in die Topografie integriert, dass der Eindruck eines „Aussichtsbalkons“ über der Caldera entsteht. Diese Infrastruktur ist ein Beispiel für klassische Nationalpark-Planung: Der Eingriff in die Natur wird minimiert, gleichzeitig aber ein sicherer und geordneter Zugang für Besucher geschaffen.
Künstlerisch spielt Crater Lake in der amerikanischen Landschaftsmalerei und Fotografie eine Rolle. Schon früh wurde der See von Malern festgehalten, später von berühmten Naturfotografen, die das intensive Blau und die Spiegelungen der Kraterwände im Wasser inszenierten. In Reiseführern und Bildbänden, darunter deutschsprachige Titel von Reiseverlagen wie Marco Polo oder National Geographic, ist Crater Lake regelmäßig als eines der „ikonischen Bilder“ des amerikanischen Westens vertreten. Für deutsche Leser, die USA-Fotoreisen planen, ist der See ein Klassiker, dessen Fotomotiv – ein tiefer Krater mit einer zentralen Insel – einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.
Zu den markanten landschaftlichen Besonderheiten gehören zwei Inseln im See: Wizard Island, ein kleiner Vulkankegel nahe dem Westrand, und das kleinere, schwerer zugängliche „Phantom Ship“, ein felsiger Ausläufer, der an ein Geisterschiff erinnert. Wizard Island ist in der Sommersaison mit geführten Bootstouren erreichbar, während Phantom Ship meistens nur aus der Distanz von Aussichtspunkten oder vom Boot aus betrachtet wird. Diese beiden Formationen verstärken den Eindruck, in einen uralten Vulkankrater zu blicken, dessen Geschichte weiterwirkt.
Crater-Lake-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im südlichen Oregon, etwa zwischen den Städten Medford im Westen und Bend im Norden. Für Reisende aus Deutschland bietet sich meist ein Flug über größere US-Drehkreuze an, etwa über Seattle, San Francisco, Los Angeles oder Portland. Von Frankfurt, München oder Berlin aus sind je nach Verbindung rund 12 bis 15 Flugstunden (mit Umstieg) bis zur US-Westküste realistisch, hinzu kommt ein Inlandsflug nach Medford oder Klamath Falls oder eine Weiterfahrt mit Mietwagen. Viele Rundreisen kombinieren den Crater Lake mit dem Highway 101 an der Pazifikküste, mit Portland, mit dem Columbia River Gorge oder mit anderen Nationalparks im Westen wie Yosemite oder Yellowstone. Eine Anreise per Bahn ist in den USA grundsätzlich möglich, aber zeitintensiv; in der Praxis reisen die meisten Besucher mit Mietwagen oder Wohnmobil. Wer von Deutschland aus startet, sollte in der Reiseplanung die langen Distanzen im Westen der USA berücksichtigen. - Öffnungszeiten
Der Crater-Lake-Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, aber viele Bereiche sind saisonal eingeschränkt. Die Panoramastraße Rim Drive ist typischerweise nur in den schneefreien Monaten vollständig geöffnet. Im Winter ist der Zugang auf einzelne Parkeingänge und kürzere Abschnitte beschränkt, häufig mit Wintersportmöglichkeiten wie Schneeschuhwanderungen. Da Witterung und Schneelage stark schwanken können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Informationen und Öffnungszeiten direkt bei der Verwaltung des Crater-Lake-Nationalparks prüfen. Öffnungszeiten von Besucherzentren, der Crater Lake Lodge und der Bootstouren variieren je nach Saison. - Eintritt
Für den Zugang zum Crater-Lake-Nationalpark wird in der Regel eine Parkgebühr erhoben, die pro Fahrzeug oder pro Person (bei Anreise ohne Auto) erhoben wird. Die Beträge können sich ändern; häufig gibt es unterschiedliche Tarife für Tagesbesuche und mehrtägige Pässe sowie landesweite Pässe für alle US-Nationalparks. Da Preise regelmäßig angepasst werden, sollten aktuelle Eintrittskonditionen kurz vor der Reise direkt beim National Park Service oder der offiziellen Seite des Crater Lake National Park geprüft werden. Für Reisende aus Deutschland lohnt sich bei einer längeren Rundreise häufig ein „America the Beautiful“-Pass, der Zugang zu vielen Nationalparks ermöglicht; Kosten und Konditionen sollten vorab überprüft werden. Preise lassen sich meist mit Kreditkarte in US-Dollar begleichen; zur groben Orientierung ist mit Beträgen im Bereich mehrerer zehn Euro (in US-Dollar) pro Fahrzeug zu rechnen, Wechselkurs-Schwankungen inbegriffen. - Beste Reisezeit
Die beliebteste Reisezeit für den Crater-Lake-Nationalpark ist der Sommer, wenn Rim Drive vollständig geöffnet ist und Bootstouren auf dem See stattfinden. Typischerweise sind Juli, August und der frühe September die stabilsten Monate mit vergleichsweise hoher Schneefreiheit und angenehmen Temperaturen. Frühling und Spätherbst können landschaftlich reizvoll sein, mit Restschnee und deutlich weniger Besuchern, aber auch mit wetterbedingten Straßensperren. Der Winter verwandelt den Park in eine tief verschneite Landschaft; dann stehen Schneeschuhwanderungen und Winterfotografie im Vordergrund, während der See oft teilweise oder ganz von Schneeschwaden und Wolken verdeckt ist. Für deutsche Reisende, die den klassisch „blauen Crater Lake“ erleben wollen, ist ein Besuch im Hochsommer meist die sicherste Wahl. Wer Ruhe und besondere Stimmungen sucht, kann dagegen die Nebensaison in Betracht ziehen, muss dann aber flexibel sein. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld und Verhalten
Im Crater-Lake-Nationalpark und in den umliegenden Orten wird Englisch gesprochen. Deutschsprachige Informationen sind eher die Ausnahme, weshalb grundlegende Englischkenntnisse für eine entspannte Reise empfehlenswert sind. Bei Beschilderungen, Ranger-Programmen und geführten Touren ist Englisch Standard; teilweise gibt es Informationsbroschüren in weiteren Sprachen, deren Verfügbarkeit jedoch nicht garantiert werden kann.
In den USA ist Kartenzahlung weit verbreitet. In den Besucherzentren, Lodges und an vielen Tankstellen können gängige Kreditkarten genutzt werden. Girocard (EC-Karte) im deutschen Sinne wird häufig nicht akzeptiert; Reisende sollten daher eine Kreditkarte (z.?B. Visa oder Mastercard) dabeihaben. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay setzt die Akzeptanz des jeweiligen Terminals voraus, wird aber zunehmend verbreitet.
Trinkgeld ist in den USA üblicher Bestandteil der Bezahlung. In Restaurants sind 15–20 % des Rechnungsbetrags üblich, bei einfacheren Cafés oder Take-away-Angeboten sind kleinere Beträge oder ein Aufrunden angemessen. Für Gepäckservice oder Zimmerreinigung in Hotels hat sich ein kleines Bargeld-Trinkgeld eingebürgert. Ranger-geführte Touren sind meist durch die Parkgebühren abgedeckt; freiwillige Spenden an Park-Fördervereine sind möglich.
Beim Besuch des Crater-Lake-Nationalparks sollte das Prinzip „Leave no trace“ beachtet werden: Auf den Wegen bleiben, keinen Müll zurücklassen, Steine, Pflanzen und sonstige natürliche Elemente nicht mitnehmen und Wildtiere nicht füttern. Das Wasser des Sees ist streng geschützt; Schwimmen ist nur an wenigen definierten Stellen und unter bestimmten Bedingungen erlaubt. - Kleidung, Sicherheit und Höhenlage
Der Rand des Crater Lake liegt auf rund 2.100–2.300 m Höhe, je nach Standort. Dies bedeutet für Besucher aus Deutschland, dass Wetterumschwünge rasch eintreten können. Selbst im Sommer sind plötzliche Temperaturstürze, kräftiger Wind und Gewitter möglich. Warme Schichten, winddichte Jacken und festes Schuhwerk sind empfehlenswert, auch wenn der Tag zunächst sonnig beginnt. Im Frühling und Herbst kann Schnee bis weit in die Saison liegen; Winterreifen bzw. Schneeketten für Mietwagen sollten je nach Reisezeit geprüft werden.
Die Sonneneinstrahlung ist durch die Höhenlage, insbesondere im Sommer, intensiver als auf Meereshöhe. Sonnencreme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille gehören deshalb zur Grundausstattung. Wer zu Kreislaufproblemen neigt, sollte körperliche Anstrengungen langsam steigern und ausreichend trinken. Trotz der abgelegenen Lage ist der Crater-Lake-Nationalpark insgesamt ein gut erschlossenes und für Touristen sicheres Gebiet, solange man Hinweise der Parkverwaltung beachtet und nicht von ausgewiesenen Wegen abweicht. - Einreisebestimmungen und Gesundheit
Da der Crater-Lake-Nationalpark in den USA liegt, gelten die Einreisebestimmungen der Vereinigten Staaten. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise zu Visa oder visumfreier Einreise (z.?B. im Rahmen des Visa Waiver Program) beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den zuständigen US-Behörden prüfen. Gesundheitliche Vorsorge für Reisen in die USA umfasst in der Regel eine ausreichende Auslandskrankenversicherung, da medizinische Behandlungen dort sehr kostspielig sein können. Innerhalb des Parks stehen nur begrenzte medizinische Einrichtungen zur Verfügung; schwerere Fälle werden in umliegende Städte verlegt. - Zeitzone und Zeitverschiebung
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt in der Pacific Time Zone (Pazifische Zeitzone). Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt im Regelfall –9 Stunden (wenn in Deutschland Winterzeit gilt) bzw. –9 Stunden zur MEZ und –9 Stunden zur MESZ, wobei sich die Umstellungstermine für Sommerzeit in Europa und den USA leicht unterscheiden können. Reisende sollten vor der Abreise die aktuelle Zeitdifferenz prüfen, um Flüge und Ankunftszeiten korrekt einzuplanen. Durch den Zeitunterschied ergibt sich oft ein ausgeprägter Jetlag; gerade an den ersten Tagen empfiehlt sich ein ruhigeres Programm.
Warum Crater Lake National Park auf jede Crater-Lake-Reise gehört
Für Reisende aus Deutschland, die den amerikanischen Westen entdecken wollen, bietet der Crater-Lake-Nationalpark eine einzigartige Kombination aus Naturdrama und Ruhe. Anders als stark frequentierte Parks in unmittelbarer Nähe großer Metropolen wirkt Crater Lake, trotz seiner Bekanntheit, vielerorts immer noch erstaunlich still. Die Aussichtspunkte sind häufig so gestaltet, dass man den See aus verschiedenen Höhen und Winkeln erlebt – mal fast auf Augenhöhe mit der Wasseroberfläche, mal weit über der Caldera, mit weitem Blick auf die Vulkankette der Kaskaden im Hintergrund.
Ein typischer Besuch lässt sich gut in einen Tagesablauf integrieren: Morgens die Anfahrt und der erste Blick in die Caldera, anschließend eine Fahrt entlang des Rim Drive mit Stopps an verschiedenen Viewpoints, am Nachmittag eventuell eine Bootstour zur Wizard Island oder eine Wanderung auf einen der umliegenden Gipfel. Für ambitionierte Wanderer gibt es Touren mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – von kurzen Spaziergängen entlang des Kraterrandes bis zu steileren Anstiegen, die Kondition und Schwindelfreiheit erfordern.
Wer den Park intensiver erleben möchte, plant eine Übernachtung: Entweder direkt in der Crater Lake Lodge (frühzeitige Reservierung erforderlich) oder auf einem der Campingplätze in Parknähe. Besonders eindrucksvoll sind Sonnenauf- und -untergänge am Kraterrand, wenn die Lichtstimmung den See in wechselnde Blautöne taucht und die Schatten der Kraterwände wandern. In klaren Nächten kann die relativ dunkle Umgebung zudem eindrucksvolle Sternenhimmel bieten, deutlich intensiver als in den meisten Regionen Mitteleuropas.
Auch kulturell lohnt sich der Besuch. In Ausstellungen und Ranger-Vorträgen erfahren Gäste mehr über die indigene Geschichte, die vulkanische Entwicklung des Mount Mazama und die Rolle des National Park Service. Für deutsche Reisende, die sich für Geologie und Vulkanismus interessieren, ist der Crater-Lake-Nationalpark ein anschauliches Freiluft-Labor, das viele Themen verbindet, die in Schulbüchern eher abstrakt erscheinen: Plattentektonik, explosive Eruptionen, Caldera-Bildung und die langfristige Entwicklung von Ökosystemen nach großen Naturereignissen.
Insgesamt fügt sich der Crater Lake gut in Rundreisen ein, die von Portland oder Seattle aus starten, über die Oregon-Küste, die Weinregion im Willamette Valley oder den Nachbarstaat Kalifornien führen. Wer aus Deutschland eine klassische „Roadtrip“-Route plant, kann den Kratersee als Höhepunkt in der Mitte einer Tour einbauen – etwa zwischen den Redwood-Wäldern Kaliforniens und der Hochwüste in Ost-Oregon oder Idaho.
Crater-Lake-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist der Crater-Lake-Nationalpark regelmäßig präsent: Reisende posten Panoramaaufnahmen vom Kraterrand, Drohnenperspektiven (dort, wo sie erlaubt sind) und Nachtaufnahmen mit der Milchstraße über dem See. Besonders beliebt sind Vorher-nachher-Motive, die den See im tief verschneiten Winter und im hochsommerlichen Blau zeigen. Für viele Deutschland-Reisende dient Instagram, YouTube oder TikTok als erste visuelle Inspiration für die Routenplanung – und gerade Crater Lake erweist sich als starkes Motiv, das oft den Ausschlag für einen Umweg in Süd-Oregon gibt.
Crater-Lake-Nationalpark — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Crater-Lake-Nationalpark
Wo liegt der Crater-Lake-Nationalpark genau?
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im Süden des US-Bundesstaates Oregon, im Gebirge der Kaskadenkette. Die nächstgrößeren Städte sind Medford im Westen und Klamath Falls im Süden. Für deutsche Reisende ist der Park typischerweise Teil einer Rundreise durch den amerikanischen Nordwesten und per Mietwagen von größeren Flughäfen wie Portland, Seattle oder San Francisco aus erreichbar.
Was macht den Crater Lake so besonders?
Der Crater Lake ist ein außergewöhnlich tiefer Kratersee, der in einer eingestürzten Vulkan-Caldera liegt. Er wird ausschließlich von Niederschlag gespeist, was zu besonders klarem Wasser und einem intensiven, tiefen Blau führt. Die Kombination aus großer Tiefe, steilen Kraterwänden, vulkanischer Geschichte und der fast vollkommenen Abwesenheit von Zuflüssen oder Abflüssen macht den See weltweit zu einer geologischen und landschaftlichen Besonderheit.
Welche Aktivitäten sind im Crater-Lake-Nationalpark möglich?
Im Crater-Lake-Nationalpark können Besucher den Kratersee von zahlreichen Aussichtspunkten entlang des Rim Drive betrachten, Wanderungen unterschiedlicher Länge unternehmen, im Sommer an geführten Bootstouren teilnehmen oder Wizard Island besuchen. Im Winter stehen Schneeschuhwanderungen, Winterwanderungen und Fotografie der verschneiten Kraterlandschaft im Vordergrund. Informationszentren und Ranger-Vorträge vermitteln Hintergrundwissen zu Geologie, Natur und Geschichte.
Wann ist die beste Reisezeit für Reisende aus Deutschland?
Die beste Reisezeit hängt von den Erwartungen ab. Wer den Crater Lake in seinem intensiv blauen Sommerkleid erleben und den vollständigen Rim Drive befahren möchte, sollte eher Juli bis frühen September einplanen. In dieser Zeit sind die meisten Straßen schneefrei, Bootstouren finden statt und das Wetter ist vergleichsweise stabil. Frühling und Herbst bieten dafür mehr Ruhe und besondere Lichtstimmungen, allerdings mit dem Risiko von Schneeresten und zeitweisen Sperrungen. Der Winter ist ideal für Besucher, die eine tiefe Schneelandschaft schätzen, aber der Zugang zum See ist dann eingeschränkt.
Wie plane ich den Crater-Lake-Nationalpark am besten in eine USA-Rundreise ein?
Für Rundreisen aus Deutschland bietet es sich an, Crater Lake mit anderen Zielen im pazifischen Nordwesten zu kombinieren, etwa mit Portland, der Oregon-Küste, dem Columbia River Gorge oder weiter südlich mit Nordkalifornien und den Redwood-Wäldern. Wer über größere Flughäfen wie San Francisco, Seattle oder Portland anreist, kann den Crater Lake als östlichen Abstecher in eine sonst küstenorientierte Route einbauen. Wegen der Entfernungen und der Höhenlage empfiehlt es sich, mindestens einen vollen Tag im Park einzuplanen, besser mit einer Übernachtung in der Nähe.
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