Crater-Lake-Nationalpark: Das tiefblaue Geheimnis in den USA entdecken
31.05.2026 - 11:20:03 | ad-hoc-news.deEin nahezu perfekt runder Krater, gefüllt mit Wasser in einem so intensiven Blau, dass es selbst auf Fotos kaum echt wirkt: Der Crater-Lake-Nationalpark im US-Bundesstaat Oregon, offiziell Crater Lake National Park genannt, gehört zu den eindrucksvollsten Landschaften Nordamerikas. Wer an seinem Rand steht, blickt rund 600 m in die Tiefe auf einen See, der wie ein flüssiger Saphir in einem Vulkanbecken liegt – ein Naturerlebnis, das viele Reisende aus Deutschland als Höhepunkt einer USA-Reise beschreiben.
Crater-Lake-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Crater Lake
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im Süden des Bundesstaates Oregon im Nordwesten der USA und schützt einen der tiefsten Seen der Welt. Der Crater Lake ist der einzige See in den USA, der ausschließlich von Niederschlägen und Schneeschmelze gespeist wird – es fließt kein Fluss hinein und keiner hinaus. Das Wasser ist außergewöhnlich klar, was den legendären, fast leuchtenden Blauton erklärt, der auf Reisefotos und in Social-Media-Feeds sofort ins Auge fällt.
Die Verwaltung des Parks, der National Park Service (NPS), beschreibt Crater Lake als landschaftlich herausragendes Naturdenkmal, das zugleich geologisch und kulturell von hoher Bedeutung ist. Anders als viele andere Seen ist er das Ergebnis eines gewaltigen Vulkanausbruchs, bei dem der einstige Schichtvulkan Mount Mazama vor mehr als 7.000 Jahren kollabierte. Zurück blieb eine Caldera, die sich im Laufe der Jahrtausende mit Wasser füllte und den heutigen Kratersee formte.
Für Reisende aus Deutschland ist der Crater-Lake-Nationalpark ein Ziel, das sich besonders gut mit Rundreisen durch den pazifischen Nordwesten oder mit Besuchen anderer US-Nationalparks kombinieren lässt. Die Höhe des Kraterrandes von rund 2.100 bis 2.300 m sorgt im Sommer für angenehme Temperaturen und spektakuläre Fernsicht, im Winter verwandelt tiefer Schnee die Region in eine fast skandinavisch anmutende Winterlandschaft.
Geschichte und Bedeutung von Crater Lake National Park
Der Crater-Lake-Nationalpark ist der älteste Nationalpark in Oregon und gehört zu den früher gegründeten Nationalparks der USA. Die Nationalpark-Idee selbst entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts: Bereits 1872 war Yellowstone als erster Nationalpark weltweit ausgewiesen worden; Crater Lake folgte einige Jahrzehnte später, als der Schutz einzigartiger Naturwunder zunehmend als nationale Aufgabe verstanden wurde.
Die indigene Bevölkerung der Region, insbesondere die Klamath, kannte und verehrte Crater Lake lange vor der Ankunft europäischer Siedler. In ihren Überlieferungen gilt der Kratersee als heiliger Ort, verbunden mit Mythen über Götter und gewaltige Naturkräfte. Diese kulturelle Bedeutung ist bis heute Teil der Identität des Parks, und die Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften spielt in der aktuellen Parkverwaltung eine wichtige Rolle, etwa bei der Vermittlung traditioneller Perspektiven in Besucherzentren und Ausstellungen.
Die erste dokumentierte Sichtung des Sees durch europäischstämmige Amerikaner datiert auf das 19. Jahrhundert, als Pelzjäger und Siedler die Region durchquerten. In der Folgezeit setzten sich Wissenschaftler, Naturfreunde und lokale Akteure für den Schutz des Gebietes ein. Der Crater Lake National Park wurde schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Nationalpark ausgewiesen. Damit war das Gebiet bereits geschützt, als in Europa noch Kaiserreiche existierten – der Park ist also älter als die Weimarer Republik und deutlich älter als die Bundesrepublik Deutschland.
Die Ausweisung als Nationalpark hatte zwei Ziele: zum einen den Schutz der außergewöhnlichen Natur- und Landschaftsformen, zum anderen die Entwicklung eines geordneten Besuchs- und Bildungsbetriebs. In den folgenden Jahrzehnten entstanden Straßen, Aussichtspunkte, Wanderwege und das historische Crater Lake Lodge, das bis heute als wichtiges Besucherzentrum und als Symbol der frühen Nationalparkarchitektur in den USA gilt.
Heute wird der Crater-Lake-Nationalpark vom US-amerikanischen National Park Service verwaltet. Der NPS verfolgt den Grundsatz, Natur- und Kulturerbe „for the benefit and enjoyment of the people“ zu bewahren – also sowohl für den Schutz als auch für die Erholung der Bevölkerung. Der Park ist Teil eines dichten Netzes an Nationalparks und National Monuments in den USA, zu denen auch bekannte Ziele wie Grand Canyon, Yosemite oder Zion gehören.
Architektur, Naturphänomene und besondere Merkmale
Im Fokus jedes Besuchs steht der Kratersee selbst. Mit einer Tiefe von knapp 600 m zählt Crater Lake zu den tiefsten Seen der Erde; im weltweiten Vergleich liegt er in der Spitzengruppe. Für Reisende aus Deutschland lässt sich die Dimension so einordnen: Er ist deutlich tiefer als der Bodensee und liegt in der Liga sehr tiefer alpiner Seen.
Die Form des Sees und der umliegenden Caldera ist nahezu kreisrund, der Durchmesser beträgt rund 8 bis 10 km. Der Kraterrand, über den der berühmte Rim Drive führt, liegt deutlich höher als der Wasserspiegel. Dadurch können Besucherinnen und Besucher von zahlreichen Aussichtspunkten senkrecht in die Tiefe schauen – ein Panorama, das an eine Mischung aus Hochgebirgssee und Vulkankrater erinnert.
Im See selbst befinden sich zwei Inseln: Die bekannteste ist Wizard Island, ein kleiner Schlackenkegel, der wie ein Mini-Vulkan aus dem Wasser ragt. In den Sommermonaten fahren Boote zur Insel, von denen aus eine kurze Wanderung zum Gipfel möglich ist. Eine weitere, kleinere Insel ist Phantom Ship, ein zerklüfteter Fels, der bei bestimmten Lichtverhältnissen wie das Segel eines alten Schiffs wirkt.
Die Architektur im Crater-Lake-Nationalpark wird stark vom sogenannten „National Park Service Rustic Style“ geprägt. Das bekannteste Gebäude ist die Crater Lake Lodge am südlichen Kraterrand. Sie wurde in mehreren Phasen im frühen 20. Jahrhundert errichtet und später umfassend restauriert. Typisch sind Naturstein, Holz und eine Gestaltung, die sich bewusst in die Landschaft einfügen soll. Innen dominieren große Fenster mit Blick auf den See, ein Kaminraum und gemütlich-rustikale Ausstattung – ein deutlicher Kontrast zu vielen modernen Hotels in US-Städten.
Daneben gibt es Besucherzentren, Aussichtspunkte mit Steinmauern und Informationspaneelen sowie Picnic-Areas. Die Bauten werden vom National Park Service laufend instandgehalten und bei Bedarf restauriert. Ziel ist, die historische Anmutung zu erhalten und zugleich moderne Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.
Ein besonderes Naturphänomen ist die außergewöhnliche Klarheit des Wassers. Messungen mit Sichtscheiben und modernen optischen Verfahren zeigen, dass man vielerorts über 30 m tief ins Wasser blicken kann. Die Kombination aus großer Tiefe, reinem Wasser und geringer Schwebstoffkonzentration erklärt den intensiven Blauton, der in der Mittagszeit und bei Sonnenschein am stärksten ist. Für Fotografinnen und Fotografen ist dies ein Traum – bei wechselndem Licht und Jahreszeiten verändert sich die Farbpalette zwischen tiefem Kobaltblau, Helltürkis und beinahe schwarzem Nachtblau.
Auch geologisch ist der Crater-Lake-Nationalpark spannend: Die Region gehört zum sogenannten „Cascade Volcanic Arc“, einer Kette aktiver und ruhender Vulkane entlang der US-Westküste, zu der auch Mount St. Helens und Mount Rainier zählen. Die vulkanische Vergangenheit ist auf Wanderungen und bei Aussichtspunkten in Form von erstarrten Lavaströmen, Tuffschichten und Ascheablagerungen ablesbar. Für naturinteressierte Reisende bietet der Park anschauliche Einblicke in vulkanische Prozesse, die in Europa in dieser Form nur selten sichtbar sind.
Crater-Lake-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im südlichen Oregon, etwa 100 km nördlich der Stadt Medford und rund 130 km nordöstlich von Klamath Falls. Für Reisende aus Deutschland bietet sich die Anreise in der Regel per Flug über große internationale Drehkreuze an. Typische Routen führen von Frankfurt, München oder Berlin über US-Hubs wie Seattle, Portland, San Francisco oder Los Angeles. Von dort geht es mit einem Inlandsflug nach Medford oder Klamath Falls und anschließend mit dem Mietwagen weiter. Der Park ist auch gut mit dem Auto von Portland (rund 400 km, etwa 5–6 Stunden Fahrzeit) oder von San Francisco (rund 630 km, etwa 7–8 Stunden) erreichbar. Eine direkte Bahnverbindung bis in den Park gibt es nicht; Fernzüge der amerikanischen Bahngesellschaft Amtrak fahren unter anderem Klamath Falls an, von wo aus ein Mietwagen oder Shuttle-Angebote genutzt werden können. - Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
Der Crater-Lake-Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, allerdings variieren die Öffnungszeiten einzelner Einrichtungen und die Befahrbarkeit der Straßen stark nach Saison. Besonders wichtig: Der Ring um den See, der Rim Drive, ist aufgrund von Schnee oft nur von späten Frühling bis in den frühen Herbst vollständig geöffnet. In schneereichen Wintern können die Straßen noch bis in den Juni hinein teilweise gesperrt sein, im Herbst können frühe Schneefälle unerwartete Einschränkungen bringen. Öffnungszeiten von Besucherzentren, der Crater Lake Lodge, Bootstouren und geführten Programmen ändern sich je nach Saison. Reisende sollten deshalb kurz vor dem Besuch die offiziellen Informationen des Crater-Lake-Nationalparks prüfen. Ein Hinweis, der sich bewährt hat: Im Winter ist oft nur der Südeingang über die Straße aus Richtung Medford geöffnet, während Nordzugänge wegen Schnee geschlossen sein können. - Eintritt und Gebühren
Für den Zugang zum Crater-Lake-Nationalpark wird eine Eintrittsgebühr erhoben, die in der Regel als Fahrzeugpauschale für einen Zeitraum von mehreren Tagen gilt. Die Beträge werden vom National Park Service regelmäßig überprüft und angepasst. Es empfiehlt sich daher, vor der Reise die aktuell gültigen Gebühren auf der offiziellen Parkwebseite zu kontrollieren. Wer mehrere Nationalparks in den USA besuchen möchte, für den kann der landesweite „America the Beautiful“-Pass eine wirtschaftliche Option sein, da er den Eintritt in viele Nationalparks und National Monuments für ein Jahr abdeckt. Für Reisende aus Deutschland ist dies besonders interessant, wenn eine größere Rundreise mit mehreren Parks geplant ist. - Beste Reisezeit
Die Hauptsaison am Crater Lake liegt zwischen Ende Juni und September, wenn der Rim Drive in der Regel durchgehend befahrbar ist und Bootstouren auf dem See stattfinden. In dieser Zeit sind die Chancen auf stabile Wetterlagen, freie Sicht und alle geöffneten Einrichtungen am größten. Gleichzeitig ist dann aber auch der Andrang am höchsten, insbesondere an Wochenenden und in den US-Schulferien. Wer möglichst viel Ruhe und trotzdem gute Zugänglichkeit sucht, wählt vorzugsweise den Frühsommer (sofern der Schnee schon geschmolzen ist) oder den Frühherbst. Im Winter verwandelt Schnee den Park in eine stille, eindrucksvolle Landschaft, die sich für Schneeschuhwanderungen und Langlauf eignet. Allerdings sind viele Straßen und Angebote dann geschlossen, die Anfahrt kann anspruchsvoller sein und starke Schneefälle erfordern Flexibilität. Für deutsche Reisende, die zum ersten Mal kommen, ist die Zeit von Juli bis September meist die beste Wahl, weil der See dann mit hoher Wahrscheinlichkeit in seiner ganzen Pracht erlebbar ist. - Klima und Kleidung
Auf etwa 2.000 m Höhe herrscht auch im Sommer ein eher alpines Klima: Tagsüber können die Temperaturen angenehm warm sein, am Abend wird es schnell kühl. Selbst im August sind Temperaturen im einstelligen Bereich in der Nacht keine Seltenheit. Zwiebellook, winddichte Jacke, Kopfbedeckung und Sonnenschutz sind empfehlenswert. Die UV-Strahlung ist in der Höhenlage intensiver als auf Meeresniveau. Im Frühling und Herbst sind rasche Wetterwechsel möglich; im Winter sind winterfeste Kleidung, robustes Schuhwerk und ggf. Schneeketten oder Allradfahrzeuge sinnvoll. - Sprache und Kommunikation
Im Crater-Lake-Nationalpark wird wie überall in den USA Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind bei ranger-geführten Programmen eher die Ausnahme. Reisende aus Deutschland kommen mit guten Englischgrundkenntnissen im Alltag meist gut zurecht; in Besucherzentren gibt es Infomaterial, Karten und Beschilderungen grundsätzlich auf Englisch. Manche Reiseführer und Kartenverlage in Deutschland bieten deutschsprachige Materialien zu Crater Lake an, diese sollten aber als Ergänzung zu den offiziellen Informationen betrachtet werden. Mobile Daten sind im Park nicht überall verfügbar; es ist ratsam, wichtige Karten und Informationen vorab offline zu speichern. - Zahlungs- und Trinkgeldkultur
Die USA sind weitgehend eine Karten-Zahlungsgesellschaft. In der Regel werden Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise auch American Express) an Parkeingängen, in der Lodge, in Shops und an Tankstellen akzeptiert. Deutsche Girocards (ehemals EC-Karten) funktionieren nicht überall, weshalb eine Kreditkarte dringend zu empfehlen ist. Mobile Payment mit Apple Pay oder Google Pay ist in vielen US-Betrieben verbreitet, jedoch nicht garantiert – insbesondere in abgelegenen Regionen sollte man sich nicht ausschließlich darauf verlassen. Bargeld (US-Dollar) ist für kleine Beträge, Trinkgelder und eventuelle Notfälle sinnvoll. Trinkgeld ist in den USA fester Bestandteil der Kultur: In Restaurants sind 15–20 % üblich, auch für Gepäckservice oder Zimmerreinigung in Lodges werden kleine Trinkgelder erwartet. Ranger-Programme im Nationalpark sind in der Regel im Eintritt enthalten; freiwillige Spenden an den offiziellen Parkfonds sind möglich, aber nicht verpflichtend. - Sicherheit, Gesundheit und Einreise
Crater Lake liegt in einer Höhenlage, an die sich der Körper in der Regel schnell gewöhnt. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten die körperliche Belastung anpassen und sich bei Bedarf medizinisch beraten lassen. Innerhalb des Parks sind markierte Wege und Sicherheitsbarrieren unbedingt zu respektieren; Steilhänge und lose Felsen am Kraterrand können gefährlich sein. Wildtiere wie Hirsche, Murmeltiere oder gelegentlich Bären sollten nur aus der Distanz beobachtet werden; Füttern ist strikt verboten. Für medizinische Notfälle ist die Versorgung in den USA generell teurer als in Europa, weshalb eine Auslandskrankenversicherung dringend empfohlen wird. Deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger benötigen für touristische Aufenthalte in den USA in der Regel eine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) oder ein Visum. Die genauen Bedingungen können sich ändern. Reisende sollten die aktuellen Einreisebestimmungen sowie mögliche Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. - Zeitverschiebung
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt in der Regel in der Pacific Time Zone (PT). Zwischen Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und der Pazifikzeit besteht in der Regel eine Zeitverschiebung von minus 9 Stunden, während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist minus 9 Stunden. Da sich die Umstellungsdaten für Sommerzeit in Europa und den USA unterscheiden können, lohnt sich ein Blick auf eine aktuelle Weltzeituhr kurz vor der Reise. - Nachhaltiges Reisen
Wer aus Deutschland zum Crater Lake reist, legt einen langen Flug zurück, der mit einem entsprechenden CO?-Fußabdruck verbunden ist. Viele Reisende kompensieren ihre Emissionen über seriöse Klimaschutzprojekte. Vor Ort lässt sich der ökologische Fußabdruck durch umsichtiges Verhalten reduzieren: Abfallvermeidung, Nutzung von Mehrwegflaschen, respektvoller Umgang mit Flora und Fauna und die Beachtung der „Leave no trace“-Grundsätze tragen dazu bei, dass der Crater-Lake-Nationalpark auch für kommende Generationen ein Naturjuwel bleibt.
Warum Crater Lake National Park auf jede Crater-Lake-Reise gehört
Der Crater-Lake-Nationalpark ist nicht einfach nur ein weiterer Stopp auf einer langen Liste von Sehenswürdigkeiten. Er ist ein Ort, an dem sich Naturgewalt, Ruhe und Weite ungewöhnlich eindrücklich verbinden. Vom Kraterrand aus reicht der Blick bei klarer Sicht über den tiefblauen See hinweg auf die bewaldeten Hänge Oregons, an manchen Tagen bis zu schneebedeckten Gipfeln am Horizont. Die Stille, die nur von Wind und gelegentlichen Rufen von Vögeln unterbrochen wird, gehört zu den Eindrücken, an die viele Besucherinnen und Besucher noch lange zurückdenken.
Für Reisende aus Deutschland ist der Crater Lake zudem ein Gegenpol zur europäischen Kulturlandschaft. Während viele Landschaften hierzulande seit Jahrhunderten intensiv genutzt und gestaltet werden, präsentiert sich Crater Lake als weitgehend unberührtes Hochland mit wildem Nadelwald, Lavafeldern, Schneefeldern und einem See ohne Siedlungen am Ufer. Das einzige größere Gebäude am Kraterrand, die Crater Lake Lodge, wirkt im Vergleich zu europäischen Kurorten fast bescheiden.
Auch die Vielfalt an Aktivitäten macht den Park attraktiv. Im Sommer zählen dazu:
- Panoramafahrten auf dem Rim Drive mit zahlreichen Aussichtspunkten
- Wanderungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, etwa auf den Mount Scott oder zum Seeufer am Cleetwood Cove Trail
- Bootstouren auf dem See, teilweise mit Stopps auf Wizard Island
- Ranger-geführte Programmen und Vorträge zu Geologie, Flora, Fauna und der Kulturgeschichte der Region
Im Winter verwandelt sich Crater Lake in ein Ziel für Schneeschuhtouren und Langlauf. Der National Park Service bietet häufig geführte Schneeschuhwanderungen an, bei denen Ranger die Besonderheiten der Winterlandschaft erklären. Für viele Besucher ist der Anblick des tiefblauen Sees, eingerahmt von weißen Schneewänden, noch beeindruckender als im Sommer.
In Kombination mit anderen Zielen in Oregon – etwa der zerklüfteten Pazifikküste, den Weingebieten im Willamette Valley oder der kreativen Metropole Portland – ergibt sich eine vielseitige Reiseroute, die weit über klassische USA-Highlights wie New York, Las Vegas oder Kalifornien hinausgeht. Gerade für erfahrene USA-Reisende aus Deutschland, die „etwas Neues“ suchen, ist der Crater-Lake-Nationalpark daher ein lohnenswertes Ziel.
Crater-Lake-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist der Crater-Lake-Nationalpark seit Jahren ein beliebtes Motiv. Reisende teilen spektakuläre Drohnenaufnahmen (wo erlaubt), Sonnenaufgänge über dem Kraterrand und Panoramaaufnahmen, bei denen sich Wolken im See spiegeln. Häufige Themen in Posts sind die besondere Farbwirkung, die überraschend kühlen Temperaturen im Sommer und die Begeisterung über die vergleichsweise ruhige Stimmung im Vergleich zu stärker überlaufenen Nationalparks. Viele deutschsprachige Reiseblogs und Vlogs haben den Crater Lake inzwischen auf ihren Routen, oft in Verbindung mit Roadtrips entlang der US-Westküste.
Crater-Lake-Nationalpark — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Crater-Lake-Nationalpark
Wo liegt der Crater-Lake-Nationalpark genau?
Der Crater-Lake-Nationalpark liegt im Süden des US-Bundesstaates Oregon im Nordwesten der USA. Die nächstgrößeren Städte sind Medford im Südwesten und Klamath Falls im Südosten. Von Portland, der größten Stadt Oregons, sind es rund 400 km mit dem Auto. Für Reisende aus Deutschland ist der Park meist Teil einer Rundreise an der US-Westküste.
Warum ist der Crater Lake so tiefblau?
Die intensive blaue Farbe des Crater Lake entsteht durch die Kombination aus großer Tiefe, außergewöhnlicher Wasserreinheit und der Art, wie Sonnenlicht im Wasser gestreut und absorbiert wird. Praktisch keine Schwebstoffe und Zuflüsse trüben das Wasser, sodass vor allem blaues Licht reflektiert wird. Besonders eindrucksvoll wirkt die Farbe an sonnigen Tagen zur Mittagszeit.
Wann ist die beste Reisezeit für den Crater-Lake-Nationalpark?
Die beste Reisezeit für die meisten Besucher ist zwischen Juli und September. In dieser Zeit ist der Ring um den See, der Rim Drive, normalerweise komplett geöffnet, Bootstouren sind möglich und die Chance auf stabiles, klares Wetter ist hoch. Frühling und Herbst können landschaftlich sehr reizvoll sein, bringen jedoch oft Restschnee, wechselhaftes Wetter und teilweise Straßensperrungen mit sich. Im Winter präsentiert sich der Park als tief verschneite Landschaft, ist aber nur eingeschränkt zugänglich.
Wie erreicht man den Crater-Lake-Nationalpark von Deutschland aus?
Direktflüge gibt es nicht; üblich ist die Anreise mit einem Interkontinentalflug von Deutschland nach Seattle, Portland, San Francisco oder Los Angeles und einem Anschlussflug nach Medford oder Klamath Falls. Von dort geht es mit dem Mietwagen weiter in den Park. Alternativ kann man ab Portland oder San Francisco direkt mit dem Auto anreisen. Bahnreisende können Amtrak-Verbindungen nach Klamath Falls nutzen und von dort ein Auto mieten. Vor der Reise sollten deutsche Staatsbürger die Einreisebestimmungen und Hinweise des Auswärtigen Amtes unter auswaertiges-amt.de prüfen.
Was sollten Reisende im Crater-Lake-Nationalpark besonders beachten?
Wichtig sind wetterfeste Kleidung im Zwiebellook, ausreichend Sonnenschutz, genügend Trinkwasser und Planungspuffer für mögliche Straßensperrungen, vor allem außerhalb der Hochsaison. Markierte Wege sollten nicht verlassen werden, insbesondere entlang des Kraterrandes. Für Zahlungen sind Kreditkarten in den USA unerlässlich; Trinkgelder sind Teil der Kultur. Eine Auslandskrankenversicherung ist empfehlenswert, da medizinische Leistungen deutlich teurer sein können als in Deutschland.
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