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Coyoacan: Das koloniale Herz von Mexiko-Stadt neu entdecken

20.05.2026 - 15:53:19 | ad-hoc-news.de

Coyoacan in Mexiko-Stadt wirkt wie eine eigene kleine Stadt: Kopfsteinpflaster, Kolonialhäuser, Frida-Kahlo-Mythos. Was macht dieses Viertel für Reisende aus Deutschland so besonders – und wie erlebt man es authentisch?

Reise, Mexiko-Stadt, Kultur
Reise, Mexiko-Stadt, Kultur

Der Duft von frisch gemahlenem Kakao, Musik aus einer Fería auf dem Platz, bunte Häuserfassaden im warmen Licht der Nachmittagssonne: Wer durch Coyoacan (sinngemäß „Ort der Kojoten“) in Mexiko-Stadt schlendert, vergisst schnell, dass draußen eine 20-Millionen-Metropole pulsiert. Coyoacan fühlt sich an wie eine eigenständige Kleinstadt – mit kolonialem Zentrum, ruhigen Wohnstraßen und einer faszinierenden kulturellen Dichte.

Coyoacan: Das ikonische Wahrzeichen von Mexiko-Stadt

Coyoacan ist heute eines der charakteristischsten und beliebtesten Viertel („barrio“) von Mexiko-Stadt. Offizielle Tourismusstellen von Mexiko-Stadt beschreiben das Gebiet als historisches Zentrum mit starkem kolonialen Erbe, lebendigen Plätzen und einer außergewöhnlichen Konzentration an Museen und Kulturhäusern. Ähnlich wie das Berliner Scheunenviertel oder das Münchner Glockenbachviertel steht Coyoacan im kollektiven Gedächtnis für eine ganz bestimmte Atmosphäre – nur eben mit lateinamerikanischer Farbigkeit und Geschichte.

Anders als die modernen Hochhausviertel der Millionenstadt präsentiert sich Coyoacan mit niedrigen Kolonialhäusern, schattigen Innenhöfen und einem dörflichen Rhythmus. Der zentrale Bereich rund um die Plaza Hidalgo und den Jardín Centenario – zwei beinahe ineinander übergehende Plätze – wirkt wie ein Freilicht-Wohnzimmer: Familien, Straßenmusiker und Paare treffen sich auf den Bänken, Kinder jagen Tauben, Händler bieten Snacks und Kunsthandwerk an. Diese Mischung aus Alltag, Geschichte und Kunst ist der Grund, weshalb Coyoacan in vielen Reiseführern als Pflichtstopp für Besucher von Mexiko-Stadt genannt wird.

Für deutschsprachige Reisende ist Coyoacan zugleich ein idealer Einstieg in die Vielfalt Mexikos: ein Ort, an dem sich vorspanische Wurzeln, koloniale Vergangenheit und moderne Kulturproduktion überlagern – und der dabei deutlich überschaubarer ist als die grandiose, aber manchmal überwältigende Downtown von Mexiko-Stadt.

Geschichte und Bedeutung von Coyoacan

Laut der Tourismusbehörde von Mexiko-Stadt sowie kulturhistorischen Darstellungen, etwa in Publikationen von National Geographic und dem mexikanischen Kulturministerium, war Coyoacan bereits vor der spanischen Eroberung ein bedeutendes Zentrum der indigenen Bevölkerung im Tal von Mexiko. Der Name geht auf die Nahuatl-Sprache zurück und wird häufig als „Ort der Kojoten“ oder „Ort, an dem es Kojoten gibt“ gedeutet. Damit knüpft Coyoacan an die enge Verbindung der damaligen Gesellschaft mit der umgebenden Natur an – ein spannender Kontrast zur heutigen Mega-City.

Nach der Ankunft der Spanier Anfang des 16. Jahrhunderts wurde Coyoacan zu einem frühen Machtzentrum der Kolonialherren. Historische Quellen, auf die unter anderem mexikanische Museen und stadtgeschichtliche Einrichtungen verweisen, erläutern, dass der Conquistador Hernán Cortés vorübergehend in Coyoacan residierte und von hier aus die Neuordnung des eroberten Gebietes vorantrieb. Damit ist Coyoacan – ähnlich wie Orte wie Tenochtitlan (das heutige historische Zentrum von Mexiko-Stadt) – eng mit der gewaltsamen Kolonialisierung verbunden.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Coyoacan zu einem bevorzugten Wohnort für wohlhabende Familien und Intellektuelle. Wegen der vergleichsweise kühleren Temperaturen und der Nähe zur damaligen Hauptstadt blieb das Gebiet attraktiv. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert siedelten sich hier zunehmend Künstler:innen, Schriftsteller:innen und Wissenschaftler:innen an. Reiseführer wie die deutschsprachigen Bände von Marco Polo oder DuMont ordnen Coyoacan daher heute als „künstlerisches“ und „bohemienhaftes“ Viertel ein, das bis heute Kreative und Studierende anzieht.

Politisch spielte Coyoacan eine Rolle, als Mexiko verschiedene Umbrüche erlebte. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Viertel Rückzugsort für Exilanten, Intellektuelle und politische Aktivisten. Besonders bekannt ist der Aufenthalt des russischen Revolutionärs Leo Trotzki, der in Coyoacan Zuflucht fand. Sein später zum Museum umgestaltetes Wohnhaus gilt bis heute als historischer Erinnerungsort an die internationale Dimension der politischen Konflikte dieser Zeit.

Heute ist Coyoacan offiziell Teil von Mexiko-Stadt und hat den Status einer Verwaltungsbezirkseinheit (Alcaldía Coyoacán). Die lokale Verwaltung betont in ihren Informationen, dass das Viertel als „Barrios Mágicos“ – in Anlehnung an das nationale Programm „Pueblos Mágicos“ – verstanden wird: als Stadtteil mit besonderem kulturellen und historischen Profil, der gezielt gepflegt und touristisch erschlossen wird.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Wer Coyoacan besucht, erlebt eine Mischung aus kolonialer Architektur, lebendiger Straßenkultur und moderner Museumsszene. Viele Häuser rund um den zentralen Platz zeigen die charakteristischen Merkmale der spanischen Kolonialzeit: dicke Mauern aus Stein oder Adobe, begrünte Innenhöfe, schmiedeeiserne Balkongeländer und Fassaden in Ocker-, Blau- oder Rottönen. In Berichten von Kulturmagazinen wie „GEO Saison“ und mexikanischen Architekturinstitutionen wird Coyoacan häufig als gelungenes Beispiel für die Bewahrung eines historischen Stadtgefüges in einer sonst stark modernisierten Metropole genannt.

Ein zentrales architektonisches und religiöses Wahrzeichen ist die Kirche San Juan Bautista. Die Ursprünge des Gebäudes reichen in die frühe Kolonialzeit zurück, die heutige Kirche zeigt eine Mischung aus barocken und späteren Stilelementen. Mehrere seriöse Quellen heben hervor, dass die Kirche – und der angrenzende frühere Klosterkomplex – zu den ältesten sakralen Bauten der Stadt gehört, auch wenn genaue Datierungen je nach Quelle variieren und bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen sollen. Für Besucher aus Europa ist die Kirche ein wichtiger Referenzpunkt, weil sie koloniale Architektur auf engstem Raum erlebbar macht, ähnlich wie barocke Klöster in Süddeutschland, nur unter anderen klimatischen und kulturellen Bedingungen.

International berühmt ist Coyoacan vor allem wegen des „Museo Frida Kahlo“, besser bekannt als „Casa Azul“ („Blaues Haus“). Das knallblau gestrichene Wohnhaus der ikonischen Malerin Frida Kahlo und ihres Partners, des Wandmalers Diego Rivera, liegt in einer ruhigen Seitenstraße und gehört zu den meistbesuchten Museumsorten der Stadt. Das Museum wird von einer Stiftung verwaltet, die den Nachlass der Künstlerin betreut. Es zeigt persönliche Gegenstände, Werke, Fotografien und Arbeitsräume und ermöglicht einen sehr unmittelbaren Zugang zur Biografie Kahlos. Internationale Medien wie BBC, „The Guardian“ oder die spanischsprachige Ausgabe von „National Geographic“ betonen regelmäßig die Bedeutung dieses Hauses als Pilgerort für Kunstinteressierte.

In Gehweite davon befindet sich das Museo Casa de León Trotsky, das Wohnhaus des berühmten russischen Revolutionärs. Das Museum zeigt den bescheidenen Alltagsrahmen und die Sicherheitsmaßnahmen, unter denen Trotzki in Coyoacan lebte. Für deutsche Besucher, die sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts beschäftigen, bietet dieser Ort eine seltene Möglichkeit, global verknüpfte Geschichte an einem konkreten Lebensort zu verstehen.

Über die großen Namen hinaus zeichnet sich Coyoacan durch eine hohe Dichte kleinerer Galerien, Kulturzentren und unabhängiger Kinos aus. Die lokale Kulturverwaltung verweist auf zahlreiche jährlich wiederkehrende Festivals, Lesungen und Märkte, die im Viertel stattfinden – von Buchmessen bis zu traditionellen Feiern rund um den „Día de Muertos“ (Tag der Toten). Gerade dieser Feiertag, der üblicherweise Ende Oktober und Anfang November begangen wird, verleiht Coyoacan eine besondere Atmosphäre mit Altären, Blumen und Prozessionen.

Ein weiteres Merkmal sind die grünen Oasen. Neben den Plätzen im Zentrum bieten kleinere Parks und Gärten Schatten und Rückzugsorte. Der große Viveros de Coyoacán, ein weitläufiges Baumschul- und Parkgelände, grenzt an das Viertel und wird von offiziellen Stellen als wichtiges Naherholungsgebiet beschrieben. Jogger, Familien und Spaziergänger nutzen die breiten Wege, um der innerstädtischen Dichte zu entkommen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Coyoacan vereint ein koloniales Stadtbild mit Museums-Highlights und alltäglicher Nachbarschaftskultur. Kunsthistoriker und Stadtplaner betonen, dass gerade diese Mischung dem Viertel seine Identität verleiht – und es von anderen Tourismus-Hotspots Mexiko-Stadts unterscheidet, die stärker auf Monumente oder Shopping konzentriert sind.

Coyoacan besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise innerhalb von Mexiko-Stadt
    Coyoacan liegt im Süden von Mexiko-Stadt, mehrere Kilometer südlich des historischen Zentrums. Laut offiziellen Stadtplänen und Tourismuskarten ist der Bezirk sowohl mit der Metro als auch mit Bussen und Taxis gut angebunden. Gängige Metro-Linien führen zu Stationen in der Nähe; außerdem verkehren Taxis und App-basierte Fahrdienste, die in vielen Berichten von Tourismusorganisationen als gängige Transportmittel in der Stadt beschrieben werden. Für Besucher wird häufig empfohlen, gerade abends eine registrierte Taxi- oder App-Variante zu wählen.
  • Anreise aus Deutschland
    Von Deutschland aus wird Mexiko-Stadt über den internationalen Flughafen Aeropuerto Internacional Benito Juárez sowie den neueren Flughafen Felipe Ángeles (AIFA) angeflogen, wobei die meisten internationalen Linienflüge den traditionellen Hauptflughafen ansteuern. Große Drehkreuze wie Frankfurt am Main und München bieten regelmäßig Langstreckenverbindungen nach Mexiko, oft nonstop oder mit einem Zwischenstopp, was in vielen Flugplänen und Reiseberichten bestätigt wird. Die reine Flugzeit von Mitteleuropa nach Mexiko-Stadt liegt typischerweise bei rund 12 bis 13 Stunden, abhängig von Route und Verbindung. Vom Flughafen aus dauert die Fahrt nach Coyoacan je nach Verkehr erfahrungsgemäß oft zwischen 30 Minuten und deutlich über einer Stunde.
  • Öffnungszeiten
    Coyoacan als Stadtviertel ist selbstverständlich jederzeit zugänglich. Einzelne Sehenswürdigkeiten – etwa das Museo Frida Kahlo oder das Museo Casa de León Trotsky – haben feste Öffnungszeiten, die von den jeweils verantwortlichen Institutionen geregelt werden. Da sich diese Zeiten ändern können und Feiertage in Mexiko eine wichtige Rolle spielen, sollte man die aktuellen Angaben direkt auf den offiziellen Webseiten der jeweiligen Museen oder bei der Tourismusbehörde von Mexiko-Stadt prüfen. Grundsätzlich ist zu beachten, dass viele Museen in Mexiko an einem Tag pro Woche, häufig montags, geschlossen sind.
  • Eintrittspreise
    Für den Zugang zu den meisten Museen und Attraktionen in Coyoacan wird ein Eintritt in lokaler Währung erhoben. Seriöse Quellen weisen darauf hin, dass die Tickets für das Frida-Kahlo-Museum zu den eher hochpreisigen Kulturangeboten der Stadt gehören, während andere Häuser günstiger sind. Da sich Preise in Mexiko aufgrund von Wechselkursen und Anpassungen regelmäßig ändern, ist es sinnvoll, sich kurz vor dem Besuch auf den offiziellen Homepages der Einrichtungen zu informieren. Für die grobe Reiseplanung können Reiseführer Orientierung bieten, jedoch sollten deutsche Besucher nicht mit festen Eurobeträgen kalkulieren.
  • Beste Reisezeit
    Mexiko-Stadt liegt auf rund 2.200 m Höhe und hat laut meteorologischen Diensten ein gemäßigtes Hochlandklima. Für Coyoacan gelten die gleichen Bedingungen: die Temperaturen sind meist milder als viele Reisende erwarten, mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Die Regenzeit fällt typischerweise in die Sommermonate, in denen nachmittägliche Schauer häufiger sind. Viele Reiseveranstalter und Tourismusexperten empfehlen das Frühjahr sowie den späten Herbst als besonders angenehme Reisezeiten. Wer die besonderen Traditionen rund um den Día de Muertos erleben möchte, plant seinen Aufenthalt auf Ende Oktober/Anfang November – sollte dann aber mit größerem Besucherandrang rechnen.
  • Zeitzone
    Mexiko-Stadt liegt in einer Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) je nach Jahreszeit um mehrere Stunden hinterherhinkt. Der Unterschied beträgt in der Regel zwischen 6 und 8 Stunden, abhängig von Sommerzeitregelungen in Europa und in Mexiko. Seriöse Reiseinformationen empfehlen, vor Abreise die aktuellen Zeitangaben zu prüfen, da sich gesetzliche Regelungen ändern können.
  • Sprache
    Amtssprache in Mexiko ist Spanisch. In touristisch geprägten Vierteln wie Coyoacan sprechen Mitarbeitende in Hotels, Museen, Restaurants und im Tourismusbereich häufig zusätzlich Englisch. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Deutsche Reisende kommen in Coyoacan im Alltag mit Englisch meist gut zurecht, profitieren aber von einigen spanischen Höflichkeitsfloskeln – etwa „buenos días“ (guten Tag), „gracias“ (danke) oder „por favor“ (bitte) –, wie auch der Deutsche Reiseverband und andere Institutionen für Lateinamerika-Reisen empfehlen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Die Währung in Mexiko ist der Mexikanische Peso. In Coyoacan und ganz Mexiko-Stadt sind Kreditkarten in Hotels, Museen, vielen Restaurants und größeren Geschäften verbreitet, was von Tourismusbehörden und internationalen Reiseanbietern einheitlich berichtet wird. Kleinere Läden, Straßenstände und Märkte verlangen häufig Barzahlung. Es ist daher sinnvoll, eine Mischung aus Bargeld und Karte dabeizuhaben. Moderne kontaktlose Bezahlmethoden werden in zunehmend mehr Betrieben akzeptiert, der Standard ist jedoch weiterhin Karte mit PIN-Eingabe. Trinkgeld hat in Mexiko einen hohen Stellenwert: In Restaurants sind 10 bis 15 Prozent üblich, wenn kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Auch Taxifahrer, Gepäckträger und Guides erhalten üblicherweise eine kleine Anerkennung.
  • Sicherheit
    Mexiko-Stadt ist eine riesige Metropole mit sehr unterschiedlichen Vierteln. In offiziellen Reisehinweisen – etwa des Auswärtigen Amtes – wird betont, dass Reisende generell erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen sollten. Für Coyoacan gilt: Das Viertel wird im Vergleich zu einigen anderen Teilen der Stadt oft als relativ ruhig beschrieben, dennoch sind Grundregeln zur persönlichen Sicherheit sinnvoll, etwa keine auffällig teuren Gegenstände offen zu zeigen, offizielle Taxis oder registrierte Fahrdienste zu nutzen und nachts nur belebte Wege zu wählen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) sorgfältig prüfen.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für Mexiko besteht in der Regel keine gesetzliche Krankenversicherungsabdeckung für in Deutschland Versicherte. Reise- und Gesundheitsorganisationen raten daher ausdrücklich zu einer privaten Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransportoption. Für Standardimpfungen gelten die Empfehlungen deutscher Gesundheitsbehörden; zusätzliche Impfungen können in Abhängigkeit von Reiseart und -dauer sinnvoll sein. Offizielle Stellen empfehlen, vor Reisen nach Mexiko eine reisemedizinische Beratung in Anspruch zu nehmen.
  • Einreisebestimmungen
    Mexiko verlangt von Reisenden aus Deutschland in der Regel ein gültiges Reisedokument, das bestimmte Anforderungen erfüllen muss. Visafragen hängen von Aufenthaltsdauer und Reisezweck ab. Da sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisebestimmungen und eventuelle Visaregelungen unbedingt beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den mexikanischen Auslandsvertretungen prüfen.

Warum Coyoacan auf jede Mexiko-Stadt-Reise gehört

Coyoacan verbindet auf kleinem Raum vieles, was eine Reise nach Mexiko so faszinierend macht – und setzt es in einen Rahmen, der für Besucher aus Europa leicht erfahrbar ist. Wer die überbordende Energie des Zentrums von Mexiko-Stadt erlebt hat, findet hier eine ruhige, aber keineswegs langweilige Alternative: Kopfsteinpflaster, schattige Plätze und historische Bauten vermitteln das Gefühl, eine eigenständige Kolonialstadt zu besuchen.

Zugleich bietet Coyoacan genau die ikonischen Orte, die Mexiko in der Welt bekannt gemacht haben. Das blaue Haus von Frida Kahlo ist nicht nur ein Fotomotiv, sondern ein Ort, an dem sich Themen wie Identität, Schmerz, politische Haltung und künstlerische Freiheit verdichten. Das Museum Trotzkis öffnet den Blick auf die globalen Konflikte des 20. Jahrhunderts und ihre Spuren in Lateinamerika. Die Kirchen und Klöster zeigen, wie eng Religion und Kolonialgeschichte verwoben sind – ähnlich wie in vielen Barockkirchen Süddeutschlands, nur mit deutlich anderen Symbolen und in einem anderen Machtkontext.

Für viele Reisende aus Deutschland ist Coyoacan zudem ein hervorragender Ort, um die mexikanische Küche im Alltag zu erleben. Rund um die zentralen Plätze und in den angrenzenden Straßen finden sich zahlreiche Cafés, Eisdielen, traditionelle Taquerías und moderne Bistros. Von einfachen Straßenständen mit Tacos und Tamales bis zu zeitgenössischen Restaurants reicht die Bandbreite. Offizielle Gastronomie- und Tourismusseiten heben hervor, dass Mexiko-Stadt eine der vielfältigsten Food-Szenen des Kontinents besitzt – Coyoacan ist hiervon ein besonders zugänglicher Ausschnitt.

Auch für Familien eignet sich das Viertel, weil viele Wege zu Fuß machbar sind und Plätze sowie Parks Aufenthaltsqualität bieten. Im Gegensatz zu stärker verkehrsgeprägten Zonen der Stadt ist der Verkehr rund um die Fußgängerbereiche begrenzt; dennoch sollten Kinder, wie in jeder Großstadt, aufmerksam begleitet werden. Wer gerne fotografiert oder zeichnet, findet in Coyoacan eine Fülle von Motiven: bunt gestrichene Hauswände, Märkte mit Obst und Blumen, Straßenmusiker, koloniale Portale und nicht zuletzt die ikonische blau-rote Fassade der Casa Azul.

Nicht zuletzt spielt Coyoacan eine Rolle für Medien- und Kulturliebhaber:innen: In zahlreichen Filmen, Serien, Dokumentationen und Fotostrecken über Mexiko tauchen Bilder aus diesem Viertel auf. Das lokale Tourismusbüro weist darauf hin, dass Coyoacan regelmäßig Schauplatz kultureller Veranstaltungen, Lesungen und Musikauftritte ist. Wer offen durch die Straßen geht, hat gute Chancen, auf eine spontane Performance oder einen Straßenkünstler zu treffen.

Damit passt Coyoacan ideal in eine klassische Reiseroute für deutsche Besucher, die Mexiko-Stadt als Ausgangspunkt für weitere Ziele wählen – etwa die Ruinenstätte Teotihuacán, die Kolonialstadt Puebla oder die Strände von Yucatán. Ein bis zwei Tage in Coyoacan ermöglichen es, die Stadt entschleunigt zu erleben, bevor es weiter auf lange Busfahrten oder Inlandsflüge geht.

Coyoacan in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist Coyoacan seit Jahren ein beliebtes Motiv. Insbesondere das Frida-Kahlo-Haus, die bunten Straßenzüge und Szenen aus dem Alltagsleben dominieren Foto- und Videoplattformen. Reisejournalistische Auswertungen digitaler Trends zeigen, dass viele Nutzer:innen ihre persönlichen Eindrücke aus Coyoacan teilen – von Streetfood-Empfehlungen bis zu Diskussionen über Kolonialgeschichte und Gentrifizierung. Wer eine Reise nach Mexiko-Stadt plant, kann sich in sozialen Medien einen aktuellen visuellen Eindruck verschaffen, sollte sich aber bewusst sein, dass Fotos häufig ruhige oder besonders ästhetische Momente zeigen und den alltäglichen Trubel ausblenden.

Häufige Fragen zu Coyoacan

Wo liegt Coyoacan in Mexiko-Stadt genau?

Coyoacan liegt im südlichen Teil von Mexiko-Stadt. Das historische Zentrum des Viertels befindet sich mehrere Kilometer südlich des Zócalo, des Hauptplatzes der Stadt, und ist über Metro, Busse und Taxis gut zu erreichen.

Warum ist Coyoacan historisch so bedeutend?

Coyoacan war bereits vor der spanischen Eroberung ein wichtiges Zentrum der indigenen Bevölkerung und wurde zu einem frühen Machtzentrum der spanischen Kolonialherren. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Viertel zu einem kulturellen und intellektuellen Hotspot, in dem Persönlichkeiten wie Frida Kahlo, Diego Rivera und Leo Trotzki lebten.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Coyoacan?

Zu den bekanntesten Attraktionen gehören das Frida-Kahlo-Museum (Casa Azul), das Hausmuseum von Leo Trotzki, die Kirche San Juan Bautista mit dem angrenzenden ehemaligen Kloster, mehrere kleinere Museen und Galerien sowie die zentralen Plätze Plaza Hidalgo und Jardín Centenario mit ihren umliegenden Cafés und Geschäften.

Wie viel Zeit sollte man für Coyoacan einplanen?

Viele Reiseexperten empfehlen, mindestens einen halben Tag für Coyoacan einzuplanen, um die Plätze, Straßen und ein Museum zu besuchen. Wer sowohl das Frida-Kahlo-Museum als auch weitere Museen und ein ausgedehntes Essen genießen möchte, sollte eher einen ganzen Tag oder sogar zwei Tage vorsehen, um das Viertel in Ruhe zu erkunden.

Wann ist die beste Reisezeit für Coyoacan?

Grundsätzlich ist Coyoacan das ganze Jahr über besuchbar. Das Hochlandklima von Mexiko-Stadt sorgt für milde Temperaturen, allerdings bringen die Sommermonate mehr Niederschläge. Besonders angenehm sind häufig Frühjahr und Spätherbst. Wer die traditionelle Atmosphäre rund um den Día de Muertos erleben möchte, plant seinen Besuch auf Ende Oktober/Anfang November ein, muss dann aber mit mehr Andrang rechnen.

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