Cinque Terre bei La Spezia: Italiens dramatischste Küstenbahn
07.06.2026 - 12:30:48 | ad-hoc-news.deWenn sich pastellfarbene Häuser an steile Felsen klammern, die Terrassenweinberge direkt ins tiefblaue Ligurische Meer abfallen und zwischen allem eine kleine Küstenbahn verkehrt, dann ist man in den Cinque Terre (wörtlich „Fünf Länder“) bei La Spezia angekommen. Kaum ein Küstenabschnitt Italiens hat sich so sehr ins kollektive Reisegedächtnis eingeprägt wie diese fünf Dörfer an der Riviera di Levante.
Cinque Terre: Das ikonische Wahrzeichen von La Spezia
Die Cinque Terre, offiziell als „Parco Nazionale delle Cinque Terre“ und als UNESCO-Welterbe geschützt, liegen westlich von La Spezia in der norditalienischen Region Ligurien. Fünf Dörfer – Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore – ziehen sich wie eine Perlenkette entlang einer 15 bis 18 km langen Steilküste, die nahezu vollständig terrassiert und mit Trockenmauern gestützt ist.
Anders als klassische Badeorte vermittelt diese Küstenlandschaft das Bild einer von Menschenhand geformten Kulturlandschaft, die dennoch überraschend wild wirkt. Die UNESCO spricht bei den Cinque Terre von einem „außergewöhnlichen Beispiel einer traditionellen, vom Menschen gestalteten Siedlungslandschaft“, in der sich jahrhundertealte Landwirtschaft, einzigartige Topografie und maritimes Leben überlagern. Die dünn besiedelte Region war lange Zeit schwer zugänglich, was dazu beitrug, dass die Dörfer ihren eigenständigen Charakter bewahren konnten.
Für Reisende aus Deutschland sind die Cinque Terre heute ein Sehnsuchtsort zwischen Wanderparadies und Bilderbuch-Italien: Zugänglich per Bahn, Spazierwegen und Boot, aber im Alltagspuls noch immer wesentlich langsamer als Metropolen wie Rom oder Mailand. Wer sich Zeit nimmt, erlebt hier nicht nur spektakuläre Fotomotive, sondern eine der eindrucksvollsten Kulturlandschaften des Mittelmeerraums.
Geschichte und Bedeutung von Cinque Terre
Die Geschichte der Cinque Terre ist eng mit der Topografie der ligurischen Küste verbunden. Archäologische Funde und historische Quellen deuten darauf hin, dass bereits in der Antike erste Siedlungen und Landwirtschaft in den steilen Hängen betrieben wurden. Spätestens im Mittelalter entwickelten sich die Dörfer der Cinque Terre zu eigenständigen Gemeinschaften, die unter dem Einfluss der Seerepublik Genua standen. Genua war im Mittelalter eine der großen maritimen Mächte des Mittelmeerraums und kontrollierte zahlreiche Häfen und Küstenabschnitte.
Zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert wurden die Hänge systematisch in schmale Terrassen unterteilt, die mit Trockenmauern gestützt wurden. Auf diesen Terrassen entstanden Weinberge sowie Olivenhaine. Die mühsam errichteten Mauern umfassen nach unterschiedlichen Schätzungen mehrere tausend Kilometer Gesamtlänge, ein beeindruckendes Beispiel für traditionelle Ingenieurskunst in steilstem Gelände. Die Erhaltung dieser Mauern ist bis heute eine große Herausforderung, da sie ständig ausgebessert werden müssen.
Durch ihre Lage am Meer und die relative Isolation des Hinterlands waren die Cinque Terre gleichzeitig offen für den maritimen Handel und doch abgeschirmt von größeren Landarmeen. Piratenangriffe und Überfälle machten Befestigungen notwendig, daher finden sich in einigen Dörfern noch Reste von Verteidigungstürmen und Burgen. Vernazza etwa weist bis heute Spuren einer mittelalterlichen Festung auf, die über dem Hafen thront.
Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke entlang der ligurischen Küste im 19. Jahrhundert wurden die Cinque Terre erstmals leichter erreichbar. Die Strecke, die die Dörfer über zahlreiche Tunnel miteinander und mit La Spezia sowie Genua verbindet, veränderte das Leben vor Ort grundlegend: Die einstigen Fischerdörfer und Agrargemeinschaften öffneten sich langsam für Besucher, während klassische Erwerbszweige wie Fischfang und Terrassenweinbau zunehmend durch den Tourismus ergänzt wurden.
Im 20. Jahrhundert setzte ein tiefgreifender struktureller Wandel ein: Viele junge Menschen wanderten in größere Städte ab, zahlreiche Terrassen lagen brach, und der Unterhalt der Trockenmauern wurde schwieriger. Gleichzeitig entdeckte der internationale Tourismus die Region. Um die Kulturlandschaft zu schützen, wurde 1999 der Nationalpark Cinque Terre gegründet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts stehen die Cinque Terre als Kulturlandschaft auf der UNESCO-Welterbeliste; sie werden als Beispiel dafür gewertet, wie Mensch und Natur über Jahrhunderte eine fragile, aber nachhaltige Balance fanden.
Heute spielt der Schutz dieser historischen Kulturlandschaft eine zentrale Rolle. Nationalparkverwaltung, Gemeinden, Region Ligurien und internationale Organisationen arbeiten daran, traditionelle Landwirtschaft, nachhaltigen Tourismus und den Erhalt der Mauern in Einklang zu bringen. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet dies, dass bestimmte Wege zeitweise gesperrt werden können und dass das Thema Overtourism immer wieder öffentlich diskutiert wird.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Typisch für die Cinque Terre ist das Zusammenspiel aus farbenfrohen Häusern, engen Gassen, kleinen Plätzen und vertikalen Strukturen. Die Häuser sind überwiegend mehrgeschossig, stehen dicht an dicht und sind oft in Pastelltönen wie Ocker, Rosa, Gelb oder Terrakotta gestrichen. Die Farben halfen Fischerinnen und Fischern früher, ihr Dorf schon aus der Ferne zu erkennen, und prägen bis heute das ikonische Bild der Küste.
Die Architektur ist funktional auf das extreme Gelände abgestimmt: Treppen, schmale Durchgänge und übereinander gestapelte Häuser ersetzen klassische Straßen. Viele Gebäude besitzen kleine Loggien, winzige Balkone und Dächer, die teils als zusätzliche Terrassenflächen genutzt werden. Im Inneren sind die Häuser oft schmal, aber in die Höhe gebaut, um möglichst wenig Grundfläche zu beanspruchen.
Jedes der fünf Dörfer hat eigene architektonische und atmosphärische Besonderheiten:
Monterosso al Mare ist das westlichste und flächenmäßig größte Dorf, mit dem längsten Strandabschnitt der Cinque Terre. Hier wirkt das Ortsbild etwas offener, mit einer vergleichsweise breiten Uferpromenade. Eine Besonderheit ist der „Gigante“, eine monumentale Statue am Ende des Strandes, die Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen wurde und einen mythologischen Atlas zeigt, der sich gegen die Felswand lehnt. Zudem verfügt Monterosso über eine historische Altstadt mit der Kirche San Giovanni Battista aus gotischer Zeit.
Vernazza gilt vielen als das malerischste Dorf, mit einem kleinen Naturhafen, farbigen Häusern, die sich hufeisenförmig um die Bucht ziehen, und einer markanten Kirche direkt am Meer. Über dem Dorf ragt ein runder Turm, Teil einer ehemaligen Festungsanlage, von dem sich ein eindrucksvoller Blick über die Küste bietet. Die engen Gassen führen steil nach oben, und die Kombination aus Hafen, Piazza und Burg macht Vernazza zu einem der meistfotografierten Orte der Region.
Corniglia unterscheidet sich grundlegend von den anderen Dörfern: Es liegt nicht direkt auf Meereshöhe, sondern auf einem Felsplateau rund 100 m über dem Meer. Zum Bahnhof führt eine lange Treppe mit vielen Stufen. Corniglia wirkt ruhiger und weniger touristisch überlaufen als andere Dörfer und ist bis heute stark von der Weinproduktion geprägt. Kleine Gassen, versteckte Plätze und Aussichtspunkte über die Küste machen den Ort insbesondere für Reisende interessant, die etwas abseits der Hauptströme unterwegs sein möchten.
Manarola beeindruckt vor allem durch die dramatische Lage der Häuser, die sich wie in einem Amphitheater den Hang hinaufziehen. Die klassische Postkartenperspektive zeigt Manarola von einem Felsenweg aus, mit einem kleinen Hafenbecken, Booten auf Rampen und bunten Häusern, die sich über dem Meer staffeln. Oberhalb des Dorfes ziehen sich Weinberge über die Hänge; hier entstehen typische ligurische Weine und der bekannte süße Dessertwein Sciacchetrà.
Riomaggiore, das östlichste der Dörfer, zeichnet sich durch steil abfallende Gassen, eine markante Hauptstraße und einen kleinen Hafen aus, in dem bunte Fischerboote lagern. Die Häuser stehen dicht gedrängt in vertikalen Reihen und wirken wie übereinander geschichtet. Oberhalb des Dorfes findet sich eine historische Kirche, und von verschiedenen Aussichtspunkten bietet sich ein Panoramablick über das Meer und die Bahntrasse.
Die religiösen Bauwerke – insbesondere Kirchen und Kapellen – spiegeln den starken Einfluss des Katholizismus und der Seefahrt wider. Oft sind sie im ligurisch-gotischen Stil errichtet oder später barock überformt worden. In vielen Kirchen hängen Votivgaben von Seeleuten und Fischerfamilien, die für überstandene Stürme oder Gefahren danken.
Kulturell ist die Region auch für ihre kulinarische Tradition bekannt. Typische Gerichte wie Pesto alla Genovese, Focaccia, frische Meeresfrüchte und einfache, aber aromatische Pastagerichte gehören zur ligurischen Küche, die stark mit hochwertigen Olivenölen, Kräutern und saisonalen Produkten arbeitet. Für Reisende aus Deutschland ist dies eine gute Gelegenheit, abseits touristischer Schnellgastronomie authentische regionale Speisen kennenzulernen.
Ein zentrales Merkmal der Cinque Terre ist die enge Verbindung von Architektur, Landwirtschaft und Landschaft. Die terrassierten Hänge sind nicht nur historische Relikte, sondern bis heute produktive Flächen, auf denen Wein, Oliven und Zitrusfrüchte angebaut werden. Der Erhalt dieser Terrassen erfordert viel Handarbeit. Verschiedene Initiativen, auch mit Unterstützung internationaler Organisationen, versuchen, den traditionellen Weinbau attraktiv zu halten, etwa durch Programme, die junge Winzerinnen und Winzer fördern oder den Einsatz kleiner Monorail-Bahnen erleichtern, die den Transport in den Steillagen vereinfachen.
Cinque Terre besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Die Cinque Terre liegen in Ligurien, etwa zwischen Genua und Pisa, mit La Spezia als wichtigstem Verkehrsknotenpunkt. Aus Deutschland sind die Dörfer auf mehreren Wegen erreichbar. Mit dem Flugzeug bieten sich größere Flughäfen wie Pisa, Genua oder Florenz an, die von internationalen Drehkreuzen aus erreichbar sind; von dort geht es weiter per Regionalzug nach La Spezia und in die Cinque Terre. Von deutschen Städten wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf ist meist ein Umstieg nötig, etwa in Rom, Mailand oder einer anderen europäischen Drehscheibe. Alternativ ist die Anreise mit der Bahn möglich: Über die Schweiz (z.?B. via Zürich und Mailand) oder über Österreich (z.?B. via Innsbruck und Verona) führen durchgehende Verbindungen nach La Spezia, meist mit ein bis zwei Umstiegen. Für Autofahrten aus Süddeutschland beträgt die Strecke je nach Startpunkt etwa 800 bis 1.000 km. In Italien sind viele Autobahnabschnitte mautpflichtig; empfohlen wird, das Auto in größeren Orten wie La Spezia oder Levanto zu parken und die Cinque Terre selbst per Bahn, Boot oder zu Fuß zu erkunden. - Fortbewegung vor Ort
Zwischen La Spezia, den fünf Dörfern und der Küstenstadt Levanto verkehren regelmäßig Regionalzüge. Die Bahn ist das wichtigste Verkehrsmittel, um schnell von Dorf zu Dorf zu gelangen. Zusätzlich gibt es in der Saison Bootslinien, die die Dörfer (mit Ausnahme von Corniglia, das höher liegt) miteinander verbinden. Viele Besucherinnen und Besucher kombinieren Bahnfahrten mit Wanderungen auf den ausgeschilderten Wegen oberhalb der Küste. Einige Abschnitte des berühmten Küstenwanderwegs können zeitweise aus Sicherheitsgründen (z.?B. Erosion, Steinschlag) gesperrt sein; entsprechende Hinweise gibt die Nationalparkverwaltung aus. - Öffnungszeiten und Zugang
Da es sich bei den Cinque Terre um eine Landschaft und mehrere Dörfer handelt, gibt es keine einheitliche „Öffnungszeit“. Der Zugang zu den Dörfern ist grundsätzlich frei und rund um die Uhr möglich. Einzelne Wanderwege oder Einrichtungen (z.?B. Besucherzentren, Museen, Kirchen) haben jedoch eigene Öffnungszeiten und können je nach Saison variieren. Für einige der offiziellen Wanderwege kann eine Gebühr anfallen, die häufig in der sogenannten „Cinque Terre Card“ gebündelt wird. Öffnungszeiten und Konditionen können sich ändern – daher ist es sinnvoll, vor der Reise direkt bei der Nationalparkverwaltung oder den Tourismusinformationen der Region Ligurien aktuelle Angaben zu prüfen. - Eintritt und Karten
Der Besuch der Dörfer an sich ist kostenfrei. Für bestimmte Wanderwege und für Kombitickets, die auch die Nutzung der Regionalzüge zwischen den Dörfern einschließen, werden zeitweise Karten angeboten. Diese Karten bündeln häufig den Zugang zu ausgewählten Wanderwegen mit Bahnfahrten und weiteren Leistungen. Die Preise können je nach Saison, Leistungsumfang und Alter variieren, weshalb eine tagesaktuelle Information vor der Reise ratsam ist. Da Gebühren und Ticketstrukturen über die Jahre angepasst werden, sollten Reisende mit schwankenden Preisen rechnen und nicht von langfristig feststehenden Beträgen ausgehen. - Beste Reisezeit
Das Klima in Ligurien ist mediterran mit milden Wintern und warmen, oft trockenen Sommern. Für Wanderungen und Besichtigungen sind das Frühjahr (ungefähr April bis Anfang Juni) und der Herbst (ungefähr September bis Oktober) besonders angenehm. In diesen Monaten liegen die Temperaturen häufig im moderaten Bereich, und die Wege sind oft weniger überlaufen als in der Hochsaison. Die Sommermonate Juli und August können sehr voll und heiß werden, was insbesondere auf den stark frequentierten Wanderwegen und in den kleinen Gassen spürbar ist. In dieser Zeit empfiehlt sich ein frühmorgendlicher oder spätnachmittäglicher Besuch. Im Winter geht der Tourismus deutlich zurück; einige Betriebe schließen saisonal, gleichzeitig wirken die Dörfer dann ruhiger und ursprünglicher. - Übernachtung und Reservierung
Vor allem in den Monaten von späten Frühling bis frühen Herbst sind viele Unterkünfte in den Cinque Terre und in La Spezia stark nachgefragt. Wer aus Deutschland anreist, sollte insbesondere in Schulferien und an langen Wochenenden frühzeitig reservieren. Als Alternative zu Übernachtungen direkt in den Dörfern bieten sich La Spezia oder Levanto an, von wo aus die Cinque Terre per Bahn in kurzer Zeit erreichbar sind. Diese Orte bieten häufig etwas mehr Unterkunftskapazitäten und ein breiteres Preisniveau. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
Die Landessprache ist Italienisch. In den stark touristisch geprägten Orten der Cinque Terre wird in Hotels, Restaurants und im Bahnverkehr häufig Englisch gesprochen; Deutschkenntnisse sind weniger verbreitet, aber vereinzelt anzutreffen. In Italien sind Kreditkarten in touristischen Regionen weit verbreitet, insbesondere in Unterkünften, größeren Restaurants und im Bahnverkehr. In kleineren Lokalen, bei Straßenständen oder für kleinere Beträge ist Bargeld weiterhin wichtig. Trinkgeld ist nicht so stark institutionalisiert wie in einigen anderen Ländern, wird aber geschätzt. In Restaurants rundet man häufig auf oder gibt etwa 5 bis 10?% des Rechnungsbetrags, wenn man zufrieden ist, sofern keine Servicepauschale („coperto“ oder Servicezuschlag) bereits auf der Rechnung ausgewiesen ist. - Wandern und Sicherheit
Die Cinque Terre sind ein beliebtes Wandergebiet. Viele Wege verlaufen in steilem Gelände, teils auf schmalen Pfaden mit Stufen, Schotter oder Fels. Stabiles Schuhwerk, ausreichend Wasser, Sonnenschutz und wetterangepasste Kleidung sind daher wichtig. Nach starken Regenfällen oder bei Sturm können Wege rutschig oder aus Sicherheitsgründen gesperrt sein. Es empfiehlt sich, offizielle Hinweise vor Ort zu beachten und keine gesperrten Wege zu nutzen. Wandernde sollten die eigene Kondition realistisch einschätzen, da einige Routen aufgrund des Höhenprofils anspruchsvoll sein können. - Kleiderordnung und Fotografieren
In den öffentlichen Bereichen der Dörfer gibt es keine besondere Kleiderordnung. Beim Besuch von Kirchen und religiösen Stätten sollten Schultern und Knie möglichst bedeckt sein, wie es in vielen katholischen Regionen üblich ist. Fotografieren ist im Freien in der Regel unproblematisch; in Kirchen kann es Einschränkungen geben, etwa Fotografierverbote mit Blitz. Grundsätzlich gilt, die Privatsphäre von Einheimischen zu respektieren und nicht ungefragt in Wohnungen oder Höfe hinein zu fotografieren. - Zeitverschiebung, Gesundheit und Einreise
Italien liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ/MESZ). Für Reisende aus Deutschland besteht daher keine Zeitverschiebung. Italien gehört zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Innerhalb der EU gilt für gesetzlich Versicherte in Deutschland die Europäische Krankenversicherungskarte; dennoch kann eine zusätzliche Auslandsreiseversicherung sinnvoll sein, etwa für Rücktransporte oder private Behandlungen.
Warum Cinque Terre auf jede La Spezia-Reise gehört
Wer in La Spezia oder generell in Ligurien unterwegs ist, trifft mit einem Besuch der Cinque Terre auf eine landschaftliche und kulturelle Verdichtung, die es in dieser Form nur selten gibt. Die Dörfer wirken auf den ersten Blick wie klassische Fotomotive – tatsächlich erzählen sie aber von harter landwirtschaftlicher Arbeit, einer maritimen Vergangenheit und einem anhaltenden Ringen um die Balance zwischen Tourismus und Alltagsleben.
Aus Sicht von Reisenden aus Deutschland liegt der Reiz in der Nähe und der Andersartigkeit zugleich. Mit Bahn oder Auto ist die Region aus Süddeutschland in deutlich weniger als einem Tag erreichbar, dennoch fühlt sich die Küste mit ihren schroffen Felsen, der mediterranen Vegetation und den verwinkelten Gassen wie eine vollständig andere Welt an. Wer etwa Städte wie Hamburg oder München gewohnt ist, erlebt hier, wie sehr sich Lebensrhythmus und Mobilität ändern, sobald Straßen durch Treppen und Terrassen ersetzt werden.
Die Cinque Terre lassen sich sehr unterschiedlich erleben: als Tagesausflug von La Spezia aus, als Wanderreise mit mehreren Übernachtungen in den Dörfern oder als Teil einer längeren Rundreise durch Norditalien. In Kombination mit Städten wie Genua, Pisa, Florenz oder Mailand ergeben sie eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur, Meer und Kultur. Für viele Besucherinnen und Besucher ist ein Aufenthalt in den Cinque Terre ein Höhepunkt einer Italien-Reise.
Ein weiterer Grund für die besondere Anziehungskraft ist das Spiel von Licht und Jahreszeiten: Im Frühjahr blühen die Hänge, im Sommer funkelt das Meer tiefblau, im Herbst färben sich Weinblätter und Olivenhaine warm, und im Winter wirkt die Küste rau und still. Jede Jahreszeit bringt eigene Motive und Stimmungen mit sich. Wer fotografiert oder einfach gern intensive Landschaftseindrücke sammelt, findet hier auf engstem Raum eine Vielzahl von Perspektiven.
Gleichzeitig ist ein bewusstes Reisen in den Cinque Terre wichtig. Die Dörfer sind klein, viele Wege schmal, Ressourcen wie Wasser oder Müllentsorgung müssen aufwendig organisiert werden. Nachhaltiges Verhalten – von der Wahl der Verkehrsmittel über respektvollen Umgang mit Wegen und Vegetation bis hin zur Unterstützung lokaler Betriebe – hilft, die Kulturlandschaft langfristig zu erhalten. So wird aus dem Besuch nicht nur ein persönliches Erlebnis, sondern auch ein Beitrag zur Zukunft eines sensiblen Welterbes.
Cinque Terre in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien gelten die Cinque Terre als Inbegriff der „Instagram-tauglichen“ Küstenlandschaft – doch jenseits der bekannten Perspektiven entdecken viele Besucherinnen und Besucher beim zweiten Hinsehen stille Ecken, authentische Alltagsmomente und eindrucksvolle Wanderblicke, die online nicht immer sichtbar sind.
Cinque Terre — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Cinque Terre
Wo liegen die Cinque Terre genau?
Die Cinque Terre liegen an der ligurischen Riviera di Levante in Norditalien, westlich von La Spezia am Ligurischen Meer. Sie gehören zur Region Ligurien, etwa zwischen Genua und Pisa.
Welche Dörfer gehören zu den Cinque Terre?
Zu den Cinque Terre zählen fünf Dörfer: Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Sie liegen entlang einer steilen Küste und sind durch Bahnlinien, Wanderwege und in der Saison teilweise durch Bootslinien miteinander verbunden.
Wie reist man aus Deutschland am besten in die Cinque Terre?
Aus Deutschland führen verschiedene Routen in die Cinque Terre: mit dem Flugzeug über größere Flughäfen wie Pisa, Genua oder Florenz, mit der Bahn über die Schweiz oder Österreich nach La Spezia sowie mit dem Auto über mautpflichtige Autobahnen. Vor Ort sind Bahn und Boot die wichtigsten Verkehrsmittel, um die Dörfer zu erreichen.
Wann ist die beste Reisezeit für die Cinque Terre?
Besonders beliebt sind Frühling und Herbst, etwa von April bis Anfang Juni sowie von September bis Oktober, wenn das Wetter meist mild ist und die Wege weniger überlaufen sein können. Im Sommer ist es oft heiß und sehr voll, im Winter deutlich ruhiger, mit eingeschränktem touristischen Angebot.
Warum gelten die Cinque Terre als UNESCO-Welterbe?
Die Cinque Terre stehen als Kulturlandschaft unter UNESCO-Schutz, weil sie ein herausragendes Beispiel für das Zusammenspiel von Natur, traditioneller Landwirtschaft, Dorfarchitektur und Steilküste darstellen. Die über Jahrhunderte angelegten Terrassen, Trockenmauern und Dörfer zeigen eine besondere Form der Anpassung des Menschen an eine anspruchsvolle Landschaft.
Mehr zu Cinque Terre auf AD HOC NEWS
Mehr zu Cinque Terre auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Cinque Terre" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Cinque Terre" auf AD HOC NEWS ansehen ?
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
