Christusstatue Rio de Janeiro, Cristo Redentor

Christusstatue Rio de Janeiro: Warum Cristo Redentor Reisende aus Deutschland in den Bann zieht

29.05.2026 - 04:24:20 | ad-hoc-news.de

Über Rio de Janeiro breitet die Christusstatue Rio de Janeiro, der Cristo Redentor, ihre Arme aus – als Symbol für Brasilien, Glauben und atemberaubende Panoramen. Was macht dieses Monument für Reisende aus Deutschland so besonders?

Christusstatue Rio de Janeiro, Cristo Redentor, Rio de Janeiro
Christusstatue Rio de Janeiro, Cristo Redentor, Rio de Janeiro

Wenn sich über Rio de Janeiro die Wolken lichten und die Sonne die Hügel der Stadt vergoldet, erscheint auf dem Corcovado-Berg eine Silhouette, die auf der ganzen Welt bekannt ist: die Christusstatue Rio de Janeiro, lokal „Cristo Redentor“ (auf Deutsch sinngemäß „Christus, der Erlöser“). Mit weit ausgebreiteten Armen wacht sie über die Buchten, Strände und Favelas der Metropole – und über Millionen Reisende, die jedes Jahr aus aller Welt, auch aus Deutschland, nach Brasilien kommen, um diesen Moment auf dem Gipfel selbst zu erleben.

Christusstatue Rio de Janeiro: Das ikonische Wahrzeichen von Rio de Janeiro

Die Christusstatue Rio de Janeiro ist weit mehr als ein religiöses Denkmal. Sie ist ein nationales Symbol Brasiliens, ein Wahrzeichen von Rio de Janeiro und eine Projektionsfläche für Sehnsucht, Spiritualität und Staunen. Hoch oben auf dem 710 m hohen Corcovado-Gipfel thront die Statue in rund 700 m Höhe über dem Meeresspiegel und bietet einen Rundblick über eine der spektakulärsten Stadtlandschaften des Planeten – von der Guanabara-Bucht über den Zuckerhut bis zu den legendären Stränden von Copacabana und Ipanema.

Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch oft der emotionale Höhepunkt einer Brasilien-Reise. Ähnlich wie der Eiffelturm in Paris oder das Brandenburger Tor in Berlin steht Cristo Redentor für ein ganzes Land – nur dass hier zusätzlich die dramatische Topografie, das tropische Licht und die religiöse Symbolik zusammenkommen. Genau diese Mischung macht die Statue zu einem der meistfotografierten und in sozialen Medien meistgeteilten Orte Südamerikas.

Die UNESCO hat die Christusstatue gemeinsam mit der Kulturlandschaft von Rio de Janeiro als Teil des Welterbes „Carioca-Landschaft zwischen Bergen und Meer“ gewürdigt. Damit ist das Monument nicht nur religiös und national, sondern auch kultur- und naturgeschichtlich von globaler Bedeutung. Viele Kunsthistoriker und Stadtplaner sehen in der Statue ein frühes Beispiel dafür, wie Architektur und Landschaft zu einer ikonischen Einheit verschmelzen.

Geschichte und Bedeutung von Cristo Redentor

Die Idee einer monumentalen Christusfigur über Rio de Janeiro entstand bereits im 19. Jahrhundert, als Brasilien noch Kaiserreich war. In einer Zeit, in der Nationalstaaten weltweit nach starken Symbolen suchten, wuchs in kirchlichen Kreisen der Wunsch nach einem sichtbaren Zeichen des Glaubens und der Identität auf einem der markanten Berge der Stadt. Konkrete Pläne wurden jedoch erst im frühen 20. Jahrhundert vorangetrieben, nachdem Brasilien zur Republik geworden war und sich Rio de Janeiro als moderne Metropole präsentierte.

In den 1920er-Jahren gewann das Projekt an Fahrt. Eine kirchliche Initiative sammelte Spenden in der Bevölkerung; die Statue sollte als Ausdruck der Dankbarkeit und des Schutzes über Stadt und Nation stehen. In dieser Phase entstanden verschiedene Entwürfe: Von einem Christus, der ein Kreuz oder eine Weltkugel in den Händen hält, entschied man sich schließlich für eine reduzierte, aber hochsymbolische Form – Christus mit ausgebreiteten Armen, als wolle er die Stadt umarmen.

Nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit wurde Cristo Redentor am 12. Oktober 1931 eingeweiht, dem Festtag „Nossa Senhora Aparecida“, der Schutzpatronin Brasiliens. Damit ist das Monument deutlich jünger als viele europäische Kathedralen, entstand aber in einer Epoche intensiver nationaler Selbstfindung. Zeitgenössische Berichte beschreiben die Einweihung als technisches und spirituelles Großereignis: Scheinwerfer illuminierten die Statue, und die elektrische Beleuchtung wurde symbolisch per Funksignal aus Europa aktiviert.

Die Bedeutung des Monuments hat sich seitdem mehrfach gewandelt. Während es in den 1930er- und 1940er-Jahren vor allem als katholisches Symbol verstanden wurde, entwickelte es sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem allgemeineren Zeichen für Frieden, Hoffnung und Offenheit. Heute wird die Statue von Menschen aller Weltanschauungen besucht; viele kommen weniger aus religiösen Gründen, sondern wegen der Architektur, des Panoramas und der kulturellen Ikonografie.

International bekannt wurde die Christusstatue auch durch ihre Rolle in Filmen, Fernsehproduktionen und Sportereignissen. Während großer Fußballturniere oder Olympischer Spiele diente sie als visuelle Kurzformel für Rio de Janeiro und Brasilien insgesamt. In der globalen Popkultur steht das Bild der offenen Arme oft für Gastfreundschaft, Lebensfreude und die viel zitierte „alegria“ der Stadt.

Auch für die Bevölkerung von Rio hat die Statue eine identitätsstiftende Funktion. Sie ist ein Ort für Gebete, für stille Momente über der lärmenden Stadt, aber auch für nationale Gedenkfeiern oder wichtige kirchliche Anlässe. In Krisenmomenten wird die Figur oft symbolisch beleuchtet, etwa in den Farben eines Landes, das von einer Katastrophe getroffen wurde – ein Zeichen, dass Rio Anteil nimmt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört die Christusstatue Rio de Janeiro zu den großen Monumentalplastiken des 20. Jahrhunderts. Sie kombiniert eine klare, fast moderne Formensprache mit traditioneller Symbolik. Die Figur steht auf einem massiven Sockel, der auch eine kleine Kapelle beherbergt. Die Arme der Statue sind horizontal ausgebreitet und bilden mit dem Körper eine markante Kreuzform, die sich zusätzlich von der Skyline und dem Himmel abzeichnet.

Die Statue ist aus Stahlbeton gefertigt und mit einem Mosaik aus kleinen Steintäfelchen verkleidet. Diese Oberflächengestaltung verleiht dem Monument eine fein schimmernde Textur, die das wechselnde Licht des Tages besonders eindrucksvoll reflektiert. Aus der Nähe erkennt man die handwerkliche Arbeit der zahllosen Platten, die zusammen das einheitliche hellgraue Erscheinungsbild ergeben. Aus der Ferne wirkt die Statue hingegen wie ein fast glatter, stilisierter Körper.

Die Dimensionen sind beeindruckend: Die Christusfigur selbst ist mehrere Dutzend Meter hoch; inklusive Sockel erreicht das Monument eine Gesamthöhe, die in etwa an die Größenordnung großer Kirchtürme erinnert. In ihrer Entstehungszeit galt sie als eine der größten Christusfiguren der Welt und wurde zum technischen Symbol dafür, dass Brasilien architektonisch mit den großen Nationen mithalten konnte. Verglichen mit gotischen Kathedralen in Europa ist die Statue konstruktiv zwar schlichter, aber die exponierte Lage auf dem Berg verstärkt ihre Wirkung erheblich.

Gestalterisch weist die Statue Elemente des Art déco auf, einer Stilrichtung, die in den 1920er- und 1930er-Jahren weltweit verbreitet war. Charakteristisch sind die klare Linienführung, die stilisierte Form und der Verzicht auf überbordenden Zierrat. Für viele Kunsthistoriker ist Cristo Redentor ein seltenes Beispiel dafür, wie religiöse Ikonografie und moderne Formensprache miteinander verbunden werden können, ohne in Kitsch oder Strenge zu verfallen.

Die Gesichtszüge und Details wurden mit besonderer Sorgfalt modelliert. Trotz der Größe wirkt der Ausdruck der Statue vergleichsweise mild und kontemplativ. Dies unterstützt die beabsichtigte Wirkung eines schützenden, gütigen Christus, der über die Stadt wacht. Aus der Nähe sind die Proportionen bewusst angepasst, damit die Figur aus der Distanz harmonisch wirkt – ein Prinzip, das auch bei klassischer Monumentalplastik oder in der Architektur von Kirchtürmen und Kuppeln angewandt wird.

Technisch musste der Bau zahlreiche Herausforderungen meistern. Der Corcovado ist ein steiler, von Regenwald bewachsener Granitberg. Die Baustelle war nur schwer zugänglich, das Material musste aufwändig transportiert werden. Wind, Regen und die salzhaltige Luft stellen bis heute hohe Anforderungen an Wartung und Restaurierung. In den vergangenen Jahrzehnten wurden mehrfach Sanierungen durchgeführt, bei denen die Oberfläche gereinigt, Fugen erneuert und die strukturelle Stabilität überprüft wurden.

Die Beleuchtung spielt eine wichtige Rolle für die Wirkung des Monuments. Nachts wird die Statue von mehreren Scheinwerfern angestrahlt, die ihre Konturen vor dem dunklen Himmel hervorheben. Bei besonderen Anlässen kommen farbige Lichtinszenierungen zum Einsatz, etwa in den Farben der brasilianischen Flagge oder anderer Nationen. Diese Lichtaktionen werden von der Verwaltung des Heiligtums und den städtischen Behörden sorgfältig koordiniert, um symbolische Botschaften zu senden.

Der Standort selbst ist Teil des Nationalparks Tijuca, eines urbanen Regenwaldgebiets, das die Hügel um Rio de Janeiro umfasst. Die Kombination aus Natur- und Kulturerbe ist einzigartig: Der Weg zur Statue führt durch tropische Vegetation, vorbei an Aussichtspunkten, von denen man bereits beeindruckende Blicke auf die Stadt erhält. Für viele Besucherinnen und Besucher ist genau dieses Zusammenspiel von Natur, Technik und Spiritualität der Kern der Faszination.

Christusstatue Rio de Janeiro besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Christusstatue Rio de Janeiro befindet sich auf dem Corcovado-Berg im Stadtgebiet von Rio de Janeiro. Von Deutschland aus führen meist Flugverbindungen mit Zwischenstopp über große internationale Drehkreuze nach Brasilien; typische Abflugorte sind Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf. Die reine Flugzeit nach Rio de Janeiro liegt – je nach Route – im Bereich von deutlich über 10 Stunden. Vor Ort ist die Statue per Zahnradbahn, offiziellen Vans oder geführten Touren erreichbar; Taxis und App-Dienste bringen Besucher zu den jeweiligen Einstiegsstellen. Für umweltbewusste Reisende lohnt es sich, den Besuch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und anschließenden Shuttle-Angeboten zu kombinieren.
  • Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten der Christusstatue können je nach Saison, Wochentag und Wetterlage variieren. Da mitunter kurzfristige Anpassungen – etwa wegen Wartungsarbeiten, hoher Nachfrage oder besonderen Veranstaltungen – stattfinden, sollten Reisende die jeweils aktuellen Zeiten direkt bei der offiziellen Verwaltung von Cristo Redentor oder über die offiziellen Informationskanäle von Rio de Janeiro prüfen. Häufig werden die ersten Fahrten am frühen Morgen angeboten, die letzten am späten Nachmittag oder frühen Abend.
  • Eintritt und Tickets: Für die Nutzung der Zahnradbahn oder der offiziellen Vans sowie den Zugang zum Plateau fallen in der Regel Gebühren an. Die Preise können je nach Saison, Wochentag und Vertriebsweg variieren. Üblicherweise werden unterschiedliche Tarife für Erwachsene, Kinder und gegebenenfalls Senioren angeboten. Da sich Eintritts- und Transportpreise gelegentlich ändern, ist es empfehlenswert, die Konditionen kurz vor der Reise auf den offiziellen Kanälen zu prüfen und Tickets möglichst im Voraus zu reservieren. Preisangaben sollten aufgrund schwankender Wechselkurse in Euro (€) und in der lokalen Währung Real (BRL) betrachtet werden.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit: Rio de Janeiro liegt in der südlichen Hemisphäre, die Jahreszeiten sind also gegenüber Mitteleuropa verschoben. Für viele Reisende sind die Monate mit etwas milderen Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit am angenehmsten. Als Faustregel gilt: Übergangszeiten mit weniger Extremhitze und relativ stabiler Wetterlage sind günstig, um klare Sicht auf die Stadt zu haben. Unabhängig vom Monat sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag besonders beliebt, weil das Licht weicher ist und die Temperaturen moderater sind. Vormittags herrscht häufig starker Andrang; wer Menschenmengen vermeiden möchte, sollte möglichst früh oder an Wochentagen planen.
  • Klima und Kleidung: Das Klima in Rio de Janeiro ist ganzjährig warm, mit teils hoher Luftfeuchtigkeit. Auf dem Corcovado kann es durch Wind etwas frischer sein als unten an den Stränden, gleichzeitig ist die Sonneneinstrahlung sehr intensiv. Leichte, bequeme Kleidung, festes Schuhwerk, Sonnenbrille, Sonnenhut und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sind empfehlenswert. Auch eine leichte Regenjacke oder ein Regencape kann hilfreich sein, da tropische Schauer schnell aufziehen können. Wer empfindlich auf Temperaturwechsel reagiert, sollte ein leichtes Tuch oder eine dünne Jacke einplanen.
  • Sprache und Kommunikation: Amtssprache in Brasilien ist Portugiesisch. In touristisch geprägten Bereichen von Rio de Janeiro, insbesondere an der Christusstatue, sprechen viele Beschäftigte zumindest grundlegendes Englisch. Deutschkenntnisse sind deutlich seltener, aber in der Tourismusbranche gelegentlich anzutreffen. Es ist hilfreich, einige einfache portugiesische Begriffe zu beherrschen oder eine Übersetzungs-App zu nutzen, etwa für Wegbeschreibungen, Restaurantbesuche oder kleine Einkäufe.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld: In Rio de Janeiro sind Kreditkarten weit verbreitet, insbesondere in Hotels, Restaurants und bei offiziellen Ticketstellen. Auch mobile Bezahlsysteme gewinnen an Bedeutung. Bargeld in Landeswährung ist dennoch sinnvoll für kleinere Ausgaben, Straßenstände oder Trinkgelder. Trinkgeld ist in Brasilien üblich, aber nicht so strikt geregelt wie in manchen anderen Ländern. In vielen Restaurants ist eine Servicegebühr bereits auf der Rechnung vermerkt; ein kleiner zusätzlicher Betrag wird geschätzt, ist aber nicht zwingend. Für Dienstleistungen wie Koffertragen oder kurze Führungen wird ein angemessenes Trinkgeld erwartet; Beträge können je nach Leistung und Umfang angepasst werden.
  • Sicherheit und Verhalten: Rio de Janeiro ist eine Großstadt mit typischen Herausforderungen. Am Corcovado und rund um die Christusstatue ist die Sicherheitssituation in der Regel gut organisiert, da es sich um einen stark überwachten touristischen Hotspot handelt. Dennoch sollten Reisende – wie überall – auf Wertsachen achten, nur das Nötigste mitnehmen und Kameras oder Smartphones sicher tragen. In der Stadt selbst empfiehlt es sich, Hinweise lokaler Behörden und offizieller Tourismusstellen zu beachten.
  • Fotografie und Drohnen: Das Plateau rund um die Statue bietet zahlreiche Fotomöglichkeiten – von klassischen Frontalaufnahmen bis hin zu Panoramabildern von Stadt und Meer. Aufgrund des starken Andrangs ist Geduld nötig, um einen Moment mit etwas „freie Sicht“ zu erwischen. Drohnenflüge sind in der Nähe der Statue in der Regel streng reguliert oder untersagt, da Sicherheits- und Naturschutzauflagen gelten. Vor einem geplanten Drohneneinsatz sollten Reisende die aktuellen Vorschriften der brasilianischen Behörden prüfen.
  • Religiöser Kontext und Respekt: Auch wenn die Christusstatue eine internationale Sehenswürdigkeit ist, handelt es sich zugleich um einen religiösen Ort. Reisende sollten sich respektvoll verhalten, besonders in der kleinen Kapelle im Sockel. Laute Musik, unangemessene Kleidung oder respektlose Gesten werden als störend empfunden. Fotografieren ist im Außenbereich erlaubt und üblich; in der Kapelle können eigene Regeln gelten, die vor Ort zu beachten sind.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheitsvorsorge: Für deutsche Staatsbürger gelten für Brasilien spezifische Einreise- und Visabestimmungen, die sich ändern können. Reisende sollten die jeweils aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Gleiches gilt für empfohlene Impfungen und gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen. Für Fernreisen außerhalb Europas ist eine Auslandskrankenversicherung dringend zu empfehlen, da gesetzliche Krankenkassenleistungen in Brasilien in der Regel nicht greifen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung: Brasilien ist in mehrere Zeitzonen unterteilt. Rio de Janeiro liegt in einer Zone, die gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) je nach Jahreszeit zeitversetzt ist. Da sich sowohl in Europa als auch in Brasilien Regelungen zu Sommer- und Winterzeit geändert haben oder ändern können, sollten Reisende die genaue Zeitverschiebung unmittelbar vor der Reise überprüfen, etwa über offizielle Zeitangaben oder seriöse Informationsdienste.

Warum Cristo Redentor auf jede Rio de Janeiro-Reise gehört

Für die meisten Rio-Besucherinnen und -Besucher aus Deutschland ist der Moment auf dem Corcovado einer, den sie ihr Leben lang nicht vergessen. Der Aufstieg durch den grünen Regenwald, das Knacken der Schienen unter der Zahnradbahn, die ersten Blicke auf die Buchten und die immer kleiner werdenden Hochhäuser – all das mündet in einem Panorama, das sich kaum in Fotos fassen lässt. Der Blick schweift über den Zuckerhut, die Strände, die Lagunen und die dicht bebauten Viertel der Stadt, während über allem die Figur des Christus mit offenen Armen erscheint.

Dieser Kontrast zwischen tropischer Natur, urbaner Dichte und religiöser Symbolik ist einzigartig. Anders als bei vielen europäischen Wahrzeichen, die in dichten Altstädten stehen, erlebt man die Christusstatue in einem halb offenen, fast theatralischen Naturraum. Gleichzeitig spürt man die Nähe zur turbulenten Millionenstadt – man hört manchmal sogar entfernten Verkehrslärm oder Stadiongesänge, wenn der Wind günstig steht.

Reiseführer wie Marco Polo oder Merian betonen regelmäßig, dass ohne einen Besuch bei Cristo Redentor kein Rio-Aufenthalt vollständig ist. Die UNESCO wiederum verweist darauf, dass das Zusammenspiel aus Bergen, Meer, Stadt und Monument die außergewöhnliche universelle Bedeutung des Ortes ausmacht. Für kulturinteressierte Reisende aus Deutschland, die vielleicht bereits europäische Wahrzeichen wie den Kölner Dom, das Brandenburger Tor oder die Akropolis besucht haben, eröffnet sich hier ein völlig anderes Verständnis von Stadtsymbol und Landschaftsinszenierung.

Hinzu kommt die emotionale Komponente: Viele Menschen berichten von einem Gefühl der Ergriffenheit, wenn sie zum ersten Mal unter den riesigen Armen der Statue stehen. Selbst wer keinen religiösen Hintergrund hat, spürt häufig eine besondere Atmosphäre – eine Mischung aus Ehrfurcht, Dankbarkeit und Staunen. Für Fotografie-Begeisterte bieten sich endlose Motive, vom klassischen Selfie vor der Statue bis zu Weitwinkelaufnahmen der Bucht und der umliegenden Berge.

Praktisch ist Cristo Redentor auch ein guter Ausgangspunkt, um andere Highlights der Stadt zu strukturieren: Man kann den Besuch mit Touren zum Zuckerhut, ins historische Zentrum oder in die Künstlerquartiere verbinden. Viele Reiseveranstalter in Deutschland bieten Bausteine an, in denen der Besuch des Monuments fest eingeplant ist – oft am Anfang der Reise, um einen Überblick zu gewinnen, oder am Ende als emotionaler Höhepunkt.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch ferner mit Wanderungen im Nationalpark Tijuca kombinieren. Verschiedene Aussichtspunkte, Wasserfälle und Pfade erschließen die grüne Seite von Rio und zeigen, wie nah sich hier Großstadt und Regenwald kommen. Für sportlich ambitionierte Reisende gibt es geführte Touren, bei denen ein Teil des Weges zum Corcovado zu Fuß zurückgelegt wird – stets mit fachkundiger Führung und dem nötigen Sicherheitsbewusstsein.

Auch kulturell lässt sich der Besuch gut einbetten. Museen und Kulturzentren in Rio de Janeiro widmen sich der Geschichte der Stadt, dem kolonialen Erbe, der afrikanischen Diaspora, der Musik und dem Karneval. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Christusstatue nur ein Mosaikstein in einer viel größeren Erzählung ist, in der Religion, Geschichte, Migration und Stadtentwicklung miteinander verwoben sind.

Christusstatue Rio de Janeiro in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist die Christusstatue Rio de Janeiro längst ein globaler Star. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube kursieren zahllose Videos und Fotos von Sonnenaufgängen, Nebelschwaden, Lichtshows oder ganz persönlichen Momenten voller Emotion. Reisende aus Deutschland nutzen das Monument gern als „Signature Shot“ ihrer Brasilien-Reise und teilen ihre Eindrücke mit Freunden, Familie und Followern.

Häufige Fragen zu Christusstatue Rio de Janeiro

Wo liegt die Christusstatue Rio de Janeiro genau?

Die Christusstatue Rio de Janeiro befindet sich auf dem Corcovado, einem 710 m hohen Berg im Stadtgebiet von Rio de Janeiro in Brasilien. Der Berg liegt innerhalb des Nationalparks Tijuca, einem großen Waldgebiet, das einen erheblichen Teil der Hügellandschaft rund um die Stadt bedeckt.

Warum wurde Cristo Redentor erbaut?

Cristo Redentor wurde im frühen 20. Jahrhundert als Ausdruck des katholischen Glaubens und als nationales Symbol Brasiliens geplant. Das Monument sollte die Stadt aus einer erhöhten, sichtbaren Position schützen und zugleich die moderne Identität des Landes unterstreichen. Mit der Zeit erhielt die Statue eine breitere Bedeutung und steht heute auch allgemein für Frieden, Hoffnung und Gastfreundschaft.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Christusstatue?

Aus mitteleuropäischer Sicht sind Monate mit etwas milderen Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit besonders angenehm. Unabhängig von der Jahreszeit empfehlen sich die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und die Hitze weniger drückend. Wer große Menschenmengen vermeiden möchte, sollte nach Möglichkeit Wochentage und Zeiten außerhalb der lokalen Ferien wählen.

Wie kommt man von Deutschland zur Christusstatue Rio de Janeiro?

Reisende aus Deutschland erreichen Rio de Janeiro in der Regel per Flug, meist mit einem Zwischenstopp über europäische oder internationale Drehkreuze. Ab Frankfurt, München, Berlin oder anderen Großflughäfen gibt es regelmäßig Verbindungen. In Rio angekommen, führen Zahnradbahn, offizielle Kleinbusse oder geführte Touren auf den Corcovado. Eine Kombination aus Taxi, App-Diensten und öffentlichen Verkehrsmitteln ist ebenfalls möglich.

Ist ein Besuch für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, ein Besuch der Christusstatue ist grundsätzlich auch für Familien mit Kindern geeignet. Die Wege auf dem Plateau sind überwiegend gut ausgebaut, und die Anreise mit Bahn oder Vans erspart lange, anstrengende Aufstiege. Eltern sollten jedoch auf Sonnenschutz, ausreichend Wasser, gegebenenfalls leichte Regenschutzkleidung und die Sicherheit in der Menschenmenge achten.

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