Choeung Ek, Phnom Penh

Choeung Ek bei Phnom Penh: Gedenkstätte zwischen Massengräbern und Stupa

Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 20:57 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Choeung Ek nahe Phnom Penh in Kambodscha erinnert mit Massengräbern und einer gläsernen Stupa an die Opfer der Roten Khmer und öffnet einen stillen Raum des Gedenkens.

Architektur-Render von Killing Fields Phnom Penh in Phnom Penh, Kambodscha bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Killing Fields Phnom Penh in Phnom Penh Kambodscha, klare Linien, Illustration mit AI erstellt.

Choeung Ek südlich von Phnom Penh in Kambodscha war in den Jahren des Regimes der Roten Khmer ein zentraler Hinrichtungsort und ist heute eine weithin bekannte Gedenkstätte mit Massengräbern und einer markanten Stupa voller Totenschädel.ein ehemaliger Obstgarten und chinesischer Friedhof bildet den Hintergrund für einen Ort, an dem tausende Menschen getötet und in offenen Gruben verscharrt wurden.

Choeung Ek als Schauplatz der Gewalt der Roten Khmer

Choeung Ek liegt im Distrikt Dangkao südlich der Stadt Phnom Penh und war während des Regimes der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 einer der sogenannten Killing Fields, auf denen politische Gegner, vermeintliche Feinde und ganze Familien systematisch ermordet wurden.der Ort wurde zwischen 1977 und 1979 als Hinrichtungsstätte genutzt und diente vor allem zur Exekution von Menschen, die zuvor im berüchtigten Gefängnis S-21 in Phnom Penh verhört und gefoltert worden waren.viele der Opfer kamen aus dem Sicherheitsgefängnis S-21, auch Tuol Sleng genannt

Im Gelände von Choeung Ek sind zahlreiche Vertiefungen im Boden zu erkennen, die auf die ehemaligen Massengräber zurückgehen, in denen nach dem Ende des Regimes die sterblichen Überreste tausender Menschen gefunden wurden.auf dem Gebiet wurden über hundert Massengräber dokumentiert und ein großer Teil davon ist geöffnet worden, während andere bewusst unberührt blieben und mit einfachen Markierungen versehen sind.

Die gläserne Stupa und das Mahnmal des Genozids

Heute prägt eine turmartige buddhistische Stupa mit Acrylglas in den Wänden das Zentrum von Choeung Ek und fungiert als wesentliches Mahnmal für den Genozid in Kambodscha.die Stupa wurde als Gedenkbau errichtet und ist mit mehr als 5.000 Totenschädeln gefüllt die Schädel und Knochen sind im Inneren der Stupa auf mehreren Ebenen angeordnet und durch das Glas von außen sichtbar, was dem Bauwerk eine eindringliche Präsenz verleiht.

Die Stupa steht an einem Punkt, von dem aus sich der Blick über das Gelände mit seinen Gruben, einfachen Stelen und einzelnen Bäumen erstreckt, an denen Hinweise auf konkrete Verbrechen angebracht wurden.eine Beschreibung der Stupa nennt sie ein weißes, mit Fliesen verkleidetes Bauwerk, das die Überreste von fast 9.000 Menschen beherbergt im Bereich rund um die Stupa weisen Tafeln und schlichte Markierungen darauf hin, an welchen Stellen bedeutende Gräber liegen oder besondere Formen der Gewalt dokumentiert wurden.

Gedenken im ehemaligen Obstgarten von Choeung Ek

Das Gelände von Choeung Ek war vor der Zeit der Roten Khmer ein Obstgarten und gleichzeitig ein chinesischer Friedhof, dessen Struktur mit Wegen, Bäumen und Feldstücken sich teilweise bis heute ablesen lässt.nach der Entdeckung des Ortes wurden die Gebeine von mehreren tausend Menschen aus dem Boden geborgen heute ist das Areal in weiten Teilen grasbewachsen, mit einzelnen Bäumen, niedrigen Erdwällen und schlichten Wegen, die zwischen den gekennzeichneten Gruben hindurchführen.

Zwischen den Gräbern und der Stupa finden sich einfache Informationstafeln und Hinweise in mehreren Sprachen, die den Besucherinnen und Besuchern die historischen Zusammenhänge erläutern, ohne die Spuren der Gewalt zu überformen.Berichte über das Gelände schildern die zahlreichen Bodenvertiefungen als ehemalige Gräber von mehr als zehntausend Menschen die Kombination aus ländlicher Umgebung, offenen Erdgruben und dem dominierenden Stupabau macht Choeung Ek zu einem Ort, an dem Landschaft und Architektur untrennbar mit der Erinnerung an den Genozid verbunden sind.

Choeung Ek besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Choeung Ek liegt südlich von Phnom Penh und ist über Straßen im Stadtgebiet mit dem Zentrum verbunden; die Zufahrt führt in den Distrikt Dangkao, wo das Gelände als Gedenkstätte ausgeschildert ist.
  • Im Inneren der Stupa führen schmale Wege entlang der Glasvitrinen, auf denen die Gebeine lagern, während sich das Außengelände über Wege aus festem Boden mit einzelnen Stufen erschließen lässt.
  • In der Umgebung von Choeung Ek liegt das frühere Gefängnis S-21, heute Tuol-Sleng-Museum, in der Stadt Phnom Penh, das oft zusammen mit einem Besuch der Gedenkstätte in Dangkao wahrgenommen wird.
  • Amtssprache ist Khmer, gezahlt wird in Riel.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Choeung Ek auf Social-Media-Plattformen

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Choeung Ek: häufige Fragen

Wo liegt Choeung Ek genau?

Choeung Ek liegt im Distrikt Dangkao südlich von Phnom Penh in Kambodscha und ist über Straßen aus dem Stadtgebiet erreichbar.

Was erleben Besucher bei einem Rundgang durch Choeung Ek?

Besucher begegnen offenen Massengräbern, einfachen Markierungen im Gelände und der zentralen Stupa mit Glaswänden, in deren Innerem tausende Totenschädel und Knochen sichtbar sind.

Wodurch unterscheidet sich Choeung Ek von anderen Erinnerungsorten in Kambodscha?

Choeung Ek verbindet ein ehemaliges landwirtschaftlich genutztes Gelände mit zahlreichen dokumentierten Massengräbern und einer markanten Stupa, die den Genozid im Land besonders konzentriert sichtbar macht.

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