Chocolate Hills Bohol: Das rätselhafte Wahrzeichen der Philippinen
17.06.2026 - 12:40:56 | ad-hoc-news.deIn der Trockenzeit leuchten sie in einem satten Braun, als hätte jemand Kakaopulver über die Landschaft gestreut: Die Chocolate Hills Bohol („Schokoladen-Hügel“) gehören zu den ungewöhnlichsten Naturwundern der Philippinen und sind längst zum Wahrzeichen der Insel Bohol geworden. Hunderte, teils über 1.000 grasbewachsene Kegel erheben sich wie eine Armee perfekt geformter Hügel aus der Ebene – ein Anblick, der viele Besucher spontan an eine Filmkulisse denken lässt.
Chocolate Hills Bohol: Das ikonische Wahrzeichen von Bohol
Die Chocolate Hills Bohol liegen im Inselinneren von Bohol, einer Insel in der Zentralregion der Philippinen, den Visayas. Für die Tourismuswerbung des Landes sind die „Schokoladen-Hügel“ das, was der Eiffelturm für Paris oder das Brandenburger Tor für Berlin ist: ein sofort erkennbares Symbol, das auf unzähligen Broschüren, Plakaten und Social-Media-Posts zu sehen ist.
Je nach Quelle ist die Zahl der Hügel unterschiedlich angegeben, häufig ist von über 1.200 bis zu rund 1.700 einzelnen Hügeln die Rede. Diese geologischen Formationen sind meist konisch oder kuppelförmig, mit Höhen von rund 30 bis etwa 50 Metern, einige gelten als noch höher. In der Regenzeit sind die Hügel saftig grün bewachsen, doch in der Trockenzeit nimmt das Gras eine braune Farbe an – daher die Bezeichnung „Chocolate Hills“.
Im deutschen Sprachraum gelten die Chocolate Hills als natürliches Wahrzeichen der Philippinen und werden häufig als Höhepunkt einer Reise in die Visayas beschrieben. Reiseführer wie Marco Polo oder das ADAC Reisemagazin verorten die Hügel regelmäßig unter den Top-Sehenswürdigkeiten des Landes, internationale Medien und Magazine stellen sie als eine der markantesten Karstlandschaften Südostasiens vor. Offizielle philippinische Tourismusorganisationen bewerten das Gebiet als nationales Naturdenkmal; einige Experten und Umweltorganisationen nennen die Chocolate Hills zudem ein potenzielles Kandidatengebiet für den internationalen Welterbestatus.
Geschichte und Bedeutung von Chocolate Hills
Die Geschichte der Chocolate Hills ist weniger eine menschliche Chronik als eine geologische: Die Hügel sind über sehr lange Zeiträume entstanden. Geologen gehen davon aus, dass es sich um eine Form von Karstlandschaft handelt, also um Gesteinsformationen, die im Laufe von Jahrtausenden durch Erosion und Lösungsvorgänge geformt wurden. Häufig wird darauf verwiesen, dass die Region einst unter dem Meeresspiegel lag und aus kalkhaltigen Ablagerungen von Korallen und Meeresorganismen entstand. Im Laufe geologischer Prozesse hoben sich diese Schichten an, Regen, Grundwasser und chemische Verwitterung formten daraus die heute sichtbaren Hügel.
Für die lokale Bevölkerung und die Kultur der Insel Bohol besitzen die Chocolate Hills eine symbolische Bedeutung, die weit über ihre geologische Besonderheit hinausgeht. In philippinischen und insbesondere in den lokalen bisayanischen Erzähltraditionen gibt es verschiedene Legenden, aus denen sich der Ursprung der Hügel erklären soll. Eine der bekanntesten Geschichten erzählt von zwei Riesen, die sich mit Steinen und Felsen beworfen haben, bis sie erschöpft Frieden schlossen; die zurückgebliebenen Steine und Felsbrocken seien zu den Hügeln geworden. Eine weitere verbreitete Legende berichtet von einem trauernden Riesen, dessen Tränen über verlorene Liebe zu den Hügeln versteinert seien.
Offizielle Regierungsstellen der Philippinen haben die Chocolate Hills als nationales Naturdenkmal eingestuft. Diese Einstufung unterstreicht ihren Schutzstatus im nationalen Recht und betont ihren Wert als Teil des Naturerbes des Landes. Umweltbehörden und Kulturministerien der Philippinen verweisen in ihren Veröffentlichungen darauf, dass die Hügel nicht nur touristisch, sondern auch aus wissenschaftlicher Sicht wertvoll sind, etwa für Geologie und Biologie. Internationale Organisationen und Reiseverlage heben hervor, dass die Chocolate Hills ein einzigartiges Beispiel tropischer Karstlandschaft darstellen.
Für Reisende aus Deutschland ist ein historischer Vergleich hilfreich: Während viele europäische Sehenswürdigkeiten, wie etwa deutsche Schlösser oder romanische Kirchen, klar datierbare Baujahre und Bauherren aufweisen, entzieht sich die Entstehung der Chocolate Hills einer solchen Chronik. Sie sind wesentlich älter als jede mittelalterliche Kathedrale – über geologische Zeiträume entstanden – und illustrieren damit eindrucksvoll, wie langsam Naturformen im tropischen Klima wachsen und erodieren.
Die touristische Bedeutung der Chocolate Hills wuchs vor allem im späteren 20. Jahrhundert. Mit dem Aufkommen des internationalen Tourismus in Südostasien, der besseren Erreichbarkeit der Philippinen über große Flughäfen sowie dem Ausbau des regionalen Flugverkehrs und der Fährverbindungen wurden die Hügel immer bekannter. Die philippinischen Tourismusbehörden bewerben Bohol seit Jahren gezielt als Reiseziel für Naturfreunde und Tauchbegeisterte – mit den Chocolate Hills als ikonischem Kontrapunkt zu den Stränden und Korallenriffen.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Auch wenn es sich bei den Chocolate Hills nicht um Architektur im klassischen Sinn handelt, sprechen viele Reisemagazine von einer „natürlichen Architektur“: Die nahezu regelmäßige Form der Hügel, ihre ähnliche Größe und die dichte Aneinanderreihung erzeugen ein Landschaftsbild, das an ein von Menschen geplantes Land-Art-Projekt erinnert. In der Kunst- und Naturfotografie werden die Hügel oft als Beispiel dafür genannt, wie Natur Formen hervorbringen kann, die geometrischen Mustern und ästhetischen Prinzipien der Architektur erstaunlich nahekommen.
Typisch für die Chocolate Hills ist, dass die Hügel einzeln voneinander stehen und von flacheren Ebenen oder schmalen Senken getrennt sind. Der Bewuchs besteht vor allem aus Gras; größere Bäume finden sich eher in den Zwischenräumen oder am Rand des Gebietes. In der Trockenzeit, die grob von etwa November bis Mai dauert, trocknet das Gras aus und nimmt eine bräunliche Färbung an. In dieser Phase erinnern die Hügel visuell tatsächlich an Schokoladenpralinen oder Kakaohügel, was regelmäßig in Bildbänden und Reiseartikeln hervorgehoben wird.
Offizielle Stellen auf Bohol haben über die Jahre Aussichtspunkte entwickelt, die eine geordnete Besucherlenkung ermöglichen. Besonders bekannt ist der Aussichtspunkt bei Carmen, einem Ort in der Nähe des Zentrums der Hügellandschaft. Dort führen Treppenanlagen zu verschiedenen Plattformen, von denen aus Besucher die Hügellandschaft überblicken können. Der Blick von oben macht deutlich, dass sich die Hügel in Wellen über die Landschaft ziehen, fast wie eingefrorene Wogen eines braunen Meeres.
Internationale Medien wie GEO oder National Geographic (deutschsprachige Ausgaben) beschreiben die Chocolate Hills häufig als ein „surreales“ oder „außerirdisch wirkendes“ Landschaftsphänomen. In einigen Publikationen wird die Szene mit den „Bergen“ eines Miniatur-Gebirges verglichen, während andere Autoren an eine überdimensionale Schachtel Pralinen erinnert werden. Für die philippinische Tourismusorganisation Department of Tourism ist diese Bildhaftigkeit ein zentrales Element in der Vermarktung: Die Hügel symbolisieren zugleich Natürlichkeit, Exotik und eine gewisse spielerische Fantasie, die im Kontrast zu den klassischen Strandbildern vieler Tropenziele steht.
Auch in der Popkultur finden sich Spuren der Chocolate Hills: Sie tauchen immer wieder in Reiseblogs, Fotowettbewerben, Bildbänden über Südostasien und in Social-Media-Kampagnen von Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern auf. Besonders Drohnenaufnahmen haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, den Anblick der Hügellandschaft aus der Vogelperspektive weltweit bekannt zu machen. Kunst- und Fotografieausstellungen mit Fokus auf asiatische Landschaften greifen die Hügel gelegentlich auf, um das Spannungsfeld zwischen natürlicher Ordnung und scheinbar künstlicher Form zu illustrieren.
Für Wissenschaftler stellen die Chocolate Hills eine interessante Mischung aus Geologie, Klima- und Vegetationskunde dar. Die genaue Einordnung der Hügel in bekannte Karsttypen ist Gegenstand fachlicher Diskussion, wobei sich verschiedene geologische Begriffe wie „Kegelkarst“ oder „Cockpit-Karst“ finden. Für Laien ist vor allem wichtig, dass es sich um ein vergleichsweise seltenes Landschaftsbild handelt, das so in Europa nicht vorkommt. Wer etwa den deutschen Mittelgebirgsraum mit seinen bewaldeten Kuppen kennt, wird in Bohol eine ganz andere, für Mitteleuropäer überraschende Ästhetik erleben.
Chocolate Hills Bohol besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Die Chocolate Hills liegen im Inselinneren von Bohol, einer Insel im Zentrum der Philippinen. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel zunächst per Flug zu einem großen internationalen Drehkreuz in Südostasien, etwa Manila oder Cebu. Von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER) oder Düsseldorf (DUS) bestehen vielfältige Umsteigeverbindungen über asiatische Hubs (zum Beispiel via Doha, Singapur, Dubai oder Istanbul). Direktflüge ohne Umstieg von Deutschland auf die Philippinen sind selten und können je nach Jahreszeit variieren; häufig ist mindestens ein Zwischenstopp nötig.
Von Manila oder Cebu aus geht es mit einem Inlandsflug zum Flughafen der Insel Bohol (Panglao International Airport). Alternativ bestehen Fährverbindungen, besonders zwischen Cebu City und Bohol. Auf der Insel selbst erreicht man die Chocolate Hills am häufigsten per organisiertem Tagesausflug, per Mietwagen mit Fahrer oder per Motorrad/Tricycle. Die Fahrt vom touristischen Zentrum Panglao Island oder von Tagbilaran City ins Landesinnere zum Aussichtspunkt bei Carmen dauert je nach Verkehr etwa 1,5 bis 2 Stunden. - Öffnungszeiten
Die Aussichtspunkte der Chocolate Hills, insbesondere der bekannte Viewpoint in Carmen, sind in der Regel tagsüber geöffnet. Genaue Öffnungszeiten können sich jedoch ändern, etwa durch Wetterbedingungen, Feiertage oder lokale Veranstaltungen. Es empfiehlt sich, kurz vor dem Besuch die aktuell kommunizierten Zeiten bei lokalen Tourismusinformationen, Hotels oder der offiziellen Destinationswebsite zu prüfen. Formulierungen wie „von morgens bis in den späten Nachmittag“ geben eine grobe Orientierung, ersetzen aber nicht die tagesaktuelle Kontrolle. Wer Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang erleben möchte, sollte bei Touranbietern nach speziell darauf abgestimmten Touren fragen. - Eintritt
Für den Besuch der offiziellen Aussichtspunkte wird üblicherweise ein Eintritts- oder Parkgebühr erhoben. Die konkrete Höhe kann sich jedoch ändern und ist von verschiedenen Faktoren wie lokalen Entscheidungen oder Infrastrukturmaßnahmen abhängig. Da verlässliche, doppelt bestätigte, zeitunabhängige Beträge schwer zu garantieren sind und Wechselkurse schwanken, ist es sinnvoll, von einem moderaten Eintritt in lokaler Währung auszugehen. Reisende sollten kleinere Scheine und Münzen in philippinischen Pesos (PHP) dabeihaben. Als grobe Orientierung kann man davon ausgehen, dass Eintrittsgebühren in dieser Art Sehenswürdigkeit für internationale Gäste meist im unteren einstelligen Euro-Bereich liegen, exakte Summen sollten jedoch kurz vor der Reise recherchiert werden. - Beste Reisezeit
Grundsätzlich sind die Chocolate Hills das ganze Jahr über zu besuchen. Das tropische Klima der Philippinen kennt jedoch eine ausgeprägte Regen- und Trockenzeit. Für die „Schokoladen“-Optik ist die Trockenzeit besonders interessant, wenn das Gras auf den Hügeln austrocknet und braun wird. Typischerweise fällt diese Phase ungefähr in die Monate von etwa November bis Mai, wobei regionale und jahresabhängige Schwankungen normal sind. In der Regenzeit, ungefähr von Juni bis Oktober, sind die Hügel leuchtend grün – ebenfalls eindrucksvoll, aber weniger „schokoladig“.
Für Besucher aus Deutschland bietet sich eine Reise in den europäischen Wintermonaten an: Zwischen Dezember und Februar entkommen Reisende dem kalten Wetter zuhause und erleben auf Bohol meist warme Temperaturen jenseits der 25 °C. Die ideale Tageszeit für den Besuch der Chocolate Hills ist der frühe Morgen oder der spätere Nachmittag. Dann ist das Licht weicher, die Temperaturen sind etwas angenehmer und der Andrang an Besuchern kann geringer sein als in der Mittagshitze. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotos
Auf den Philippinen sind Englisch und Filipino (Tagalog) offizielle Sprachen. Auf Bohol wird zudem eine lokale Sprache (Cebuano/Bisaya) gesprochen. Englisch ist in touristischen Bereichen, Hotels, bei Veranstaltern und häufig auch bei Fahrern gut verständlich. Deutschkenntnisse sind eher selten, weshalb grundlegende Englischkenntnisse für eine Reise von Vorteil sind.
Bei der Bezahlung ist Bargeld in philippinischen Pesos (PHP) sehr wichtig, insbesondere in ländlichen Regionen wie dem Inselinneren von Bohol. In gehobenen Hotels und größeren Restaurants werden Kreditkarten (Visa, Mastercard) meist akzeptiert, im Bereich der Chocolate Hills und bei kleineren Anbietern dominieren jedoch Barzahlungen. Mobile-Payment-Lösungen sind im urbanen Raum zwar verbreitet, für ausländische Reisende aber nicht immer unkompliziert nutzbar. Euro können in Banken oder offiziellen Wechselstuben getauscht werden; direkte Bezahlung in Euro ist üblichweise nicht möglich.
Trinkgeld ist auf den Philippinen nicht so stark institutionalisiert wie in einigen anderen Ländern, dennoch freuen sich Dienstleister wie Fahrer, Guides oder Restaurantpersonal über kleinere Anerkennungen. In Restaurants werden oft 5 bis 10 Prozent als angemessen betrachtet, wenn kein Servicezuschlag berechnet wurde. Bei geführten Touren ist ein Trinkgeld für den Guide üblich und wird häufig am Ende der Tour diskret übergeben.
Beim Besuch der Chocolate Hills empfiehlt sich leichte, luftige Kleidung, Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme) und festes Schuhwerk oder zumindest rutschfeste Sandalen. Die Wege zu den Aussichtspunkten können Treppen und Anstiege umfassen, und in der tropischen Hitze kommt man schnell ins Schwitzen. Ein Regenschutz ist besonders in den Übergangszeiten ratsam. Beim Fotografieren gelten allgemeine Rücksichtnahme und die örtlichen Anweisungen: Drohnenflüge können eingeschränkt oder genehmigungspflichtig sein; Hinweise vor Ort sollten beachtet werden. - Einreisebestimmungen und Gesundheitsvorsorge
Für deutsche Staatsbürger gelten für die Philippinen gesonderte Einreisebestimmungen. Die Bedingungen können sich ändern, etwa hinsichtlich Visumfreiheit, Aufenthaltsdauer oder Nachweis von Rück- bzw. Weiterflugtickets. Deutsche Reisende sollten daher vor Buchung und Abflug die aktuellen Einreisehinweise und Sicherheitsempfehlungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu gegebenenfalls empfohlenen Impfungen, Sicherheitslage, Naturgefahren und zu Besonderheiten bei der Einreise.
Da die Philippinen außerhalb der Europäischen Union liegen, gilt die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) dort nicht. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung, inklusive Rücktransport nach Deutschland, ist dringend zu empfehlen. Auch sollte berücksichtigt werden, dass in tropischen Regionen andere Gesundheitsrisiken bestehen als in Mitteleuropa. Neben Standardimpfungen werden für bestimmte Regionen je nach Reisedauer unter Umständen weitere Impfungen oder Vorsorgemaßnahmen empfohlen; hierzu beraten Tropeninstitute und reisemedizinisch erfahrene Ärzte. - Zeitzone
Die Philippinen liegen in der Zeitzone Philippine Time (PHT), die in der Regel 7 Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) liegt. In der mitteleuropäischen Sommerzeit verkleinert sich der Unterschied auf 6 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es auf Bohol während der MEZ meist 19:00 Uhr abends. Diese Zeitdifferenz sollten Reisende bei der Planung von Flügen, Hotel-Check-ins und Ausflügen bedenken.
Warum Chocolate Hills auf jede Bohol-Reise gehört
Für viele Besucher ist der Moment, in dem sich der Blick von der Aussichtsplattform über Dutzende oder Hunderte der Hügel öffnet, einer der eindrücklichsten Augenblicke ihrer gesamten Philippinen-Reise. Die Kombination aus der Regelmäßigkeit der Formen, der weiten Sicht und dem Wissen um die lange geologische Geschichte erzeugt ein starkes Gefühl von Staunen. In einer Welt, in der viele touristische Attraktionen menschengemacht sind, wirken die Chocolate Hills wie ein Manifest der Natur – fast so, als habe die Erde selbst ein Monument geschaffen.
Reisemagazine und etablierte Verlage betonen immer wieder, dass Bohol nicht nur aus den Chocolate Hills besteht: Die Insel ist auch für Strände, Tauchgebiete, Flusslandschaften und die Beobachtung von Koboldmakis (Tarsieren) bekannt. Trotzdem bleiben die Hügel eine Art Fixpunkt im Reiseverlauf. Viele Rundreisen durchs Land – sei es individuell oder als Pauschalangebot – bauen den Besuch der Chocolate Hills als Höhepunkt ein. Für deutsche Reisende, die einen Mix aus Strand, Naturerlebnis und kultureller Vielfalt suchen, ist Bohol mit den Chocolate Hills eine naheliegende Wahl.
Wer von Europa aus anreist, nimmt meist eine längere Flugzeit und mindestens einen Umstieg in Kauf. Dennoch gilt die Region inzwischen als gut erschlossen: Internationale Fluggesellschaften, philippinische Airlines und Fährbetreiber ermöglichen eine verhältnismäßig reibungslose Weiterreise in die Visayas. Vor Ort sorgen eine wachsende Zahl an Unterkünften in verschiedenen Preisklassen sowie Touranbieter dafür, dass auch Reisende, die sich nicht selbst um jedes Detail kümmern möchten, unkompliziert einen Ausflug zu den Chocolate Hills buchen können.
Aus deutscher Perspektive ist die Hügellandschaft auch ein Lehrstück, wie unterschiedlich Geografie und Natur im Vergleich zum heimischen Mitteleuropa sein können. Während im Alpenraum massive, zerklüftete Gebirgszüge dominieren und in den deutschen Mittelgebirgen Wälder und Felsen auftreten, wirken die gleichmäßig geformten Hügel von Bohol fast künstlich harmonisch. Dieser Kontrast macht den Besuch besonders reizvoll, gerade für Reisende, die bereits viele klassische Gebirgslandschaften gesehen haben.
Darüber hinaus lassen sich die Chocolate Hills gut mit anderen Erlebnissen auf Bohol kombinieren: Eine typische Tagesroute beinhaltet etwa eine Fahrt durch Reisfelder und Dörfer, einen Stopp an einem Fluss für eine Bootstour, den Besuch eines Tarsier-Schutzgebiets und schließlich den Aufstieg zur Aussichtsplattform. Auf diese Weise entsteht ein abwechslungsreicher Tag – mit Einblicken in ländliches Alltagsleben, tropische Natur und ein weltweit einzigartiges Landschaftsphänomen.
Chocolate Hills Bohol in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien wie YouTube, Instagram, TikTok oder Bildplattformen werden die Chocolate Hills Bohol häufig mit spektakulären Panoramaaufnahmen, Drohnenvideos und Zeitraffer-Sequenzen präsentiert. Reisende teilen ihre Eindrücke von Sonnenaufgängen, von Nebelschwaden, die morgens über den Hügeln hängen, oder von dramatischen Wolkenformationen über der Landschaft. Hashtags rund um die Chocolate Hills sind ein fester Bestandteil vieler Philippinen-Reiseberichte und machen die Hügel zu einem visuellen Fixpunkt auf der digitalen Landkarte von Südostasien.
Chocolate Hills Bohol — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Chocolate Hills Bohol
Wo liegen die Chocolate Hills Bohol genau?
Die Chocolate Hills befinden sich im Inselinneren der Insel Bohol in den zentralen Philippinen (Visayas). Sie liegen verteilt über mehrere Gemeinden, besonders bekannt ist der Aussichtspunkt bei Carmen, der von Tagbilaran City und Panglao Island aus in rund 1,5 bis 2 Stunden mit dem Auto erreichbar ist.
Wie sind die Chocolate Hills entstanden?
Geologen gehen davon aus, dass die Chocolate Hills aus kalkhaltigen Ablagerungen entstanden, die sich einst unter dem Meer gebildet haben. Durch Hebung der Erdkruste, Erosion und chemische Verwitterung in einem tropischen Karstsystem formten sich die heute sichtbaren, kuppelförmigen Hügel. Ihre genaue Einordnung in bekannte Karsttypen ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion, für Besucher ist vor allem die einzigartige Formensprache bemerkenswert.
Wann ist die beste Zeit, um die Chocolate Hills zu besuchen?
Für die typische „Schokoladen“-Färbung eignet sich die Trockenzeit, grob von November bis Mai. In dieser Zeit nimmt das Gras auf den Hügeln eine braune Färbung an. In der Regenzeit sind die Hügel intensiv grün, was ebenfalls sehr attraktiv aussieht. Als Tageszeit empfehlen sich frühe Morgenstunden oder der späte Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und die Temperaturen etwas niedriger sind.
Wie komme ich als Reisender aus Deutschland zu den Chocolate Hills?
Von Deutschland aus fliegt man meist mit mindestens einem Umstieg nach Manila oder Cebu. Von dort geht es per Inlandsflug oder Fähre nach Bohol. Auf Bohol erreichen Sie die Chocolate Hills per organisierter Tour, Taxi mit Fahrer, Mietwagen oder lokalem Transport. Viele Hotels bieten Ausflüge an oder vermitteln Kontakte zu zuverlässigen Anbietern.
Welche Besonderheiten sollte ich bei einem Besuch beachten?
Die Region ist tropisch heiß, daher sind Sonnenschutz, ausreichend Wasser und leichte Kleidung wichtig. Bargeld in philippinischen Pesos ist notwendig, da Kartenzahlung außerhalb größerer Einrichtungen nicht immer möglich ist. Zudem sollten Besucher Rücksicht auf die Natur nehmen, markierte Wege nicht verlassen und Hinweise der lokalen Behörden – etwa zu Sicherheit, Fotoregeln oder Wetterbedingungen – beachten.
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