Chan Chan erhält am 20. Oktober einen Inklusionspreis
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 10:39 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSAuszeichnung für zugängliches Kulturerbe
- Das Programm Chan Chan para Todos erhielt am 20. Oktober 2026 einen nationalen Inklusionspreis.
- Im Museum und im Ensemble Nik An ermöglichten 27 Führungen und 48 Workshops neue Zugänge.
- Chan Chan gehört seit 1986 zum UNESCO-Welterbe und steht zugleich auf der Gefahrenliste.
Chan Chan hat am 20. Oktober 2026 in Trujillo einen nationalen Inklusionspreis für das Programm Chan Chan para Todos erhalten. Die Auszeichnung würdigt neue Zugänge zu einem archäologischen Ort, der auch für Menschen mit Behinderungen und ältere Besucher erfahrbar werden soll.
Das peruanische Kulturministerium meldete den Erfolg in der Kategorie Kunst und Kultur des sechsten Wettbewerbs für inklusive Verwaltungspraktiken. Organisiert wurde die Auszeichnung vom Nationalen Rat für die Integration von Menschen mit Behinderungen, CONADIS.
Das Programm des Projekts für den archäologischen Komplex Chan Chan erreichte nach Angaben des Ministeriums 1.107 Menschen. Dazu gehörten 335 Menschen mit Behinderungen und 772 ältere Menschen. Die Meldung des Kulturministeriums nennt 27 zugängliche Führungen und 48 praktische Workshops. Die Preisverleihung fand in Lima im Auditorium des Arbeitsministeriums statt.
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Chan Chan verbindet Denkmalschutz mit Barrierefreiheit
Die ausgezeichnete Initiative bezieht das Museum der Stätte und das ummauerte Ensemble Nik An ein. Für Besucher stehen unter anderem Rampen, zugängliche Sanitäranlagen, Videos in Gebärdensprache sowie Nachbildungen archäologischer Elemente mit Reliefs und Braille-Informationen bereit.
Ein taktiles Wandbild vermittelt Ikonografie der Chimú. Hinzu kommen ein Workshopraum, didaktische Materialien und Bereiche zur emotionalen Selbstregulation. Für Menschen im Autismus-Spektrum gibt es Modellierkurse mit Motiven der Chimú-Kultur.
Damit verbindet der aktuelle Preis eine konkrete Veränderung des Besuchserlebnisses mit der Erhaltung des Ortes. Die Agentur Andina berichtet, dass die Angebote auch sensorische Erfahrungen und angepasste Wege umfassen.
Chan Chan ist seit 1986 Welterbe in Peru
Die Anlage liegt im Bezirk Huanchaco in der Provinz Trujillo. Chan Chan war die Hauptstadt des Chimú-Reichs und zählt zu den bedeutenden historischen Lehmarchitekturen Südamerikas.
Die UNESCO nahm den Ort 1986 in die Welterbeliste auf. Im selben Jahr wurde Chan Chan auch in die Liste des gefährdeten Welterbes aufgenommen. Die neue Anerkennung richtet den Blick deshalb nicht nur auf die Baudenkmäler, sondern auch auf die Frage, wie unterschiedliche Besuchergruppen sie erreichen und verstehen können.
Chan Chan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der Anlass ist die Verleihung des Inklusionspreises am 20. Oktober 2026 an das Programm Chan Chan para Todos.
- Die zugänglichen Angebote betreffen das Museum der Stätte und das ummauerte Ensemble Nik An, darunter Rampen, Braille-Informationen und sensorische Elemente.
- Der Ort liegt im Bezirk Huanchaco in der Provinz Trujillo in Peru.
- Für die Anreise aus Deutschland gelten die jeweiligen Einreisebestimmungen; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Chan Chan auf Social-Media-Plattformen
Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Chan Chan.
Chan Chan: häufige Fragen
Was hat sich am Chan Chan geändert?
Das Programm Chan Chan para Todos wurde am 20. Oktober 2026 mit einem nationalen Inklusionspreis ausgezeichnet. Es bietet unter anderem Rampen, Braille-Informationen, sensorische Elemente und angepasste Führungen.
Was ist Chan Chan?
Chan Chan war die Hauptstadt des Chimú-Reichs und ist eine archäologische Lehmstadt in der Region Trujillo. Die UNESCO nahm den Ort 1986 in die Welterbeliste auf.
Wo liegt Chan Chan und wie kommt man hin?
Die Anlage liegt im Bezirk Huanchaco in der Provinz Trujillo in Peru. Für die konkrete Anreise müssen Reisende den Ausgangsort und die aktuellen Verkehrsangebote berücksichtigen.

