Centro Historico de Lima: koloniales Herz von Peru
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 10:53 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Centro Historico de Lima ist das koloniale Herz der peruanischen Hauptstadt Lima und bewahrt in seinen Straßen und Plätzen die Geschichte der einstigen „Ciudad de los Reyes“, die Francisco Pizarro im Januar 1535 gründete.
Centro Historico de Lima als koloniales Stadtgefüge
Das historische Zentrum von Lima bildet den ältesten Stadtteil der Metropole und umfasst die beiden Distrikte Lima und Rímac im Tal des Flusses Rímac, wo die spanische Neugründung der Stadt angelegt wurde.Historisches Stadtzentrum Die Anlage folgt einem rechtwinkligen Raster, das als „Damero de Pizarro“ bezeichnet wird und sich an den Gründungsanweisungen von König Karl I. von Spanien für Städte in der Neuen Welt orientiert.Damero de Pizarro Rund um das Netz aus Straßen und Blocks stehen zahlreiche Häuser und öffentliche Gebäude aus der Kolonialzeit und der frühen Republik mit gemauerten Fassaden und markanten Holzbalkonen.
Im Zentrum des Stadtgefüges liegt die Plaza Mayor, auch Plaza de Armas genannt, die bei der Stadtgründung am 18. Januar 1535 als Mittelpunkt der neuen Hauptstadt festgelegt wurde.Plaza Mayor von Lima Von dieser quadratischen Plaza aus wurde das Raster der Straßen abgesteckt, die Grundstücke an die Eroberer verteilt und die Entwicklung der Stadt organisiert. Die Plaza war über Jahrhunderte Markt, Schauplatz von Prozessionen, Festen und öffentlichen Ereignissen und ist bis heute der wichtigste städtische Raum im Centro Historico de Lima.
Koloniale Architektur und städtische Monumente
Das Centro Historico de Lima ist geprägt von einer dichten Konzentration kolonialer und republikanischer Bauwerke, zu denen Paläste, Kirchen, Klöster und Bürgerhäuser gehören, deren Fassaden vielfach noch die Architektur des 17. und 18. Jahrhunderts zeigen.Koloniale Bausubstanz Besonders auffällig sind die großen Gebäude rund um die Plaza Mayor: der Regierungspalast als Sitz des Präsidenten, die Kathedrale von Lima und das Erzbischöfliche Palais. Sie bilden zusammen ein Ensemble, in dem sich die politische und kirchliche Macht der spanischen Kolonialzeit spiegelt.
Unter den kirchlichen Anlagen ragt der Konvent San Francisco de Lima hervor, der als eines der vollständigsten Klosterensembles des kolonialen Amerika gilt und mit seiner Kirche, Kreuzgänge und Nebengebäuden einen eigenen Komplex innerhalb des Zentrums bildet.Konvent San Francisco de Lima Zahlreiche Häuser im Zentrum tragen an ihren Fassaden schwarz-weiße Kennzeichen, die auf ihren Status als denkmalgeschützte Gebäude innerhalb des Weltkulturerbes hinweisen.UNESCO-Markierungen Charakteristisch für viele Wohn- und Geschäftshäuser sind vorkragende Holzbalkone, die über die Straßen ragen und dem Stadtbild ein eigenes Gesicht geben.
UNESCO-Welterbe und historische Bedeutung
Bereits 1972 wurde der zentrale Bereich von Lima, einschließlich des klassisch angelegten Rasters, durch eine staatliche Entscheidung als Monumentalzone unter Schutz gestellt.Monumentalzone 1988 kam die Aufnahme des Centro Historico de Lima als Kulturerbestätte in die Liste des UNESCO-Welterbes hinzu, mit der Begründung, dass das Zentrum beispielhaft für die Architektur und Stadtentwicklung einer spanischen Kolonialstadt von großer politischer und wirtschaftlicher Bedeutung in Lateinamerika steht.UNESCO-Welterbeliste Später wurden die Grenzen des geschützten Bereichs erweitert, sodass heute ein größerer Teil der historischen Bausubstanz unter dem Schutzstatus steht.Erweiterter Schutzbereich
Die historische Bedeutung des Zentrums reicht von der Gründung der Kolonialhauptstadt über die Zeit des Vizekönigtums bis in die Unabhängigkeitsbewegung. Auf der Plaza Mayor verkündete José de San Martín 1821 die Unabhängigkeit Perus, und die Stadt war über Jahrhunderte Sitz der Verwaltung des Vizekönigreichs Peru.Unabhängigkeitserklärung Das Centro Historico de Lima vereint damit Gründungsort, Regierungssitz, kirchliches Zentrum und Schauplatz politischer Veränderungen in einem zusammenhängenden Stadtgebiet.
Centro Historico de Lima besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das historische Zentrum liegt im zentralen Bereich von Lima am Fluss Rímac und ist über die großen Ausfallstraßen sowie den internationalen Flughafen von Lima mit städtischen Verkehrsmitteln erreichbar.
- Innerhalb des Centro Historico de Lima sind viele Straßen und Plätze nur zu Fuß gut erfahrbar, und einige Gebäude wie Türme und Kirchen erreichen Besucher über Treppen mit mehreren Absätzen.
- In der Umgebung des Zentrums liegen weitere Stadtviertel von Lima sowie der Distrikt Rímac, der über Brücken über den Rímac mit der historischen Kernzone verbunden ist.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Peruanischen Sol.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Centro Historico de Lima auf Social-Media-Plattformen
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Centro Historico de Lima: häufige Fragen
Wo liegt das Centro Historico de Lima?
Das Centro Historico de Lima liegt im zentralen Teil der Stadt Lima im Tal des Flusses Rímac und umfasst Gebiete in den Distrikten Lima und Rímac.
Was bietet ein Besuch im Centro Historico de Lima?
Ein Besuch führt durch koloniale Straßenzüge mit der Plaza Mayor, Regierungs- und Kirchenbauten, Klosteranlagen wie San Francisco und zahlreichen historischen Wohnhäusern mit Holzbalkonen.
Was kennzeichnet das Centro Historico de Lima besonders?
Besonders kennzeichnend sind die koloniale Stadtstruktur mit dem rechtwinkligen Straßenraster, die hohe Dichte denkmalgeschützter Gebäude und der Status als UNESCO-Welterbe.
