Cathedrale Notre-Dame de Chartres: gotisches Licht und steinerne Höhe
Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 08:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Cathedrale Notre-Dame de Chartres erhebt sich über der Stadt Chartres in Frankreich und gilt als Musterbeispiel der klassischen französischen Gotik. Der heutige Bau entstand nach einem großen Brand von 1194 im frühen 13. Jahrhundert und wurde im Jahr 1260 feierlich eingeweiht, womit er zu den frühen großen gotischen Kathedralen gehört.
Cathedrale Notre-Dame de Chartres: Turmfront und hochgotisches Raumgefüge
Die Westfront von Cathedrale Notre-Dame de Chartres zeigt ein charakteristisches Ensemble aus einer breiten Fassade und zwei unterschiedlich gestalteten Türmen, die sich deutlich über die Dächer von Chartres erheben. Der südliche Turm geht in seinen unteren Teilen auf die Zeit ab 1134 zurück und trägt eine romanische Spitze, während der nördliche Turm im 16. Jahrhundert eine reich verzierte, spätgotische Helmform erhielt; die Türme erreichen Höhen von über 100 Metern und bilden eines der bekanntesten Turmpaare der europäischen Gotik.Die beiden unterschiedlich hohen Turmspitzen sind schon aus der Umgebung sichtbar und geben der Kathedrale ihr unverwechselbares Profil.
Der Baukörper von Cathedrale Notre-Dame de Chartres entstand nach dem Brand von 1194 im Rahmen eines raschen Wiederaufbaus, der große Teile der heutigen Mauern und Gewölbe innerhalb weniger Jahrzehnte schuf. Die Kathedrale gehört zur klassischen Hochgotik Frankreichs und gilt als eines der vollständigsten Beispiele dieser Bauweise, weil Fassadenplastik, Maßwerk und Steindach zusammen mit der großen Krypta und den Glasfenstern in ungewöhnlichem Umfang erhalten blieben.Chartres Cathedral ist als herausragendes Werk der frühen 13. Jahrhunderts Architektur in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen worden.
Glasmalereien und das „Blaue“ von Chartres
Das Innere von Cathedrale Notre-Dame de Chartres ist besonders durch seine Glasmalereien geprägt, die aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammen und eine zusammenhängende Bildausstattung in den hohen Fenstern des Langhauses und der Umgangschöre bilden.Die Glasfenster bedecken eine Fläche von mehreren tausend Quadratmetern und zeigen Szenen aus der Bibel, das Leben von Heiligen und Darstellungen mittelalterlicher Berufe, sodass Besucher in den Fenstern eine dichte Bildwelt der Entstehungszeit erkennen können.
Berühmt ist Cathedrale Notre-Dame de Chartres für eine bestimmte Farbwirkung der Glasmalerei, die als „Blau von Chartres“ beschrieben wird und vor allem in den Fenstern des frühen 13. Jahrhunderts zu sehen ist. Die hohen Fenster des Hauptschiffs sind durch gotische Maßwerke gegliedert und lassen farbiges Licht in den Innenraum, während unter ihnen ein Kranz aus kleineren Fenstern mit Figurenzyklen verläuft; die Kombination aus steinernem Strebewerk und großen Glasfeldern gilt als exemplarisch für die Hochgotik in Frankreich.Die Kathedrale Notre-Dame de Chartres ist als klassisch gotische Kirche bekannt, deren Glasmalereien in ungewöhnlicher Dichte erhalten sind.
Krypta, Labyrinth und Bildprogramm
Unter dem Chor von Cathedrale Notre-Dame de Chartres liegt eine weitläufige Krypta, deren große Teile auf einen Vorgängerbau aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts zurückgehen und die den Neubau des 13. Jahrhunderts mit einem älteren Untergeschoss verbinden.Die Hauptkrypta entstand zwischen 1020 und 1024 unter Bischof Fulbert und ist als einer der größten unterirdischen Räume einer französischen Kathedrale bekannt. Im Fußboden des Langhauses ist ein steinernes Labyrinth eingelassen, das Gläubige in der Vergangenheit als Wegsymbol nutzten und das heute als charakteristisches Merkmal des Innenraums gilt.
Die Skulpturen an den Portalen von Cathedrale Notre-Dame de Chartres zeigen ein reiches Programm aus Figuren der Bibel, Darstellungen von Königen und Propheten sowie Szenen aus dem Leben Christi. Besonders die Königsportale an der Westfassade gelten als frühe Beispiele hochgotischer Figurenkunst, in denen die Gestalten in langen Gewändern und mit ruhigen Gesichtszügen dargestellt sind; zusammen mit den Glasfenstern bilden sie ein umfassendes ikonographisches Programm, das die Rolle der Kathedrale als Lehrort des Glaubens im Mittelalter sichtbar macht.Die Kathedrale von Chartres gilt als „Urbild“ einer klassischen gotischen Kathedrale Frankreichs, in der Bauform und Bildschmuck eng miteinander verbunden sind.
Cathedrale Notre-Dame de Chartres besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Cathedrale Notre-Dame de Chartres steht im Zentrum von Chartres südwestlich von Paris, erreichbar über die Bahnverbindung zwischen Paris und Chartres und von dort zu Fuß von den Bahnhöfen der Stadt.
- Der Zugang zu den Türmen führt über Treppen mit vielen Stufen, deren Aufstieg eine gute Trittsicherheit erfordert und wegen der Höhe der Türme eine spürbare Steigung mit sich bringt.
- Die Krypta liegt unter dem Chor und ist über Innenwege mit einigen Stufen erreichbar, sodass der Besuch im Untergeschoss eine gewisse Orientierung im Innenraum voraussetzt.
- Im Bereich der Kathedrale fällt der Höhenunterschied zwischen dem höher gelegenen Bau und der darunterliegenden Altstadt auf, sodass Wege rund um das Gebäude stellenweise deutlich ansteigen.
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Cathedrale Notre-Dame de Chartres: häufige Fragen
Wo liegt Cathedrale Notre-Dame de Chartres?
Cathedrale Notre-Dame de Chartres steht im Zentrum der Stadt Chartres im Département Eure-et-Loir in Frankreich, südwestlich von Paris.
Was bietet ein Besuch in Cathedrale Notre-Dame de Chartres?
Ein Besuch führt durch einen hochgotischen Innenraum mit großen Glasfenstern, einer weitläufigen Krypta und reich skulptierten Portalen sowie über Wege mit Blick auf die unterschiedlichen Turmspitzen.
Was kennzeichnet Cathedrale Notre-Dame de Chartres besonders?
Besonders kennzeichnend sind die klassische gotische Bauweise mit asymmetrischem Turmpaar, die umfangreichen Glasmalereien des 12. und 13. Jahrhunderts und die Aufnahme als UNESCO-Welterbe.
