Catedral de Sal de Zipaquira, Zipaquira

Catedral de Sal de Zipaquira: unterirdische Salzräume voller Licht und Kreuzwege

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 14:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Catedral de Sal de Zipaquira führt tief unter Zipaquira in Kolumbien durch aus dem Salzberg geschlagene Kreuzwege, Kapellen und Hallen mit besonderer Atmosphäre.

Architektur-Render von Salzkathedrale Zipaquira in Zipaquira, Kolumbien bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Salzkathedrale Zipaquira in Zipaquira Kolumbien, klare Linien und neutrales Tageslicht, Illustration mit AI erstellt.

Die Catedral de Sal de Zipaquira in Kolumbien ist eine unterirdische Kirche, die in die Stollen eines Salzberges bei Zipaquira hineinragt und Besucher durch in Salz gehauene Gänge, Kapellen und große Räume führt. Die heutige Anlage gehört zu einem aktiven Salzbergwerk und geht auf eine Neugestaltung aus den frühen 1990er Jahren zurück, bei der der Architekt Roswell Garavito Pearl eine neue Kathedrale im Inneren des Berges entwarf und sie 1995 eröffnet wurde.

Unterirdische Kirche im Salzberg von Zipaquira

Die Catedral de Sal de Zipaquira liegt in einem Halitberg nahe der Stadt Zipaquira im Departamento Cundinamarca und nutzt Stollen eines Salzbergwerks, das bis in die Zeit der präkolumbischen Muisca zurückreicht.ein halite mountain nahe Zipaquira Schon lange vor dem Bau der ersten Kirche wurde das Salz hier gewonnen, und die Muisca nutzten den Rohstoff als eine ihrer wirtschaftlichen Grundlagen.Mines der Muisca seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. Der heutige Kirchenraum liegt nach den verfügbaren Angaben ungefähr 200 Meter unter der Oberfläche und damit deutlich tiefer als die frühere Kathedrale aus den 1950er Jahren, die weiter oben im Berg angelegt war.rund 200 Meter unter Tage

Die Geschichte des Ortes als Kultstätte im Bergwerk reicht in das 20. Jahrhundert zurück, als Bergleute in den Stollen zunächst eine einfache Kapelle einrichteten und daraus ab 1950 eine „alte“ Kathedrale entwickelten, deren Bau am 7. Oktober 1950 begann und die am 15. August 1954 eingeweiht wurde.Bau der alten Kathedrale 1950 bis 1954 Diese frühe Kathedrale wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen, bevor Anfang der 1990er Jahre der Berg für die heute sichtbare Kirche weiter ausgeschlagen und die neuen unterirdischen Räume in größerer Tiefe geschaffen wurden.Schließung der alten Kirche und Neubau in den 1990er Jahren

Architektur im Salz: Kreuzweg, Schiffe und Kuppelräume

Die heutige Catedral de Sal de Zipaquira ist als römisch-katholischer Kirchenraum gestaltet, auch wenn sie ohne eigenen Bischof nicht den Status einer Diözesankathedrale besitzt.kein eigener Bischof Die Gestaltung wird Roswell Garavito Pearl zugeschrieben, dessen Entwurf 1990 aus einem Wettbewerb der Sociedad Colombiana de Arquitectos hervorging und dessen Ausführung von dem Ingenieur Jorge Enrique Castelblanco begleitet wurde.Entwurf durch Roswell Garavito Pearl Die neuen Räume liegen etwa 60 Meter tiefer als die frühere Kathedrale, und die Bauarbeiten dauerten von 1991 bis 1995, bevor die Kirche im selben Jahr für den Publikumsverkehr eröffnet wurde.Baubeginn 1991 und Eröffnung 1995

Die Architektur folgt der Typologie eines Längsbaus mit Seitenschiffen, ist aber vollständig in das Salz des Berges geschlagen. Schon der Zugang führt durch einen langen Tunnel, aus dessen Wänden sich Kreuzzeichen und Reliefs herausarbeiten. Entlang dieses Weges sind in den Fels mehrere Stationen eines Kreuzwegs hintereinander angeordnet, die jeweils in eigene, aus dem Berg herausgearbeitete Nischen oder kleine Kapellen führen und christliche Symbole sowie schlichte Salzskulpturen zeigen.Drei Hauptbereiche mit Viacrucis, Kuppel und Hauptschiffen Dahinter öffnet sich der Zentralraum der Kirche mit einem hohen, in den Berg geöffneten Gewölbe, in dem sich die eigentlichen Kirchenschiffe mit einem Hauptaltar im Fels, einem großen Kreuz aus Salz und seitlichen Kapellen aneinanderreihen.

Religiöser Ort im Salzberg mit langer Bergbaugeschichte

Die Catedral de Sal de Zipaquira ist als unterirdische Kirche ein Ort katholischer Frömmigkeit, zugleich aber Teil eines Bergwerks, dessen Nutzung als Salzlager weit über die Kolonialzeit hinausreicht. Die Ausbeutung der Salzlager durch die Muisca ist seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. belegt und macht Zipaquira zu einem frühen Zentrum des Salzbergbaus in den östlichen Anden Kolumbiens.Ausbeutung der Salzlager seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Berg industriell genutzt, wobei im Laufe der Zeit mehrere Stollen und große Hohlräume entstanden, die später für die religiöse Nutzung angepasst, bearbeitet und erweitert wurden.Bergbau seit dem frühen 19. Jahrhundert

Die heutige Anlage ist aus dieser Geschichte hervorgegangen und nimmt in der Bergbau- und Religionsgeschichte Kolumbiens einen besonderen Platz ein. Schon die „alte“ Kathedrale aus den 1950er Jahren wurde mit politischer Unterstützung auf der Basis eines kleinen, von Bergleuten eingerichteten Heiligtums geschaffen, doch erst der Neubau von 1991 bis 1995 schuf einen eigenständigen Kirchenraum in größerer Tiefe, dessen Architektur nicht mehr im laufenden Abbaugebiet liegt.Neubau außerhalb des aktiven Abbaus Die heutige Catedral de Sal de Zipaquira verbindet damit die lange Salztradition des Ortes, die architektonische Arbeit kolumbianischer Planer des späten 20. Jahrhunderts und ein religiös geprägtes Nutzungskonzept, dessen Elemente sich in jeder Kapelle und in der großen unterirdischen Kirche ablesen lassen.

Catedral de Sal de Zipaquira besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Catedral de Sal de Zipaquira liegt nahe der Stadt Zipaquira nördlich von Bogotá, erreichbar über die Straße aus der Hauptstadt und anschließend über die Zufahrten zum Salzbergwerk.
  • Der Zugang zur Catedral de Sal de Zipaquira führt durch einen bergmännischen Stollen mit deutlicher Steigung und mehreren Passagen, die über Treppen und Wege im Inneren des Salzbergs verlaufen.
  • Die Anlage befindet sich in einem Salzberg mit spürbarer Höhenlage über dem Meeresspiegel; Wege und Räume liegen vollständig im Berg und erfordern sicheres Gehen auf Salz- und Gesteinsboden.
  • In der Umgebung der Catedral de Sal de Zipaquira liegen die Stadt Zipaquira mit ihrem historischen Zentrum und weitere Spuren des Salzbergbaus, die den Charakter des Ortes prägen.
  • Amtssprachen sind Spanisch, gesprochen wird ebenfalls Spanisch, gezahlt wird in Kolumbianischen Pesos; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Catedral de Sal de Zipaquira: häufige Fragen

Wo liegt die Catedral de Sal de Zipaquira?

Die Catedral de Sal de Zipaquira liegt in einem Salzberg nahe der Stadt Zipaquira im Departamento Cundinamarca in Kolumbien und ist über Straßenverbindungen von Bogotá aus erreichbar.

Was bietet ein Besuch der Catedral de Sal de Zipaquira?

Ein Besuch führt durch bergmännische Stollen, einen aus dem Salz gehauenen Kreuzweg mit Kapellen und in einen großen unterirdischen Kirchenraum mit in den Fels geschlagenen Schiffsbereichen und einem Salzaltar.

Was kennzeichnet die Catedral de Sal de Zipaquira besonders?

Kennzeichnend ist die Verbindung aus jahrhundertelangem Salzbergbau, dem unterirdischen Kirchenraum des späten 20. Jahrhunderts und der Lage der Kirche tief im Halitberg, deren Architektur vollständig im Salzgestein angelegt ist.

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