Cataratas do Iguacu: Wasserwelten an der Grenze von Brasilien und Argentinien
Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 12:48 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Cataratas do Iguacu sind ein ausgedehntes System von Wasserfällen am Fluss Iguacu, das sich zwischen Foz do Iguacu in Brasilien und Puerto Iguazu in Argentinien über eine breite Basaltstufe erstreckt.
Cataratas do Iguacu zwischen Fluss, Basalt und Regenwald
Die Wasserfälle entstehen dort, wo der Fluss Iguacu über eine Kante des südamerikanischen Basaltplateaus in das Tal des Parana-Flusses stürzt und so eine halbkreisförmige Front aus Kaskaden bildet. Das Basaltplateau, aus dem diese Kante herausgearbeitet ist, bedeckt große Teile von Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay und prägt die Landschaft im Grenzgebiet der beiden Nationalparks.Basaltplateau im Grenzgebiet Die einzelnen Wasserfälle verteilen sich über eine Strecke von rund 2,7 Kilometern entlang des Flusslaufes und bilden ein dichtes Band aus herabstürzendem Wasser.Ausgedehntes Band von Wasserfällen
Die Cataratas do Iguacu gehören sowohl zum brasilianischen Parque Nacional do Iguaçu im Bundesstaat Paraná als auch zum argentinischen Parque Nacional Iguazú in der Provinz Misiones, die sich beiderseits der Landesgrenze gegenüberliegen.Zugehörigkeit zu zwei Nationalparks Der Fluss Iguacu markiert hier die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien, bevor er wenige Kilometer flussabwärts in den Parana mündet, wo sich das Dreiländereck mit Paraguay befindet.Grenzlage am Iguacu
Naturkulisse aus Wasserfällen und Atlantischem Regenwald
Die Cataratas do Iguacu liegen inmitten eines Schutzgebietes, das den Atlantischen Regenwald mit seiner artenreichen Flora und Fauna bewahrt und die Tiefe der Schluchten sowie die bewaldeten Ufer des Flusses umfasst.Schutzgebiet im Atlantischen Regenwald Das Zusammenspiel aus dunkel gefärbtem Basaltgestein, grünem Wald und den hell schäumenden Wassermassen prägt die Szenerie entlang der Fallkante. Die Höhenunterschiede der einzelnen Fälle liegen zwischen etwa 60 und 82 Metern, wodurch sich unterschiedlich hohe Abstürze ergeben.Höhenunterschiede der Wasserfälle
Im Zentrum der Anlage bildet die sogenannte Garganta do Diabo eine markante, tief eingeschnittene Schlucht, in der ein Teil des Flusswassers besonders konzentriert in die Tiefe stürzt und die beiden Nationalparks voneinander trennt.Garganta do Diabo als markante Schlucht Entlang der langen Front der Cataratas do Iguacu teilt sich der Fluss in zahlreiche Einzelströme und Arme, die über Inseln und Felsvorsprünge hinweg in unterschiedlichen Breiten und Formen herabfallen. So entsteht kein einzelner Fall, sondern ein System aus vielen Wasserfällen, das sich über die gesamte Breite der Basaltkante zieht.System aus vielen Wasserfällen
Grenzlage, UNESCO-Status und Erschließung von brasilianischer Seite
Auf brasilianischer Seite sind die Cataratas do Iguacu Teil des Parque Nacional do Iguaçu, eines großflächigen Schutzgebietes, das die Regenwaldlandschaft und die Flussläufe im Westen des Bundesstaates Paraná einschließt.Parque Nacional do Iguaçu in Paraná Der Nationalpark wurde in den 1980er Jahren in die Welterbeliste aufgenommen und steht zusammen mit dem gegenüberliegenden argentinischen Parque Nacional Iguazú unter dem Schutz des UNESCO-Welterbes.UNESCO-Eintrag der Nationalparks
Aus brasilianischer Sicht liegt der Zugang zu den Cataratas do Iguacu im Stadtgebiet von Foz do Iguacu, einer Grenzstadt im Westen des Bundesstaates Paraná, die über Verkehrswege mit dem übrigen Land und mit den Nachbarstaaten verbunden ist.Lage bei Foz do Iguacu Von dort führen Straßen bis in den Nationalpark, wo Wege und Aussichtspunkte angelegt sind, die den Blick auf verschiedene Teile des Wasserfallsystems öffnen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses liegen die argentinische Stadt Puerto Iguazu und der dortige Nationalpark, die zusammen mit Foz do Iguacu das touristische Zentrum der Region bilden.Städte an beiden Ufern
Cataratas do Iguacu besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Cataratas do Iguacu liegen westlich der Stadt Foz do Iguacu im brasilianischen Bundesstaat Paraná; von dort führen Straßen bis zum Besucherbereich des Parque Nacional do Iguaçu.
- Im brasilianischen Teil des Schutzgebietes sind Wege und Stege angelegt, von denen aus man verschiedene Abschnitte der Wasserfälle und die Schlucht der Garganta do Diabo sieht; einzelne Abschnitte führen über Strecken mit zahlreichen Stufen.
- Die Umgebung der Cataratas do Iguacu gehört zum Atlantischen Regenwald, sodass ein Besuch je nach Jahreszeit mit hoher Luftfeuchtigkeit und dichter Vegetation im Park einhergehen kann.
- Amtssprache ist Portugiesisch, gezahlt wird in Brasilianischen Real.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Cataratas do Iguacu auf Social-Media-Plattformen
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Cataratas do Iguacu: häufige Fragen
Wo liegen die Cataratas do Iguacu genau?
Die Cataratas do Iguacu liegen am Fluss Iguacu an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien, westlich von Foz do Iguacu im brasilianischen Bundesstaat Paraná.
Was bietet ein Besuch der Cataratas do Iguacu?
Ein Besuch erschließt ein ausgedehntes System von Wasserfällen, die über eine Basaltkante in die Tiefe stürzen, eingerahmt von Regenwald und zugänglich über Wege und Aussichtspunkte im Parque Nacional do Iguaçu.
Was kennzeichnet die Cataratas do Iguacu besonders?
Kennzeichnend ist die Kombination aus der Breite der Wasserfallfront, der markanten Schlucht der Garganta do Diabo und der Lage in zwei benachbarten Nationalparks, die gemeinsam als UNESCO-Welterbe geschützt sind.
