Castillo del Morro Havanna: Festung über der Bucht von Havanna neu entdecken
03.06.2026 - 16:25:41 | ad-hoc-news.deWer sich Havanna vom Meer nähert, sieht sie zuerst: die wuchtige Silhouette des Castillo del Morro Havanna, lokal Castillo de los Tres Reyes del Morro (auf Deutsch etwa „Burg der Heiligen Drei Könige am Felsen“), die wie ein steinerner Wächter über dem Einlass zur Bucht von Havanna thront. Die Brandung der Karibik schlägt gegen die Felsen, Möwen kreisen, und bei Sonnenuntergang färbt sich der Himmel in Pastelltönen – ein Moment, der viele Kuba?Reisende noch lange nach der Rückkehr nach Deutschland begleitet.
Castillo del Morro Havanna: Das ikonische Wahrzeichen von Havanna
Das Castillo del Morro Havanna gehört zu den eindrucksvollsten Wahrzeichen der kubanischen Hauptstadt und bildet zusammen mit der Altstadt von Havanna ein historisches Ensemble, das häufig in Reiseführern, Bildbänden und Dokumentationen über Kuba auftaucht. Die Festung steht am schmalen Eingang der Bucht von Havanna und kontrollierte über Jahrhunderte den Zugang zur Stadt, die für das spanische Kolonialreich ein wichtiger Handels- und Umschlagplatz war.
Für Reisende aus Deutschland ist das Castillo del Morro Havanna oft der erste physische Kontakt mit der langen und komplexen Geschichte Kubas: Hier verdichten sich Kolonialgeschichte, Militärarchitektur, Seefahrt, Piratenmythen und der Blick auf das moderne Havanna mit seiner Skyline und der berühmten Uferstraße Malecón. Statt nur ein Fotomotiv zu sein, ist die Festung ein Schlüssel zum Verständnis der historischen Bedeutung Havannas im atlantischen Dreieckshandel, der Rivalität europäischer Großmächte und der spanischen Kolonialherrschaft in der Karibik.
Die Atmosphäre vor Ort ist einzigartig: Der ständig wehende Wind vom Atlantik, das Rauschen der Wellen unterhalb der Mauern, das Aroma von Salzluft und manchmal auch Zigarrenrauch aus der Stadt verleihen dem Ort eine besondere Sinnlichkeit. Hinzu kommen weite Panoramablicke über die Dächer von Havanna Vieja (Alt-Havanna), die modernen Viertel und die weiten Wasserflächen der Bucht.
Geschichte und Bedeutung von Castillo de los Tres Reyes del Morro
Castillo de los Tres Reyes del Morro entstand in einer Zeit, in der die spanische Krone die Verteidigung ihrer amerikanischen Kolonien massiv ausbaute. Nach der Gründung Havannas im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt schnell zu einem strategischen Knotenpunkt für die Silber- und Warenflotten zwischen der Neuen Welt und Spanien. Damit wurden Hafen und Stadt auch zu einem Ziel für Piraten, Kaperfahrer und rivalisierende Kolonialmächte.
Um dieser Bedrohung zu begegnen, ließ die spanische Krone ab dem späten 16. Jahrhundert eine Reihe von Befestigungsanlagen rund um die Bucht errichten. Castillo de los Tres Reyes del Morro wurde auf einer Felszunge am Eingang der Bucht gebaut, um ein Kreuzfeuer mit den Befestigungen an der gegenüberliegenden Seite zu ermöglichen und feindliche Schiffe schon vor dem Einlaufen in den Hafen unter Beschuss nehmen zu können. Durch seine Lage auf einer Klippe – dem „Morro“ – war die Festung schwer einnehmbar und bot zugleich einen idealen Ausguck über das Meer.
Die Bauarbeiten zogen sich über mehrere Jahrzehnte und wurden geprägt von den wechselnden technischen und strategischen Anforderungen der Zeit. In der Ära der Segelschiffe spielte die Kontrolle über schmale Zugänge zu natürlichen Häfen eine entscheidende Rolle, und Havanna war einer der wichtigsten Häfen des spanischen Kolonialreichs in Amerika. Die Festung ist somit nicht nur ein lokales, sondern ein globalgeschichtliches Monument des Zeitalters der Entdeckungen, der Kolonisierung und des transatlantischen Handels.
Castillo del Morro war im Lauf seiner Geschichte Schauplatz zahlreicher militärischer Auseinandersetzungen. Im 18. Jahrhundert kam es zu einem besonders einschneidenden Ereignis, als britische Truppen im Zuge eines Kolonialkriegs gegen Spanien Havanna angriffen. Die Belagerung und Eroberung der Festung galt damals als spektakulärer militärischer Coup und zeigte, dass selbst scheinbar uneinnehmbare Küstenbefestigungen verwundbar sein konnten, wenn Angreifer über ausreichend Feuerkraft und logistische Mittel verfügten.
Nach der britischen Episode kehrte Havanna wieder unter spanische Kontrolle zurück, doch die Festung blieb ein Symbol sowohl des kolonialen Anspruchs Spaniens als auch der globalen Rivalitäten der europäischen Mächte. Im 19. Jahrhundert, als in vielen Teilen Lateinamerikas Unabhängigkeitsbewegungen erstarkten, blieb Kuba lange unter spanischer Herrschaft, bevor es Ende des Jahrhunderts selbst zum Schauplatz eines Konflikts wurde, an dem die aufstrebende Großmacht USA beteiligt war. Castillo del Morro behielt dabei seine Funktion als militärischer Stützpunkt und Gefängnis.
Mit dem Übergang in die Republik und später in die heutige politische Ordnung Kubas wandelte sich die Rolle des Castillo del Morro deutlich: Aus der militärischen Festung wurde schrittweise ein historisches Monument und Museum. Die Anlage steht heute stellvertretend für die wechselvolle Geschichte Havannas – vom kolonialen Hafen über Kriege und Revolutionen bis hin zum kulturellen Reiseziel für Besucherinnen und Besucher aus aller Welt, darunter zunehmend auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die UNESCO und internationale Denkmalexperten betonen den außergewöhnlichen universellen Wert der historischen Befestigungen von Havanna als Beispiel für die Entwicklung der Militärarchitektur in der Karibik und als sichtbares Zeugnis der kolonialen Machtprojektion über den Atlantik hinweg. Auch wenn das Castillo del Morro selbst nicht als eigenständige UNESCO-Welterbestätte geführt wird, ist es eng mit der als Welterbe anerkannten Altstadt von Havanna verknüpft und wird in Fachliteratur und Reiseführern regelmäßig als integraler Bestandteil des befestigten Systems der Stadt dargestellt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist das Castillo del Morro Havanna ein typisches Beispiel frühneuzeitlicher Küstenbefestigungen im hispanischen Raum. Die Anlage kombiniert massive Steinmauern mit bastionsartigen Vorwerken, Schießscharten, Kasematten und Wehrgängen, die darauf ausgelegt waren, Kanonen und andere Artillerie zu tragen. Die Mauern folgen den Konturen der Felszunge, auf der die Festung errichtet wurde, und nutzen damit die natürliche Topografie als zusätzlichen Schutz.
Die Grundstruktur besteht aus mehreren Ebenen, die terrassenförmig übereinanderliegen und so sowohl den Blick auf das Meer als auch auf die Stadt öffnen. Von den oberen Plattformen aus bietet sich ein nahezu ungehinderter 360-Grad-Blick über den Atlantik, die Bucht und die Altstadt. Für Fotografie begeisterte Reisende aus Deutschland ist dies einer der besten Standorte, um Panoramaaufnahmen von Havanna zu machen – vergleichbar etwa mit dem Blick vom Montjuïc auf Barcelona oder dem Panoramapunkt auf dem Petersberg über Bonn, aber in einer gänzlich anderen klimatischen und kulturellen Umgebung.
Ein wichtiges architektonisches Detail ist der markante Leuchtturm, der über der Festung aufragt. Er ist nicht Teil der ursprünglichen Kolonialbefestigung, sondern wurde später ergänzt, als die moderne Schifffahrt präzisere Navigationshilfen erforderte. Der Leuchtturm verleiht dem Ensemble heute den charakteristischen, häufig fotografierten Umriss: eine Verbindung aus wuchtiger Festung und schlankem Turm, der Signale über die Bucht und das offene Meer sendet.
Innerhalb der Mauern befindet sich ein System von Innenhöfen, Kasematten und Gängen, das Einblicke in das Alltagsleben der Soldaten, Offiziere und Gefangenen früherer Jahrhunderte erlaubt. Teile der Anlage wurden museal aufbereitet: Besucherinnen und Besucher finden Ausstellungsräume mit historischen Waffen, Uniformen, Karten und Modellen, die die Entwicklung der Festung und die militärische Geschichte Havannas illustrieren. Viele dieser Exponate stammen aus der Kolonialzeit und vermitteln einen Eindruck von der technischen und logistischen Komplexität, die mit dem Betrieb eines solchen Küstenforts verbunden war.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die alten Kanonen, die noch immer auf See hinaus gerichtet sind. Sie sind stumme Zeugen vergangener Konflikte, dienen heute aber vor allem als Fotomotive. Einige Reiseführer, darunter deutschsprachige Reihen, weisen darauf hin, dass die Kanonen symbolisch für den Wandel der Festung stehen: von einem Instrument militärischer Gewalt hin zu einem Objekt des kulturellen Gedächtnisses und des Tourismus.
Künstlerisch interessant sind die schlichten, aber wirkungsvollen Steinoberflächen, die durch Wind, Salz und Sonne patiniert sind. Die Textur der Mauern, die scharfen Schatten der Bastionen und das Zusammenspiel aus grauen Steinen, blauem Meer und oft intensivem karibischem Licht schaffen eine visuelle Bühne, die sowohl Fotografen als auch Maler und Filmschaffende anzieht. In internationalen Produktionen über Kuba wird das Castillo del Morro gern als ikonische Einstellungsgröße verwendet, um den Schauplatz Havanna zu etablieren.
Die kubanische Denkmalpflege und internationale Institutionen betonen seit Jahren die Bedeutung regelmäßiger Restaurierungen, um die Substanz der Festung gegen Erosion, Feuchtigkeit und die Folgen tropischen Klimas zu schützen. Statt großflächiger Rekonstruktionen stehen dabei meist konservierende Maßnahmen im Vordergrund, um den authentischen Charakter der jahrhundertealten Mauern zu erhalten. Für Besucherinnen und Besucher bedeutet dies, dass sie sich in weiten Teilen durch Räume bewegen, deren Grundstrukturen seit der Kolonialzeit weitgehend erhalten geblieben sind.
Castillo del Morro Havanna besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Das Castillo del Morro Havanna liegt am östlichen Ufer der Bucht von Havanna, gegenüber der Altstadt (Habana Vieja). Vom Zentrum aus – etwa vom Park vor dem Kapitol oder von der Kathedrale in der Altstadt – ist die Festung gut sichtbar. Anreisende aus Deutschland erreichen Kuba in der Regel per Flugzeug; Direktverbindungen können je nach Saison variieren, häufig erfolgt der Flug mit Zwischenstopp über große internationale Drehkreuze in Europa oder Nordamerika. Die reine Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Havanna liegt grob im Bereich von rund 10 bis 12 Stunden, abhängig von Route und Umstieg. Vom internationalen Flughafen José Martí sind es mit dem Taxi je nach Verkehrslage etwa 30 bis 45 Minuten bis in die Altstadt; von dort aus kann man eine Taxifahrt über den Tunnel unter der Bucht oder eine Fahrt entlang der Küstenstraße zur Festung nutzen. Alternativ werden von lokalen Agenturen und Hotels organisierte Stadtführungen angeboten, die das Castillo del Morro als festen Programmpunkt einschließen.
- Öffnungszeiten: Die Festung ist in der Regel tagsüber für Besucherinnen und Besucher geöffnet, häufig von vormittags bis in die frühen Abendstunden. Da Öffnungszeiten variieren können – etwa durch saisonale Anpassungen, Feiertage oder kurzfristige Veranstaltungen – sollten Reisende direkt vor dem Besuch aktuelle Informationen bei der offiziellen Verwaltung von Castillo del Morro Havanna, beim kubanischen Tourismusbüro oder in ihrem Hotel einholen. Besonders beliebt sind Besuche am späten Nachmittag, um den Sonnenuntergang über Havanna von den Mauern der Festung aus zu erleben.
- Eintritt: Für den Zugang zur Festung und den Museumsbereichen wird in der Regel ein Eintrittsgeld erhoben. Die Preise können sich ändern und werden teilweise in lokaler Währung und teilweise in für Touristen vorgesehenen Preisstrukturen angegeben. Zur groben Orientierung sollten Reisende damit rechnen, dass der Eintritt in einer Größenordnung liegt, die vergleichbar mit Museumsbesuchen in anderen größeren Städten ist, und neben dem Rundgang durch die Festung oft auch den Besuch kleinerer Ausstellungen umfasst. Da Währungen und Tarife in Kuba in der Vergangenheit mehrfach angepasst wurden, empfiehlt es sich, die aktuell gültigen Preise kurz vor dem Besuch bei offiziellen Stellen oder im Hotel zu erfragen; eine Umrechnung in Euro (€) hängt vom jeweils geltenden Wechselkurs ab.
- Beste Reisezeit: Kuba liegt in den Tropen, entsprechend herrschen in Havanna das ganze Jahr über warme Temperaturen. Für viele Reisende aus Deutschland gelten die Monate etwa von November bis April als besonders angenehm, da dies die relativ trockenere und weniger schwül-heiße Jahreszeit ist. In den Sommermonaten kann es sehr heiß und feucht werden; auf den offenen Mauern der Festung ist man zudem direkter Sonne ausgesetzt. Besonders stimmungsvoll sind Besuche früh am Morgen, wenn die Lichtstimmung weich ist und die Hitze noch moderat, oder am späten Nachmittag und frühen Abend, wenn die Sonne über der Altstadt versinkt und die Fassaden in goldenes Licht taucht. In den späten Abendstunden können zudem traditionelle Zeremonien oder kulturelle Veranstaltungen stattfinden, die den Besuch abrunden.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld: Die Amtssprache in Kuba ist Spanisch. In touristischen Bereichen wie beim Castillo del Morro Havanna sprechen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zumindest grundlegendes Englisch, Deutschkenntnisse sind eher selten. Ein paar einfache spanische Begriffe werden positiv aufgenommen. Bei der Zahlung vor Ort ist Bargeld weiterhin wichtig; Kreditkarten werden teilweise akzeptiert, allerdings nicht in allen Einrichtungen und nicht alle Kartengesellschaften funktionieren zuverlässig. Eine aktuelle Information über akzeptierte Zahlungsmittel ist sinnvoll, bevor größere Beträge eingeplant werden. Trinkgeld ist im touristischen Umfeld üblich und wird häufig erwartet, etwa für Führungen, Fotografiedienstleistungen oder Gastronomie; kleine Beträge in lokaler Währung sind angemessen. Für Besucher:innen aus Deutschland bietet sich an, eine Mischung aus Bargeld in Euro und einer internationalen Kreditkarte mitzubringen, um flexibel zu bleiben.
- Kleiderordnung und Fotografie: Für den Besuch des Castillo del Morro gibt es keine formelle Kleiderordnung, doch aufgrund des tropischen Klimas sind leichte, atmungsaktive Kleidung, Sonnenschutz (Hut, Sonnenbrille, Sonnencreme) und bequemes Schuhwerk zu empfehlen, da der Rundgang über Treppen, unebene Böden und exponierte Bereiche führt. Fotografieren ist im Außenbereich in der Regel gestattet, oft sogar ausdrücklich erwünscht, da die Festung und die Blicke auf Havanna zu den beliebtesten Fotomotiven auf Kuba zählen. In Innenräumen, Museumsbereichen oder bei Ausstellungen können jedoch Einschränkungen gelten – mitunter ist Blitzlicht untersagt oder es wird ein kleines Zusatzentgelt für Fotografie erhoben. Vor Ort geben Hinweisschilder oder das Personal Auskunft über die aktuellen Regeln.
- Einreisebestimmungen und Sicherheit: Für deutsche Staatsbürger gelten bei der Einreise nach Kuba bestimmte Visa- und Formalitätsanforderungen, die sich im Lauf der Zeit ändern können. Reisende sollten daher vor der Buchung und erneut vor Abflug die aktuellen Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dazu gehören Informationen zu erforderlichen Reisedokumenten, Visum bzw. Touristenkarte, eventuellen Impfempfehlungen und Sicherheitslagen. Generell ist das Castillo del Morro ein touristisch gut frequentierter Ort; wie an anderen beliebten Sehenswürdigkeiten sollten dennoch übliche Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, etwa beim Umgang mit Wertsachen. Innerhalb der EU gültige Krankenversicherungen gelten in Kuba nicht automatisch; eine separate Auslandskrankenversicherung wird allgemein empfohlen.
- Zeitzone und Zeitverschiebung: Kuba verwendet in der Regel eine Zeitzone, die gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um mehrere Stunden versetzt ist. Je nach Jahreszeit (Winterzeit in Europa, Sommerzeitregelungen) kann die Zeitdifferenz etwa minus 5 bis minus 6 Stunden betragen. Wer von Deutschland aus nach Havanna fliegt, erlebt daher häufig einen „Zeitgewinn“ bei der Ankunft am gleichen Kalendertag, muss aber mit Jetlag durch die West-Ost-Zeitverschiebung auf dem Rückflug rechnen. Für die Planung von Besuchen, etwa zu Sonnenuntergangszeiten im Castillo del Morro, lohnt sich ein Blick auf lokale Uhrzeitangaben und Sonnenuntergangstabellen.
Warum Castillo de los Tres Reyes del Morro auf jede Havanna-Reise gehört
Castillo de los Tres Reyes del Morro ist weit mehr als nur ein weiterer Punkt auf der Sightseeing-Liste. Die Festung ist einer jener Orte, an denen sich historische Erzählungen und unmittelbares Reiseerlebnis besonders dicht überlagern. Während man entlang der Mauern geht, den Wind spürt und das Rauschen der Wellen hört, lässt sich leicht vorstellen, wie hier einst Wachen Ausschau nach feindlichen Segeln hielten, Kanonen geladen wurden und Signale zwischen den Befestigungen ausgetauscht wurden.
Für Reisende aus Deutschland bietet der Besuch die Möglichkeit, die Weltgeschichte aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Viele Aspekte der europäischen Kolonialgeschichte sind in Deutschland eher aus Büchern und Filmen bekannt; hier, in Havanna, werden sie räumlich greifbar. Die Festung veranschaulicht, wie stark das Schicksal von Städten wie Havanna von Entscheidungen in fernen Metropolen wie Madrid, London oder auch später Washington geprägt war – und wie diese Entscheidungen wiederum Auswirkungen auf Menschen in der Karibik, in Europa und in anderen Teilen der Welt hatten.
Hinzu kommt die emotionale Wirkung des Ortes: Der Blick vom Castillo del Morro auf die bunte Häuserlandschaft der Altstadt, das geschwungene Band des Malecón, die Oldtimer auf den Straßen und das offene Meer lässt viele Besucherinnen und Besucher in eine gewisse Zeitlosigkeit eintauchen. Die Szenerie wirkt zugleich nostalgisch und lebendig, historisch und gegenwärtig. Dieses Spannungsfeld macht Havanna zu einem beliebten Motiv in Literatur, Musik und Film – und Castillo del Morro ist eine der Bühne, auf der diese Geschichten sichtbar werden.
Viele Kuba-Reisende berichten, dass sie ihren Besuch im Castillo del Morro besonders in Erinnerung behalten, wenn sie ihn mit anderen Erfahrungen in Havanna kombinieren: einem Spaziergang durch die Gassen von Habana Vieja, einem Besuch in einem Museum zur Revolutionsgeschichte, einem Abend mit Live-Musik und vielleicht einer Fahrt im klassischen amerikanischen Oldtimer entlang des Malecón. In diesem Gesamtpaket wird das Castillo del Morro zu einem Ankerpunkt, an dem sich die verschiedenen Facetten der Stadt zusammenfügen.
Praktisch gesehen ist ein Besuch auch relativ gut planbar: Die Festung ist vom Zentrum aus erreichbar, lässt sich in einen halben Tag oder einen ausgedehnten Nachmittag integrieren und bietet bei guter Sicht sehr lohnende Fotomöglichkeiten. Wer es ruhiger mag, kommt vormittags; wer die dramatische Lichtstimmung sucht, wählt den späten Nachmittag oder frühen Abend. Bei einigen Abendveranstaltungen, bei denen historische Zeremonien nachempfunden werden, kann der Besuch zudem einen inszenierten Einblick in die Vergangenheit bieten.
Auch für Familien mit älteren Kindern und Jugendliche ist der Ort spannend, weil sich hier Geschichte nicht nur über Texte, sondern räumlich und körperlich erfahren lässt: tiefe Gräben, hohe Mauern, dunkle Gänge, weite Ausblicke. Damit kann das Castillo del Morro ein guter Einstieg sein, um Gespräche über Kolonialismus, globale Handelsbeziehungen und die Bedeutung von Freiheit und Selbstbestimmung zu führen – Themen, die in deutschen Lehrplänen vorkommen, hier aber mit unmittelbaren Eindrücken verbunden werden.
Castillo del Morro Havanna in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist Castillo del Morro Havanna längst eine feste Größe: Reisende teilen Sonnenuntergänge, Panoramen und kurze Videoclips von der Festung, während lokale Fotograf:innen die Festung oft in Verbindung mit der Skyline Havannas inszenieren. Der Ort eignet sich besonders für Bildformate, die das Zusammenspiel von Meer, Himmel und historischen Mauern betonen – ideal für Plattformen, auf denen visuelle Eindrücke im Vordergrund stehen.
Castillo del Morro Havanna — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Castillo del Morro Havanna
Wo liegt das Castillo del Morro Havanna genau?
Das Castillo del Morro Havanna befindet sich auf einer Felszunge am östlichen Eingang der Bucht von Havanna, gegenüber der Altstadt (Habana Vieja). Von vielen Punkten im historischen Zentrum aus ist die Festung gut sichtbar und bildet den markanten Abschluss des Blickfeldes über das Wasser.
Welche historische Bedeutung hat Castillo de los Tres Reyes del Morro?
Castillo de los Tres Reyes del Morro wurde in der Kolonialzeit als zentrale Küstenbefestigung der spanischen Krone errichtet, um den strategisch wichtigen Hafen von Havanna gegen Piraten, Kaperfahrer und rivalisierende Großmächte zu schützen. Es spielte eine wichtige Rolle bei der Kontrolle des transatlantischen Handelsverkehrs und war Schauplatz bedeutender militärischer Auseinandersetzungen, bevor es im 20. Jahrhundert zum historischen Monument und Museum wurde.
Wie lange sollte man für einen Besuch einplanen?
Für einen Besuch des Castillo del Morro Havanna sollten Reisende aus Deutschland mindestens zwei bis drei Stunden einplanen, um die Festung in Ruhe zu erkunden, die Ausstellungen zu besuchen und die Ausblicke auf Stadt und Meer zu genießen. Wer den Sonnenuntergang erleben oder an einer Führung teilnehmen möchte, sollte zusätzlich Zeitreserve einkalkulieren.
Ist die Festung gut mit anderen Sehenswürdigkeiten Havannas kombinierbar?
Ja, ein Besuch des Castillo del Morro lässt sich ideal mit einem Rundgang durch die Altstadt von Havanna, einem Besuch von Museen oder einer Fahrt entlang des Malecón verbinden. Viele organisierte Stadtrundfahrten integrieren die Festung als festen Programmpunkt, es ist aber auch problemlos möglich, die Anreise individuell mit dem Taxi zu organisieren.
Welche Jahreszeit eignet sich besonders für einen Besuch?
Für die meisten Besucherinnen und Besucher aus der DACH-Region sind die Monate von etwa November bis April angenehm, da das Klima in Havanna in dieser Zeit tendenziell trockener und weniger schwül ist. Unabhängig von der Jahreszeit empfiehlt es sich, die Mittagsstunden mit starker Sonne möglichst zu vermeiden und den Besuch auf den Vormittag oder späten Nachmittag zu legen, wenn die Temperaturen moderater sind und die Lichtstimmung besonders attraktiv ist.
Mehr zu Castillo del Morro Havanna auf AD HOC NEWS
Mehr zu Castillo del Morro Havanna auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Castillo del Morro Havanna" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Castillo de los Tres Reyes del Morro" auf AD HOC NEWS ansehen ?
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
