Casa Mila, Barcelona

Casa Mila in Barcelona: Stein, Innenhöfe und bewegte Linien

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 18:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Casa Mila in Barcelona verbindet eine steinerne Fassade mit Innenhöfen, Dachlandschaft und Gaudís persönlicher Formensprache, die Raum lässt

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Casa Mila in Barcelona trägt an der Passeig de Gràcia eine Fassade aus hellem Stein, deren Linien nicht gerade verlaufen. Hinter dieser bewegten Außenhaut liegen Wohnungen, Innenhöfe, ein Dach und ein Dachgeschoss, die Antoni Gaudí zwischen 1906 und 1912 als zusammenhängendes Wohnhaus gestaltete.

Casa Mila und die steinerne Fassade an der Passeig de Gràcia

Casa Mila steht an der Adresse Passeig de Gràcia 92 im Stadtteil Eixample. Der Bau entstand im Auftrag von Pere Milà und Roser Segimon. Seine Bezeichnung La Pedrera bedeutet „Steinbruch“ und bezieht sich auf den Eindruck der steinernen Außenhaut.

Die Fassade zieht sich als ununterbrochene Gestaltung über die Straßenfront. Balkone mit schmiedeeisernen Gittern sitzen vor den Wandflächen. Ihre Muster sind organisch geformt und ergänzen die unregelmäßigen Linien des Steins. Fenster und Balkone bilden keine streng gleichmäßige Reihe, sondern erscheinen in wechselnden Abständen und Größen.

Antoni Gaudí verband bei Casa Mila tragende Bauteile, Wohnräume und dekorative Elemente zu einem eigenständigen architektonischen Ausdruck. Der Bau gehört zum katalanischen Modernisme, der katalanischen Ausprägung des Jugendstils. Casa Mila von Antoni Gaudí steht dabei für eine Architektur, deren Form nicht auf eine flache Straßenfront reduziert ist.

Casa Mila als Wohnhaus mit Höfen und bewegtem Grundriss

Casa Mila wurde als Wohnhaus errichtet. Pere Milà und Roser Segimon nutzten einen Teil des Gebäudes selbst, während weitere Bereiche als Wohnungen dienten. Die Anlage bewahrt dadurch die Verbindung zwischen privater Wohnarchitektur und öffentlicher Kulturstätte.

Zum Bau gehören Wohnungen, Innenhöfe, ein Untergeschoss, ein Zwischengeschoss, ein Hauptgeschoss, obere Wohnebenen, ein Dachgeschoss und das Dach. Die Innenhöfe liegen zwischen den Gebäudeteilen und bringen die unregelmäßige Außenform in eine räumliche Ordnung. Ihre Wände sind mit farbigen und ornamentalen Details gestaltet.

Im Inneren setzt sich der Verzicht auf eine starre Achse fort. Räume, Türen, Decken und Geländer bilden keine durchgehend einheitliche Folge. Das Wohnhaus zeigt sich vielmehr als Abfolge unterschiedlicher Bereiche, die durch Flure, Treppen und Höfe miteinander verbunden sind.

Die Konstruktion besitzt eine für den Bau wichtige Besonderheit: Die Fassade ist selbsttragend und nicht als einfache tragende Außenwand mit dem gesamten Grundriss gleichzusetzen. Im Inneren tragen Säulen und weitere Bauteile die Geschosse. die selbsttragende Fassade gehört zu den technischen Merkmalen, die Casa Mila von einem konventionellen Mietshaus seiner Epoche unterscheiden.

Casa Mila auf dem Dach zwischen Schornsteinen und Skulpturen

Das Dach bildet eine eigene Landschaft über den Wohnungen. Wege führen zwischen Treppenaufgängen, Schornsteinen, Lüftungselementen und skulptural gestalteten Bauteilen hindurch. Viele dieser Elemente sind mit keramischen oder mineralischen Oberflächen versehen.

Die Dachaufbauten besitzen unterschiedliche Höhen und Umrisse. Einige stehen frei, andere bilden Gruppen entlang der Wege. Ihre Oberflächen sind nicht bloß technische Ergänzungen, sondern Teil der Gestaltung. Das Dach wird dadurch als begehbarer architektonischer Raum lesbar.

Unter dem Dach liegt ein Dachgeschoss mit einer Folge von Bögen. Die Konstruktion besteht aus Ziegeln und bildet eine rhythmische Reihe, die sich über die Länge des Gebäudes erstreckt. Dieser Bereich gehört zu den charakteristischen Innenräumen von Casa Mila.

Das Dach und das Dachgeschoss zeigen zwei Seiten desselben Entwurfs. Oben stehen plastisch geformte Aufbauten im offenen Raum. Darunter ordnen sich die Bögen des Dachgeschosses zu einer regelmäßigen Konstruktion. Zwischen beiden Bereichen liegt die steinerne Gebäudehülle.

Casa Mila wurde am 31. Oktober 1912 als fertiggestellt bescheinigt. die Fertigstellung im Jahr 1912 markiert den Abschluss eines Bauwerks, das als letztes privates Wohnhaus von Gaudí gilt.

Im Jahr 1984 wurde Casa Mila in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Sie gehört dort zum Ensemble der Werke von Antoni Gaudí in Barcelona und seiner Umgebung. Casa Mila im Welterbe verbindet den Bau mit weiteren Werken des Architekten, darunter Park Güell, Casa Batlló und Casa Vicens.

Casa Mila besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Casa Mila liegt am Passeig de Gràcia 92 im Eixample von Barcelona. Der Boulevard verbindet den Bereich um die Plaça de Catalunya mit dem Stadtteil Gràcia und ist mit Metro, Bus und Bahn erreichbar.
  • Ein Besuch führt durch unterschiedliche Ebenen. Dazu gehören Innenhöfe, Wohnräume, das Dachgeschoss und das Dach mit Treppen, Wegen und unebenen Raumfolgen.
  • Amtssprache ist Spanisch; in Katalonien ist Katalanisch ebenfalls Amtssprache. Gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Casa Mila: häufige Fragen

Wo liegt Casa Mila?

Casa Mila liegt am Passeig de Gràcia 92 im Eixample von Barcelona. Der Bau steht an einer zentralen Straße mit Metro-, Bus- und Bahnverbindungen.

Was bietet ein Besuch?

Zu sehen sind die steinerne Fassade, Innenhöfe, historische Wohnbereiche, das Dachgeschoss und das Dach. Die Ebenen zeigen Casa Mila als Wohnhaus, Kulturstätte und architektonische Gesamtanlage.

Was kennzeichnet Casa Mila?

Casa Mila kennzeichnen die bewegte Steinfassade, schmiedeeiserne Balkone, die selbsttragende Außenhaut und das skulptural gestaltete Dach. Antoni Gaudí entwarf das Gebäude zwischen 1906 und 1912.

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