Carrieres de Lumieres als digitale Kunst in der Felswand
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 19:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Carrieres de Lumieres liegt am Fuß von Les Baux-de-Provence im Val d’Enfer, einer Landschaft der Alpilles in Frankreich. In den ehemaligen Kalksteinbrüchen treffen hohe Felswände auf bewegte Bilder, Musik und die Geschichte eines Ortes, der seine Funktion mehrfach verändert hat.
Weiße Kalksteinwände im Val d’Enfer
Die Anlage befindet sich in einem unterirdischen Steinbruch mit hellen, glatt geschnittenen Wänden, Pfeilern und Böden. Die Felsflächen erreichen eine Höhe von 14 Metern und bilden den sichtbaren Rahmen für die digitalen Projektionen. 14 Meter hohen Felswände
Der Stein von Les Baux ist ein feinkörniger, weißer oder blonder Kalkstein. Er entstand durch die Verdichtung von kalkhaltigem Sand; marine Fossilien sind im Gestein erhalten. Blöcke aus diesem Material wurden für Glanum, das mittelalterliche Dorf Les Baux-de-Provence und das Château des Baux verwendet. weiße Kalkstein von Les Baux
Vom Steinbruch zur Filmkulisse
Die Gewinnung von Stein im Bereich Les Grands Fonds begann um 1800. Der industrielle Baubedarf prägte die Steinbrüche der Alpilles. Les Grands Fonds gehört zu den Anlagen, die den hellen Kalkstein aus dem Val d’Enfer erschlossen.
1821 wurde in den Steinbrüchen ein rotes, aluminiumhaltiges Mineral entdeckt. Der Name Bauxit leitet sich vom Ortsnamen Les Baux-de-Provence ab. Der Steinbruchbetrieb endete 1935, nachdem neue Baustoffe wie Stahl und Beton mit dem Naturstein konkurrierten. im Jahr 1935
Eine neue kulturelle Nutzung ist mit Jean Cocteau verbunden. Der französische Regisseur drehte 1959 Szenen für „Le Testament d’Orphée“ in den verlassenen Felsräumen. Die Filmgeschichte gehört damit zur Identität der Anlage, ohne ihre ursprüngliche Funktion als Kalksteinbruch zu überdecken.
Projektionen auf Wänden, Pfeilern und Böden
Die Carrières de Lumières sind ein Zentrum digitaler Kunst. Großformatige Bilder bewegen sich über die Wände, Pfeiler und Böden der ehemaligen Abbauräume. Der Raum wird dabei nicht von einer einzelnen Leinwand bestimmt, sondern von den natürlichen Flächen des Steinbruchs.
Die Projektionen zeigen Werke bedeutender Künstler der Kunstgeschichte und verbinden Bildfolgen mit Musik. Die Ausstellungen wechseln nach dem jeweiligen Programm. Als feste Eigenschaft der Anlage bleibt die Verbindung von mineralischer Architektur und audiovisueller Kunst.
Die heutige Bezeichnung entstand 2012. Im März desselben Jahres öffnete das Zentrum mit einer Ausstellung zu Paul Gauguin und Vincent van Gogh. Zuvor war die kulturelle Nutzung unter dem Namen Cathédrale d’Images verbunden. die Umbenennung im Jahr 2012
Carrieres de Lumieres besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Anlage liegt an der Route de Maillane am Fuß von Les Baux-de-Provence im Département Bouches-du-Rhône. Sie gehört zur Landschaft der Alpilles.
- Der Besuch führt durch ehemalige unterirdische Abbauräume mit festen Steinböden, hohen Wänden und Pfeilern. Die räumliche Wirkung entsteht aus den weitläufigen Felsflächen.
- In der Umgebung liegen das Dorf Les Baux-de-Provence, das Château des Baux und die Landschaft des Val d’Enfer.
- Amtssprache ist Französisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Carrieres de Lumieres auf Social-Media-Plattformen
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Carrieres de Lumieres: häufige Fragen
Wo liegen die Carrieres de Lumieres?
Die Anlage liegt am Fuß von Les Baux-de-Provence im Val d’Enfer. Das Gebiet gehört zu den Alpilles im Süden Frankreichs.
Was bietet ein Besuch?
In den ehemaligen Kalksteinräumen laufen großformatige Projektionen zu Kunstwerken. Bilder erscheinen auf Wänden, Pfeilern und Böden und werden mit Musik verbunden.
Was kennzeichnet den Ort?
Carrieres de Lumieres verbindet einen historischen Kalksteinbruch mit digitaler Kunst. Zur Geschichte gehören die Steinverarbeitung, Bauxit und Jean Cocteaus Film von 1959.
