Canon del Sumidero und die steilen Wände von Chiapas
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 22:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Canon del Sumidero liegt nördlich von Chiapa de Corzo im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Der Grijalva durchquert eine tiefe Schlucht, deren Felswände stellenweise über 1.000 Meter aufragen. Wasser, Kalkstein und dicht bewachsene Hänge bestimmen das Bild.
Canon del Sumidero zwischen Flussbett und Felswänden
Der Grijalva bildet die sichtbare Achse der Schlucht. Von Chiapa de Corzo zieht sich das Flussbett durch einen engen Korridor, dessen Wände aus großer Höhe zum Wasser abfallen. Die schmale Passage misst rund 13 Kilometer; der Fluss beschreibt darin enge Richtungswechsel.
Die Felswände bestehen vor allem aus Kalkstein und erreichen an einzelnen Stellen mehr als 1.000 Meter über dem Fluss. Kalksteinwände bis 1.000 Meter zeigen dabei unterschiedliche Schichten und Einschnitte. Höhlen, Spalten und kleine Wasserfälle unterbrechen die nahezu senkrechten Flächen.
Canon del Sumidero als geologischer Querschnitt
Die Entstehung der Schlucht steht mit Bewegungen der Erdkruste und der Erosion durch den Grijalva in Verbindung. Die sichtbaren Gesteine bewahren Sedimente aus einer Zeit, in der marine Ablagerungen die Grundlage für den Kalkstein bildeten.
Die geologische Geschichte reicht über Millionen Jahre zurück. Der Fluss vertiefte sein Bett, während tektonische Bewegungen die Gesteinsschichten anhoben und trennten. Dadurch entstand ein Landschaftsraum mit steilen Wänden, Terrassen, Hohlräumen und schmalen Seiteneinschnitten.
Das Gelände gehört zur zentralen Senke von Chiapas. Zwischen Flussniveau und den höher gelegenen Rändern liegen deutliche Höhenunterschiede. Von Aussichtspunkten erscheinen die Wasserfläche und die Felswände als zusammenhängender Querschnitt durch die Landschaft.
Canon del Sumidero im Nationalpark
Der Parque Nacional Cañón del Sumidero wurde am 8. Dezember 1980 als Nationalpark ausgewiesen. Das Schutzgebiet umfasst 21.789 Hektar und erstreckt sich über Gebiete von Chiapa de Corzo, Tuxtla Gutiérrez, San Fernando, Osumacinta und Soyaló. Am 8. Dezember 1980 ausgewiesen verbindet den Schutz der Schlucht mit dem Erhalt ihrer Lebensräume.
Zum Park gehören trockene und halbfeuchte Waldgesellschaften, Kiefern- und Eichenbestände sowie Uferbereiche am Grijalva. Klammeraffen und Amerikanische Krokodile gehören zu den Tieren, die mit dem Schutzgebiet verbunden sind. Auch die Vogelwelt besitzt eine große Bedeutung für den Naturraum.
Der Nationalpark ist zugleich als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention erfasst. Ramsar-Gebiet mit 21.789 Hektar beschreibt die Verbindung aus Fluss, überfluteten Bereichen, Felswänden und Vegetation.
Canon del Sumidero besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Canon del Sumidero liegt nördlich von Chiapa de Corzo und nahe Tuxtla Gutiérrez. Der Zugang zum Fluss erfolgt über Anlegestellen bei Chiapa de Corzo; Aussichtspunkte liegen an den Höhenrändern des Parks.
- Eine Bootsfahrt verläuft auf dem Grijalva zwischen hohen Kalksteinwänden. Vom Wasser aus liegen Höhlen, Felsspalten, Wasserfälle und bewachsene Hänge auf Höhe des Flusskorridors.
- Die Uferbereiche und die Hänge gehören zu einem geschützten Naturraum. Im Park wechseln trockene Waldflächen, Felswände und Wasserflächen auf engem Raum.
- Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Mexikanischen Pesos.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Canon del Sumidero auf Social-Media-Plattformen
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Canon del Sumidero: häufige Fragen
Wo liegt Canon del Sumidero?
Canon del Sumidero liegt im Bundesstaat Chiapas nördlich von Chiapa de Corzo und nahe Tuxtla Gutiérrez. Der Grijalva verläuft durch die Schlucht.
Was bietet ein Besuch?
Eine Bootsfahrt zeigt den Flusskorridor, Kalksteinwände, Höhlen, Felsspalten und Wasserfälle. Aussichtspunkte erschließen die Schlucht von den oberen Rändern.
Was kennzeichnet Canon del Sumidero?
Die Schlucht verbindet einen tief eingeschnittenen Flusslauf mit Felswänden von mehr als 1.000 Metern Höhe. Der Nationalpark schützt außerdem Waldflächen und Uferlebensräume.
