Cabo de Formentor, Mallorca Reise

Cabo de Formentor: Mallorcas dramatisches Ende der Welt

05.06.2026 - 05:48:22 | ad-hoc-news.de

Cabo de Formentor, das Cap de Formentor auf Mallorca in Spanien, ist eine der spektakulärsten Küstenlandschaften Europas – was macht diesen wilden Felsvorsprung für Reisende aus Deutschland so einzigartig?

Cabo de Formentor, Mallorca Reise, Spanien Wahrzeichen
Cabo de Formentor, Mallorca Reise, Spanien Wahrzeichen

Wer zum ersten Mal am Cabo de Formentor steht, dem Cap de Formentor (sinngemäß „Kap der Windspitzen“) an der Nordspitze Mallorcas, hat das Gefühl, am Ende der Welt zu stehen: steil abfallende Klippen, tosende Brandung, gleissendes Licht und ein scheinbar endloses Meer, das sich bis zum Horizont zieht.

Der Wind pfeift um den Leuchtturm, Möwen kreisen in der Thermik, und weit unterhalb glitzert das Wasser in tiefem Türkis – ein Sinnesrausch, der Cabo de Formentor zu einem der symbolträchtigsten Küstenorte Spaniens macht.

Cabo de Formentor: Das ikonische Wahrzeichen von Mallorca

Das Cabo de Formentor ist die äußerste Nordostspitze der Baleareninsel Mallorca und gehört zur Gemeinde Pollença. Die Halbinsel Formentor trennt die Bucht von Pollença von der Bucht von Alcúdia und ragt als schroffe Landzunge mehrere Kilometer weit ins Mittelmeer hinein. Charakteristisch sind die bis zu mehreren hundert Meter hohen Steilklippen, die schmalen Serpentinenstraßen und spektakuläre Aussichtspunkte, von denen aus sich Blicke über die gesamte Nordküste der Insel eröffnen.

Spanische und deutsche Reisemagazine beschreiben das Kap seit Jahren als eine der „Postkartenansichten“ Mallorcas: Das Zusammenspiel aus Kalksteinfelsen der Serra de Tramuntana, intensiv blauem Meer und der exponierten Lage des Leuchtturms macht den Ort zu einem visuellen Symbol der Insel. Für viele Besucher ist der Blick vom Mirador Es Colomer – einem berühmten Aussichtspunkt auf dem Weg zum Kap – der Moment, in dem Mallorca nicht mehr nur mit Stränden, sondern mit dramatischer Gebirgslandschaft verbunden wird.

Für Reisende aus Deutschland besitzt Cabo de Formentor eine besondere Anziehung: Es ist ein Ziel, das sich gut in einen klassischen Mallorca-Urlaub integrieren lässt, aber eine ganz andere Seite der Insel zeigt als die bekannten Badeorte. Während im Süden Strände und Urbanität dominieren, stehen am Cap Ruhe, Naturgewalt und Weite im Vordergrund.

Geschichte und Bedeutung von Cap de Formentor

Die Halbinsel Formentor ist seit Jahrhunderten ein wichtiger Orientierungspunkt für die Schifffahrt im westlichen Mittelmeer. Aufgrund der exponierten Lage und der gefährlichen Klippen war die Nordküste Mallorcas stets gefürchtet. Um die Navigation sicherer zu machen, entstand am äußersten Punkt der Halbinsel ein Leuchtturm, der bis heute als markantes Seezeichen dient. Der Turm steht hoch über den Klippen und sendet nachts sein Licht weit hinaus über das Meer, um Schiffe vor der Küste zu warnen.

Im 20. Jahrhundert rückte Formentor stärker ins öffentliche Bewusstsein, als die Region sich zu einem Rückzugsort für Künstler, Intellektuelle und wohlhabende Reisende entwickelte. Auf der Halbinsel wurde ein luxuriöses Hotel errichtet, das Gäste aus ganz Europa anzog. Für deutsche Reisende war und ist der Norden Mallorcas zudem leicht erreichbar, da der Flughafen der Insel gut an internationale Drehkreuze angeschlossen ist. So wurde Cap de Formentor im Laufe der Zeit vom reinen nautischen Orientierungspunkt zu einem kulturellen Symbol für Naturerlebnis und Exklusivität.

Die mallorquinische Gesellschaft misst Formentor eine hohe landschaftliche und identitätsstiftende Bedeutung bei. Die Halbinsel ist Teil eines empfindlichen Ökosystems im Übergang zwischen Mittelgebirge und Küste. Teile der Serra de Tramuntana sind als UNESCO-Welterbestätte im Bereich Kulturlandschaft ausgezeichnet, und auch wenn das äußerste Kap als solches nicht separat gelistet wird, steht es doch in direktem landschaftlichen Zusammenhang mit diesem Schutzgebiet. Naturschutzorganisationen und Behörden betonen immer wieder den Wert der Region als Rückzugsort für seltene Vogelarten und als Beispiel mediterraner Küstenvegetation.

Gleichzeitig ist Cabo de Formentor ein identitätsstiftendes Motiv in der mallorquinischen Kunst und Fotografie. Zahlreiche Bildbände über die Insel führen das Kap auf ihren Titelseiten oder im ersten Kapitel. Für viele Einheimische ist der Blick auf Formentor ebenso typisch für die Insel wie die Silhouette der Kathedrale von Palma.

Architektur, Landschaft und besondere Merkmale

Architektonisch dominiert der Leuchtturm von Formentor das Bild. Er steht auf einer exponierten Felsnase und ist über eine schmale, kurvenreiche Straße erreichbar. Der Turm ist funktional gestaltet, wie viele Leuchttürme des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts im Mittelmeerraum. Der Anblick wirkt dennoch monumental, weil der weiße Turmschaft klar vom grauen Kalkstein und dem intensiven Blau der Umgebung kontrastiert. Das Ensemble aus Leuchtturmgebäude und umgebenden Mauern schmiegt sich in die natürliche Topografie ein, sodass Architektur und Landschaft ineinandergreifen.

Die Straße, die von Port de Pollença über Mirador Es Colomer zum Kap führt, ist selbst eine ingenieurtechnische Besonderheit. In engen Kehren windet sie sich an den Hängen entlang, immer wieder mit spektakulären Ausblicken. Für viele Besucher gehört schon die Anfahrt zum Erlebnis, ähnlich wie bekannte alpinen Passstraßen, allerdings hier mit Meerespanorama statt mit Gletschern. Für deutsche Autofahrer ist die Straße in der Regel gut befahrbar, verlangt aber Konzentration – insbesondere in der Hauptsaison, wenn viele Mietwagen, Reisebusse und Fahrräder unterwegs sind.

Landschaftlich ist Cap de Formentor geprägt von schroffem Kalkstein, Macchia- und Garrigue-Vegetation sowie vereinzelten Kiefern. Die Steilküsten fallen mancherorts fast senkrecht bis ins Meer ab. Je nach Tageszeit erscheinen Felsen und Wasser in völlig anderem Licht: morgens weich und pastellig, mittags hart und kontrastreich, abends warm und goldfarben. Diese Lichtwechsel machen die Region zu einem beliebten Ziel für Fotografen und Filmproduktionen.

Ein besonderes Merkmal des Gebiets sind die Aussichtspunkte entlang der Zufahrtsstraße. Der Mirador Es Colomer bietet einen Blick auf einen markanten, ins Meer ragenden Felsblock, der an die Form eines Kolumbus-Eis erinnert. Weitere Haltepunkte erlauben Blicke tief in Einschnitte der Küste, auf versteckte Buchten und auf die teils karge, teils bewaldete Hügellandschaft der Halbinsel. Viele Reiseführer empfehlen, vom Morgen bis zum späten Nachmittag mehrere Stopps einzulegen, um unterschiedliche Perspektiven zu erleben.

Auch unter dem Meeresspiegel ist Formentor interessant: In der Region gibt es Meeresbereiche mit Seegraswiesen, die als wichtiger Lebensraum im Mittelmeer gelten. Die klaren Gewässer ziehen Schnorchler und Taucher an, auch wenn direkt am Kap selbst der Zugang zum Wasser wegen der Klippen stark eingeschränkt ist. Badestellen und kleinere Strände finden sich eher in den geschützten Buchten der Umgebung, etwa an der Platja de Formentor.

Cabo de Formentor besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland ist Cabo de Formentor ein gut erreichbares, aber dennoch anspruchsvolles Ausflugsziel. Die folgende Übersicht bündelt praktische Informationen mit Blick auf Planung, Anreise und Verhalten vor Ort.

  • Lage und Anreise
    Das Cabo de Formentor liegt im Norden Mallorcas, rund 70 bis 75 km vom Flughafen Palma de Mallorca entfernt. Von Deutschland bestehen ganzjährig und saisonal zahlreiche Flugverbindungen von großen Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg nach Palma. Die Flugzeit beträgt je nach Abflugort in der Regel etwa 2 bis 2,5 Stunden. Vom Flughafen aus führt eine gut ausgebaute Straßenverbindung über die Autobahn in Richtung Inca und weiter nach Pollença. Von dort geht es über eine Landstraße und die berühmte Formentor-Straße zum Kap. Alternativ können Reisende mit dem Linienbus oder mit geführten Ausflugsbussen fahren, die insbesondere in der Hauptsaison angeboten werden. Bahnverbindungen innerhalb Mallorcas enden im Raum Inca oder Sa Pobla; für den letzten Abschnitt sind Bus oder Mietwagen notwendig.
  • Verkehrsregelungen und Zufahrt
    In den vergangenen Jahren wurden in der Hochsaison zeitweise Verkehrsbeschränkungen auf der Straße nach Formentor eingeführt, um Umweltbelastung und Staus zu reduzieren. In einigen Perioden war die Zufahrt mit Privat-Pkw tagsüber begrenzt und es fuhren Shuttlebusse von ausgewiesenen Parkplätzen. Da sich Details solcher Regelungen ändern können, sollten Reisende vorab aktuelle Informationen bei der lokalen Tourismusbehörde von Pollença, bei offiziellen Stellen der Balearenregierung oder bei ihrem Hotel einholen. Wer mit dem Mietwagen fährt, sollte insbesondere in der Hochsaison früh morgens oder später nachmittags starten, um dem größten Andrang und der stärksten Hitze zu entgehen.
  • Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
    Das Kap selbst ist als Landschaft frei zugänglich, die Straße kann jedoch temporären Regelungen unterliegen. Der Bereich um den Leuchtturm ist teilweise durch Begrenzungen und Geländer gesichert, dennoch handelt es sich um freies Gelände ohne durchgängige Bewachung. Öffnungszeiten können sich ändern, etwa in Zusammenhang mit Verkehrskonzepten oder eventuellen Arbeiten am Leuchtturm oder an der Straße. Deshalb gilt: Öffnungszeiten und Zugänglichkeit sollten kurz vor einem Besuch direkt über offizielle Informationsquellen zu Cabo de Formentor oder die Tourismusinformation in Pollença und auf Mallorca geprüft werden. Wer vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang unterwegs ist, sollte die eingeschränkte Sicht und mögliche Sperrungen berücksichtigen.
  • Eintritt
    Der Besuch der Landschaft am Cabo de Formentor ist grundsätzlich kostenlos. Es kann jedoch vorkommen, dass Parkplätze gebührenpflichtig sind oder dass für Shuttlebusse Tickets zu lösen sind. Die genaue Höhe solcher Gebühren variiert und kann sich ändern; Reisende sollten daher ein gewisses Budget für Parken und Transport einplanen und aktuelle Hinweise vor Ort beachten. Da sich Preise und Modalitäten im Laufe der Zeit anpassen können, empfiehlt sich ein Blick in aktuelle Reiseführer oder auf Informationen offizieller Stellen kurz vor Reiseantritt.
  • Beste Reisezeit
    Für den Besuch des Cap de Formentor eignen sich vor allem die Monate außerhalb der größten Sommerhitze. Frühling und Herbst bieten häufig angenehme Temperaturen, klarere Sicht und weniger Andrang als die Hochsaison. Im Hochsommer kann es tagsüber sehr heiß werden, während gleichzeitig viele Besucher unterwegs sind. Wer im Sommer reist, sollte möglichst früh morgens oder zum späten Nachmittag fahren. Diese Tageszeiten bieten zudem besonders schönes Licht für Fotos. Im Winter kann das Wetter wechselhaft sein, mit starken Winden und gelegentlichen Regenschauern, doch die Landschaft wirkt dann besonders rau und ursprünglich. Für deutsche Reisende, die Ruhe suchen, sind Randzeiten abseits von Feiertagen und Schulferien vorteilhaft.
  • Wetter und Sicherheit
    Die Nordküste Mallorcas ist für kräftige Winde und plötzliche Wetterumschwünge bekannt. Starker Wind kann an exponierten Aussichtspunkten und am Leuchtturm die Sicherheit beeinträchtigen, insbesondere an Geländern und Treppen. Festes Schuhwerk, winddichte Kleidung und Vorsicht an Abgründen sind wichtig. Kinder sollten an den Geländern nicht unbeaufsichtigt sein. Viele Bereiche haben keine hohen Absperrungen, um den Blick nicht zu verstellen, daher ist Eigenverantwortung entscheidend. Bei sehr starkem Wind, Nebel oder Regen kann es sinnvoll sein, den Besuch zu verschieben.
  • Sprache und Kommunikation
    Auf Mallorca sind Kastilisch (Spanisch) und Katalanisch (in der regionalen Variante Mallorquí) Amtssprachen. In touristisch geprägten Regionen wie Pollença, Port de Pollença und den wichtigsten Aussichtspunkten am Formentor wird in der Regel auch Englisch gesprochen. Deutsch ist weit verbreitet, insbesondere in Hotels, in vielen Restaurants und in Geschäften in den größeren Ferienorten. Direkt am Kap selbst sind weniger Serviceeinrichtungen vorhanden, daher sollte man nicht davon ausgehen, überall deutschsprachige Unterstützung zu erhalten. Grundkenntnisse auf Englisch oder einige spanische Höflichkeitsfloskeln sind hilfreich.
  • Zahlung und Kosten
    Spanien gehört zur Eurozone, sodass anfallende Ausgaben, etwa für Parken, Shuttlebusse, Snacks oder Getränke auf dem Weg, in Euro bezahlt werden. Kartenzahlung ist auf Mallorca weit verbreitet, insbesondere bei Tankstellen, größeren Cafés und Hotels. Kleinere Beträge, etwa an kleinen Kiosken oder bei Parkgebührenautomaten, lassen sich jedoch oft am unkompliziertesten bar begleichen. Für Reisende aus Deutschland funktionieren gängige Kreditkarten und in vielen Fällen auch Girokarten, allerdings können individuelle Bankkonditionen variieren. Mobile Payment über Smartphone wird zunehmend akzeptiert, jedoch nicht überall.
  • Trinkgeldkultur
    In Spanien ist ein moderates Trinkgeld üblich, insbesondere in Restaurants, Bars und bei Taxifahrten. Üblich sind etwa 5 bis 10 % bei gutem Service. Bei organisierten Ausflügen zum Cap de Formentor wird ein kleines Trinkgeld für Fahrer oder Guides geschätzt, ist aber freiwillig. Auf Parkplätzen oder an Aussichtspunkten ohne offiziellen Service ist kein Trinkgeld notwendig. Reisende aus Deutschland können sich an den in Südeuropa üblichen Gepflogenheiten orientieren, ohne zu übertreiben.
  • Kleiderordnung und Ausstattung
    Es gibt keine formelle Kleiderordnung für den Besuch von Cabo de Formentor. Doch aufgrund des wechselhaften Winds und der oft intensiven Sonne empfiehlt sich praktische, dem Wetter angepasste Kleidung: festes Schuhwerk, Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnenschutzmittel und ausreichend Trinkwasser. Besonders im Sommer ist der UV-Index hoch, und die Reflexion an Felsen und Wasser verstärkt die Wirkung. Wer empfindlich auf Sonne reagiert, sollte auch bei scheinbar milder Temperatur auf entsprechenden Schutz achten. In der Nebensaison und bei Wind sind eine leichte Jacke oder Windbreaker sinnvoll.
  • Fotografie und Drohnen
    Cabo de Formentor ist ein Traumziel für Fotografen. Weitwinkelaufnahmen von Klippen und Meer, Teleaufnahmen von Vogelflug und Details der Küstenlinie bieten vielfältige Motive. Reisende sollten darauf achten, sich beim Fotografieren nicht zu gefährlich an Abgründe zu wagen. Der Einsatz von Drohnen ist in Spanien reguliert und unterliegt bestimmten Regeln, insbesondere in der Nähe von Schutzgebieten und Menschenansammlungen. Wer eine Drohne einsetzen möchte, sollte sich vorab über aktuelle Vorschriften informieren und gegebenenfalls Genehmigungen einholen. Spontanes Fliegen ohne Kenntnis der Regeln kann zu Bußgeldern führen.
  • Einreisebestimmungen
    Spanien ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise nach Spanien in der Regel mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass möglich. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreisehinweise und eventuelle spezielle Regelungen stets rechtzeitig beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für medizinische Versorgung innerhalb der EU ist die europäische Krankenversicherungskarte, die in der Regel auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte abgedruckt ist, hilfreich. Eine ergänzende Auslandsreiseversicherung kann je nach individueller Situation sinnvoll sein.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Mallorca liegt wie der größte Teil Spaniens in der Mitteleuropäischen Zeitzone. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht daher keine Zeitverschiebung: Im Winter gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), im Sommer die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Dadurch ist die Umstellung unkompliziert, und bei Flugzeiten müssen keine Zeitzonenwechsel einkalkuliert werden.

Warum Cap de Formentor auf jede Mallorca-Reise gehört

Cabo de Formentor ist kein Ort, den man nur besucht, um ein weiteres Häkchen auf einer Liste von Sehenswürdigkeiten zu setzen. Es ist ein Erlebnisraum, in dem Landschaft, Licht, Wind und Meer auf besondere Weise zusammenspielen. Für viele Reisende aus dem deutschsprachigen Raum wird hier der oft gehörte Satz „Mallorca ist mehr als Strand und Party“ unmittelbar erfahrbar. Statt Strandliegen und Strandpromenaden gibt es hier schmale Serpentinen, steile Abgründe und weite Horizonte.

Besonders eindrücklich ist der Wechsel der Eindrücke entlang der Route. Wer von Pollença aus fährt, beginnt in einer vergleichsweise sanften Hügellandschaft mit Kiefern, passiert den Mirador Es Colomer mit seinem markanten Felsen und nähert sich dann immer weiter der nackten Felswelt des Kaps. Jeder Haltepunkt eröffnet neue Perspektiven auf das Meer und die Küste. An klaren Tagen reicht der Blick weit über die Bucht von Pollença hinaus, und das dreidimensionale Relief der Serra de Tramuntana lässt sich beeindruckend nachvollziehen.

Für Familien mit Kindern bietet die Tour eine gute Möglichkeit, Naturerlebnis mit Abenteuergefühl zu verbinden. Die Straße, die Aussichtspunkte, der Leuchtturm – alles wirkt ein bisschen wie eine Filmkulisse. Gleichzeitig können Reisende vor allem außerhalb der Hochsaison auch ruhigere Momente finden: Ein früher Morgen am Kap, wenn nur wenige Menschen unterwegs sind, vermittelt eine fast meditative Stimmung, die im Kontrast zu den lebhaften Ferienorten der Insel steht.

Für Aktivurlauber, insbesondere Radfahrer und Wanderer, ist die Region ein reizvolles Gebiet. Ambitionierte Rennradfahrer nutzen die Straße nach Formentor als Trainingsstrecke, die durch ihre Steigungen und Kurven fordert, aber mit spektakulären Aussichten belohnt. Wanderer finden in der Umgebung verschiedene Routen, die zu Aussichtspunkten und durch die charakteristische Vegetation der Halbinsel führen. Da Wegmarkierungen und Schwierigkeitsgrade je nach Strecke variieren, ist eine gute Vorbereitung mit aktuellen Karten- oder App-Informationen wichtig.

Kulturell lässt sich ein Besuch des Caps ideal mit einem Aufenthalt in Pollença oder Port de Pollença kombinieren. Beide Orte haben eine gewachsene Struktur, mit historischen Zentren, Plätzen und einer Vielzahl an Restaurants, in denen mallorquinische Küche und internationale Gerichte serviert werden. So wird aus dem Ausflug an die wilderen Nordspitze der Insel ein Tagesprogramm, das Natur, Bewegung und kulinarische Erlebnisse verbindet.

Auch für Fotografen, Influencer und Social-Media-affine Reisende ist Cap de Formentor ein Attraktionspunkt. Die dramatischen Klippen, das wechselnde Licht und der ikonische Leuchtturm bieten Motive, die in sozialen Netzwerken immer wieder hohe Aufmerksamkeit erzielen. Wer authentische Bilder statt überfüllter Hotspots sucht, sollte dennoch besonders auf Nachhaltigkeit und Respekt gegenüber Natur und Mitreisenden achten: keine Abfälle hinterlassen, keine gefährlichen Kletteraktionen für Selfies und Rücksichtnahme an den Aussichtspunkten tragen dazu bei, dass die Region auch langfristig erlebbar bleibt.

Cabo de Formentor in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Cabo de Formentor ist in den sozialen Medien zu einem visuellen Symbol für die „andere Seite“ Mallorcas geworden: weniger Strand, mehr Fels und Freiraum. Reisende teilen ihre Sonnenaufgänge am Kap, Drohnenaufnahmen (wo erlaubt) von der Kliffküste und Roadtrip-Videos entlang der Serpentinenstraße. Unter Hashtags rund um Formentor finden sich Bilder, die von minimalistischen Landschaftsaufnahmen bis zu inszenierten Reiseporträts reichen. Besonders beliebt sind Panoramaaufnahmen vom Mirador Es Colomer und weite Blicke vom Leuchtturm hinunter in die Tiefe. Für deutschsprachige Reisende bieten die Social-Media-Feeds eine gute Inspirationsquelle, zugleich aber auch einen Anlass, die eigene Reise bewusster und nachhaltiger zu planen.

Häufige Fragen zu Cabo de Formentor

Wo liegt Cabo de Formentor genau?

Cabo de Formentor liegt an der Nordostspitze Mallorcas in Spanien, auf der Halbinsel Formentor in der Gemeinde Pollença. Es markiert einen der nördlichsten Punkte der Insel und trennt die Bucht von Pollença von der Bucht von Alcúdia. Von Palma de Mallorca sind es etwa 70 bis 75 km mit dem Auto, je nach Route.

Wie gelangt man am besten von Deutschland zum Cap de Formentor?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel nach Palma de Mallorca, mit Flugzeiten von etwa 2 bis 2,5 Stunden von großen Flughäfen wie Frankfurt, München oder Berlin. Vom Flughafen aus führt eine gut ausgebaute Straßenverbindung über Inca und Pollença auf die Halbinsel Formentor. Für den letzten Abschnitt nutzen die meisten einen Mietwagen, organisierte Ausflugsbusse oder saisonal eingesetzte Shuttlebusse, wenn Verkehrsbeschränkungen gelten.

Was macht Cap de Formentor so besonders?

Cap de Formentor ist bekannt für seine dramatische Steilküste, den exponierten Leuchtturm und die wechselnden Lichtstimmungen über Meer und Bergen. Die schmale, kurvenreiche Straße mit ihren Aussichtspunkten bietet spektakuläre Panoramen, die sich stark von den typischen Strandlandschaften Mallorcas unterscheiden. Das Kap gilt daher als Symbol für die wilde, ursprüngliche Seite der Insel und ist ein beliebtes Motiv in Fotografie und Social Media.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Am angenehmsten ist ein Besuch im Frühling oder Herbst, wenn Temperaturen und Besucherandrang moderater sind und die Sicht oft besonders klar ist. Im Hochsommer bieten sich frühe Morgenstunden oder der späte Nachmittag an, um Hitze und Staus zu umgehen. Im Winter kann es windig und wechselhaft sein, aber die Stimmung ist dann besonders rau und einsam. Generell lohnt es sich, auf Wetterprognosen zu achten und bei starkem Wind oder Nebel vorsichtig zu sein.

Ist Cabo de Formentor auch für Familien mit Kindern geeignet?

Ja, Cabo de Formentor kann ein eindrucksvolles Ziel für Familien sein, erfordert aber Umsicht. Die Aussichtspunkte liegen teils direkt an steilen Abhängen, weshalb Kinder nicht unbeaufsichtigt an die Geländer gelassen werden sollten. Mit guter Planung, ausreichend Pausen und geeigneter Kleidung lässt sich die Fahrt für Familien gut gestalten. In Kombination mit einem Besuch in Pollença oder an einem Strand in der Umgebung ergibt sich ein abwechslungsreicher Ausflugstag.

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