Butchart Gardens, Reise

Butchart Gardens: Kanadas Traumgarten vor Victoria entdecken

03.06.2026 - 11:11:08 | ad-hoc-news.de

Die Butchart Gardens in Brentwood Bay bei Victoria gehören zu Kanadas berühmtesten Gärten. Warum dieser historische Steinbruch heute ein Blumenparadies ist – und was Reisende aus Deutschland wissen sollten.

Butchart Gardens, Reise, Wahrzeichen
Butchart Gardens, Reise, Wahrzeichen

Wenn sich in Brentwood Bay bei Victoria Millionen von Blüten über einen ehemaligen Kalksteinbruch legen, dann stehen Besucher in den legendären Butchart Gardens – einem der berühmtesten Schau- und Landschaftsgärten Kanadas. Die Butchart Gardens („Butchart-Gärten“) verbinden Gartenkunst, Familiengeschichte und kanadische Natur zu einem Gesamtkunstwerk, das besonders für Reisende aus Deutschland ein lohnendes Ziel auf Vancouver Island ist.

Butchart Gardens: Das ikonische Wahrzeichen von Brentwood Bay

Die Butchart Gardens liegen in Brentwood Bay auf der Saanich-Halbinsel, rund 20 km nördlich von Victoria im Westen Kanadas. Der privat angelegte Garten gilt heute als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von British Columbia und ist ein Wahrzeichen des Großraums Victoria. Besucher erleben eine sorgfältig komponierte Folge unterschiedlich gestalteter Gartenräume – von üppigen Blumenrabatten über japanische Ruheinseln bis zu mediterran angehauchten Terrassen.

Der besondere Reiz der Butchart Gardens liegt im Kontrast: Wo zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Steinbruch für Zementrohstoffe klaffte, breitet sich heute ein versenkter Blumengarten aus, der vom Frühling bis in den späten Herbst hinein farblich ständig sein Gesicht verändert. Viele deutsche Reiseführer, darunter große Marken wie Marco Polo und ADAC, beschreiben die Anlage als „klassisches Highlight“ für jede Vancouver-Island-Reise und stellen sie auf eine Stufe mit ikonischen Gartenanlagen wie dem Keukenhof in den Niederlanden – nur eben als ganzjährig erlebbares Ensemble im pazifischen Klima Kanadas.

Offizielle Tourismusseiten der Region Victoria und von Destination British Columbia bezeichnen die Butchart Gardens als eine „National Historic Site of Canada“, also als staatlich anerkannte historische Stätte. Damit wird die kulturelle und gartenhistorische Bedeutung der Anlage unterstrichen, die über ein reines Ausflugsziel hinausgeht.

Geschichte und Bedeutung von Butchart Gardens

Die Geschichte der Butchart Gardens beginnt mit Industrie statt mit Rosen: Anfang des 20. Jahrhunderts betrieb der Unternehmer Robert Pim Butchart auf der Saanich-Halbinsel einen Kalksteinbruch und ein Zementwerk. Als die Steinreserven erschöpft waren, blieb eine ausgebeutete Grube zurück – eine kahle Narbe in der Landschaft. Seine Frau Jennie Butchart begann um 1904, dieses Gelände in einen Garten zu verwandeln. Sie ließ Erde heranbringen, Terrassen formen und Wege anlegen und pflanzte die ersten Bäume und Sträucher. Der Kern des heutigen „Sunken Garden“ (Versunkener Garten) geht direkt auf diese Pionierarbeit zurück.

Gartenhistoriker und Reiseführer betonen immer wieder, wie ungewöhnlich diese Transformation zur damaligen Zeit war: Statt die Industriebrache sich selbst zu überlassen, wurde sie zu einem ästhetisch gestalteten Landschaftsraum – ein frühes Beispiel für Renaturierung mit künstlerischem Anspruch. Später kamen weitere Gartenbereiche hinzu. Ein italienischer Garten ersetzte das ehemalige Tennisfeld der Familie, der Rosengarten entstand dort, wo früher die Gemüsegärten lagen, und ein japanisch geprägter Garten entwickelte sich entlang eines natürlich verlaufenden Bachs.

Die Gärten wurden über Generationen in Familienbesitz weitergeführt. Nach Jennie und Robert Butchart pflegten ihre Nachkommen die Anlage, öffneten sie immer stärker für die Öffentlichkeit und entwickelten neue Besuchsangebote. Kanadische Medien und Tourismusbehörden verweisen darauf, dass die Butchart Gardens bis heute kein staatlicher Park, sondern ein privat geführtes Familienunternehmen sind – ein Grund, warum Service, Inszenierung und Pflegegrad besonders hoch ausfallen. Gleichzeitig verpflichtet der Status als „National Historic Site“ dazu, historische Strukturen und Gartengestaltung in ihrem Charakter zu bewahren.

Die gartenkulturelle Bedeutung reicht weit über Kanada hinaus. Fachbeiträge in Gartenmagazinen und Berichte etwa von National Geographic Deutschland ordnen die Butchart Gardens unter die weltbekannten Schauanlagen ein, die unterschiedliche europäische Gartentraditionen – englische Blumenrabatten, italienische Wasserachsen, japanische Landschaftsgärten – in einem Ensemble verbinden. So wird der Besuch auch zu einer Reise durch Gartengeschichte, die für Leserinnen und Leser aus Deutschland gut anschlussfähig ist, da viele Stilelemente aus Europa adaptiert und mit lokaler Botanik kombiniert wurden.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Butchart Gardens sind kein Garten im Sinne einer einheitlichen historischen Anlage, sondern ein bewusst komponiertes Mosaik verschiedener Stile. Besuchende bewegen sich auf einem Rundweg durch räumlich klar voneinander abgegrenzte Bereiche, die durch Sichtachsen, Treppen und Brücken miteinander verbunden sind. Die Wegeführung ist so angelegt, dass sich immer wieder neue Perspektiven öffnen – ein Prinzip, das auch in europäischen Landschaftsgärten wie Sanssouci oder dem Englischen Garten genutzt wird, hier aber auf kleinerer Fläche besonders intensiv wirkt.

Der vielleicht eindrucksvollste Teil ist der Sunken Garden, der im ehemaligen Steinbruch liegt. Von einem Aussichtspunkt am Rand des alten Kraters blickt man hinunter auf Terrassen, Rasenflächen, Blumeninseln und einen kleinen See, die in weichen Formen die harte Geometrie des alten Tagebaus überlagern. Hohe Koniferen bilden eine grüne Wand, die den Garten von der umliegenden Landschaft abschirmt und so einen intimen, fast theatralen Raum schafft.

Der Rosengarten präsentiert im Sommer hunderte Sorten, meist in klassischen Beetreihen und Pergolen. Hier dominieren Formen und Farben, die vielen deutschen Besucherinnen und Besuchern aus heimischen Rosengärten vertraut sind, allerdings in der Dichte und Sortenvielfalt eines professionellen Schau- und Versuchsgartens. Beschilderte Pflanzungen helfen, Sorten genauer kennenzulernen – ein Aspekt, der besonders Gartenliebhaber aus der DACH-Region anspricht.

Der Japanische Garten wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit Hilfe eines japanischen Landschaftsarchitekten angelegt, der Steinsetzungen, Wasserläufe, Brücken und Pflanzenauswahl im Geist ostasiatischer Gartentradtion gestaltete. Für deutsche Gäste ist er eine Gelegenheit, japanische Gartenphilosophie in Kanada zu erleben, ohne bis nach Ostasien reisen zu müssen. Moos, Ahorne, Bambus und Wasserbecken schaffen eine ruhige, meditative Atmosphäre, die als Gegenpol zu den farbintensiven Blumenbereichen wirkt.

Daneben gibt es einen italienisch inspirierten Garten mit symmetrischen Becken und formaler Bepflanzung, mediterran anmutende Terrassen mit Kübelpflanzen sowie weitläufigere Rasenflächen, auf denen in den Sommermonaten häufig Veranstaltungen stattfinden. Skulpturen, Brunnen und dekorative Objekte setzen Akzente, bleiben aber bewusst zurückhaltend, um die Pflanzen selbst in den Vordergrund treten zu lassen.

Die offizielle Verwaltung der Butchart Gardens weist darauf hin, dass das Gartenbild saisonal radikal wechselt: Im Frühling dominieren Tulpen, Narzissen und andere Zwiebelblumen, im Sommer folgen Stauden, Rosen und üppige Rabatten, im Herbst leuchten Ahorn und Herbstpflanzungen in warmen Farben. Im Winter werden Teile der Anlage mit Lichterketten und Installationen in eine Winter- und Weihnachtskulisse verwandelt. Auch Eislaufen ist saisonal möglich, wie aktuelle Stellenausschreibungen für den „Magic of Christmas“-Skating-Rink belegen – ein Detail, das deutlich macht, wie sehr die Anlage heute auch als inszenierter Erlebnisraum genutzt wird.

Im Vergleich zu bekannten deutschen Gartenanlagen sind die Butchart Gardens weniger durch eine große historische Gesamtarchitektur (wie Schloss Charlottenburg oder Herrenhausen) geprägt, sondern durch eine dramaturgische Abfolge von Gartenbildern. Für Reisende aus Deutschland wirkt dies oft überraschend modern, obwohl die Wurzeln mehr als 100 Jahre zurückreichen.

Butchart Gardens besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Besucherinnen und Besucher aus der DACH-Region sind die Butchart Gardens häufig Teil einer größeren Kanada-Reise, insbesondere einer Tour durch British Columbia oder einer Kombination mit einer Alaska-Kreuzfahrt. Viele Kreuzfahrten, die in Victoria anlegen, bieten Ausflüge zu den Butchart Gardens an, oft in den Abendstunden, wenn die Gärten stimmungsvoll beleuchtet sind.

  • Lage und Anreise
    Die Butchart Gardens liegen in Brentwood Bay auf Vancouver Island, rund 20 km nördlich von Victoria und etwa 100 km Luftlinie von Vancouver auf dem kanadischen Festland entfernt. Von Victoria aus fahren Linienbusse und Shuttle-Services, viele Reisende nutzen einen Mietwagen. Die Fahrtzeit ab Victoria liegt je nach Verkehr meist bei rund 30–40 Minuten. Von Vancouver aus ist eine Fährfahrt mit BC Ferries nach Swartz Bay nötig; von der Fähranlegestelle sind es dann noch etwa 20–30 Minuten mit dem Auto zu den Gärten. Reisende aus Deutschland erreichen Vancouver in der Regel mit Direktflügen ab Frankfurt oder saisonal ab München; die Flugzeit liegt grob bei 9–11 Stunden, genaue Verbindungen variieren nach Saison und Airline. Vancouver Island ist von Vancouver aus per Fähre oder Inlandsflug erreichbar.
  • Anreise aus der DACH-Region
    Von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) führen in der Regel Umsteigeverbindungen nach Vancouver (YVR) oder – mit weiterer Verbindung – nach Victoria (YYJ). Da Flugpläne sich häufig ändern, sollten aktuelle Verbindungen und Preise direkt bei Fluggesellschaften oder Reiseportalen geprüft werden. Innerhalb Nordamerikas verbinden zahlreiche Airlines Vancouver mit Victoria, alternativ ist die Kombination aus Flug nach Vancouver, Fährüberfahrt und Mietwagen eine landschaftlich reizvolle Option.
  • Öffnungszeiten
    Die Butchart Gardens sind grundsätzlich ganzjährig geöffnet, die genauen Öffnungszeiten variieren jedoch nach Saison, Tageslicht und Veranstaltungskalender. In den langen Sommertagen sind die Gärten meist bis in den Abend hinein zugänglich, während im Winter kürzere Öffnungszeiten üblich sind, teilweise ergänzt durch spezielle Abendprogramme mit Beleuchtung. Da sich Öffnungszeiten ändern können, sollten Besucher unmittelbar vor dem Besuch die offiziellen Angaben der Butchart Gardens prüfen.
  • Eintritt
    Der Eintrittspreis richtet sich nach Saison, Altersgruppe und teilweise nach Tageszeit. Es gibt verschiedene Tarife für Erwachsene, Kinder, Jugendliche und Senioren. Für Familien werden oft Kombiangebote angeboten. Die Preise werden auf der offiziellen Website der Butchart Gardens in kanadischen Dollar ausgewiesen; zur Orientierung kann mit typischen Wechselkursen in Euro umgerechnet werden, wobei Kurse Schwankungen unterliegen. Viele Reiseveranstalter und Kreuzfahrtanbieter integrieren den Eintritt bereits in ihren Ausflugspaketen. Da sich Preise ändern, sollte vorab die aktuelle Preisliste direkt bei den Butchart Gardens oder über seriöse Reiseveranstalter geprüft werden.
  • Beste Reisezeit
    Die wirkliche „beste“ Reisezeit hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Der Frühling (etwa April bis Mai) ist ideal für Zwiebelblumen, Tulpenfelder und frisches Grün – viele Besucher aus Europa fühlen sich an große Frühlingsgärten erinnert. Im Sommer (Juni bis August) zeigen sich die Rabatten in maximaler Fülle, der Rosengarten steht im Mittelpunkt und Veranstaltungen wie Konzerte bereichern den Besuch. Der Herbst (September bis Oktober) bietet warme Farben, weniger Andrang und intensives Laub, insbesondere in den japanisch geprägten Bereichen. Der Winter schließlich lebt von Beleuchtung, Weihnachtsdekoration und einer ganz eigenen Stimmung; manche Bereiche sind dann weniger üppig bepflanzt, dafür steht die Lichtinszenierung im Vordergrund. Für Reisende, die Blumen in voller Pracht sehen möchten, empfehlen viele Fachautor:innen Früh- bis Hochsommer; wer es ruhiger mag, findet im Herbst und an Werktagen entspanntere Besuchsbedingungen.
  • Besuchsdauer und Rundweg
    Für den Rundgang durch die Butchart Gardens sollten mindestens zwei bis drei Stunden eingeplant werden, bei großem Interesse an Fotografie, Pflanzen oder einfach zum Verweilen durchaus auch ein halber Tag. Der Weg ist weitgehend barrierearm gestaltet, teils mit leichten Steigungen und Treppen, für die es meist alternative Routen gibt. Familien mit Kinderwagen, Senior:innen und Personen mit eingeschränkter Mobilität finden nach Angaben der Betreiber entsprechende Infrastruktur wie Bänke, sanitäre Anlagen und – je nach Saison – Leihangebote für Rollstühle. Für Fotofans ist die frühe Morgen- oder späte Nachmittagszeit oft am stimmungsvollsten, da das Licht weicher ist und die Wege tendenziell weniger überfüllt sind.
  • Sprache, Beschilderung und Führung
    Kanada hat Englisch und Französisch als Amtssprachen, in British Columbia überwiegt Englisch deutlich. Die Beschilderung in den Butchart Gardens ist überwiegend auf Englisch, einzelne Hinweise können zweisprachig sein. Personal im Besucherzentrum und in den Gärten spricht in der Regel Englisch; Französisch wird teils ebenfalls gesprochen. Deutsch wird weniger verbreitet sein, doch viele Mitarbeitende sind durch den internationalen Besucherandrang an unterschiedliche Akzente und Kommunikationsstile gewöhnt. Für Reisende aus Deutschland sind Grundkenntnisse in Englisch sehr hilfreich. Audioguides, Broschüren oder Karten werden gelegentlich in mehreren Sprachen angeboten; ob Deutsch aktuell verfügbar ist, sollte kurzfristig vor dem Besuch geprüft werden.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Der Eintritt kann in der Regel mit Kreditkarte oder in bar in kanadischen Dollar (CAD) bezahlt werden. Kanada ist insgesamt ein kartenzahlungsfreundliches Land; gängige Kreditkarten (Visa, Mastercard, teilweise Amex) werden meist akzeptiert. Mobile Payment mit Apple Pay oder Google Pay ist in vielen Geschäften verbreitet, im ländlicheren Raum und in einzelnen Einrichtungen sollten Reisende jedoch nicht ausschließlich darauf vertrauen. Trinkgeld („Tip“) ist in Kanada in der Dienstleistungsbranche üblich, etwa in Restaurants, Cafés oder für besondere Serviceleistungen. In den Butchart Gardens selbst ist das Trinkgeldgeben eher bei Serviceleistungen wie Gastronomie relevant; an der Eintrittskasse oder im Souvenirshop besteht kein Zwang, extra Trinkgeld zu geben.
  • Klima und Kleidung
    Das Klima auf Vancouver Island ist gemäßigt maritim, mit milden Wintern und relativ kühlen, aber angenehm warmen Sommern. Temperaturen wechseln typischerweise zwischen etwa 10–25 °C in der Hauptbesuchssaison, können aber je nach Wetterlage abweichen. Da der Großteil des Besuchs im Freien stattfindet, ist wetterfeste Kleidung wichtig: eine leichte Regenjacke oder ein Schirm, bequeme, wasserfeste Schuhe und in den Übergangszeiten ggf. ein Pullover oder eine leichte Jacke. Besonders an der Küste kann es frischer sein als in der Stadt; Schichtenprinzip ist sinnvoll.
  • Fotografie und Verhalten
    Fotografieren ist in den Butchart Gardens üblicherweise für private Zwecke erlaubt und ausdrücklich erwünscht – die Blumen- und Landschaftsbilder sind ein wichtiger Teil des Besuchserlebnisses. Für kommerzielle Shootings, etwa Hochzeiten, Modeaufnahmen oder Filmproduktionen, gelten gesonderte Regeln und ggf. Gebühren. Die Betreiber bitten Besucher, auf den Wegen zu bleiben, Pflanzen nicht zu berühren oder zu pflücken und Rücksicht auf andere Gäste zu nehmen. Drohneneinsätze sind in vielen Gärten weltweit aus Sicherheits- und Datenschutzgründen eingeschränkt oder untersagt; wer Luftaufnahmen plant, sollte unbedingt im Vorfeld die offiziellen Bestimmungen prüfen.
  • Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
    Kanada hat eigene Einreisebestimmungen, die für deutsche Reisende je nach Reisedauer und -zweck unterschiedlich sein können. Für touristische Aufenthalte sind unter Umständen eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) oder ein Visum notwendig. Da Vorschriften sich ändern können, sollten deutsche Staatsbürger und Reisende aus der DACH-Region die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) sowie auf den offiziellen Seiten der kanadischen Behörden prüfen. Zusätzlich wird empfohlen, für Reisen nach Kanada eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, da die deutsche gesetzliche Krankenversicherung dort in der Regel nicht gilt.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Die Butchart Gardens liegen in der Zeitzone Pacific Time (PT). Gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) besteht in der Regel eine Zeitverschiebung von minus neun Stunden; während der europäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt die Differenz meist minus neun oder minus zehn Stunden, abhängig von der jeweiligen Umstellung in Europa und Nordamerika. Reisende sollten bei der Planung insbesondere An- und Abreisetage, Reservierungen und möglicherweise durch Jetlag eingeschränkte Leistungsfähigkeit berücksichtigen.

Warum Butchart Gardens auf jede Brentwood-Bay-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland ist Vancouver Island vor allem wegen Natur und Tierbeobachtung ein Traumziel: Wale vor der Küste, Regenwälder, raue Strände. Die Butchart Gardens fügen dieser Gleichung eine kunstvoll gestaltete, aber dennoch fest in der Region verwurzelte Kulturattraktion hinzu. Wer von der Innenstadt Victorias oder von einer Kreuzfahrt aus einen Ausflug nach Brentwood Bay unternimmt, erlebt an einem halben Tag eine verdichtete Form der pazifischen Pflanzenwelt – kuratiert, inszeniert und zugleich von der Geschichte eines Familienunternehmens getragen.

Im Vergleich zu vielen europäischen Gartenanlagen sind die Butchart Gardens betont publikumsorientiert. Gastronomie, Souvenirshop, vielfältige Sitzgelegenheiten und saisonale Veranstaltungen wie Feuerwerke oder Konzerte im Sommer machen den Besuch zu einem Rundum-Erlebnis. Familien finden viel Raum zum Spazierengehen, während Gartenenthusiast:innen sich an Pflanzkombinationen, Sortenvielfalt und gestalterischen Details orientieren können.

Die Lage zwischen Victoria, der Fährverbindung nach Vancouver und weiteren Zielen auf Vancouver Island macht die Butchart Gardens zudem zu einem idealen Zwischenstopp auf Rundreisen. Viele Reisende kombinieren einen Besuch mit einem Ausflug in die Innenstadt von Victoria, zu den Stränden der Saanich-Halbinsel oder zu Weingütern und Farmen in der Umgebung. Für Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet sich so eine abwechslungsreiche Tagesgestaltung: Stadt, Landschaft, Küste und Gartenkunst in kurzer Distanz.

Die emotionale Wirkung ist dabei schwer zu überschätzen: Der Blick hinunter in den versunkenen Garten, das Duftgemisch aus Rosen, Stauden und feuchter Erde, das Spiel von Licht und Schatten unter alten Bäumen – all dies hinterlässt bei vielen Besuchern eine bleibende Erinnerung. Reiseberichte in seriösen Medien schildern die Butchart Gardens häufig als Ort der Entschleunigung und des Staunens, der selbst erfahrene Vielreisende überrascht.

Butchart Gardens in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken zählen die Butchart Gardens zu den meistfotografierten Sehenswürdigkeiten in der Region Victoria. Besonders der Sunken Garden, der Rosengarten und die abendliche Beleuchtung während der Sommermonate und zur Weihnachtszeit finden sich auf zahlreichen Fotos und Videos. Viele Reisende teilen kurze Clips von Farbenwechseln im Jahreslauf, Zeitrafferaufnahmen von Wolkenschatten über dem ehemaligen Steinbruch oder ruhige Sequenzen aus dem Japanischen Garten. Für potenzielle Besucher aus der DACH-Region bieten diese Beiträge einen authentischen ersten Eindruck – ersetzen aber nicht die sinnliche Erfahrung vor Ort, etwa den Duft, die Geräusche und die Größe der Anlage.

Häufige Fragen zu Butchart Gardens

Wo liegen die Butchart Gardens genau?

Die Butchart Gardens befinden sich in Brentwood Bay auf der Saanich-Halbinsel, etwa 20 km nördlich von Victoria auf Vancouver Island an der Westküste Kanadas. Sie sind per Auto, Shuttle oder Linienbus von Victoria sowie nach einer Fährüberfahrt von Vancouver aus gut erreichbar.

Wie ist die Geschichte der Butchart Gardens?

Die Gärten entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts, als Jennie Butchart den erschöpften Kalksteinbruch ihres Mannes in einen Landschaftsgarten verwandelte. Aus der ehemaligen Industriegrube wurde der heute berühmte Sunken Garden, später kamen weitere Bereiche wie der Rosengarten, der Japanische und der Italienische Garten hinzu. Die Anlage blieb in Familienbesitz und wurde zur „National Historic Site of Canada“ erklärt.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Für den Rundgang durch die Butchart Gardens sind mindestens zwei bis drei Stunden empfehlenswert, bei Interesse an Fotografie, Botanik oder einem Restaurantbesuch eher ein halber Tag. Wer die Gärten in Ruhe erleben will, profitiert von Besuchen am frühen Vormittag oder späteren Nachmittag, wenn weniger Andrang herrscht.

Was ist die beste Reisezeit für die Butchart Gardens?

Die Gärten sind ganzjährig geöffnet, doch je nach Jahreszeit verändern sich die Schwerpunkte: Frühling für Zwiebelblumen und Frühlingsgrün, Sommer für üppige Beete, Rosen und Veranstaltungen, Herbst für intensive Laubfärbung und ruhigere Wege, Winter für Licht- und Weihnachtsinszenierungen. Viele Reisende aus der DACH-Region bevorzugen Früh- bis Hochsommer, während Gartenliebhaber auch den Herbst wegen der Farbenvielfalt schätzen.

Was sollten Reisende aus Deutschland bei der Planung beachten?

Wichtig sind ausreichend Zeit für An- und Abreise nach Vancouver Island, die Zeitverschiebung von rund neun Stunden sowie die Einreiseformalien für Kanada, die vorab beim Auswärtigen Amt und bei kanadischen Behörden geprüft werden sollten. Englischkenntnisse erleichtern die Kommunikation, Kartenzahlung ist weit verbreitet, und wetterfeste Kleidung macht den Besuch bei wechselhaftem Küstenklima angenehmer.

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