Butchart Gardens: Gartenkunst im ehemaligen Steinbruch von Brentwood Bay
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 19:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Butchart Gardens in Brentwood Bay auf Vancouver Island ist ein historischer Schaugarten, der aus einem ehemaligen Kalksteinbruch entstanden ist und seit Anfang des 20. Jahrhunderts als privater Landschaftsgarten gestaltet wird. Die Anlage geht auf Jennie Butchart zurück, die ab 1904 auf dem Gelände des Zementunternehmens ihres Mannes Robert Pim Butchart begann, einen vielfältigen Garten anzulegen, der später als National Historic Site of Canada anerkannt wurde.National Historic Site of Canada
Butchart Gardens: vom Kalksteinbruch zum versenkten Garten
Ausgangspunkt von Butchart Gardens war ein Kalksteinbruch, in dem Robert Pim Butchart Kalkstein für die Herstellung von Portlandzement gewinnen ließ.Kalksteinbruch für Portlandzement Als der Abbau in dem Steinbruch nicht mehr fortgesetzt wurde, nutzte Jennie Butchart die steil abfallenden Wände und die entstandene Vertiefung, um dort ein neues Gartenelement zu entwickeln. Das Ergebnis ist der Sunken Garden, ein tief liegender Gartenteil, in dem Wege, Rasenflächen und Beete sich über mehrere Ebenen verteilen und die Felswände in die Gestaltung einbezogen sind.Sunken Garden im ehemaligen Steinbruch
Der versenkte Garten bildet einen Kernbereich der Anlage, um den sich weitere Gartenräume gruppieren. Die Besucher bewegen sich auf Wegen, die von der oberen Bruchkante hinab in den Garten führen, und treffen dort auf eine Abfolge von Rasenflächen, Staudenrabatten und Gehölzen, die den ehemaligen Industriebereich vollständig überlagern. Die Gestaltung nutzt die Höhenunterschiede und die Einfassung durch Fels, um Blickachsen und abgeschlossene Räume zu schaffen, ohne die ursprüngliche Topografie des Bruches zu verdecken.
Japanischer, italienischer und Rosengarten: Gartenräume mit eigener Prägung
Zwischen 1906 und den 1920er Jahren kamen zu dem versenkten Garten weitere Themenbereiche hinzu, die jeweils für einen eigenen Gartentyp stehen. Auf einem Teil des Geländes entstand ein japanischer Garten, dessen Planung mit dem japanischen Landschaftsgestalter Isaburo Kishida verbunden ist.Japanischer Garten mit Isaburo Kishida Dieser Garten liegt nahe der Wasserlinie von Tod Inlet und nutzt Wege, Brücken, Wasserläufe und immergrüne Gehölze, um eine zurückhaltende, von Details geprägte Atmosphäre zu schaffen.
Auf der Fläche eines früheren Tennisplatzes legte die Familie einen italienischen Garten an, der mit Becken, geometrisch gefassten Beeten und symmetrischer Wegeführung arbeitet.Umgestaltung des Tennisplatzes zum italienischen Garten Später kam eine Rosengartenanlage hinzu, in der Beete mit unterschiedlichen Rosensorten, Pergolen und Wege die Blüte in den Sommermonaten in den Mittelpunkt stellen.Ausbau des Rosengartens Diese Gartenräume sind über Wege miteinander verbunden, sodass ein Rundgang vom versenkten Garten über den japanischen Garten und den italienischen Garten bis zur Rosengartenanlage führt.
Familienbesitz und Anerkennung als historischer Ort
Butchart Gardens ging aus dem privaten Anwesen der Familie Butchart hervor und blieb über mehrere Generationen im Besitz der Nachfahren von Jennie und Robert Pim Butchart. 1939 übertrug das Ehepaar die Verantwortung für den Garten an den Enkel Ian Ross, der die Anlage weiterentwickelte und die Öffnung für ein breiteres Publikum fortführte.Übergang an Ian Ross Auch später blieb der Garten ein Familienunternehmen, in dem jeweils die nächste Generation gestalterische und organisatorische Aufgaben übernahm.Fortführung durch die Familie
Die historische Entwicklung, der Wandel vom Steinbruch zur Gartenanlage und die kontinuierliche Pflege führten dazu, dass Butchart Gardens 2004 offiziell als National Historic Site of Canada anerkannt wurde.Anerkennung als National Historic Site Damit wird der Garten in Brentwood Bay als kulturell und gartenhistorisch bedeutsamer Ort eingestuft, der die Geschichte von industrieller Nutzung, landschaftlicher Umgestaltung und privater Gartenkunst in Kanada sicht- und nachvollziehbar macht.
Butchart Gardens besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Butchart Gardens liegt auf der Saanich-Halbinsel nördlich von Victoria in der Nähe von Brentwood Bay auf Vancouver Island in der Provinz British Columbia; Besucher erreichen den Garten mit dem Auto oder mit Linienbussen, die von Victoria in Richtung der Halbinsel verkehren.
- Das Gelände umfasst verschiedene Ebenen, insbesondere im Bereich des ehemaligen Steinbruchs, sodass Wege über Hänge und Treppen führen und längere Strecken zu Fuß zurückgelegt werden.
- In der Umgebung von Butchart Gardens liegen die Bucht Brentwood Bay und der Meeresarm Tod Inlet; von einigen Punkten des Gartens aus besteht Blickkontakt zum Wasser und zu den bewaldeten Hängen der Halbinsel.
- Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Kanadischen Dollar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Butchart Gardens auf Social-Media-Plattformen
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Butchart Gardens: häufige Fragen
Wo liegt Butchart Gardens in Kanada?
Butchart Gardens liegt bei Brentwood Bay auf der Saanich-Halbinsel nördlich von Victoria auf Vancouver Island in der Provinz British Columbia.
Was bietet ein Besuch in Butchart Gardens?
Ein Besuch führt durch mehrere gestaltete Gartenräume, darunter den Sunken Garden im ehemaligen Steinbruch, einen japanischen Garten, einen italienischen Garten und eine Rosengartenanlage.
Was kennzeichnet Butchart Gardens besonders?
Kennzeichnend ist der Ursprung in einem Kalksteinbruch, der zu einer vielschichtigen Gartenlandschaft umgestaltet wurde, sowie die kontinuierliche Weiterführung als Familiengarten mit dem Status einer National Historic Site of Canada.
