Bulguksa in Gyeongju: Steinterrassen und Pagoden der Silla-Zeit
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 20:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Bulguksa ist eine große buddhistische Tempelanlage am Hang des Berges Tohamsan südöstlich von Gyeongju in Südkorea und gehört zu den bekanntesten Sakralbauten der Silla-Zeit.
Bulguksa als Tempel der Silla-Epoche
Bulguksa gilt als einer der zentralen Tempel des koreanischen Buddhismus und ist der Jogye-Ordenslinie zugeordnet, die zu den wichtigsten Schulen des Landes zählt.Buddhistischer Tempel Die Anlage liegt in Jinhyeon-dong bei Gyeongju in der Provinz Gyeongsangbuk-do und ist über eine Tempelstraße mit der Stadt verbunden.Lage in Gyeongju
Die Wurzeln von Bulguksa reichen in die Geschichte des Königreichs Silla zurück, das große Teile der koreanischen Halbinsel beherrschte und den Buddhismus zur Staatsreligion machte.Geschichte des Tempels In Quellen der Silla-Zeit wird der Staatsbeamte Kim Daeseong als maßgebliche Figur bei einem großen Ausbau des Tempels im 8. Jahrhundert genannt, was Bulguksa eng mit der Blütezeit der vereinigten Silla-Epoche verbindet.Kim Daeseong
Granitterrassen, Holzhallen und Pagoden
Architektonisch ist Bulguksa durch mehrere Ebenen von massiven Granitterrassen geprägt, die den Berghang in Stufen gliedern und darauf eine Gruppe von Holzgebäuden tragen.Steinterrassen mit Holzgebäuden Die Hauptgebetshalle steht auf einer erhöhten Plattform und ist über Treppen und steinerne Brücken mit dem unteren Hof verbunden, in dem zwei berühmte Steinpagoden, Dabotap und Seokgatap, gegenüber der Halle stehen.Dabotap und Seokgatap
Die Pagoden gelten als nationale Kulturschätze und zeigen die Entwicklung der Steinarchitektur des 8. Jahrhunderts: Dabotap mit reich gegliederten Balustraden und Seokgatap mit klaren, horizontal betonten Abstufungen.Nationaler Schatz Auf den Terrassen gruppieren sich weitere Hallen, darunter der Gebäudekomplex Daeungjeon als zentraler Versammlungssaal sowie zusätzliche kleinere Schreine, die über gedeckte Gänge und Treppen miteinander verbunden sind.
UNESCO-Welterbe und religiöse Bedeutung
Bulguksa bildet zusammen mit der nahegelegenen Seokguram-Grotte ein von der UNESCO anerkanntes Welterbe-Ensemble, das 1995 in die Liste aufgenommen wurde.UNESCO-Eintrag Die Kombination aus Höhlenheiligtum mit großer Buddhafigur und weitläufiger Tempelanlage aus Stein und Holz wird als herausragendes Beispiel für buddhistische Architektur und Bildkunst der Silla-Zeit bewertet.
Bulguksa blieb trotz wiederholter Zerstörungen und späterer Restaurierungen ein aktives religiöses Zentrum, in dem bis heute Mönche leben und Rituale des koreanischen Zen-Buddhismus gepflegt werden.Kontinuierliche Nutzung Die Tempelarchitektur, die Steinpagoden und die Lage am bewaldeten Berghang machen die Anlage zu einem wichtigen Ort für Pilger und kulturhistorisch Interessierte aus dem In- und Ausland.
Bulguksa besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Bulguksa liegt am Hang des Tohamsan südöstlich von Gyeongju, erreichbar über die Straße Bulguk-ro, die von der Stadt in Richtung Tempel führt.
- Der Weg vom Parkplatz zur Tempelanlage verläuft über einen ansteigenden Pfad mit Treppen und Steinwegen, im Tempel selbst verbinden weitere Treppen die Höfe und Terrassen.
- Von Gyeongju aus fahren Linienbusse bis zur Nähe des Tempels, zudem besteht eine Straßenverbindung für Autofahrten oder Taxifahrten aus der Stadt.
- Für Besucher aus Deutschland ist Südkorea ein Land mit Koreanisch als Amtssprache; gezahlt wird in Won.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Bulguksa auf Social-Media-Plattformen
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Bulguksa: häufige Fragen
Wo liegt Bulguksa?
Der Tempel liegt in Jinhyeon-dong am Hang des Tohamsan südöstlich von Gyeongju in der Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea.
Was bietet ein Besuch in Bulguksa?
Ein Besuch führt durch mehrere Höfe mit Granitterrassen, Steinpagoden und Holzgebäuden, die die Architektur und Religionsgeschichte der Silla-Zeit anschaulich machen.
Was kennzeichnet Bulguksa besonders?
Besonders kennzeichnend sind die Steinpagoden Dabotap und Seokgatap auf dem Haupttempelhof sowie der Status der Anlage als UNESCO-Welterbe zusammen mit der Seokguram-Grotte.
