Bulguksa, Gyeongju

Bulguksa in Gyeongju: Stein, Holz und buddhistische Welten

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 13:26 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bulguksa in Gyeongju gehört zu den bedeutendsten Tempeln Südkoreas und verbindet steinerne Terrassen mit Holzhallen zu einer eigenen buddhistischen Landschaft.

Fotorealistische Ansicht von Bulguksa Gyeongju in Gyeongju, Südkorea im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Bulguksa Gyeongju in Gyeongju Südkorea, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Bulguksa in Gyeongju ist einer der wichtigsten buddhistischen Tempel Südkoreas und liegt an den bewaldeten Hängen des Berges Tohamsan. Die Anlage geht auf die Zeit des Silla-Reiches zurück und präsentiert in ihrem heutigen Erscheinungsbild vor allem Architektur des 8. Jahrhunderts, in der Steinterrassen und Holzgebäude zu einem geschlossenen religiösen Ensemble verbunden sind.

Bulguksa als Tempel des „Buddha-Landes“

Bulguksa wird häufig mit „Tempel des Buddha-Landes“ übersetzt und gehört zur Jogye-Schule des koreanischen Buddhismus, die in der Gegenwart als bedeutender Orden aktiv ist.Jogye-Schule des koreanischen Buddhismus Die Tempelanlage liegt südöstlich des Stadtzentrums von Gyeongju und bildet zusammen mit der höher am Hang gelegenen Seokguram-Grotte eine religiöse Landschaft, die das Silla-Reich in seiner Blütezeit prägte.Seokguram-Grotte und Bulguksa

Der Tempel steht auf weitläufigen, sorgfältig geschichteten Steinterrassen, auf denen die Hallen aus Holz errichtet sind. Diese Verbindung aus massivem Unterbau und leichten Dachstrukturen gilt als charakteristisch für die buddhistische Architektur der Silla-Zeit und lässt Bulguksa wie eine aus Stein und Holz modellierte eigene Welt erscheinen.Steinterrassen und Holzarchitektur

Silla-Erbe und UNESCO-Welterbe

Die Ursprünge von Bulguksa reichen in das frühe 6. Jahrhundert zurück, doch das Erscheinungsbild, das den Tempel prägt, stammt vor allem aus dem 8. Jahrhundert unter dem Silla-König Gyeongdeok und dem Beamten Kim Dae-seong.Wiederaufbau unter Kim Dae-seong In dieser Zeit entstand die Anlage in der Form, in der sie als Ausdruck einer idealen buddhistischen Welt verstanden wurde, mit mehreren Höfen, Hallen und Pagoden, die über Steinbrücken miteinander verbunden sind.Tempel des Buddha-Landes im 8. Jahrhundert

Bulguksa und die nahe Seokguram-Grotte wurden im Dezember 1995 gemeinsam in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Die Anerkennung hebt die Steinpagoden, Terrassen, Holzarchitektur und Skulpturen als herausragendes Beispiel der buddhistischen Kunst des Silla-Reiches hervor und verknüpft den Tempel mit der gesamten historischen Kulturlandschaft von Gyeongju.UNESCO-Eintrag von 1995

Pagoden, Brücken und Räume aus Stein und Holz

Im Herzen von Bulguksa stehen zwei berühmte Steinpagoden, Dabotap und Seokgatap, die als Nationalschätze Südkoreas gelten. Zusammen mit den steinernen Treppen und Brücken wie Cheongun-gyo, der „Blauen Wolken-Brücke“, bilden sie eine Abfolge von Wegen und Ebenen, über die Besucher von Hof zu Hof gelangen.Dabotap und Seokgatap als Nationalschätze Die Holzgebäude auf den Terrassen nehmen zentrale Funktionen der buddhistischen Praxis auf, etwa Gebetshallen mit Buddha-Statuen, in denen sich steinerne und bronzene Figuren mit bemalten Holzelementen und geschwungenen Dachformen verbinden.

Die Lage von Bulguksa am Hang des Tohamsan erlaubt Ausblicke über Waldhänge und die Kulturlandschaft von Gyeongju. Gleichzeitig bleibt die Anlage durch ihre Terrassenstruktur klar gegliedert: Steinmauern fassen die Höfe, Treppen verbinden die Ebenen, und die Pagoden setzen vertikale Akzente, die sich über die Dächer hinweg gegen den Himmel abzeichnen.Terrassen und Hanglage am Tohamsan

Bulguksa besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bulguksa liegt südöstlich des Zentrums von Gyeongju am Berg Tohamsan und ist mit Linienbussen aus der Stadt sowie über Straßenverbindungen erreichbar.
  • Der Tempel erstreckt sich über mehrere Terrassen am Hang; der Besuch umfasst Wege über Steinbrücken und Treppen, sodass einige Abschnitte nur über Stufen zugänglich sind.
  • In der Umgebung von Bulguksa liegt die Seokguram-Grotte weiter oben am Berg, die gemeinsam mit dem Tempel als Welterbestätte ausgewiesen ist und über eine Straße und Spazierwege zu erreichen ist.
  • Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Won.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Bulguksa: häufige Fragen

Wo liegt Bulguksa?

Bulguksa liegt in der Stadt Gyeongju in der Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea, an den Hängen des Berges Tohamsan südöstlich des Stadtzentrums.

Was bietet ein Besuch von Bulguksa?

Ein Besuch von Bulguksa führt durch eine historische Tempelanlage mit Steinterrassen, Holzgebäuden, Steinpagoden und buddhistischen Kultobjekten, die gemeinsam eine religiöse Landschaft der Silla-Zeit bilden.

Was kennzeichnet Bulguksa besonders?

Besonders kennzeichnend für Bulguksa ist die Kombination aus Stein und Holz, die sich in Terrassen, Pagoden, Brücken und Hallen zeigt und die Anlage zusammen mit der Seokguram-Grotte als UNESCO-Welterbe ausweist.

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