Bulguksa als steinerne Terrassenlandschaft in Gyeongju
Veröffentlicht am: 04.09.2026 um 17:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Bulguksa ist ein buddhistischer Tempelkomplex auf den Hängen des Tohamsan bei Gyeongju in Südkorea und gehört seit 1995 gemeinsam mit der Seokguram-Grotte zum UNESCO-Welterbe. Die Anlage geht auf die Zeit des Königreichs Silla zurück und präsentiert sich heute als terrassenartig gegliederte Tempellandschaft mit steinernen Pagoden, Treppenanlagen und farbig gefassten Holzpavillons.
Bulguksa als Welterbe der Silla-Zeit
Bulguksa liegt am Berghang südöstlich von Gyeongju und wird dem Königreich Silla zugeordnet, das zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 10. Jahrhundert n. Chr. weite Teile der koreanischen Halbinsel prägte.Seokguram-Grotte und Bulguksa-Tempel Der Tempelkomplex entstand auf einem älteren Heiligtum und erhielt seine bis heute sichtbare Gestalt im 8. Jahrhundert, als die Herrscher des Vereinigten Silla-Reichs umfangreiche Neubauten veranlassten.Bulguksa-Tempel auf dem Tohamsan
Eine zentrale Figur der Baugeschichte ist Kim Dae-seong, ein hoher Minister des Vereinigten Silla-Reichs im 8. Jahrhundert, dem die Tradition die Planung der großen Ausbauphase von Bulguksa zuschreibt.Geschichte des Bulguksa-Tempels Die Anlage vereint Elemente der Holzarchitektur mit aufwendigen Steinbauten und gilt als bedeutendes Beispiel für buddhistische Tempelkunst der Silla-Epoche, die auf den Hängen des Tohamsan ein religiöses Zentrum schuf.
Terrassen, Treppen und steinerne Pagoden
Charakteristisch für Bulguksa ist der Aufbau in gestuften Terrassen, die durch massive Stützmauern aus Stein gefasst werden und auf denen die Hallen wie auf Plattformen stehen.Gyeongju Bulguksa Temple Monumentale Steintreppen verbinden die unteren Höfe mit den höher gelegenen Bereichen, sodass sich der Tempel beim Aufstieg als Abfolge von Höfen, Torbauten und Hallen erschließt.
Im zentralen Hof vor der Großen Buddha-Halle stehen zwei steinerne Pagoden, Dabotap und Seokgatap, die zu den bekanntesten Nationaldenkmälern Koreas zählen.Dabotap- und Seokgatap-Pagoden Seokgatap, eine dreigeschossige Steinpagode aus der Silla-Zeit, wurde als National Treasure No. 21 eingestuft, steht etwa 10,75 Meter hoch und bildet zusammen mit der reich verzierten Dabotap ein markantes Paar innerhalb der Terrassenlandschaft.
Hallen, Farben und religiöse Bedeutung
Die Holzpavillons von Bulguksa zeigen die traditionelle koreanische Tempelarchitektur mit geschwungenen Dächern, hölzernen Säulenreihen und farbiger Bemalung in der für Tempelanlagen typischen Dancheong-Technik. In den Haupt- und Nebenhallen sind Buddhafiguren und weitere Kultbilder aufgestellt, die den Tempel als aktiven buddhistischen Ort kennzeichnen, an dem Zeremonien und Lehre ihren Platz haben.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde Bulguksa wiederholt beschädigt und restauriert, wobei besonders die Restaurierungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Anlage in den heute sichtbaren Zustand versetzten.Bulguksa in Gyeongju Der Tempel beherbergt mehrere als Nationalschätze klassifizierte Objekte, darunter die beiden Hauptpagoden und bedeutende Buddha-Statuen, und gilt als wichtiges Zentrum der koreanischen Buddhismusgeschichte.
Bulguksa besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Bulguksa liegt am Berghang des Tohamsan südöstlich des Stadtzentrums von Gyeongju, der Zugang erfolgt über die Straßenverbindungen der Region und regionale Buslinien.
- Auf dem Tempelgelände führen Treppen über mehrere Ebenen, die Hauptwege verlaufen über steinerne Stufen und Höfe mit teils unebenem Untergrund.
- In der Umgebung von Bulguksa liegen weitere bedeutende Stätten der Silla-Zeit, darunter die Seokguram-Grotte am Tohamsan, die gemeinsam mit dem Tempel als UNESCO-Welterbe eingetragen ist.
- Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Südkoreanischen Won.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Bulguksa auf Social-Media-Plattformen
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Bulguksa: häufige Fragen
Wo liegt Bulguksa?
Der Tempel Bulguksa liegt an den Hängen des Tohamsan südöstlich von Gyeongju in der Provinz Gyeongsangbuk-do in Südkorea.
Was bietet ein Besuch in Bulguksa?
Ein Besuch führt über terrassenartig angelegte Höfe mit steinernen Treppen, Pagoden und farbig gefassten Hallen, die die buddhistische Architektur der Silla-Zeit zeigen.
Was kennzeichnet Bulguksa besonders?
Besonders kennzeichnend sind die beiden Pagoden Dabotap und Seokgatap im Hauptinnenhof sowie der Status als gemeinsam mit der Seokguram-Grotte eingetragenes UNESCO-Welterbe.
