Bryggen Bergen, Reise

Bryggen Bergen: Wie das Hanseviertel Norwegens Geschichte erzählt

20.05.2026 - 19:24:57 | ad-hoc-news.de

Bryggen Bergen, das historische Hanseviertel in Bergen, Norwegen, verzaubert mit schiefen Holzhäusern, enger Geschichte zu Deutschland und lebendiger Hafenatmosphäre.

Bryggen Bergen, Reise, Kultur
Bryggen Bergen, Reise, Kultur

Wer heute durch Bryggen Bergen schlendert, hört das Knarzen alter Holzdielen, riecht Teer, Seeluft und frisch gerösteten Kaffee und blickt auf eine Häuserzeile, die sich wie eine bunte Welle entlang des Hafens von Bergen zieht. Bryggen (auf Deutsch sinngemäß „Landungssteg“ oder „Anleger“) ist längst mehr als eine Postkartenkulisse – es ist ein lebendiges Stück Hansegeschichte, das Norwegen auf einzigartige Weise mit den alten deutschen Hansestädten verbindet.

Bryggen Bergen: Das ikonische Wahrzeichen von Bergen

Die bunten Giebel von Bryggen Bergen sind das bekannteste Wahrzeichen von Bergen und gehören zu den meistfotografierten Motiven in ganz Norwegen. Direkt am Vågen, dem historischen Hafenbecken der Stadt, reihen sich schmale, hoch aufragende Holzhäuser aneinander – viele von ihnen in Ocker, Rot und Weiß gestrichen. Hinter der pittoresken Fassade verbirgt sich ein enges System aus Höfen, schmalen Gassen und Holzbalkonen, die an ein Labyrinth aus vergangenen Jahrhunderten erinnern.

Die UNESCO hat Bryggen bereits 1979 als Weltkulturerbe eingetragen. In den Begründungen hebt das Welterbe-Komitee hervor, dass Bryggen ein einzigartiges Zeugnis der Hansezeit sei und die Bedeutung des Seehandels im nordeuropäischen Raum beispielhaft dokumentiere. Auch die Deutsche Zentrale für Tourismus und das offizielle Tourismusportal von Visit Norway stellen Bryggen regelmäßig als einen der wichtigsten kulturhistorischen Höhepunkte des Landes heraus.

Für Reisende aus Deutschland fühlt sich Bryggen erstaunlich vertraut an: Der Einfluss der Hanse mit ihren Kaufleuten aus Lübeck, Bremen oder Hamburg ist überall spürbar. Namen, Geschichten und Handelsbeziehungen knüpfen ein dichtes Netz an Verbindungen zwischen der norwegischen Westküste und den Hansestädten an Nord- und Ostsee.

Geschichte und Bedeutung von Bryggen

Die Geschichte von Bryggen reicht bis ins Mittelalter zurück. Bereits im 12. Jahrhundert entwickelte sich Bergen zu einem der wichtigsten Handelsplätze Norwegens. Der natürliche Hafen, geschützt von den umliegenden Bergen und mit Zugang zur Nordsee, machte die Stadt früh zu einem Knotenpunkt für den Handel mit Fisch, Stockfisch, Getreide und anderen Waren.

Im 14. Jahrhundert etablierte sich in Bergen ein offizieller Stützpunkt der Hanse, des mächtigen Städtebundes, in dem sich vor allem norddeutsche Kaufleute zusammenschlossen. Laut der UNESCO und der norwegischen Denkmalbehörde Riksantikvaren wurde die deutsche Hanse-Niederlassung in Bergen, das sogenannte „Deutsche Kontor“, zu einem der vier wichtigsten Auslandsstützpunkte der Hanse überhaupt – neben London, Brügge und Nowgorod. Damit spielte Bryggen eine Schlüsselrolle im Handel zwischen Kontinentaleuropa und dem damaligen Königreich Norwegen.

Über Jahrhunderte war der Stockfisch aus Nordnorwegen das „weiße Gold“ der Region. Deutsche Kaufleute, vor allem aus Lübeck, kontrollierten den Export und verschifften den getrockneten Fisch von Bryggen aus in große Teile Europas. Im Gegenzug brachten sie Getreide, Bier, Salz und Textilien nach Bergen. Die Wirtschaftsbeziehungen waren so eng, dass in Bergen ganze Straßenzüge und Institutionen deutsch geprägt waren; Berichte des Hansemuseums in Bergen und der Deutschen UNESCO-Kommission betonen, dass Deutsch über lange Zeit die dominierende Handelssprache im Kontor war.

Doch die Geschichte von Bryggen ist auch eine Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau. Holzstädte im Norden waren besonders anfällig für Brände, und Bergen bildete hier keine Ausnahme. Mehrere große Feuer legten das Viertel immer wieder in Schutt und Asche. Ein besonders verheerender Brand wütete im Jahr 1702, als fast die gesamte Siedlung am Hafen zerstört wurde. Quellen der norwegischen Kulturverwaltung und des Bryggen-Museums schildern, dass die Kaufleute das Viertel dennoch nahezu im selben Grundriss und Stil wieder aufbauten – ein Grund dafür, warum die heutige Anlage den mittelalterlichen Strukturen noch erstaunlich ähnlich ist.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert verlor die Hanse zunehmend an Bedeutung, und mit ihr veränderte sich die Nutzung von Bryggen. Lagerhäuser wurden umgenutzt, Handelshäuser geschlossen, ein Teil der Gebäude verfiel. Dennoch blieb das Viertel als Handels- und Arbeitsraum aktiv. Als die UNESCO Bryggen 1979 zum Weltkulturerbe erklärte, stand nicht nur der Schutz der Holzbauten im Vordergrund, sondern auch die Bewahrung der jahrhundertelangen Handelsgeschichte und der engen Verflechtung zwischen norwegischer und deutscher Wirtschaftsgeschichte.

Heute ist Bryggen ein Symbol dafür, wie eng Nordeuropa historisch vernetzt war. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland eröffnet sich beim Spaziergang durch die Gassen ein Stück „auswärtige Hansegeschichte“ – mit direkten Bezügen zu Hansestädten wie Lübeck, Hamburg oder Bremen, deren Kaufleute hier über Generationen ein- und ausgingen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Bryggen ein außergewöhnliches Ensemble aus traditionellen norwegischen Holzgebäuden, die zugleich von der Hansezeit geprägt sind. Die Gebäude sind meist schmale, tief in die Grundstücke reichende Kontorhäuser, deren Giebelseiten dem Hafen zugewandt sind. Laut Angaben der UNESCO und der norwegischen Denkmalpflege sind viele Bauten als Holzskelettkonstruktionen errichtet, mit eng stehenden Ständern und Balken, die oft ohne Metallnägel, sondern mit Holzverbindungen gefügt wurden.

Das äußere Bild wird durch die dicht aneinandergebauten Häuser, ihre steilen Satteldächer und die leicht schiefen Linien geprägt – eine Folge unebener Untergründe, Setzungen und jahrhundertealter Nutzung. Die Farbgestaltung mit Ocker-, Rot- und Erdtönen orientiert sich an traditionellen norwegischen Holzhaus-Farben, wie sie auch in anderen Regionen des Landes vorkommen. In offiziellen Informationen von Visit Bergen und Visit Norway wird hervorgehoben, dass diese Farbpalette nicht nur ästhetisch, sondern historisch gewachsen ist: Rote Pigmente waren oft günstiger, während hellere Farbtöne zum Teil als Zeichen von Wohlstand galten.

Besonders eindrucksvoll sind die schmalen Gänge zwischen den Häuserzeilen, die sich hinter der vorderen Fassadenreihe verbergen. Wer hier eintritt, gelangt in eine Welt aus Holz, in der es nach Harz und Geschichte riecht. Holzbalkone, Treppen, Galerien und kleine Innenhöfe lassen erahnen, wie dicht und funktional die Bebauung angelegt war. Viele Häuser dienten ursprünglich gleichzeitig als Lagerraum, Büro und Wohnbereich für die Kaufleute und ihre Angestellten.

Architekturhistoriker betonen, dass Bryggen ein seltenes Beispiel für ein nahezu geschlossen erhaltenes hanseatisches Handelsquartier in Holzbauweise sei, das in dieser Form weder in Deutschland noch anderswo in Nordeuropa noch existiert. Während viele deutsche Hansestädte wie Lübeck, Hamburg oder Bremen ihre prächtigen Backsteinfassaden als Markenzeichen haben, zeigt Bryggen, wie die Hansearchitektur in Holz in einer nordatlantischen Hafenstadt adaptiert wurde.

Im Inneren vieler Gebäude finden sich heute Kunsthandwerk, Ateliers und kleine Galerien. Die norwegische Handwerkskultur ist hier sehr präsent: Keramik, Textilien, Silberschmuck und Glasobjekte sind häufig handgefertigt und greifen traditionelle Motive auf – von Wikingerschmuck bis hin zu Motiven aus Fjord- und Berglandschaften. Das Hanseatic Museum & Schötstuene in unmittelbarer Nähe von Bryggen (zeitweise umgezogen oder in Teilen restauriert, daher vorab Öffnungszeiten prüfen) veranschaulicht mit historischen Räumen und Exponaten, wie die Kontorleute lebten und arbeiteten.

Besonderes Augenmerk legen Denkmalpfleger auf die kontinuierliche Instandhaltung von Bryggen. Die Holzhäuser müssen regelmäßig restauriert werden, um Fäulnis, Feuchtigkeit und den klimatischen Belastungen an der norwegischen Westküste zu begegnen. Riksantikvaren, die norwegische Direktion für Kulturerbe, betont in ihren Berichten zur Erhaltung des Welterbes Bryggen, dass man heute auf traditionelle Handwerkstechniken und möglichst authentische Materialien setzt, um den historischen Charakter zu bewahren. Dabei müssen moderne Sicherheitsanforderungen – insbesondere Brandschutz – mit dem denkmalpflegerischen Anspruch in Einklang gebracht werden.

Ein weiteres Merkmal von Bryggen ist die Lage am Wasser. Der Blick von der Hafenpromenade auf die Häuserreihe, mit den Bergen im Hintergrund und den Booten im Vordergrund, gehört zu den klassischen Panoramamotivem von Bergen. Viele Reiseführer, darunter auch deutschsprachige Publikationen von Marco Polo und Merian, wählen diese Perspektive als Titelmotiv für Norwegen- oder Bergen-Ausgaben. Im Winter, wenn Regen und Nebel über den Hafen ziehen, wirkt Bryggen melancholisch und geheimnisvoll; im Sommer reflektiert die tief stehende Abendsonne das Licht in den bunten Fassaden und schafft eine beinahe mediterrane, dabei aber typisch nordische Atmosphäre.

Bryggen Bergen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Wer aus Deutschland nach Bergen reist, plant Bryggen Bergen meist als ersten oder letzten Höhepunkt seiner Tour ein – sei es im Rahmen einer Rundreise durch Norwegen, eines Städtetrips oder als Ausgangspunkt für Fjordausflüge. Das Viertel liegt sehr zentral direkt am Hafen, wenige Gehminuten von der Innenstadt und vom Fischmarkt („Fisketorget“) entfernt.

  • Lage und Anreise
    Bryggen liegt am inneren Hafenbecken „Vågen“, im Herzen der Stadt Bergen an der norwegischen Westküste. Von Deutschland aus ist Bergen am bequemsten per Flug zu erreichen. Es gibt je nach Saison und Angebot Direktflüge von größeren deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), Berlin (BER) oder München (MUC), in anderen Fällen erfolgt die Anreise mit Umstieg, etwa über Oslo oder Kopenhagen. Die reine Flugzeit ab Deutschland liegt meist bei rund 2 bis 3 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten.
    Eine alternative, landschaftlich reizvolle Anreise führt über Oslo mit der Bahn: Die Bergenbahn („Bergensbanen“) gilt als eine der schönsten Zugstrecken Europas. Von Oslo nach Bergen dauert die Fahrt etwa 6 bis 7 Stunden. Für Reisende mit mehr Zeit bietet sich zudem die Anreise mit dem eigenen Auto über Dänemark und Schweden oder über Fährverbindungen nach Norwegen an; hierbei sollten Mautregelungen und Fährzeiten jeweils aktuell geprüft werden.
  • Fortbewegung vor Ort
    Vom Flughafen Bergen (Bergen Airport Flesland) erreicht man die Innenstadt mit der Stadtbahn („Bybanen“) in etwa 40 bis 45 Minuten. Die Haltestellen in der Innenstadt liegen so, dass Bryggen in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar ist. Innerhalb des Stadtzentrums sind die meisten Wege gut zu Fuß zurückzulegen; der Bereich um Bryggen ist weitgehend fußgängerfreundlich, allerdings sind die Holzböden und Gassen bei Regen rutschig, sodass gutes Schuhwerk ratsam ist.
  • Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
    Bryggen ist als Stadtviertel öffentlich zugänglich und kann grundsätzlich rund um die Uhr besucht werden. Die Holzhäuser, Gassen und Höfe sind frei begehbar, allerdings sind einzelne Innenräume, Museen, Cafés und Geschäfte an reguläre Öffnungszeiten gebunden. Da sich diese je nach Saison, Wochentag und Betrieb ändern können, empfehlen sowohl das offizielle Tourismusportal von Bergen („Visit Bergen“) als auch die UNESCO, die Öffnungszeiten aktueller Ausstellungen und Museen vorab auf den jeweiligen Websites zu prüfen. Insbesondere im Winter können manche Einrichtungen kürzere Öffnungszeiten oder Ruhetage haben.
  • Eintritt und Führungen
    Der Spaziergang durch Bryggen, die Gassen und Höfe ist kostenlos. Für den Besuch bestimmter Museen und geführter Touren fallen Eintritts- oder Ticketgebühren an, die sich im Laufe der Zeit ändern können. Viele Reiseführer und das Tourismusbüro in Bergen bieten kombinierte Tickets oder Stadtpässe an, die Eintritt zu mehreren Attraktionen einschließen. Konkrete Preise sollten vor der Reise direkt bei den offiziellen Anbietern geprüft werden, da Wechselkurse und Tarife variieren können. Für Reisende aus Deutschland wird in der Regel eine Zahlung in Norwegischen Kronen (NOK) erwartet; zur Orientierung geben viele Anbieter Preise auch in ungefähren Euro-Beträgen an, etwa „rund XX € (ca. YY NOK)“.
  • Beste Reisezeit
    Bryggen kann das ganze Jahr über besucht werden, doch das Erlebnis variiert stark mit der Jahreszeit. Laut Empfehlungen von Visit Norway und verschiedenen Reisemagazinen sind die Monate von Mai bis September besonders beliebt, da die Tage lang sind und die Temperaturen milder. Im Hochsommer kann es in Bergen trotz seiner Küstenlage angenehm warm werden, gleichzeitig ist mit vielen Besuchern zu rechnen, insbesondere wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen.
    Frühling und Herbst bieten eine etwas ruhigere Atmosphäre, oft mit wechselhaftem Wetter, aber intensiven Lichtstimmungen. Der Winter in Bergen ist meist eher regenreich als extrem kalt, doch gelegentlich gibt es Schnee – dann wirkt Bryggen wie ein Märchen aus Holz und Eis. Die Stadt liegt innerhalb der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa, sodass es keine Zeitverschiebung zu Deutschland gibt (MEZ/MESZ).
  • Sprache und Verständigung
    Norwegisch ist die Amtssprache in Bergen, aber Englisch ist sehr verbreitet, insbesondere im touristischen Bereich. Deutsch wird gelegentlich verstanden, vor allem von Personen mit Bezügen zur Hansegeschichte oder im Tourismus, sollte aber nicht vorausgesetzt werden. Für Reisende aus Deutschland ist es problemlos möglich, sich auf Englisch zu verständigen; einfache norwegische Höflichkeitsfloskeln werden dennoch gerne gesehen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Norwegen ist stark auf bargeldlose Zahlung ausgerichtet. In Bergen, auch in den meisten Geschäften, Cafés und Restaurants in und um Bryggen, werden internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) sowie häufig auch Debitkarten akzeptiert. Kontaktloses Bezahlen und Mobile Payment (z.B. Apple Pay, Google Pay) sind weit verbreitet. Bargeld in Norwegischen Kronen (NOK) wird zwar akzeptiert, ist jedoch für viele Alltagszahlungen nicht zwingend erforderlich.
    Trinkgeld ist in Norwegen nicht so ausgeprägt wie in manchen anderen Ländern. In Restaurants ist der Service oft im Preis enthalten. Wenn man besonders zufrieden ist, wird es jedoch geschätzt, etwa 5 bis 10 Prozent aufzurunden oder einen kleinen Betrag zu hinterlassen. In Cafés und für Kleindienstleistungen ist Trinkgeld eher optional.
  • Kleidung und Wetter
    Bergen ist für seine häufigen Niederschläge bekannt und wird in Reiseführern nicht ohne Grund als eine der regenreicheren Städte Europas bezeichnet. Ein gutes, wasserdichtes Regen- oder Windschutzjäckchen, wasserdichte Schuhe und gegebenenfalls ein Regenschirm oder eine Kapuze gehören praktisch zur Standardausrüstung. Da die Holzböden in Bryggen bei Nässe glatt werden können, sind rutschfeste Sohlen empfehlenswert. Selbst im Sommer kann das Wetter schnell umschlagen, und es lohnt sich, mehrere Kleidungsschichten („Zwiebelprinzip“) mitzuführen.
  • Fotografieren und Verhalten
    Fotografieren im Außenbereich von Bryggen ist grundsätzlich erlaubt und üblich. Die schmalen Gassen, Treppen und Innenhöfe bieten viele Perspektiven, die sich ideal für Fotos und Videos eignen. In Museen, Ausstellungsräumen oder privaten Geschäften gelten teilweise eigene Regeln; hier ist es ratsam, auf Hinweisschilder zu achten oder kurz nachzufragen. Rücksichtnahme auf andere Besucherinnen und Besucher, auf Bewohnerinnen und Bewohner sowie auf laufenden Geschäftsbetrieb ist selbstverständlich – vor allem in engen Gängen ist es sinnvoll, keine Wege zu blockieren.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Norwegen gehört zum Schengen-Raum, ist aber nicht Mitglied der Europäischen Union. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis einreisen. Da Einreisebestimmungen sich ändern können, sollten Reisende vor der Abreise die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) prüfen. Für medizinische Versorgung empfiehlt sich grundsätzlich eine Auslandskrankenversicherung, da Norwegen kein EU-Mitglied ist und die Bedingungen für Kostenübernahme von der gesetzlichen Krankenversicherung unterschiedlich sein können.

Warum Bryggen auf jede Bergen-Reise gehört

Bryggen ist weit mehr als eine hübsche Kulisse für Urlaubsfotos. Das Viertel bündelt auf kleinstem Raum viele Facetten norwegischer und nordeuropäischer Geschichte. Wer die schmalen Holztreppen hinaufsteigt, in einen der kleinen Innenhöfe tritt und sich von der Hektik des Hafens löst, spürt, warum dieses Viertel so oft als „Freilichtmuseum mit Alltagsbetrieb“ beschrieben wird. Viele Gebäude werden heute von Kunsthandwerkern, Galerien, Souvenirgeschäften und gastronomischen Betrieben genutzt – das Viertel lebt, anstatt nur museal konserviert zu werden.

Für Reisende aus Deutschland hat Bryggen eine besondere emotionale Tiefe. Die Präsenz der Hanse, die Rolle deutscher Kaufleute und die jahrhundertelange Verbindung zwischen Bergen und Hansestädten wie Lübeck oder Hamburg machen den Besuch zu einer Art Rückspiegel der eigenen Handelsgeschichte. Statt Backsteingotik wie am Lübecker Holstentor erwartet Besuchende hier allerdings eine nordische Interpretation derselben Handelswelt: Holz statt Backstein, Fjordlicht statt Ostseebriese, aber dieselben wirtschaftlichen Netzwerke und kulturellen Kontakte.

Ein Spaziergang lässt sich gut mit einem Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten verbinden: Der Fischmarkt liegt wenige Meter entfernt, und die Standseilbahn Fløibanen bringt Gäste auf den Aussichtspunkt Fløyen, von dem aus man einen eindrucksvollen Blick auf Bryggen, den Hafen und die umgebenden Berge hat. Auch eine Hafenrundfahrt oder ein Ausflug in einen der nahegelegenen Fjorde – etwa den Hardangerfjord oder den Sognefjord – lässt sich problemlos in eine Bryggen-Visite integrieren.

Viele Reiseführer und Berichte, darunter auch Artikel von GEO und National Geographic Deutschland, heben hervor, dass Bryggen vor allem in den Morgen- und Abendstunden seinen besonderen Reiz entfaltet. Wenn die meisten Kreuzfahrtgäste noch nicht ausgeschwärmt oder bereits wieder an Bord sind, kehrt eine gewisse Ruhe ein. Das Licht ist weicher, und in den Gassen verbinden sich Schatten und Farbtöne zu einer fast filmischen Kulisse. Wer dann einen Kaffee oder eine heiße Schokolade in einem der Cafés bestellt, spürt, wie sich Geschichte und Gegenwart harmonisch überlagern.

In einer Zeit, in der viele Innenstädte weltweit austauschbar erscheinen, bietet Bryggen etwas, das immer seltener wird: ein unverwechselbares Gesicht. Der Ort ist eindeutig in Bergen, eindeutig in Norwegen verankert, und gleichzeitig Teil einer größeren nordeuropäischen Erzählung, in der deutsche Städte eine zentrale Rolle spielen. Genau diese Mischung aus lokaler Verwurzelung und internationaler Vernetzung macht den Reiz aus – und erklärt, warum Bryggen für viele Besucherinnen und Besucher der Höhepunkt ihrer Norwegen-Reise bleibt.

Bryggen Bergen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist Bryggen Bergen längst zu einem Fixpunkt für Norwegen-Fans geworden. Auf Instagram, YouTube oder TikTok zeigen Reisende die farbenfrohen Holzhäuser im Wechsel der Jahreszeiten, dokumentieren Regenbögen über dem Hafen oder filmen sich beim Schlendern durch die knarrenden Holzgänge. Reise-Vlogger setzen Bryggen häufig an den Anfang ihrer Norwegen-Videos, um mit einem sofort wiedererkennbaren Wahrzeichen zu starten. Hashtags wie #bryggen, #bryggenbergen oder #visitbergen sind voll von Eindrücken, die von Sonnenaufgängen über dem Hafen bis zu winterlichen Lichtinstallationen reichen.

Häufige Fragen zu Bryggen Bergen

Wo genau liegt Bryggen Bergen?

Bryggen liegt am inneren Hafenbecken Vågen in der Stadt Bergen an der Westküste Norwegens. Das Viertel befindet sich direkt am Wasser, wenige Gehminuten vom zentralen Fischmarkt und von der Innenstadt entfernt und ist gut zu Fuß erreichbar.

Warum ist Bryggen für die Hansegeschichte so wichtig?

Im Mittelalter entwickelte sich Bryggen zum Sitz des deutschen Hansekontors in Bergen. Von hier aus organisierten vor allem deutsche Kaufleute den Handel mit Stockfisch, Getreide und anderen Waren zwischen Norwegen und dem übrigen Europa. Bryggen ist damit ein zentrales historisches Beispiel für die wirtschaftliche Macht und das Handelsnetzwerk der Hanse im nordeuropäischen Raum.

Ist der Besuch von Bryggen kostenpflichtig?

Der Spaziergang durch das Viertel, seine Gassen und Höfe ist kostenlos. Für Museen, geführte Touren und spezielle Ausstellungen können Eintrittsgebühren anfallen, deren Höhe je nach Angebot und Saison variiert. Konkrete Preise sollten aktuell bei den jeweiligen Einrichtungen oder beim Tourismusbüro von Bergen geprüft werden.

Welche ist die beste Reisezeit für Bryggen?

Besonders beliebt sind die Monate von Mai bis September, wenn die Tage lang und die Temperaturen meist milder sind. In dieser Zeit ist allerdings auch mit mehr Besucherandrang zu rechnen. Frühling und Herbst bieten eine ruhigere Atmosphäre und eindrucksvolle Lichtstimmungen, während der Winter Bryggen oft in ein stimmungsvolles, aber regenreiches Ambiente taucht.

Wie gut kommt man als deutschsprachiger Gast in Bergen zurecht?

In Bergen wird zwar Norwegisch gesprochen, doch Englisch ist im Alltag sehr verbreitet, besonders im touristischen Bereich. Viele Menschen verstehen auch etwas Deutsch, darauf sollte man sich aber nicht verlassen. Mit Englisch kommt man in der Regel problemlos zurecht; bargeldlose Zahlung ist nahezu überall möglich.

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