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Bryggen Bergen: Norwegens hanseatisches Holz-Wahrzeichen neu entdecken

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 16:04 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Bryggen Bergen, das historische Hanseviertel Bryggen in Bergen, Norwegen, fasziniert mit schiefen Holzhäusern, engen Gassen und Weltkulturerbe-Flair – warum dieser Ort deutsche Reisende nachhaltig berührt.

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Die schmalen, farbigen Holzhäuser von Bryggen Bergen spiegeln sich im Wasser des Vågen-Hafens, während Möwen kreisen und Fischerboote anlegen – kaum ein anderer Ort verkörpert das historische Bergen in Norwegen so eindrücklich wie Bryggen („Bryggen“ bedeutet im Norwegischen sinngemäß „Landungssteg“ oder „Kai“). Bryggen Bergen ist heute ein ikonisches Ensemble aus mittelalterlich geprägten Kaufmannshöfen, Lagerhäusern und engen Passagen, das für viele Reisende aus Deutschland zum emotionalen Höhepunkt einer Norwegenreise wird.

Bryggen Bergen: Das ikonische Wahrzeichen von Bergen

Bryggen Bergen zieht sich wie eine hölzerne Kulisse entlang des zentralen Hafens von Bergen, eingerahmt von Bergenser Bergen und dem Meer – ein Bild, das in zahllosen Reiseführern und Social-Media-Posts zu Norwegen auftaucht. Für deutsche Besucher wirkt das Ensemble fast wie eine Zeitreise zurück in das Zeitalter der Hanse und des Nordhandels.

Die UNESCO hat Bryggen bereits Ende der 1970er Jahre als Weltkulturerbe anerkannt, weil hier auf engstem Raum die Wirtschafts- und Stadtgeschichte des nordatlantischen Handels sichtbar bleibt. Bryggen steht stellvertretend für die hanseatische Präsenz im Norden und ergänzt damit bekannte Hanseorte im deutschsprachigen Raum wie Lübeck, Hamburg oder Bremen um eine nordische Perspektive.

Wer heute durch Bryggen Bergen geht, erlebt eine Mischung aus lebendiger Gegenwart – Cafés, Ateliers, kleine Läden, Museen – und sorgfältig bewahrter Vergangenheit. Die schiefen Holzbauten, die oftmals mit Stützen gesichert sind, vermitteln das Gefühl, in einem historischen Filmset zu stehen, während gleichzeitig die Gerüche von frischem Fisch, Kaffee und Meerluft in die Nase steigen.

Geschichte und Bedeutung von Bryggen

Die Wurzeln von Bryggen reichen bis ins Mittelalter zurück, als Bergen sich zu einer der wichtigsten Handelsstädte Nordeuropas entwickelte. Schon im 12. und 13. Jahrhundert war der Hafen von Bergen ein Knotenpunkt für den Trockenfischhandel: Stockfisch aus Nordnorwegen und Island wurde von hier aus nach Kontinentaleuropa verschifft. Die Hanse, der Zusammenschluss norddeutscher Kaufleute, etablierte in Bergen einen eigenen Niederlassungsbezirk.

Im 14. Jahrhundert setzte sich die Hanse in Bergen dauerhaft fest; deutsche Kaufleute organisierten ihre Geschäfte in sogenannten Kontoren – Handelshöfen mit Wohn-, Lager- und Verwaltungsgebäuden. Bryggen ist der bauliche Ausdruck dieser hanseatischen Präsenz. Anders als in vielen deutschen Hansestädten, in denen Steinbau dominierte, entwickelte sich in Bergen eine charakteristische Holzbebauung mit schmalen, länglichen Häuserreihen und Gassen in direkter Hafenlage.

Mehrfach wurde Bryggen von großen Stadtbränden heimgesucht. Besonders verheerend war der Brand von 1702, der weite Teile der Stadt Bergen zerstörte. Die Kaufmannschaft beschloss jedoch, das Viertel im traditionellen Holzstil wieder aufzubauen, statt auf massiven Steinbau umzusteigen. Dadurch blieb der Charakter eines mittelalterlich geprägten Holz-Hanseviertels erhalten, auch wenn viele der heute sichtbaren Häuser tatsächlich auf Wiederaufbauphasen des 18. und 19. Jahrhunderts zurückgehen.

Im 20. Jahrhundert wuchs die Erkenntnis, dass Bryggen als letztes noch weitgehend erhaltenes hanseatisches Handelshausviertel in Holzbauweise von europäischer Bedeutung ist. Die UNESCO würdigte Bryggen als wichtiger historischer und architektonischer Zeuge des Handelsnetzwerks, das Nordeuropa mit Kontinentaleuropa verband. Kunsthistoriker und Stadtplaner betonen, dass Bryggen ein einzigartiges Beispiel dafür ist, wie Handelsarchitektur direkt an die Funktion – Lagerung von Waren, schneller Zugriff auf Schiffe, klare Hierarchie innerhalb der Kaufmannschaft – gekoppelt war.

Für deutsche Leser ist interessant: Die Hanse verband Städte wie Lübeck, Hamburg, Bremen, Rostock oder Stralsund mit Orten wie Bergen über ein dichtes Handelsnetz. Bryggen ist somit auch ein materielles Zeugnis dieser langen Beziehung zwischen Norddeutschland und Norwegen. Viele der Kaufleute, die hier arbeiteten, kamen aus deutschen Hansestädten; Deutsch war über lange Zeit eine zentrale Handelssprache im Viertel.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick fallen die schmalen, giebelständigen Häuser mit ihren leuchtenden Farben – häufig Ocker, Rot, Weiß oder gedeckte Erdtöne – auf. Die Fassaden sind meist einfach gegliedert, mit Reihen von Fenstern und hölzernen Türen, die direkt in kleine Shops, Restaurants oder Werkstätten führen. Hinter dieser Fassade verbirgt sich jedoch eine komplexe Hofstruktur: Längsbauten, Querriegel und Innenhöfe bilden eine Art labyrinthisches System, das ursprünglich der Lagerung und Bearbeitung von Waren diente.

Typisch für Bryggen sind die engen Passagen zwischen den Häuserreihen. Diese „Smau“ genannten Durchgänge führen von der Hafenseite in die tieferen Bereiche des Viertels und öffnen sich zu kleinen Höfen. Viele Besucher aus Deutschland berichten, dass der Spaziergang durch diese Gassen ein besonders intensives Erlebnis ist: Holz knarrt unter den Füßen, die Häuser lehnen sichtbar zueinander, das Licht ist gedämpft, und man fühlt sich von der modernen Stadt plötzlich abgeschirmt.

Architekturhistorisch zählt Bryggen zur traditionellen nordischen Holzbauweise, die auf senkrechten Holzständern, horizontalen Bohlen und geneigten Dächern beruht. Im Vergleich zur Backstein-Hansearchitektur in Lübeck oder zur Renaissance-Bebauung in Wismar wirkt Bryggen einfacher und rustikaler – doch genau diese Schlichtheit macht seinen Charme aus. Restaurierungsexperten betonen, dass die Erhaltung von Holz in maritimer Umgebung besondere Ansprüche an Pflege und Bauphysik stellt: Feuchtigkeit, Salznebel und Wind greifen die Bausubstanz an, weshalb Bryggen kontinuierlich überwacht und instand gehalten wird.

Im Inneren vieler Gebäude finden sich historische Balken, alte Treppen und niedrige Decken, die noch aus früheren Bauphasen stammen. Museen wie das Hanseatische Museum (Hanseatisk Museum) und verwandte Ausstellungsorte rund um Bryggen dokumentieren das Leben der Kaufleute, die Organisation der Handelskontore und den Alltag der „Budenleute“, also der jungen Männer, die hier für die Kaufmannsfamilien arbeiteten. Historische Dokumente, Handelsbücher und Inventarlisten vermitteln, wie streng geregelt das Leben in Bryggen war – vom Arbeitspensum über Essenszeiten bis hin zu Freizeitbeschränkungen.

Auch künstlerisch hat Bryggen Bergen viel zu bieten. In den ehemaligen Lagerhäusern haben sich heutige Kunsthandwerker:innen und Designer:innen angesiedelt: Werkstätten für Glas, Keramik, Textilien, Schmuck und Fotografie lassen sich in den Höfen entdecken. Damit wird der historische Handelsort zum kreativen Zentrum der Stadt, ohne seine historische Identität zu verlieren. Reiseführer wie „Marco Polo Norwegen“ und „GEO Special Norwegen“ heben hervor, dass Bryggen gerade durch diese Verbindung von Alt und Neu besonders lebendig wirkt.

Ein weiterer architektonischer Aspekt ist die bewusst sichtbare Schieflage vieler Häuser. Statt die Gebäude vollständig zu begradigen, haben die Restaurierungsteams entschieden, den historischen Verformungszustand weitgehend zu erhalten und mit Stützen zu sichern. Die sichtbaren Stützbalken und leichten Neigungen werden so selbst Teil der Erzählung: Sie zeugen von Jahrhunderten der Nutzung, von wechselnden Lasten und von der fortlaufenden Auseinandersetzung mit dem Meer als Freund und Bedrohung.

Bryggen Bergen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Bryggen liegt direkt am inneren Hafenbecken „Vågen“ im Zentrum von Bergen an der Westküste Norwegens. Von Deutschland aus erreichen Sie Bergen am bequemsten per Flug: Ab Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) bestehen – teilweise saisonale – Verbindungen über große Drehkreuze, häufig mit einem Umstieg in Oslo oder Kopenhagen. Die Flugzeit liegt je nach Verbindung grob zwischen 3 und 5 Stunden, inklusive Umstieg.
    Für eine Anreise per Bahn ist der Weg über Hamburg, Kopenhagen und Stockholm beziehungsweise Oslo notwendig, kombiniert mit Fähren oder Inlandszügen – dies ist eher eine entschleunigte Option für Bahnliebhaber und Skandinavienfans. Per Auto führt die Route meist über Dänemark und Schweden oder per Fähre von Norddeutschland nach Norwegen; dabei sind Mautsysteme und Fährzeiten einzuplanen. Eine direkte Fernbusverbindung aus Deutschland gibt es in der Regel nicht, Fernbusse können aber Teil der Route durch Dänemark oder Schweden sein.
  • Öffnungszeiten
    Das Viertel Bryggen selbst ist als Stadtteil ganzjährig frei zugänglich. Es handelt sich um öffentliche Gassen, Höfe und Plätze, die tagsüber und abends durchquert werden können. Einzelne Museen, Shops und gastronomische Betriebe haben eigene Öffnungszeiten, die je nach Saison und Wochentag deutlich variieren können. Reisende sollten die aktuellen Angaben direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder über die offiziellen Informationskanäle von Bergen und Bryggen prüfen. Generell ist zu beachten, dass einige Kleingewerbe in der Nebensaison verkürzte Öffnungszeiten oder Ruhetage haben.
  • Eintritt
    Für den Spaziergang durch Bryggen Bergen selbst wird kein Eintritt erhoben, da das Viertel Teil des öffentlichen Stadtraums ist. Kosten fallen nur dort an, wo Museen, Führungen oder bestimmte kulturelle Einrichtungen besucht werden. Die Eintrittspreise können sich ändern und hängen oft von Saison, Sonderausstellungen und Kombitickets ab. Für eine grobe Orientierung sollten deutsche Reisende mit einem zweistelligen Betrag in Euro und der entsprechenden Summe in Norwegischen Kronen (NOK) rechnen, etwa im Bereich von rund 15–25 € (ca. entsprechender Betrag in NOK) für größere Museen oder geführte Touren. Konkrete Preise sind stets unmittelbar vor der Reise bei den offiziellen Anbietern zu prüfen.
  • Beste Reisezeit
    Bryggen Bergen kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Die Atmosphäre ändert sich jedoch stark mit den Jahreszeiten. Im Sommer, etwa von Juni bis August, ist die Wahrscheinlichkeit für mildes Wetter und längere Tage hoch; dies ist zugleich die Hauptsaison mit entsprechendem Besucherandrang und Kreuzfahrtverkehr. Frühling und Herbst bieten oft eine ruhigere Stimmung und mehr Platz in den engen Gassen, dafür kann das Wetter wechselhafter sein, mit Regen und frischem Wind.
    Der Winter hat seinen eigenen Reiz: Bryggen kann im diffusen Licht, mit Schnee oder nasser Kälte sehr stimmungsvoll wirken, gleichzeitig besteht dann ein erhöhtes Risiko für glatte Wege und kürzere Tageslichtphasen. Wer fotografieren möchte, findet im Winter und in der „blauen Stunde“ spektakuläre Lichtverhältnisse. Für viele Reisende aus Deutschland ist die Übergangssaison – späte Frühjahrs- oder frühe Herbstwochen – ein idealer Kompromiss zwischen Atmosphäre und moderatem Andrang.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
    In Bergen und insbesondere im touristischen Bereich von Bryggen wird sehr häufig Englisch gesprochen; viele Menschen im Dienstleistungssektor beherrschen die Sprache fließend. Deutsch wird weniger verbreitet verstanden, kann aber in Einzelfällen, insbesondere bei hanseatisch interessierten Einrichtungen, dennoch begegnen. Deutsche Reisende kommen mit Englischkenntnissen sehr gut zurecht.
    Norwegen ist stark kartenorientiert: Kreditkarten und digitale Zahlungssysteme wie Apple Pay oder Google Pay sind weit verbreitet. Bargeld wird zwar akzeptiert, ist aber weniger zentral als in manchen Regionen Deutschlands. Eine Girocard (Debitkarte) funktioniert nicht immer problemlos, eine Kreditkarte ist empfehlenswert. Trinkgeld ist in Norwegen nicht so stark verankert wie in Deutschland; in Restaurants und Cafés ist ein kleiner Aufrundungsbetrag üblich, aber nicht zwingend erwartet, sofern Service bereits im Preis enthalten ist.
    Bei der Kleidung ist das Zwiebelprinzip sinnvoll: Das Wetter in Bergen ist bekannt für häufige Niederschläge und schnelle Wechsel. Wasserdichte Jacken, feste Schuhe mit gutem Profil und eine zusätzliche Schicht gegen Wind sind empfehlenswert – auch im Sommer. Für Fotograf:innen gilt: Bryggen ist äußerst fotogen, dennoch sollten Privatsphäre und Hinweise einzelner Geschäfte respektiert werden. Einige Museen oder Innenräume haben Beschränkungen für Blitz oder Stativ; hier lohnt sich ein kurzer Blick auf lokale Schilder oder Informationen.
  • Einreisebestimmungen und Zeitzone
    Norwegen gehört zum europäischen Wirtschaftsraum, ist jedoch kein Mitglied der Europäischen Union. Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Kurzaufenthalte in der Regel einen gültigen Reisepass oder Personalausweis; die genauen Bestimmungen können sich jedoch ändern. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Reisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für längere Aufenthalte, besondere Reiseformen oder kombinierte Reisen mit anderen Ländern gelten jeweils gesonderte Regelungen.
    Zeittechnisch liegt Norwegen im Regelfall in der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa (MEZ) und folgt ebenfalls der Sommerzeit-Regelung (MESZ). Das bedeutet, dass es für Reisende aus Deutschland bei normalen Bedingungen keine oder nur minimale Zeitverschiebung gibt. Gerade im Sommer fällt jedoch die deutliche Ausdehnung der Tageslichtphasen auf, was den Besuch von Bryggen Bergen bis in die späten Abendstunden angenehm macht.

Warum Bryggen auf jede Bergen-Reise gehört

Viele Norwegenfans reisen wegen der Fjorde, der Berge oder der Nordlichter – doch Bryggen Bergen bietet einen anderen, kulturell-historischen Zugang zum Land. Hier wird sichtbar, wie eng die Geschichte Norwegens mit dem Meer, dem Handel und europäischen Netzwerken verknüpft ist. Für deutsche Besucher eröffnet Bryggen eine Verbindung zur eigenen Geschichte: Die Hanse als wirtschaftliche Macht mit Zentren in Lübeck, Hamburg oder Bremen findet in Bergen ein deutlich erfahrbares „Außenposten“-Gesicht.

Beim Spaziergang durch Bryggen lassen sich mehrere Ebenen gleichzeitig erleben. Zum einen ist da die unmittelbare Atmosphäre: Holzgeruch, das leichte Knarren der Böden, Stimmengewirr, Musik aus Cafés, die frische Brise vom Hafen. Zum anderen vermitteln Infotafeln, Museumsräume und Führungen viel Hintergrundwissen zur Rolle Bergens im Stockfischhandel, zu den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Norwegen und Norddeutschland und zu den harten Lebensbedingungen der Kaufmannschaft und ihrer Angestellten.

Wer von Deutschland aus eine Städtereise nach Bergen plant, findet in Bryggen einen idealen Ausgangspunkt: Von hier ist es nicht weit zu den berühmten Aussichtsbergen Fløyen und Ulriken, zur Festung Bergenhus, zu modernen Kulturhäusern oder zur Markhalle Fisketorget. Bryggen ist gleichzeitig Postkartenmotiv und lebendiger Stadtteil, der mit Restaurants, Bars und Shops auch am Abend attraktiv bleibt. Viele Reiseführer empfehlen, Bryggen zu unterschiedlichen Tageszeiten zu besuchen – morgens, wenn Kreuzfahrttouristen noch nicht eingetroffen sind, und abends, wenn die Lichter der Stadt die Fassaden in warmes Leuchten tauchen.

Reisende aus Deutschland schätzen zudem, dass Bergen insgesamt eine gut überschaubare Stadtgröße hat. Fußwege zwischen zentralen Sehenswürdigkeiten sind kurz; Bryggen liegt praktisch im Herzen des Geschehens. Gleichzeitig bietet Bryggen ein starkes Identitätsgefühl: Es ist kein beliebig austauschbares touristisches Quartier, sondern eine klar definierte historische Einheit mit Welterbestatus, deren Erhaltung als gemeinsame Aufgabe von Stadt, Eigentümern, Denkmalschutz und internationaler Gemeinschaft verstanden wird.

Die offizielle Verwaltung von Bryggen Bergen kommuniziert immer wieder, dass jede Besucher:in mithelfen kann, den Ort zu schützen – durch respektvolles Verhalten, das Einhalten von Wegeführungen, die Unterstützung lokaler, nachhaltiger Angebote und die Wertschätzung von Kultur statt reinem Selfie-Tourismus. Kunsthistoriker und Stadtplaner betonen, dass gerade diese Art von „achtsamem Tourismus“ der Schlüssel ist, um Bryggen für kommende Generationen aus Bergen, Deutschland und weltweit zu bewahren.

Bryggen Bergen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Bryggen Bergen ist längst zu einem Social-Media-Motiv geworden: Ob als Hintergrund für Reisefotos, als Thema in Architekturkanälen oder als Kulisse für Food- und Lifestyle-Beiträge – die farbigen Holzhäuser tauchen in Feeds, Stories und Reels immer wieder auf. Für deutsche Zuschauer:innen bietet sich hier ein Vorgeschmack auf die Atmosphäre vor Ort und zugleich eine Möglichkeit, praktische Eindrücke etwa zu Lichtstimmungen, Andrang oder Wettervarianten zu gewinnen.

Häufige Fragen zu Bryggen Bergen

Wo liegt Bryggen Bergen genau?

Bryggen Bergen befindet sich direkt am zentralen Hafen „Vågen“ in der Innenstadt von Bergen an der Westküste Norwegens. Das Viertel liegt fußläufig von anderen wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Fischmarkt und der Festung Bergenhus entfernt und ist leicht über öffentliche Verkehrsmittel sowie zu Fuß erreichbar.

Warum ist Bryggen UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO hat Bryggen als Weltkulturerbe ausgezeichnet, weil das Viertel ein seltenes, weitgehend erhaltenes Beispiel eines hanseatischen Handelsquartiers in traditioneller nordischer Holzbauweise ist. Bryggen dokumentiert anschaulich die Rolle Bergens im internationalen Nordhandel und die enge Verbindung zur Hanse, die auch deutsche Städte wie Lübeck oder Hamburg prägte.

Wie kann man Bryggen am besten besuchen?

Bryggen ist als Stadtteil ganztägig frei zugänglich. Ein Besuch lohnt sich besonders im Rahmen eines Spaziergangs durch die Gassen und Höfe, kombiniert mit einem Abstecher in Museen, kleine Geschäfte und Cafés. Wer tiefer einsteigen möchte, kann an geführten Touren teilnehmen, die historische Hintergründe und architektonische Details erläutern. Empfehlenswert ist es, Bryggen zu verschiedenen Tageszeiten zu erleben – etwa früh am Morgen und am Abend.

Was macht Bryggen für deutsche Reisende besonders interessant?

Für Reisende aus Deutschland ist Bryggen ein sichtbares Bindeglied zur eigenen Geschichte: Die Hanse verband deutsche Städte mit Bergen, und Bryggen zeigt diese Verbindung räumlich und baulich. Gleichzeitig bietet das Viertel eine sehr sinnliche Erfahrung von Holzarchitektur, Hafenatmosphäre und nordischer Kultur. Viele deutsche Besucher empfinden Bryggen als emotionalen Höhepunkt ihrer Norwegenreise.

Wann ist die beste Zeit für Fotos in Bryggen Bergen?

Fotograf:innen schätzen besonders die Morgenstunden mit weichem Licht und weniger Andrang sowie die Abendstunden mit warmem Licht und Stadtbeleuchtung. Im Winter erzeugen kurze Tage, Schnee oder Regen eine dramatische Stimmung. Grundsätzlich lohnt es sich, auf Wetterwechsel und Lichtmomente zu achten – Bryggen reagiert visuell sehr sensibel auf Wolken, Sonne und Dämmerung.

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